Aug
06
2015

Eine Reise in die Vergangenheit

Kreative Ideen gepaart mit Ingenieurswissen und moderner 3D Lasertechnik von FARO: eine gute Kombination für komplexe Projekte. Deshalb war der Focus3D X 330 genau der richtige Partner um eine Reise in die Geschehnisse des zweiten Weltkriegs möglich zu machen.

Bunker_DDay_ScanLab

Bunker_DDay_ScanLab/FARO

Rund 70 Jahre liegt er zurück, der Tag, der in die Neuere Geschichte einging: Mit der Landung der Alliierten am 6. Juni 1944 in der Normandie wurde das Ende des 2. Weltkrieges eingeläutet. Geschichtsexperten und Lasertechniker haben nun mit der beeindruckenden Dokumentation „DDay 360“ einen völlig neuen Blick mitten in das historische Geschehen realisiert.

Mithilfe des Laserscanners Focus3D X 330 und der Software Scene 5.1.6 von FARO konnten die umfangreichen und komplexen Scanarbeiten in der Normandie in kurzer Zeit ausgeführt und bearbeitet werden. Angestoßen wurde dieses Projekt von dem Londoner Visualisierungsunternehmen ScanLab Projects . Die szenische Umsetzung übernahmen die Windfall Films. Das Ergebnis der aufwändigen Arbeit: Eine Dokumentation in 360-Grad-Perspektive, die die Geschehnisse auf dem Schlachtfeld hautnah erlebbar macht. Fast so als wäre man selbst dabei – Gänsehaut garantiert.

Die Bilder wurden in kürzester Zeit aufgenommen. Nur drei Tage waren die Experten in der Normandie unterwegs und scannten die verschiedenen Orte. Dabei erwies sich der mobile Scanner bei Einsätzen über und unter Tage, beispielsweise beim Einscannen eines Küstenabschnitts oder in einem Bunker, durch seine Flexibilität als zuverlässiger Partner.

Geschichte lässt sich jetzt ganz anders und aus einer vollkommen neuen Perspektive erleben.

Zu den Videos:

Kurzinformation 

Ausführliche Dokumentation

 

Und ab 8. August in der Mediathek.

 

Jul
30
2015

Spektakuläre Farbenpracht aus dem 12. Jahrhundert

Die spektakulären Fresken in der romanischen Kirche Sant Climent de Taüll, Spanien, waren fast verblichen. Ein museografisches Restaurationsprojekt mit dem Laserscanner FARO Focus3D erweckte die faszinierenden Bilder wieder zum Leben.

Die Kirche in der Provinz Lleida/ Katalonien gilt als architektonisches Meisterstück und wurde in das Weltkulturerbe der UNESCO aufgenommen. Teile der originalen Fresken sind seit über fünf Jahrzehnten im National Art Museum Barcelona zu sehen – die Besucher in der Kirche Sant Climent mussten sich bislang mit einer Kopie begnügen. Jetzt wurden weitere Zeichnungen im Kirchenschiff ans Licht gebracht: Die Experten von Captae rekonstruierten aus Scans ein 3D-Modell, danach wurden von Restauratoren und Archäologen einzelne Figuren, Elemente und Farben Schritt für Schritt nachgebildet.

Das Herzstück der atemberaubenden Fresken bildet eine Darstellung der Offenbarung in der Hauptapsis. Mit Unterstützung des FARO Focus3D wurden die Originale, die sich in die unteren Gesteinslagen eingegraben hatten, rekonstruiert und auch die Werke im Nationalmuseum erfasst. Ausgangspunkt bildeten punktgenaue Scans der Apsis, um die Geometrie der Oberflächen exakt zu erfassen. Ein großer Vorteil war die hohe Scangeschwindigkeit, die Fähigkeit des Focus Farbschattierungen genau zu erfassen und das berührungslose Messen.

