Mai
12
2016

Pompeji neu entdecken

Für die Bewohner war es eine Katastrophe – für die Archäologie ist es ein Glücksfall: Der Ausbruch des Vesuv 79 nach Christus. Dank modernster Lasertechnologie kommen heute neue Details über das Leben in Pompeji und Herculaneum ans Licht.

Mit einem Methodenmix aus verschiedenen Ansätzen gelang es Forschern, letzte Mysterien und Legenden um Pompeji aufzudecken. Die renommierte Althistorikerin Mary Beard ging mit ihrem Team systematisch auf Spurensuche und brachte Schicht für Schicht neue Erkenntnisse ans Licht. Sie erforschte das Alltagsleben in der antiken römischen Stadt und lenkte den Blick auf die Schicksale hinter den tragischen Opfern: Gladiatoren, Sklaven, Geschäftsfrauen und Kinder, die alle am Golf von Neapel ihr Grab fanden. Dazu kombinierte Beard mehrere Spezialanwendungen: Computertomographie, Aerial-Photogrammmetrie sowie 3D Laserscanning. Unterstützt wurde das Team von Estelle Lazer und Spezialisten der Universität Sidney.

Entstanden ist eine facettenreiche Darstellung vom Leben und Arbeiten in Pompeji. Die einstündige Dokumentation, die für BBC One produziert wurde, zeigt die beeindruckenden Ergebnisse von „Lion Television“. Eine Kurzfassung für Frankreich und USA ist geplant.

Was im Film so leicht aussieht, ist das Ergebnis einer logistischen Meisterleistung und exakten Timings. In Pompeji mussten sich die Vermesser das Gelände nicht nur mit Wissenschaftlern sondern auch mit Besuchern der Ausgrabungsstätte teilen. Entsprechend limitiert waren die zeitlichen Möglichkeiten, die Freiflächen aufzunehmen. Hier bewährte sich der Laserscanner FARO Focus3D X 330. Die Experten von ScanLAB Projects entschieden sich für den Hochleistungsscanner, da er speziell für Outdoor-Anwendungen entwickelt wurde. Klein und kompakt ist er auch bei schwer zugänglichem Gelände einsetzbar und hat die enorme Reichweite von bis zu 330 Metern. Teilweise waren ScanLAB Projects mit zwei Laserscannern X 330 gleichzeitig im Einsatz und schickten zudem eine Drohne für Aufnahmen in die Luft. In der Langfassung des Films werden die Zuschauer nun mitgenommen auf einen Rundgang durch die antike Stadt: Römische Bäder, Amphitheater und Mosaikhaus sind nur einige der Stationen. Dazu kommt eine Komplettansicht aus der Vogelperspektive.

Die Projektbeteiligten sind sich einig. Die neuen Bilder erweitern die bisherige Lesart der antiken italienischen Stätte. Damit beginnt quasi eine neue Zeitschreibung in der Entdeckung von Pompeji, das bis heute nichts von seiner Anziehungskraft verloren hat.

Pompeii New Secrets Revealed from ScanLAB on Vimeo.

Zum Video

Mai
04
2016

Details in herausragender Klarheit

Jetzt sind sie offiziell am Start: die neuen FARO 3D-Laserscanner mit HDR-Fotografie. Sie bieten noch präzisere Bilder – und das bei fast allen Lichtbedingungen. Die Leistung ist mit der des menschlichen Auges vergleichbar.

FARO Focus3D X130_X330kklSchon bisher lieferten 3D-Laserscanner von FARO digitale Bilder in bestechender Qualität. Die neuen Focus3D HDR-Modelle legen noch eine Schippe drauf. Gerade in Umgebungen mit stark schwankenden Beleuchtungsbedingungen bietet die HDR-Technologie wertvolle Vorteile. Bei HDR, was für High Dynamic Range steht, wird eine Bildreihe mit unterschiedlichen Belichtungseinstellungen aufgenommen, um ein Bild mit besonders hohem Kontrastumfang zu erstellen. So wird der visuelle Eindruck des Scanbildes um ein vielfaches verbessert und über- oder unterbelichtete Bereiche in den Scandaten vermieden.

