Jan
13
2016

Kasematten wachgeküsst

Sie boten Schutz vor Kanonen, dienten Flüchtenden als Schutzwall und Heranwachsenden als Abenteuerspielplatz: die Kasematten in Brüggen am Niederrhein. Nun werden die Gänge mit ihrer wechselvollen Geschichte nach gut 35 Jahren wieder zugänglich gemacht.

Rund 500 Jahre Geschichte atmen der Burgwall und die darunter verborgenen Kasematten in der Stadt an der niederländischen Grenze. In nur zwei Tagen haben die Experten der jalasca GmbH, Moers die zum Teil verborgenen Gänge nun dreidimensional vermessen und beeindruckende Ansichten zu Tage gebracht. Unterstützt von einem Laserscanner FARO Focus3D X 130 drangen die Spezialisten in das Gangsystem vor und legten bislang unbekannte Details offen. Dabei erwies sich der portable FARO Laserscanner dank seines geringen Gewichts und seiner großen Reichweite einmal mehr als idealer Mess-Partner in dem zum Teil recht engen Gangsystem.

Die unter Tage erfassten Daten bildeten die Grundlage für die digitale Nachbearbeitung am Schreibtisch. Auf dieser Basis leitete die Gemeinde Brüggen eine gezielte Sanierung ein. Beispielsweise wurde das Bauwerk statisch gesichert, das Mauerwerk mit Spezialbeton saniert und neue elektrische Leitungen verlegt. Die Vermessungs-Experten stellten präzise Ansichten, Grundrisse und Schnitte sowie 360 Grand Panoramen der östlichen und westlichen Kasematten zur Verfügung.

Zugang zu der geheimnisvollen Atmosphäre haben Einheimische und Tagestouristen vor Ort aber auch historische Interessierte ganz bequem am Computer. Im Rahmen des Projektes INTERREG V-A „Kulturgeschichte digital erleben“ werden die Daten weiter aufbereitet, um Kulturgeschichte für die Öffentlichkeit digital zugänglich zu machen. Unter anderem unterstützt die Europäische Union das Kooperationsprojekt zwischen Deutschland und den Niederlanden mit Fördermitteln aus dem Fonds für Regionale Entwicklung.

Erste Eindrücke aus den Kasematten gefällig? Wirklich sehenswert.

 

 

 

 

 

 

 

 

Okt
29
2015

Tempel, Schule, Müllplatz und Gotteshaus

Auf eine wechselvolle Geschichte blickt die „St Margaret Church Stanford Le Hope“ zurück. Nun ist das Gebäude auch virtuell begehbar – inklusive Dach und spektakulärem Abstieg über die Wendeltreppe.

Atemberaubende Bilder entführen die Besucher virtuell auf historisches Gelände. Mit 3D Aufnahmen aus ungefähr 90 Einstellungen entstand unter den Händen der Spezialisten von Norden Draughting Design Services, Essex/UK,  die eindrucksvolle Tour. Als ideales Werkzeug erwies sich der 3D Laserscanner FARO Focus3D, der sich durch Mobilität, geringes Gewicht und extreme Reichweite auszeichnet.

Das Gebäude der „St Margaret Church“ sticht schon durch seine exponierte Lage ins Auge: Auf einem Hügel in der Mitte der englischen Grafschaft Essex. Im 12. Jahrhundert hatten Normannen den Tempel errichtet. Der Beginn einer wechselvollen Geschichte.

Über die Jahrhunderte wurde die Kirche mehrfach um- und ausgebaut. Stumme Zeugen sind etwa in der Nordkapelle Ehrentafeln aus dem 13. Jahrhundert und in der südlichen Kapelle ein Weihwasserbecken aus dem 15. Jahrhundert. Dazu kommt ein historisches Gräberfeld, in dem Verstorbene ab dem 18. Jahrhundert bestattet wurden.

Im frühen 19. Jahrhundert diente das Nordschiff als Dorfschule, andere Teile nutzte die Gemeinde als Mülldeponie. Der damalige Pfarrer von Stifford, William Palin, beschrieb die Kirche als „von Verwahrlosung und Zerfall geprägt“. Kurz danach wurde die Wende eingeläutet und die Restaurierung begann.