Für jeden gescannten Punkt stellte der 3D-Laser Scandaten entlang der x-, y- und z-Achse zur Verfügung. Die Punktewolken bildeten die Basis für eine virtuelle Kopie des Gewölbes und die 3D-Modellierung der berühmten Fresken. Eine Arbeit mit sehr großer Detailtiefe, die zu erstaunlichem Ergebnis führte.

Das gesamte Projekt wurde aufwändig dokumentiert. Eine eigene Webseite zeigt, wie das wertvolle Fresko aus Millionen von Scanpunkten wieder zum Leben erwachte. Besucher werden heute in der Kirche in die Zeit um 1123 zurückversetzt und können in einer faszinierenden 3D Projektion in Bild und Ton nachvollziehen, wie das üppige Wandbild entstanden ist.

 

 

3D Punktewolke_ES_Captae_2014

 

Die 3D-Punktewolken des FARO Focus 3D bildeten die Basis für die spektakuläre Visualisierung der historischen Wandmalereien in der romanischen Kirche Sant Climent de Taüll, Spanien.  Abbildungen: CAPTAE/FARO

Decke Punktewolke_ES_Captae_2014

Jul
23
2015

Fußball-Kathedrale bleibt digital erhalten

Das neue Fußballstadion von San Mamés in Bilbao ist deutlich größer und vielleicht auch schöner als das alte. Dennoch ist für viele Fans der Vorgänger unvergessen: Der „Kathedrale“ wurde nach dem Abriss ein digitales Denkmal gesetzt.

Das alte Stadion des“ Athletic Club“ Bilbao galt wegen seiner intensiven Atmosphäre als legendär. Über 100 Jahre feierten und fieberten dort die treuen Anhänger mit ihrer Mannschaft. Um etwas von der Tradition und Stimmung auch für die Nachwelt zu erhalten, wurde die sogenannte „Kathedrale“ vor dem Abriss digital vermessen. Mit drei FARO Focus3D Laserscannern erfassten die Experten von Indissoluble Barcelona jedes noch so kleine Detail – vom Spielfeld über die Ehrenlogen und Umkleideräume bis zum markanten Mittelbogen und dem Löwen-Maskottchen des Clubs. Für den aktuell kleinsten portablen Laserscanner auf dem Markt kein Problem.

Er ist ideal für Innen- und Außenscans geeignet – selbst bei schlechten Lichtverhältnissen und auf engstem Raum.

 

Die Spezialisten von Captae überführten die Scans und Punktewolken in ein stimmungsvolles Video. 1.100 Millionen Messpunkte verarbeiteten sie zu einem beeindruckenden Dokument, welches einen virtuellen Rundgang durch das alte Stadion ermöglicht. Die Fans dürfen dabei einen Blick hinter die Kulissen werfen. Der digitale Rundgang führt aus der Spielerperspektive von der Umkleidekabine durch den Kabinengang direkt hinaus auf das Spielfeld. Auch aus der Vogelperspektive wurden Aufnahmen eingefangen. Diese zeigen die reizvolle urbane Lage am Stadtrand von Bilbao. Historische Bilder aus den Glanzzeiten und ein kurzer Blick auf den Neubau runden den Kurzfilm ab. Nicht nur für die Fans der „Los Leones“ ein gelungenes Beispiel, was mit moderner 3D Lasertechnik und versierten Spezialisten alles möglich ist.

 

Die ausführliche Dokumentation steht den Besucherinnen und Besuchern im neuen Ausstellungsbereich des Stadions zur Verfügung. Übrigens hat der Neubau bereits die Herzen der spanischen Fans erobert. Er wurde in seinem ersten Jahr zum „Stadion des Jahres“ gekürt.

 

 

 

Jun
11
2015

Im digitalen Zeitgeist

Laserscan-Experte meets Medienprofis: FOCUS3D liefert Basismaterial für innovativen Musikclip

In der 3D Laserscantechnologie ist FARO Technologies einer der innovativen Taktgeber – in der jungen deutschen Musikbranche wird aktuell die Band „Sizarr“ als ganz heißer Tipp gehandelt. Die beiden hat nun das junge Kölner Unternehmen „Bildundtonfabrik bft“ zusammengebracht. Für das neue Album „Nurture“ der Indie-Post-Punk-Band „Sizarr“ produzierte die bft drei Musikvideos – eines davon ausschließlich mit Laserscandaten. Die Musik für den Song „Baggage Man“ wurde erst später unter das Filmmaterial gelegt.