Beide neuen Modelle, Focus3D X 130 HDR und X 330 HDR, bieten zudem eine deutlich erhöhte Kamerachip-Auflösung. So wird bei identischer Erfassungszeit ein sehr viel höherer Detailgrad der Scanumgebung digitalisiert, was in den Scandaten auch kleinste Details zur Verfügung steht lässt.

Zum Vergleich: Digitale Bilder haben für gewöhnlich einen Kontrastumfang von 255:1. Die neuen Laserscanner von FARO erfassen einen Kontrastumfang von bis zu 4 Milliarden:1. In Verbindung mit ihrer erweiterten Auflösung von bis zu 170 Megapixeln pro Scan stellen die neuen Modelle sicher, dass auch kleinste Details mit herausragender Klarheit erfasst werden. Um die Fähigkeiten der FARO Focus3D HDR-Scanner vollständig nutzen zu können, bietet sich die neue Version der Software FARO SCENE an.

Shadow_Comparison/ FARO

Die neuen Modelle Focus3D X 130 und 330 HDR bieten eine Leistung, die mit der des Menschlichen Auges vergleichbar ist – und das auch bei stark schwankenden Lichtbedingungen. Abbildungen: FARO

SCENE 6.0 verfügt dank einer neuen Rendering-Technologie für Festkörperoberflächen über eine unglaubliche Visualisierungsqualität, eine weitere Datenverarbeitung in Visualisierungsanwendungen ist nicht notwendig. Die Kunden profitieren zudem von der vereinfachten Benutzerschnittstelle. Die Workflows von Standardprojekten können vollständig automatisiert werden. Wo manuelle Eingriffe erforderlich sind, bietet die Software Unterstützung und Orientierungshilfe und gewährleistet effiziente und reproduzierbare Projektergebnisse. Der Schulungsaufwand bleibt dabei minimal.

Von dieser Fülle an Neuerungen profitieren Kunden aus den Bereichen BIM (Building Information Modeling), CIM (Computer-integrated manufacturing) und der öffentlichen Sicherheit in gleichem Maße. In vielen weiteren Einsatzgebieten wie VFX/VR Applikationen, Design oder Bestandsdokumentation werden dadurch neue, spannende Möglichkeiten eröffnet.

 

 

 

 

 

 

 

Apr
21
2016

Lasertechnik ebnet Weg zur denkmalgerechten Sanierung

Sie ist ein einzigartiges Schmuckstück am Englischen Garten: Die Villa James Loeb in München. Der denkmalgerechten Sanierung ging die Bestandserfassung mit 3D-Laserscannern voraus.

Villa James Loeb/LSA

Exakte Messbilder aus 3D-Scans / LSA Laser Scanning Architecture

Bei der Sanierung von in die Jahre gekommenen Anwesen stellt sich häufig die Frage nach aktuellen Unterlagen. Eine schnelle und präzise Lösung bietet der Einsatz von 3D-Laserscannern. Die modernen und mobilen Geräte liefern durch berührungsloses Messen detaillierte Scans, aus denen exakte Messbilder und Grundrisse und Schnitte in 2D erstellt werden können. Für diese Lösung entschieden sich die Architekten Wurfbaum + Niggl aus München, die mit der ansprechenden Sanierung der Villa James Loeb beauftragt wurden. Dafür engagierten sie Johannes Rechenbach LSA, Laser Scanning Architecture.