Die detaillierte Datenerhebung heute erfolgte mit dem 3D Laserscanner Focus3D. Experten können anhand dieser Informationen beispielsweise Rückschlüsse über die Baugeschichte oder auch über Renovierungsnotwendigkeiten ablesen und Pläne für Sanierungsmaßnahmen entwickeln. Aus den Millionen Oberflächenpunkten entwickelten die Ingenieure eine 3D-Punktewolkenansicht, die in langen Kamerafahrten beeindruckende Ansichten auch für die breite Öffentlichkeit erlaubt.

 

Okt
09
2015

Kunstflug unterm Kirchendach

Einen einzigartigen virtuellen Rundflug bietet die evangelische Kirche St. Marien Osnabrück: Die 650 Jahre Kirche wurde mit modernen 3D Laserscannern erfasst und ein digitales Modell erstellt. Dieses steht jetzt Besuchern aus aller Welt rund um die Uhr offen.

Virtuell begehbar: Die St.-Marien-Kirche Osnabrück. Fassade und Innenraum wurde mit dem Laserscanner Focus3D von FARO detailliert erfasst.

Virtuell begehbar: Die St.-Marien-Kirche Osnabrück. Fassade und Innenraum wurde mit dem Laserscanner Focus3D von FARO detailliert erfasst.

Egal ob aus der Vogelperspektive oder von unten, von außen oder von innen: Das dreidimensionale Modell der Kirche bietet absolute Transparenz. Die Basis für die faszinierenden 3D-Rundgänge und 360°-Rundumsichten liefern Daten, die mit dem mobilen FARO Laserscanner Focus3D erfasst wurden.

JOE_7272_kl

Laserscanning-Experte Dipl.-Ing. Johannes Rechenbach, Laser Scanning Architecture, aus Hannover, dokumentierte das mittelalterliche Gebäude bis in den kleinsten Winkel. In nur drei Tage wurde das gotische Schmuckstück komplett gescannt. Die präzisen Daten halten den Zustand und die Details der historischen Kirche dauerhaft fest. Ein weiterer Vorteil: Bei künftigen Sanierungen sind alle Maße, Flächen und Volumina schnell aus den vollständig vorliegenden Scandaten ablesbar; ein neues Aufmaß ist nicht erforderlich. Das dreidimensionale Kirchenmodell kann auch herangezogen werden, wenn bei auftretenden Schäden der Originalzustand wiederhergestellt werden soll.

Die Multimediapräsentation zeigt den virtuellen Besuchern bauliche und kirchengeschichtliche Details. Bei verschiedenen Rundgängen können sie die Atmosphäre einer der bedeutendsten Kirchen des 14. Jahrhunderts in Nordwestdeutschland genießen. Sogar vom Turm aus: Hier bietet sich die Aussicht auf den Marktplatz von Osnabrück und die umliegenden Gebäude mit dem imposanten Rathaus.

mary_0009_kl

Mit der multimedialen Präsentation der St.-Marien-Kirche geht die evangelisch-lutherische Gemeinde in Niedersachsen neue Wege. Die Osnabrücker Kirchengemeinde ist eine der ersten, die Laserscanaufnahmen ihrer Kirche in Auftrag gegeben hat und für die eigene Präsentation verwendet.

Laserscanning und virtuelle Rundgänge bieten öffentlichen Institutionen, Kommunen und Tourismusbetrieben zahlreiche Möglichkeiten, moderne Kommunikationskanäle für sich zu nutzen – und, wie das Osnabrücker Beispiel zeigt, gehen die Einsatzbereiche sogar weit darüber hinaus.

Okt
01
2015

Virtueller Wiederaufbau der Abtei Jumièges

„Jumièges 3D“ lautet der Eintrittscode in die faszinierende Welt der Abtei Jumièges in der Normandie. Die Ruinen des Klosters werden mit moderner Technik zum Leben erweckt und laden die Besucher zum Flanieren ein.

Bisher war in der „Abbaye de Jumièges“ vor allem die Phantasie der Besucher gefragt. Nur Fragmente und Ruinen erinnerten an die glanzvolle Geschichte des einst größten Klosters Frankreichs. Gegründet 654 vom heiligen Philibert wurde es über die Jahrhunderte mehrfach geplündert, niedergebrannt und wiederaufgebaut. Jetzt lässt sich die Pracht der Anlage wieder hautnah erleben – der virtuelle Neustart ist gelungen.