 

Für dieses Experiment engagierten die Kölner Medienkünstler den ausgewiesenen Laserscan-Experten Dipl.-Ing. Johannes Rechenbach, Laser Scanning Architecture. Üblicherweise ist Rechenbach mit seinem Schwerpunkt 3D-Laserscanning in den Bereichen Bauen, Architektur und Dokumentation für Architektur und Industrie unterwegs. Das Video-Projekt gefiel ihm jedoch auf Anhieb. Zwei Drehtage war Johannes Rechenbach mit den mobilen Laserscannern FARO Focus3D im Einsatz. An den realen Sets liefen jeweils zwei Laserscanner parallel, um die Verschattungen gering zu halten und die Schauspieler nicht länger als nötig in der zum Scannen notwendigen „Starre“ zu belassen.

Die Scans der einzelnen Locations wurden anschließend von der bft für die Software Maya aufgearbeitet, die für 3D-Visualisierung und -Animation eingesetzt wird. Am Computer entstanden in aufwändiger Kleinstarbeit verschiedene Kamerafahrten, die die gescannten Szenen mit Leben füllen.

Insgesamt stehen nun sieben Szenen mit 80 Kamerafahrten. Das Ergebnis ist ein düster-melancholisches Musikvideo mit einer einzigartigen Gesamtstimmung. Die Kombination von Laser-Scandaten, Filmtechnik und Musik als spannender, sehens- und hörenswerter Musikclip mit künstlerischem Anspruch.

 

Reales Set und Video-Animation: die Bildundtonfabrik bft setzte bei der Herstellung eines Musikvideos für das Lied „Baggage Man“ der Band „Sizarr“ ausschließlich auf Laserscandaten. Letztere erstellte Dipl.-Ing. Johanne Rechenbach mit einem FARO Focus3D. Abbildungen: bft

 

 

 

 

 

Mrz
04
2015

FARO übernimmt Branchenführer

Ein deutliches Signal für mehr Präsenz in den Bereichen Architektur, Bauwesen und Maschinenbau setzt FARO: Das Unternehmen übernimmt die kubit GmbH, Branchenführer für Vermessung und Dokumentation. 

Die kubit GmbH Dresden entwickelt seit 1999 praxiserprobte Softwareprodukte, die das Erfassen realer Objekte und die Übernahme der gewonnenen Daten in CAD-Anwendungen ermöglichen und vereinfachen. Schon bei der Vermessung vor Ort lassen sich damit fertigte CAD-Pläne zeichnen.

So war es kubit, der beispielsweise damit begonnen hat, Tachymeter direkt mit AutoCAD zu verbinden. Heute ist das Unternehmen Branchenführer in der Bereitstellung von Tools zur Integration von 3D-Laserscandaten in CAD-Umgebungen wie Autodesk Revit und AutoCAD. Die Software von kubit ist hardwareunabhängig, was für die Kunden maximale Flexibilität bedeutet.

Die Anwendungsgebiete der kubit Software sind etwa

  • Building Information Modeling, BIM (Gebäudedatenmodellierung)
  • Archäologie
  • Architektur
  • Ingenieur- und Anlagenbau
  • Denkmalpflege
  • Facility Management
  • Innenausbau
  • Forensik undn Sicherheit
  • Klassische Vermessungen

Für FARO als weltweit führender Anbieter von 3D-Messtechnik ist die Übernahme von kubit ein wichtiger Schritt in seiner Strategie, integrierte, durchschlagende Produktangebote im Bereich 3D-Dokumentationen für die Märkte Architektur, Maschinenbau und Bauwesen zu entwickeln. Die Kunden von FARO haben nun bedeutend bessere Software-Optionen. Mit diesen Produkten haben sie die Möglichkeit, ein großes Spektrum an Punktwolkenmodellierung, Analysebedarf und Messkapazitäten mit einer sehr hohen Konnektivität zu den unterschiedlichen Autodesk Produkten zu bedienen.