Die Ergebnisse waren beeindruckend: In nur zweieinhalb Arbeitstagen waren alle Fassaden und die fünf Geschosse mit ihren fast 900 Quadratmetern erfasst. Zwei FARO Focus 3D-Laserscanner lieferten 200 Einzelscans des Anwesens. Damit hatten die Architekten präzise und aktuelle Gebäudedaten in der Hand: Innenräume, Konstruktionen und Fassaden. Der aktuelle Zustand des Altbaus wurde in all seinen Facetten genau erfasst und detailgetreu dokumentiert, bis hin zu Rissen in den Wänden und aufwändigen Verzierungen. Insgesamt eine wichtige Grundlage für die geplante Sanierung und den Bauantrag sowie die Kalkulation der Maßnahme.

Villa James Loeb/LSA

Präzise 2D-CAD Daten für die Plannung / LSA Laser Scanning Architecture

Mit der FARO Software SCENE wurden die Daten zügig weiter verarbeitet. Die Scandaten lassen sich etwa direkt zu Autodesk-Produkten wie Autocad oder Revit exportieren, ebenso lassen sich in der räumlichen Ansicht komplexe Inhalte frei drehen, etwa technische Einbauten oder Treppenanlagen.

Villa James Loeb/LSA

In 3D-Ansichen lässt sich das Gebäude von beliebigen Standpunkten aus betrachten

Das Beispiel der Villa James Loeb zeigt, wie der Einsatz von 3D Laserscannern die Planung einer Sanierungsmaßnahme deutlich erleichtert – auch durch das gelungene Zusammenspiel mehrerer Projektpartner. Durch sinkende Hardwarepreise ist der finanzielle Aufwand mittlerweile konkurrenzfähig zum 2D-Aufmaß, etwa beim Bauen im Bestand. In der Villa zumindest werden nach der Fertigstellung der Sanierungsarbeiten alle Räumlichkeiten im alten Glanz erstrahlen und dennoch einen technisch wie baulich modernen Standard für den anspruchsvollen Nutzer bieten.

Villa James Loeb/LSA

Impressionen des Datenmodells. Alle Abbildungen LSA, Laser Scanning Architecture

 

Apr
07
2016

Dem Trend voraus

Mit einem Paukenschlag startet FARO sein neues Early Adopter (EA)-Programm: Wer sich registriert, kann als einer der Ersten den 3D Scan Localizer in der Hand halten. 

FARO

Was gibt es Neues aus Forschung und Entwicklung bei FARO? Die Teilnehmer am Early Adopter-Programm erfahren es zuerst. Abb: FARO

Forschung und Entwicklung werden bei FARO groß geschrieben. Im Bereich innovativer und bahnbrechender Technologien ist das Unternehmen als Anbieter von 3D-Messtechnik weltweit führend und sorgt immer wieder für Überraschungen. Wer sich hier einen Informationsvorsprung sichern will, hat nun die Möglichkeit am Early Adopter (EA)-Programm teilzunehmen: Ausgewählte Teilnehmer bekommen die Chance, aktuellste technische Neuerungen aus dem Hause FARO schon vor allen anderen Nutzern zu erhalten. Außerdem können die Früh-Anwender die Meilensteine technischer Entwicklungen aktiv mitgestalten. Denn, so die Idee am Hauptsitz des Unternehmens in Lake Mary, Florida/USA, durch gezieltes Feedback können sich die Kunden direkt mit den FARO-Ingenieuren abstimmen und die Produkteigenschaften für die eigenen Herausforderungen optimieren.

Erstes Innovationsprodukt: 3D Scan Localizer

Als erstes Innovationsprodukt steht der 3D Scan Localizer in den Startlöchern. Dieser wird unter dem Laserscanner FARO Focus3D angebracht, führt kontinuierliche 2D-Scans durch und liefert detaillierte Registrierungsdaten. Damit werden bei Building-Information-Modeling-Scans in Innenräumen Referenzpassmarken für Überschneidungsbereiche überflüssig. Bei einem Standortwechsel während des Scanvorgangs verfolgt der Scan Localizer die Position und ermöglicht eine fehlerfreie und vollautomatische Registrierung. Die 3D-Scans werden problemlos zusammengefügt und die Innenräume von Gebäuden vollständig erfasst. Diese Lösung ermöglicht es zwei- bis fünfmal effizienter zu arbeiten, als mit alternativen Lösungen zur BIM-Bestandserfassung.

