Jun
21
2016

Die Beständigkeit des Temporären

Die Installationen und Pavillons auf den Biennalen sind vergängliche Kunst. Mit Hilfe eines 3D Laserscanners von FARO wird der Britische Beitrag „A Clockwork Jerusalem“ erhalten.

Alle zwei Jahre wird Venedig zum Zentrum für Architekturfans aus aller Welt. Knapp sechs Monate zeigen Architekten, Ingenieure und Künstler in einer einzigartigen Werkschau ihre zukunftsweisenden Visionen. Wenn die aktuelle  15. Biennale Archittetura ihre Pforten öffnet, sind die Installationen aus den Vorjahren längst Geschichte. Nicht aber vergessen. Denn häufig stoßen innovative Länderpavillons Denkprozesse an und bringen Diskussionen in Gang.

Umso spannender ist daher ein Rückblick auf die temporäre Kunst. Beispielsweise sorgte 2014 „A Clockwork Jerusalem“ im Britischen Pavillon für Aufsehen: Ein begehbarer Hügel in braun und pink sollte die britische Moderne mit der Vergangenheit verbinden – so zumindest die These der Kuratoren Sam Jacob und Wouter Vanstiphout, welche die Idee mit der Kommissarin Vicky Richardson entwickelt hatten.

Für Konstanz in der Vergänglichkeit sorgt nun eine Video Produktion der British Council Stipendiatin Bernardita Devilat. Sie lädt zu einem Spaziergang in den Britischen Pavillon ein. Ein spannendes Experiment das zeigt, wie 3D Laserscanner eingesetzt werden können, um eine dauerhafte digitale Version einer Ausstellung zu schaffen. In diesem Fall lieferte der Laserscanner FARO Focus3D detaillierte Aufnahmen, die zu einem dreidimensionalen Modell verarbeitet wurden. Bei der Datenerstellung wurde die angehende Ingenieurin Devilat von einem Team der Kent University. Die Studierenden waren mit ihren Professoren Diana Chochrane und Adam Cole auf Exkursion in Venedig. Das Projekt wurde sogar in einem eigenen Blog gewürdigt .

Feb
12
2016

Unterstützung für schnelle Aufklärung

Schnell und effektiv – der FARO Laserscanner unterstützt mit modernster Laserscantechnik die Ermittlungsarbeiten der amerikanischen Forensiker.

Der Wettlauf gegen die Zeit – vor allem für Spurensicherer der Forensik ein alltägliches Problem. Um schneller und vor allem exakter die Beweislage zu sichern, setzen die Ermittler seit Jahren auf hochmoderne Unterstützung aus dem Laserscannerbereich.

Auch das Osceola County Sheriff’s Office in Florida/USA nutzt für seine forensische Ermittlungsarbeit den FARO Focus3D . Der leistungsstarke Laserscanner erweist sich gerade auf einem Gebiet, in dem es auf jede Sekunde ankommt, als idealer Partner. Schnell und äußerst exakt erfasst der Laserscanner den Tatort und die Beweisstücke, bevor sich etwas verändern kann. Seine Konzipierung für Innen- und Außenräume sorgt dafür, dass jeder Tatort, unabhängig von seiner Beschaffenheit, in eine detaillierte 3D-Animation umgewandelt werden kann.

Für Ermittlerin Heather Mentzer ein besonderer Vorteil in der täglichen Arbeit: die einfache Handhabung. So wird nur noch eine Person benötigt, die den Scanvorgang bedient, alles andere übernimmt der Laserscanner.

Den Kommissaren bleibt am Ende zwar immer noch die klassische Ermittlungsarbeit – dank modernster Lasertechnik kann diese aber wesentlich schneller abgeschlossen werden. Und wenn der Fall doch nochmal aufgerollt werden muss, steht der Tatort als 3D-Dokumentation auch Jahre später noch zur Verfügung.