Weitere Informationen zu den 3D-Scanlösungen von FARO erhalten Sie hier.

 

Jun
18
2014

Mobile Mapping im Fokus

Fachseminar mit Best-Practise-Beispielen bei FARO Europe.

Mobile Mapping zieht langsam auf die Überholspur. Das schnelle Erfassen von Straßen und Infrastrukturen bietet zahlreiche Vorteile: Es liefert exakte Daten und erleichtert die Bestandsverwaltung von Straßen und unterstützt Kartographie sowie Stadtplanung. Die mobilen Laserscanner von FARO sind dabei ein wichtiges Instrument für maßgenaue und zuverlässige Präzision.

Webinar zum Mobile Mapping

Webinar zum Mobile Mapping mit FARO und Siteco

Welches Potenzial diese zukunftsweisende Technologie bietet, können Teilnehmer des Fachseminars „Mobile Mapping für die Erhebung von Straßen und Infrastrukturen“ erfahren. FARO, der weltweit führende Anbieter für 3D-Messtechnik und Bildgebungstechnologie, lädt gemeinsam mit Siteco, dem Spezialisten in Sachen Mobile Mapping, am 3. Juli 2014 nach Korntal-Münchingen ein. Präsentationen und Workshops des Seminars vermitteln grundlegende Informationen zu Vorteilen des Mobile Mapping und des Einsatzes von Laserscannern.

 

 

Vorgestellt wird beispielsweise der Road Scanner von Siteco. Er ist ein First-Class-Mobile Mapping System, welches speziell zur Abbildung und Vermessung von Straßen sowie zur Straßen-Bestandsverwaltung konzipiert wurde und somit als geografisches Informationssystem dient. Der Road Scanner verwendet eine bewährte Technologie und punktet mit einer einfachen Bedienbarkeit: Er bietet eine flexibel skalierbare und schlüsselfertige Lösung, die es ermöglicht, an einem x-beliebigen Fahrzeug ein portables Selbstkalibrierungssystem anzubringen. Zusätzlich kann der Road Scanner mit drei FARO Laserscannern und bis zu acht HD-Kameras und/oder mit einer Rundumkamera ausgestattet werden. Andere Sensoren, wie beispielsweise Profilometer, Georadare oder Wärmebildkameras, können ebenfalls hinzugefügt werden.

Die Teilnahme ist kostenlos, Anmeldungen sind hier möglich.

Mai
15
2014

Feuertaufe bestanden

Mobile Mapping ist heute ein beliebtes und präzises Verfahren für die 3D-Dokumentation etwa von ganzen Straßenzügen oder komplexen Gebäuden. Den Weg zum guten Messsystem Marke Eigenbau, zeigt dieser Beitrag.

Mobile Mapping

Mobile Mapping, Marke Eigenbau

Für ein gutes Mobile Mapping System müssen Unternehmen gut und gerne einen siebenstelligen Betrag in die Hand nehmen. Wer jedoch bereits einen FARO Laser Scanner Focus3D  besitzt, dem stehen eine ganze Reihe von Möglichkeiten offen. Tobias Möhlihs, Werkstudent bei FARO Europe, entwickelte ein Mobile Mapping System nach dem Do-it-yourself-Prinzip.

Der Clou an der Konstruktion: Der Laserscanner wird temporär auf einer Plattform montiert und kann später mühelos wieder für andere Anwendungen genutzt werden. Für eine möglichst effiziente Messung entschied sich der Tüftler für folgende Komponenten:

 

  • FARO Laser Scanner Focus3D
  • FARO helical adapter
  • FARO Zero Point Clamp (ZPC, optional)
  • FARO Helical App (FARO 3D App Center)
  • Applanix AP15 INS (Inertiales Navigationssystem), welches die Position und Orientierung des Gesamtsystems bestimmt.