Den Startschuss für das spektakuläre Experiment gab das Department von Seine-Maritime und holte sich erfolgreiche Mitstreiter ins Boot: ART GRAPHIQUE ET PATRIMOINE (ARTGP)  und GMT Editions. Die Visualisierungsexperten von ARTGP legten mit dem FARO Focus3D Laserscanner die Grundlage für das erfolgreiche Projekt. In kürzester Zeit nahmen sie auf dem Gelände mit dem mobilen Scanner alle geforderten Stationen, Orte und Details auf, aus denen das virtuelle 3D-Modell rekonstruiert wurde. Wissenschaftler und Historiker wurden eng in diese Arbeit einbezogen – zum einen gaben sie wertvolle Hinweise, wie sich die Anlage über die Jahrhunderte verändert hat. Auf der anderen Seite erhielten sie aus den Scandaten neue Erkenntnisse und konnten diese mit aktuellen Hypothesen abgleichen.

Das Scan-Ergebnis und die virtuelle Umsetzung fasziniert Laien und Profis: Mit Smartphone oder Tablets treten die Besucher auf dem Gelände eine spannende Reise durch vier Epochen zwischen dem 9. und 18. Jahrhundert an. In Text, Bewegtbild, 3D-Modellen und Ton erleben sie die wechselvolle Geschichte der Abtei als „Augmented Reality“. In dieser Kunst-Form der erweiterten Realität vermischen sich die virtuelle und reale Welt. Über die gerade betrachteten Objekte werden Informationen geblendet, hier zum Beispiel ein komplett rekonstruiertes Kirchenschiff oder der Kreuzgang. Man sieht quasi hinter die Kulissen und erhält ein Eindruck, wie das Bauwerk in seiner Blütezeit tatsächlich ausgesehen hat. Eine phänomenale Zeitreise.

Türöffner ist die Applikation „Jumièges 3D“, die es für Android und Apple-Geräte kostenfrei als Download gibt.

Jul
30
2015

Spektakuläre Farbenpracht aus dem 12. Jahrhundert

Die spektakulären Fresken in der romanischen Kirche Sant Climent de Taüll, Spanien, waren fast verblichen. Ein museografisches Restaurationsprojekt mit dem Laserscanner FARO Focus3D erweckte die faszinierenden Bilder wieder zum Leben.

Die Kirche in der Provinz Lleida/ Katalonien gilt als architektonisches Meisterstück und wurde in das Weltkulturerbe der UNESCO aufgenommen. Teile der originalen Fresken sind seit über fünf Jahrzehnten im National Art Museum Barcelona zu sehen – die Besucher in der Kirche Sant Climent mussten sich bislang mit einer Kopie begnügen. Jetzt wurden weitere Zeichnungen im Kirchenschiff ans Licht gebracht: Die Experten von Captae rekonstruierten aus Scans ein 3D-Modell, danach wurden von Restauratoren und Archäologen einzelne Figuren, Elemente und Farben Schritt für Schritt nachgebildet.

Das Herzstück der atemberaubenden Fresken bildet eine Darstellung der Offenbarung in der Hauptapsis. Mit Unterstützung des FARO Focus3D wurden die Originale, die sich in die unteren Gesteinslagen eingegraben hatten, rekonstruiert und auch die Werke im Nationalmuseum erfasst. Ausgangspunkt bildeten punktgenaue Scans der Apsis, um die Geometrie der Oberflächen exakt zu erfassen. Ein großer Vorteil war die hohe Scangeschwindigkeit, die Fähigkeit des Focus Farbschattierungen genau zu erfassen und das berührungslose Messen.

Für jeden gescannten Punkt stellte der 3D-Laser Scandaten entlang der x-, y- und z-Achse zur Verfügung. Die Punktewolken bildeten die Basis für eine virtuelle Kopie des Gewölbes und die 3D-Modellierung der berühmten Fresken. Eine Arbeit mit sehr großer Detailtiefe, die zu erstaunlichem Ergebnis führte.

Das gesamte Projekt wurde aufwändig dokumentiert. Eine eigene Webseite zeigt, wie das wertvolle Fresko aus Millionen von Scanpunkten wieder zum Leben erwachte. Besucher werden heute in der Kirche in die Zeit um 1123 zurückversetzt und können in einer faszinierenden 3D Projektion in Bild und Ton nachvollziehen, wie das üppige Wandbild entstanden ist.