Feb
03
2016

Austern aus dem Weinviertel

Die Vermessung und Dokumentation der größten fossilen Austernbank weltweit steht im Mittelpunkt der ORF-Sendung „newton“.

Fossile Austernbank / Urheber: Dreamacat

Fossile Austernbank / Urheber: Dreamacat

Austern aus dem Weinviertel? Vor 17 Millionen Jahren gab es sie in Österreich tatsächlich. Das Austernriff ist vor 16,5 Millionen Jahren in einer subtropischen Flussmündung entstanden und hat eine Fläche von 600qm. In jahrelanger archäologischer Arbeit ist dieses einzigartige Zeugnis freigelegt und mit Hilfe des FARO Laser Scanner Focus3D digitalisiert worden. Die beeindruckende Dokumentation des ebenso großen wie empfindlichen Areals stand nun im Mittelpunkt der ORF-Sendung „newton“.

Wer das Ergebnis der 3D-Erfassung ausführlich selbst erleben will, ist in der „Fossilienwelt Weinviertel“ in Stetten am richtigen Ort (Winterpause bis 15.04.2016). Hier wurde aus den Scans ein anschauliches animiertes 3D-Modell entwickelt.

Die ORF-Sendung ist online nur noch bis 6. Februar 2016 zu sehen – unter dem nachfolgenden Link kann die archäologische Arbeit und die Ergebnisse des 3D-Laser-Scanners jedoch detailliert nachverfolgt werden: 3D-Erfassung.

Nov
06
2015

Nur kurze Zeit im Trockendock

Eng, heiß und feucht war es beim Vermessen zweier großer Fischerboote in Thailand. Kein Problem für den mobilen Laserscanner FARO Focus3D, der die Aufgabe in rekordverdächtiger Zeit meisterte.

Die Meereskolosse wurden zu Modernisierungsarbeiten an der Schiffsschraube ins Trockendock gebracht. Für die Besitzer bedeutete dies eine kostenintensive Phase, da während der Liegezeit kein Geld mit den Schiffen verdient werden kann. Um die anspruchsvollen Messarbeiten möglichst zügig abzuschließen, wählten die Laserscan-Experten der SDM Company den mobilen und portablen Laserscanner von FARO aus.

Der Focus3D ermöglichte eine schnelle und zuverlässige Dokumentation der Schiffskorpusse mit seinen Antriebsschrauben. In nur zweieinhalb Stunden nahmen die zwei Experten zwölf Einstellungen vor und erhielten 250 Millionen Messpunkte. Trotz der starken Sonneneinstrahlung lieferte die dreidimensionale Messung hochpräzise Abbilder des Rumpfes, die mit der passenden Software problemlos am Computer weiter verarbeitet und ausgewertet werden konnten.

Und während die hochpräzisen Aufnahmen von den Experten analysiert und für die Entwicklung neuer Schiffsantriebsschrauben eingesetzt werden, ziehen die zwei Fischerboote in den Provinzen Samut Songkhram und Trang bereits wieder ihre Runden.

Okt
09
2015

Kunstflug unterm Kirchendach

Einen einzigartigen virtuellen Rundflug bietet die evangelische Kirche St. Marien Osnabrück: Die 650 Jahre Kirche wurde mit modernen 3D Laserscannern erfasst und ein digitales Modell erstellt. Dieses steht jetzt Besuchern aus aller Welt rund um die Uhr offen.

Virtuell begehbar: Die St.-Marien-Kirche Osnabrück. Fassade und Innenraum wurde mit dem Laserscanner Focus3D von FARO detailliert erfasst.

Virtuell begehbar: Die St.-Marien-Kirche Osnabrück. Fassade und Innenraum wurde mit dem Laserscanner Focus3D von FARO detailliert erfasst.

Egal ob aus der Vogelperspektive oder von unten, von außen oder von innen: Das dreidimensionale Modell der Kirche bietet absolute Transparenz. Die Basis für die faszinierenden 3D-Rundgänge und 360°-Rundumsichten liefern Daten, die mit dem mobilen FARO Laserscanner Focus3D erfasst wurden.