Wer also bei der Produktentwicklung und -anwendung immer auf dem aktuellsten Stand sein will, ist beim EA-Programm von FARO genau richtig. Weitere Informationen.

 

 

Mrz
10
2016

Schneller und präziser mit BIM

TheAmericanSurveyor_S 1

Ein Lager- und Bürogebäude soll für Läden und Restaurants umgebaut werden. Moderne Technologien und BIM erleichtern die aufwändigen Planungsarbeiten. Ein aktuelles Beispiel aus Los Angeles.

Bei komplexen Restaurierungsarbeiten müssen sich Architekten und Planer auf Überraschungen einstellen. Mit Building Information Modeling, kurz BIM, wird der Planungsprozess transparenter und auch die Kosten sind besser zu kalkulieren. Dies spart Zeit und Geld. Im vorgestellten Fall setzte der Auftraggeber von Anfang an auf moderne Technologien mit 3D Lasercannern. Die umfangreiche Sanierungsmaßnahme wurde akribisch geplant und nichts dem Zufall überlassen.

Für den aufwändigen Umbau war es wichtig, Gewissheit über den genauen Zustand und die architektonische Struktur des Gebäudes zu erhalten. Alte Baupläne sind meist nur bedingt aussagekräftig, da diese von Hand vermessen oder aber Modernisierungen nur unzureichend dokumentiert wurden. Um Klarheit zu gewinnen, beauftragte der Bauherr die erfahrenen Vermessungs-Experten von Cannon Corp. in San Luis Obispo, Californien/USA  mit der Gebäudedatenmodellierung. Das Modell gibt Aufschluss darüber, wie neue und alte Wände und Versorgungsleitungen zueinander passen. Ferner liefert es Daten über tragende Wände, Decken und Säulen, Treppenhäuser und die genaue Lage der Wasser-, Heizungs- und Sanitärinstallationen. So lässt sich beispielsweise die bestehende Klimaanlage in den Umbau gezielt einplanen.

Tücke liegt im Detail

Zunächst wurden das Untergeschoss mit 150.000 Quadratmetern, die drei Stockwerke und das Dach ausgebeint. Eigentlich eine ideale Ausgangssituation für die Vermesser, doch die Tücke liegt im Detail. Zum einen entpuppte sich der alte Zementboden als äußerst ungleichmäßig. Teils gab es Vorsprünge und Stufen mit Abweichungen zwischen 0,5 bis 15 Zentimetern. Dazu kamen im gesamten Gebäude eine Reihe unterschiedlich geformter Säulen und Träger.

Keine leichte Aufgabe. Die Ingenieure kombinierten dazu manuelle und automatisierte Techniken. Zunächst setzten sie außerhalb des Gebäudes horizontale und vertikale Kontrollpunkte auf jeder Ebene. Die digitalen Aufnahmen lieferte ein Laserscanner FARO Focus3D X 330. Vom Untergeschoss bis zum Dach entstanden 152 detaillierte Scans in 360 Grad Farbaufnahmen. Die Weiterverarbeitung erfolgte mit der FARO Software SCENE. Schon in dieser frühen Phase wurden die Kontrollpunkte verglichen ehe die Daten zu einer großen Punktewolke zusammengefügt wurden. Danach startete die automatisierte Modellierungsphase über den Workflow mit EdgeWise BIM Suite von ClearEdge3D/Virginia. Diese Daten wurden dann in die Revit Design Software von Autodesk überführt.

Nun halten Bauherr und Architekt ein präzises Modell und exakte Planungsunterlagen für die Restaurierung in den Händen. Sie profitieren zudem von einer Zeitersparnis bis zu 40 Prozent gegenüber herkömmlichen Verfahren. Dem renommierten Vermessungs-Magazin „The American Surveyor“ war diese außergewöhnliche und umfangreiche Arbeit ein mehrseitiger Artikel in seiner Februar-Ausgabe Wert.SCENE5-3_ImageOverlay_Apartment_alternative_140603_ob

Software SCENE: Effiziente Bearbeitung von Laserscanprojekten. Z.B. lassen sich Scans und CAD-Pläne verknüpfen.