 

 

3D Punktewolke_ES_Captae_2014

 

Die 3D-Punktewolken des FARO Focus 3D bildeten die Basis für die spektakuläre Visualisierung der historischen Wandmalereien in der romanischen Kirche Sant Climent de Taüll, Spanien.  Abbildungen: CAPTAE/FARO

Decke Punktewolke_ES_Captae_2014

Apr
08
2015

Altbau strahlt in neuem Glanz

Fassadenaustausch in Hannover: Kurze Bauzeit im laufenden Betrieb

Fassadensanierung

Vorher –

Fassadensanierung_2 H_2015Um den Energieverbrauch deutlich zu senken und Ausgaben zu drosseln wurde ein in die Jahre gekommenes Geschäftshaus in Hannover saniert. Die Ingenieure hatten vor allem die Erneuerung von Fassade und Fenstern im Visier. Eine Herausforderung bildete die komplexe Gebäudestruktur mit ihren gerundeten Ecken und einem geschwungenen Fassadenverlauf, zumal der Austausch der einzelnen Elemente im laufenden Betrieb erfolgen sollte. Dies hat für Investoren und Eigentümer klare Vorteile: Kurze Bauzeiten ohne Mietausfall.

Eine wichtige Voraussetzung für den reibungslosen Ablauf bildet die exakte Vorfertigung der neuen Fassadenelemente. Metallbau Burckhardt aus Isernhagen-Kirchhorst entschied sich daher für ein digitales 3D-Aufmaß, das präzise Daten in kürzester Zeit liefert. Den Auftrag erhielt Johannes Rechenbach, der sich mit seinem Architekturbüro laser scanning architecture auf die Beratung und Dienstleistungen mit 3D-Laserscanning spezialisiert hat.

 

Fassadensanierung_H_2015

Nachher!

Direkt vom Gerüst aus erfasste er mit dem portablen Laserscanner FARO Focus3D alle maßgeblichen Teilflächen der freigelegten Rohbaufassade. In 52 Einzelscans entstand aus nächster Nähe ein exaktes dreidimensionales Abbild. Alle störenden Elemente wie das Baugerüst oder die Nachbarbebauung wurden aus den Scandaten entfernt – damit stand für die Auswertung ausschließlich der Rohbau mit seinen Störkanten zur Verfügung.

Die Ergebnisse wurden in 2D-Messbildern in Autodesk Autocad eingefügt und analysiert, wodurch die erforderlichen Bezugsmaße für die neue Konstruktion ermittelt werden konnten. Um die Sanierungsfassade mit allen Anschlussdetails exakt planen zu können musste der Planer auch solche Details erfassen wie Fensteröffnungen, abgehängte Decken und die Höhenlagen der Fertigfußböden. Kein Problem für den mobilen Laserscanner. Mittlerweile erstrahlt das Geschäftshaus in der Hannover City im maßgefertigten neuen Fassadenkleid.

 

Ergebnis der millimetergenauen Messung in der Software FARO SCENE: 52 Einzelscans, die mit dem mobilen Focus3D direkt vom Gerüst aufgenommen wurden, lieferten präzise Messergebnisse für die Vorfertigung der neuen Fassadenelemente.

Alle Fotos: laser scanning architecture/FARO

 

 

Mrz
04
2015

FARO übernimmt Branchenführer

Ein deutliches Signal für mehr Präsenz in den Bereichen Architektur, Bauwesen und Maschinenbau setzt FARO: Das Unternehmen übernimmt die kubit GmbH, Branchenführer für Vermessung und Dokumentation. 

Die kubit GmbH Dresden entwickelt seit 1999 praxiserprobte Softwareprodukte, die das Erfassen realer Objekte und die Übernahme der gewonnenen Daten in CAD-Anwendungen ermöglichen und vereinfachen. Schon bei der Vermessung vor Ort lassen sich damit fertigte CAD-Pläne zeichnen.

So war es kubit, der beispielsweise damit begonnen hat, Tachymeter direkt mit AutoCAD zu verbinden. Heute ist das Unternehmen Branchenführer in der Bereitstellung von Tools zur Integration von 3D-Laserscandaten in CAD-Umgebungen wie Autodesk Revit und AutoCAD. Die Software von kubit ist hardwareunabhängig, was für die Kunden maximale Flexibilität bedeutet.