Die Komponenten montierte Tobias Möhlihs auf einer Plattform, die später mit Universaldachträgern auf einem Auto befestigt wurde. Bevor es aber tatsächlich auf die Straße gehen konnte, musste unter anderem der FARO Laser Scanner mit dem INS-System synchronisiert und die Teile miteinander vernetzt werden.

Beim Scannen in Bewegung zeigte sich, dass die Dichte der Punktewolke nicht nur von den Voreinstellungen, sondern auch von der Fahrgeschwindigkeit abhängt. Die Daten verarbeitete Möhlihs anschließend mit  FARO Scene weiter. Besonderes Augenmerk galt dabei der Kalibrierung. Für optimale Messergebnisse entschied er sich im Test, die Umgebung aus zwei verschiedenen Richtungen abzufahren. Die Scans wurden danach nicht über die gesamte Punktewolke, sondern entlang von Referenzpunkten registriert. Dies lieferte am Ende erstaunliche Ergebnisse. Der FARO Laser Scanner Focus3D    zumindest hat seine Feuerprobe als wesentlicher Bestandteil eines effizienten Mobile-Mapping-Systems mit Bravour gemeistert.

Unsere Abbildungen zeigen die Ergebnisse eines gescannten Stadtteils und verschiedener Straßenzüge in der Punktewolke.  Fotos: Tobias Möhlihs/ FARO

 

 

Aug
13
2013

Mobile Mapping mit dem Drahtesel

Mobile Mapping, also die Kartierung in Bewegung, ist voll im Trend. Stuttgarter Studierende verblüfften die Szene mit ihrem einfachen Bausatz für ein 3D-Mobile-Mapping-System.

Wenn von mobilen Vermessungen mit 3D-Laserscannern die Rede ist, fallen vielen Autos mit aufwändiger Technik auf dem Dach ein – aber es geht auch anders. Mobiles Laserscanning ist heute in vielen Bereichen unverzichtbar, beispielsweise in der 3D-Dokumentation von Gebäuden, bei Infrastrukturmaßnahmen oder bei der Landvermessung. Bewegte Scans, die präzise Daten liefern, eröffnen neue Möglichkeiten. Doch noch gelten die Systeme als relativ kostenintensiv. Das muss auch flexibler und einfacher zu haben sein, sagte sich die Studentin Ann-Kathrin Kinscher und entwickelte im Rahmen ihrer Masterarbeit an der HFT, Hochschule für Technik Stuttgart ein System für die mobile Erfassung von Kartierungsdaten – Marke Eigenbau.

Um das System möglichst einfach und schlank zu halten, setzte die Studentin zusammen mit ihrem Kommilitonen Tobias Moehilis auf Do it yourself und entwickelte ein Konzept, bestehend aus folgenden Komponenten:

  • Laserscanner
  • spezielle Messeinheit zum Erfassen von Beschleunigung und Drehraten, auch bekannt als inertial measurement unit, kurz IMU – wichtig, wenn in Bewegung gescannt wird
  • Positionierungssystem
  • Fahrzeug.

Die Studierenden wählten für ihr Projekt den FARO Laser Scanner Focus3D. Durch seine Mobilität und das geringe Gewicht schien er wie prädestiniert für dieses Vorhaben. Auf der Suche nach der passenden Ergänzung wurden sie bei Applanix fündig. Die Messgeräte des Unternehmens zum Erfassen von Scans in Bewegung waren die ideale Ergänzung zum Focus3D. Gemeinsam sorgten die Geräte für präzise Mobile-Mapping-Messergebnisse und machten eine einfache und genaue Synchronisation der Daten möglich.

Im Hinblick auf größtmögliche Mobilität wurden die Einzelteile zusammen mit dem notwendigen Zubehör (Laptop, Batterie, GPS-Messantennen etc.) auf einem Fahrradanhänger montiert und schon konnte es losgehen. Quasi im Vorbeiradeln wurde beispielsweise eine neugotische Kirche in Stuttgart erfasst. Bereits nach wenigen Minuten stand das 3D-Modell zur Verfügung, mit einer herkömmlichen statischen Methode hätten die Aufnahmen mindestens eine Stunde gedauert.