Foto: FARO_SCENE_before_after

Feb
26
2016

Das Vermächtnis des Papstes

Ausstellung zum Leben und Wirken von Papst Johannes Paul II. bald digital zugänglich
Papst Johanes Paul II. war eine der einflussreichsten Persönlichkeiten des 20. Jahrhunderts. Seinem Leben und Wirken widmete sich eine Ausstellung in Imola, die auch digital zugänglich gemacht wird.

Der Studiengang „Architektur, sakrale Kunst und Liturgie“ an der Europäischen Universität Rom ist bekannt für seinen starken Praxisbezug. Mit Dozent und Architekt Danilo Prosperi nehmen sich die Masterstudierenden nun ein ehrgeiziges Projekt vor: Sie erfassen eine komplette Ausstellung, die zu Ehren Papst Johannes Paul II., im Museum Checco Costa im Autodrom von Imola gezeigt wurde.

Die Ausstellung zu Ehren Papst Johannes Paul II im Autodrom von Imola wird mit dem FARO Laserscanner Focus3D erfasst.

Die Ausstellung zu Ehren Papst Johannes Paul II im Autodrom von Imola wird mit dem FARO Laserscanner Focus3D erfasst.

Imola ist eng mit der Autorennstrecke und dem Namen Ferrari verknüpft – und genau in einem solchen ließ sich Johannes Paul II. im Mai 1986 auch durch die Stadt fahren. Neben diesem weltlichen Exponat ist die Ausstellung insbesondere der Lehre des Papstes gewidmet. Im Mittelpunkt: Das Mysterium der Menschwerdung Gottes und die Weihnachtsgeschichte. Eine Attraktion bilden die im Maßstab verkleinerten Krippen-Darstellungen, die Karol Wojtyla Jahr für Jahr auf dem Petersplatz in Rom aufbauen ließ.

Jedes Detail der Ausstellung erfassen die Masterstudierenden nun mit einem FARO Laserscanner Focus3D – vom knallroten Ferrari bis hin zu den Innenansichten der einzelnen Krippen. Dabei beeindrucken die Qualität und Detailtreue der digitalen Modelle. Einen Pluspunkt bildet bei der Erfassung vor Ort der portable und äußerst flexible Scanner. Im Nachhinein werden die Daten mit der Software FARO Scene weiterverarbeitet und eine virtuelle Tour durch die Ausstellung modelliert – bis hin zu 360 Grad Ansichten.

Die gesamte Ausstellung als 3D-Modell in der Punktewolke. Abbildungen: FARO

Die gesamte Ausstellung als 3D-Modell in der Punktewolke.
Abbildungen: FARO

Die Idee zur Ausstellung entwickelten die Unternehmen „Magis Tech“ und „Magnificat“ in Zusammenarbeit mit der „Fondazione Internazionale Giovanni Paolo II“. Gemeinsam haben sie bereits eine Ausstellung im Europaparlament in Brüssel organisiert. Nun folgte Imola und bald auch der erste digitale Rundgang durch das Vermächtnis von Papst Johannes Paul II..

Feb
18
2016

Leith Harbours Walfangstation

Geisterstadt auf rauer See

walross

Beeindruckend in der Größe, aber friedlich zum Team: See-Elefanten

Südlich der Antarktis, mitten im wilden Atlantik liegt Südgeorgien. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts war die Insel mit ihren sechs Walfangstationen das größte Walfangzentrum weltweit. Nach der Zerstörung der meisten Stationen während des zweiten Weltkriegs wurde der Betrieb 1965 schließlich eingestellt. Die langsam verfallenden Gebäude sind ein einzigartiges Zeugnis des industriellen Walfangs. Doch ihre Erhaltung hätte enorme Kosten verursacht. So wurde die gesamte Anlage exakt vermessen und dokumentiert.