Die Anwendungsgebiete der kubit Software sind etwa

  • Building Information Modeling, BIM (Gebäudedatenmodellierung)
  • Archäologie
  • Architektur
  • Ingenieur- und Anlagenbau
  • Denkmalpflege
  • Facility Management
  • Innenausbau
  • Forensik undn Sicherheit
  • Klassische Vermessungen

Für FARO als weltweit führender Anbieter von 3D-Messtechnik ist die Übernahme von kubit ein wichtiger Schritt in seiner Strategie, integrierte, durchschlagende Produktangebote im Bereich 3D-Dokumentationen für die Märkte Architektur, Maschinenbau und Bauwesen zu entwickeln. Die Kunden von FARO haben nun bedeutend bessere Software-Optionen. Mit diesen Produkten haben sie die Möglichkeit, ein großes Spektrum an Punktwolkenmodellierung, Analysebedarf und Messkapazitäten mit einer sehr hohen Konnektivität zu den unterschiedlichen Autodesk Produkten zu bedienen.

Weitere Informationen zu den 3D-Scanlösungen von FARO erhalten Sie hier.

 

Feb
19
2015

Kurze Pause der „Queen Elizabeth“ im Trockendock

In rekordverdächtigen Tempo ging die Generalüberholung der „Queen Elizabeth“ in nur zwei Wochen über die Bühne.

Nach vier Jahren Kreuzfahrt standen an dem Schiff umfassende Reinigungs- und Modernisierungsarbeiten an. Der Zeitplan für die Generalüberholung in der Werft Blohm + Voss in Hamburg  war äußerst knapp bemessen, denn bei Kreuzfahrtschiffen gelten die Liegezeiten als extrem kostenintensiv. Insgesamt flossen rund 30 Millionen Euro in die Generalüberholung  der schwimmenden Landstadt. Der 2010 vom Stapel gelaufene Hochseeriese der Cunard Line bietet Platz für über 3.000 Menschen – 2.000 davon für Reisende auf 12 Passagierdecks. Das Schiff ist 294 Meter lang, 32 breit und mit 55 Metern so hoch wie ein Riesenrad.

Scan des Schiffrumpfs mit dem FARO Laser Scanner Focus3D X 130 und digitale Punktewolke. Abbildungen: SCAN3D

 

Parallel zur Wartung wurde der Schiffsrumpf präzise vermessen, um aussagekräftige Daten für geplante neue Strömungsklappen und Stabilisatoren zu erhalten. Die 3D Bestandsaufnahme übernahm die SCAN3D Dienstleistungsgesellschaft mit dem FARO Laser Scanner Focus3D X 130. Das Team agierte unter hohem Zeitdruck und bei sehr beengten Verhältnissen, zeitgleich zu den 24-Stunden-Arbeitsschichten auf der Werft.

Vor allem in der der Nacht und am Wochenende waren die Vermessungsingenieure im Einsatz. In zweimal acht Stunden wurde der gesamte Schiffrumpf in 100 Einzelscans erfasst – und das auch unter Kiel. Der Focus3D X 130 entpuppte sich einmal mehr als idealer Begleiter: Er ist mobil einsetzbar und kann ohne großen Aufwand schnell stationiert werden. Der Laserscanner lieferte mit einer Standardabweichung von 2,5 mm bei 300 Meter Schiffslänge und einem Entfernungsrauschen im Submillimeterbereich ein hochpräzises Abbild des Rumpfes.

Die Daten verarbeitete SCAN3D in LupoScan weiter und stellte am Ende ein verlässliches Oberflächenmodell des Schiffsrumpfs zur Verfügung. Auf Basis dieses Modells analysieren finnische Konstrukteure mittels CFD das Strömungsverhalten und designen nun neue Strömungsklappen, Stabilisatoren und einen neuen Bugwulst. Mittlerweile kreu zt die „Queen Elizabeth“ wieder durch die Weltmeere zwischen Norwegen, Großbritannien, Japan, Neuseeland und Hawaii.

 

Jan
20
2015

Besser planen mit BIM

Eine der wichtigsten Universitäten in Großbritannien wird modernisiert und erweitert. Dabei ist Fingerspitzengefühl gefragt.

Neben der Generalüberholung der Universität planen die Bauherren zeitgleich die umfangreiche Erweiterung eines Gebäudekomplexes für mehr Platz zum Lehren und Lernen. Um die Bauzeit und vor allem die -kosten im Griff zu behalten, ist eine akribische Vorbereitung angesagt. Die Crux: Aussagekräftige Pläne und Detailzeichnungen existieren nicht. Die Bestandsaufnahme übernahm das Vermessungsbüro Bury Associates aus Worcester.