Die präzise nachträgliche Ausrichtung der Daten erledigten die Studierenden mit

  • einem eigens geschriebenen Programm in Matlab
  • der Scanverarbeitungssoftware FARO SCENE und
  • der Software POSPac von Applanix.

Das Mobile Mapping System lässt sich nach Einschätzung des Projektteams mühelos ergänzen oder ausbauen, etwa durch integrierte Kameras. Die charmante Lösung mit dem Fahrradanhänger bietet eine äußerst attraktive Lösung etwa in autofreien Zonen, in engen Gassen und bei größeren Hürden im Straßenverkehr. Denn: der kleine Anhänger ist auch dort flexibel einsetzbar, wo motorisierte Fahrzeuge nicht hinfahren dürfen oder können.

Mobile-Mapping-System - quasi im Vorbeiradeln lassen sich in wenigen Minuten komplexe Objekte erfassen...

Mobile-Mapping-System – quasi im Vorbeiradeln lassen sich in wenigen Minuten komplexe Objekte erfassen…

 

 

Möglich macht dies die von den Studierenden aus Stuttgart im Do-it-yourself-Prinzip

Mobile Mapping 3
Möglich macht dies die von Studierenden aus Stuttgart im Do-it-yourself-Prinzip entwickelte Baukastenlösung mit einem Fahrradanhänger.

Fotos: Ann-Kathrin Kinscher, Tobias Moehilis

Jun
11
2013

Der Focus3D hebt ab

Erste erfolgreiche Flug- und Scantests am Schloß Schönbrunn, Wien

Gerade fertiggestellt, schon beim FARO 3D Documentation User Meeting zu sehen: Der Prototyp des fliegenden FARO Laser Scanner Focus3D. Entwickelt wurde er, um nicht einsehbare Bereiche, die es häufig beim dreidimensionalen Scannen gibt, genauso exakt und vollständig erfassen zu können und Abschattungen zu vermeiden.

Zum ersten Mal vorgestellt wird das erstaunliche Fluggerät beim FARO 3D Documentation User Meeting 2013, das am 13. und 14. Juni in Straßburg stattfindet. Dem FARO Focus3D Flügel verliehen haben die 4D-IT GmbH und das Unternehmen von-oben e.U. aus Österreich. Im Straßburger Kongresszentrum werden Dr. Peter Dorninger (4D-IT GmbH) und Dominik Krawczyk (von-oben e.U.) von den technischen Hürden in ihrem spannenden Projekt berichten und die Lösungen präsentieren.

4D-IT beschäftigt sich seit Jahren mit der 3D-Erfassung und -Modellierung – beispielsweise von Kulturgütern, Monumenten und archäologischen Ausgrabungsstätten. Das Unternehmen „von-oben“ ist Spezialist im Bereich der Luftbildfotografie und für Videoproduktionen mithilfe von unbemannten Luftfahrzeugen (UAV) und Multikoptern. Beide Unternehmen haben ihre Kräfte gebündelt und den leichten und kompakten FARO Focus3D mit einem Hightech-Fluggerät kombiniert. Dafür waren zahlreiche technische Detaillösungen erforderlich. Denn es war nicht einfach, beim mobilen Einsatz dennoch präzise Laserscans zu erhalten. Details dazu erfahren Sie von den beiden Referenten am ersten Veranstaltungstag des User Meetings.

Wenn das Wetter am Donnerstag stimmt, können Sie auch live dabei sein, wenn der Focus3D beim FARO 3D Documentation User Meeting abhebt. 3D-Laserscans aus der Vogelperspektive bieten zahlreichen Branchen neue Möglichkeiten der 3D-Dokumentation.

Anmeldungen sind noch kurzfristig möglich.

Bildrechte beide Bilder: 4D-IT GmbH/von-oben e.U.

Der FARO Focus3D hat Flügel bekommen



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