Zwischen See-Elefanten, asbesthaltigen Bautrümmern und bei starken Schneeböen war das Team der Geometria Heritage Management  in einem atemberaubenden Einsatz: Mit Hilfe des FARO Focus3D erfassten sie alle sechs Stationen mit ihren Lagern, den Piers, Barracken und Unterkünften sowie der näheren Umgebung, beispielsweise dem Friedhof der Insel oder dem ehemaligen Krankenhaus

Die Arbeitsbedingungen waren alles andere als alltäglich. Südgeorgien ist heute praktisch unbewohnt und dient lediglich als Forschungsstation. Es brauchte eine fünftägige Schiffstour von den Falkland-Inseln, um das Team vor Ort zu bringen. Wegen der Asbestverseuchung der Gebäude war das Tragen von Schutzkleidung zu jeder Zeit Pflicht.

Morgens um acht machte sich die Forschungscrew bei bis zu -10° von ihrem Stützpunkt, der „Pharao SG“, mit einem kleinen Motorschnellboot Richtung Leith Harbour auf. Während der Scanphase bevölkerten Seehunde und See-Elefanten die Insel und erschwerten zusätzlich zu den stürmischen Wetterverhältnissen die Scanarbeiten. Dennoch erstellten die Profis von Geometria mit dem Focus3D 30 bis 80 Scans pro Tag und verfügten nach Abschluss der eineinhalb monatiger Arbeit über 2700 Scans, die genauestens die Außenanlagen und Innenbereiche der Stationen dokumentieren. In einer zweimonatigen Aufbereitungsphase wandelten die Spezialisten die Daten schließlich in CAD-Abbildungen und 3D -Modelle um. Diese Daten stehen nun Wissenschaftlern, aber auch allen Interessierten, frei zur Verfügung. Link

 

Feb
12
2016

Unterstützung für schnelle Aufklärung

Schnell und effektiv – der FARO Laserscanner unterstützt mit modernster Laserscantechnik die Ermittlungsarbeiten der amerikanischen Forensiker.

Der Wettlauf gegen die Zeit – vor allem für Spurensicherer der Forensik ein alltägliches Problem. Um schneller und vor allem exakter die Beweislage zu sichern, setzen die Ermittler seit Jahren auf hochmoderne Unterstützung aus dem Laserscannerbereich.

Auch das Osceola County Sheriff’s Office in Florida/USA nutzt für seine forensische Ermittlungsarbeit den FARO Focus3D . Der leistungsstarke Laserscanner erweist sich gerade auf einem Gebiet, in dem es auf jede Sekunde ankommt, als idealer Partner. Schnell und äußerst exakt erfasst der Laserscanner den Tatort und die Beweisstücke, bevor sich etwas verändern kann. Seine Konzipierung für Innen- und Außenräume sorgt dafür, dass jeder Tatort, unabhängig von seiner Beschaffenheit, in eine detaillierte 3D-Animation umgewandelt werden kann.

Für Ermittlerin Heather Mentzer ein besonderer Vorteil in der täglichen Arbeit: die einfache Handhabung. So wird nur noch eine Person benötigt, die den Scanvorgang bedient, alles andere übernimmt der Laserscanner.

Den Kommissaren bleibt am Ende zwar immer noch die klassische Ermittlungsarbeit – dank modernster Lasertechnik kann diese aber wesentlich schneller abgeschlossen werden. Und wenn der Fall doch nochmal aufgerollt werden muss, steht der Tatort als 3D-Dokumentation auch Jahre später noch zur Verfügung.

Feb
03
2016

Austern aus dem Weinviertel

Die Vermessung und Dokumentation der größten fossilen Austernbank weltweit steht im Mittelpunkt der ORF-Sendung „newton“.