Laser Scanning with Bury3

Das renommierte Büro ist spezialisiert auf detailgetreue Vermessung wie auch auf die Erstellung aussagekräftiger 3D Modelle. Die Experten arbeiten unter anderem mit 3D Laserscannern und dem Programm Revit, welches BIM (Building Information Modeling) unterstützt. Ebenso setzen sie auf das sogenannte Revit MEP, das sich insbesondere für die Darstellung der technischen Gebäudetechnik eignet.

Als unersetzlicher Helfer erwies sich vor Ort der Hochleistungsscanner FARO Focus3D X 330. Das High-Tech-Gerät verfügt über eine Reichweite von bis zu 330 Metern und liefert auch bei schwierigen Lichtverhältnissen kontrastreiche Daten. Das machte sich vor allem in den düsteren und schwer zugänglichen Versorgungswegen der abgehängten Decken bezahlt. Ebenso im Außenbereich, in dem Bury Associates vom Ausrüster Opti-cal Survey equipment mit einem weiteren FARO Scanner unterstützt wurde. Über 1.000 Scans wurden für das Projekt erstellt, davon über 200 im Deckenzwischenraum.

Laser Scanning with Bury2

Der Scanphase auf dem Campus folgte die intensive Nachbearbeitung. Auch hier bietet FARO Tools für Ingenieure, die ein präzises und zügiges Vorankommen unterstützen. Der Datentransfer zwischen Vermessern und Architekten funktionierte reibungslos – und damit auch die Weiterverarbeitung der Daten aus Revit in ArchiCAD.

 

Laser Scanning with Bury6  Laser Scanning with Bury4

 

Laser Scanning with Bury8

 

 

 

 

 

 

Erst die Arbeit, dann der Neubau. Detaillierte Daten für die Bauplanung und das BIM lieferte der FARO Focus3D X 330.

Fotos: Bury Associates

 

Nov
27
2014

Riesiges fossiles Austernriff wiederbelebt

Historischer Fund mit gigantischem Ausmaß wird für die Ewigkeit bewahrt

Fossile Austernbank / Urheber: Dreamacat

 

Riesenaustern, hunderte von bunten, großen und kleinen, schimmernden und leuchtenden Fischen und Korallen im klaren Meerwasser – so stellen wir uns die Riffe in den Tiefen der Weltmeere vor.

Das weltgrößte freigelegte Austernriff  liegt aber nicht – wie vielleicht manch einer erwartet – im Meer, sondern in Österreich, umgeben von Bergen. Es ist vor 16,5 Millionen Jahren in einer subtropischen Flussmündung entstanden und hat eine Fläche von 600m2. Heute ist das tropische Meer verschwunden und das fossile Austernriff konnte durch jahrelange archäologische Arbeit freigelegt werden. Nun ist es mit dem FARO Laser Scanner Focus3D digitalisiert worden. Das Ergebnis ist in der „Fossilienwelt Weinviertel“ in Stetten in einem Geo-Edutainment Park zu bewundern. Dafür wurden die Infos zum Fossil mit seinen rund 20.000 Riesenaustern unterhaltsam und medial aufbereitet. Aus den Scans wurde ein animiertes 3D-Modell entwickelt.

Urheber: Dreamacat

Urheber: Dreamacat

Das Projekt stand unter der Leitung von Priv.-Doz. Mag. Dr. Mathias Harzhauser vom Naturhistorischen Museum Wien (NHM). Er wurde von Mitarbeitern der TU Wien/Department of Geodesy and Geoinformation , 4D IT und Fossilienwelten Stetten unterstützt und vom Österreichischen Wissenschaftsfonds gefördert.

 

Wer in nächster Zeit nicht zufällig einen Urlaub in Niederösterreich plant und die gigantischen Ausmaße des Riffs vor Ort bewundern will, der kann sich die archäologische Arbeit und die Ergebnisse des 3D-Laser-Scanners online anschauen:

 



Der Laserscanner Blog

Alles rund um Laserscanning, 3D-Dokumentation und 3D-Messtechnik für Architekten und Bauingenieure

RSS Feed RSS-Feed

Follow us on twitter

Follow us on twitter

Aktuelle Kommentare

    Rss-Feed