Fossile Austernbank / Urheber: Dreamacat

Fossile Austernbank / Urheber: Dreamacat

Austern aus dem Weinviertel? Vor 17 Millionen Jahren gab es sie in Österreich tatsächlich. Das Austernriff ist vor 16,5 Millionen Jahren in einer subtropischen Flussmündung entstanden und hat eine Fläche von 600qm. In jahrelanger archäologischer Arbeit ist dieses einzigartige Zeugnis freigelegt und mit Hilfe des FARO Laser Scanner Focus3D digitalisiert worden. Die beeindruckende Dokumentation des ebenso großen wie empfindlichen Areals stand nun im Mittelpunkt der ORF-Sendung „newton“.

Wer das Ergebnis der 3D-Erfassung ausführlich selbst erleben will, ist in der „Fossilienwelt Weinviertel“ in Stetten am richtigen Ort (Winterpause bis 15.04.2016). Hier wurde aus den Scans ein anschauliches animiertes 3D-Modell entwickelt.

Die ORF-Sendung ist online nur noch bis 6. Februar 2016 zu sehen – unter dem nachfolgenden Link kann die archäologische Arbeit und die Ergebnisse des 3D-Laser-Scanners jedoch detailliert nachverfolgt werden: 3D-Erfassung.

Jan
29
2016

FARO Scanner Freestyle3D – das Produkt des Jahres 2015

Hardwar of 2015Kaum auf dem Markt räumt der handgeführte FARO Scanner Freestyle3Dab und holt den Preis „Hardware Product of 2015“.

Am 19. November 2015 war es soweit: Im Hotel Russell in London wurde im Rahmen der Construction Computing Awards der Preis „Hardware Product of 2015“ verliehen. Bereits zum zehnten Mal standen hier Technologien, Werkzeuge und Lösungen im Mittelpunkt, die für Effizienz in Design, Bau, Instandhaltung und Modifizierung von Gewerbe-, Wohnbau- und Bauingenieursprojekte sorgen.

„In diesem Jahr gab es starke Mitbewerber. Deshalb sind wir besonders stolz, dass der FARO Freestyle3D den Preis geholt hat. Diese prestigeträchtige Anerkennung spiegelt das fantastische Feedback unserer Anwender wider“, freut sich David Southam, 3D Documentation Regional Manager Europe North bei FARO Technologies UK Ltd.

Der neue FARO Scanner Freestyle3D basiert auf moderner Scantechnologie, die eine verbesserte Scangenauigkeit von 1 Millimeter im Bereich von 1 Meter bietet. Das NIST-rückführbare Kalibrierzubehör bietet Anwendern nachprüfbare Datengenauigkeit – was sowohl in der Gerichtsmedizin als auch in anderen hoch regulierten Bereichen eine entscheidende Rolle spielt. Die vor Ort gewonnenen Kalibrierdaten können im PDF-Format ausgegeben werden, sodass der Informationsaustausch mit weiteren Teammitgliedern erleichtert wird.

Ein automatischer Blitz sorgt dafür, dass Anwender Objekte selbst bei unterschiedlichen Lichtverhältnissen problemlos scannen können. Neue Softwarewerkzeuge bieten eine hochgradig detaillierte Visualisierung der erstellten Punktewolke, ein integrierter Best-Point-Filter erhöht die Qualität der Scandaten, indem das Rauschen um bis zu 35 Prozent reduziert wird. Zudem wurden die Funktionen zur Nachbearbeitung verbessert, sodass die Schreibgeschwindigkeit von Daten um das Fünffache erhöht und damit die Produktivität vor Ort gesteigert werden konnte.

Der Freestyle3De kann als Einzelgerät oder – ganz Teamplayer – zusammen mit den FARO Focus3D X Laserscannern eingesetzt werden. Daten von Punktewolken aller Geräte werden nahtlos eingebunden – auch in Graustufen.



Der Laserscanner Blog

Alles rund um Laserscanning, 3D-Dokumentation und 3D-Messtechnik für Architekten und Bauingenieure

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