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Laserscanning-Experte Dipl.-Ing. Johannes Rechenbach, Laser Scanning Architecture, aus Hannover, dokumentierte das mittelalterliche Gebäude bis in den kleinsten Winkel. In nur drei Tage wurde das gotische Schmuckstück komplett gescannt. Die präzisen Daten halten den Zustand und die Details der historischen Kirche dauerhaft fest. Ein weiterer Vorteil: Bei künftigen Sanierungen sind alle Maße, Flächen und Volumina schnell aus den vollständig vorliegenden Scandaten ablesbar; ein neues Aufmaß ist nicht erforderlich. Das dreidimensionale Kirchenmodell kann auch herangezogen werden, wenn bei auftretenden Schäden der Originalzustand wiederhergestellt werden soll.

Die Multimediapräsentation zeigt den virtuellen Besuchern bauliche und kirchengeschichtliche Details. Bei verschiedenen Rundgängen können sie die Atmosphäre einer der bedeutendsten Kirchen des 14. Jahrhunderts in Nordwestdeutschland genießen. Sogar vom Turm aus: Hier bietet sich die Aussicht auf den Marktplatz von Osnabrück und die umliegenden Gebäude mit dem imposanten Rathaus.

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Mit der multimedialen Präsentation der St.-Marien-Kirche geht die evangelisch-lutherische Gemeinde in Niedersachsen neue Wege. Die Osnabrücker Kirchengemeinde ist eine der ersten, die Laserscanaufnahmen ihrer Kirche in Auftrag gegeben hat und für die eigene Präsentation verwendet.

Laserscanning und virtuelle Rundgänge bieten öffentlichen Institutionen, Kommunen und Tourismusbetrieben zahlreiche Möglichkeiten, moderne Kommunikationskanäle für sich zu nutzen – und, wie das Osnabrücker Beispiel zeigt, gehen die Einsatzbereiche sogar weit darüber hinaus.

Okt
01
2015

Virtueller Wiederaufbau der Abtei Jumièges

„Jumièges 3D“ lautet der Eintrittscode in die faszinierende Welt der Abtei Jumièges in der Normandie. Die Ruinen des Klosters werden mit moderner Technik zum Leben erweckt und laden die Besucher zum Flanieren ein.

Bisher war in der „Abbaye de Jumièges“ vor allem die Phantasie der Besucher gefragt. Nur Fragmente und Ruinen erinnerten an die glanzvolle Geschichte des einst größten Klosters Frankreichs. Gegründet 654 vom heiligen Philibert wurde es über die Jahrhunderte mehrfach geplündert, niedergebrannt und wiederaufgebaut. Jetzt lässt sich die Pracht der Anlage wieder hautnah erleben – der virtuelle Neustart ist gelungen.

Den Startschuss für das spektakuläre Experiment gab das Department von Seine-Maritime und holte sich erfolgreiche Mitstreiter ins Boot: ART GRAPHIQUE ET PATRIMOINE (ARTGP)  und GMT Editions. Die Visualisierungsexperten von ARTGP legten mit dem FARO Focus3D Laserscanner die Grundlage für das erfolgreiche Projekt. In kürzester Zeit nahmen sie auf dem Gelände mit dem mobilen Scanner alle geforderten Stationen, Orte und Details auf, aus denen das virtuelle 3D-Modell rekonstruiert wurde. Wissenschaftler und Historiker wurden eng in diese Arbeit einbezogen – zum einen gaben sie wertvolle Hinweise, wie sich die Anlage über die Jahrhunderte verändert hat. Auf der anderen Seite erhielten sie aus den Scandaten neue Erkenntnisse und konnten diese mit aktuellen Hypothesen abgleichen.

Das Scan-Ergebnis und die virtuelle Umsetzung fasziniert Laien und Profis: Mit Smartphone oder Tablets treten die Besucher auf dem Gelände eine spannende Reise durch vier Epochen zwischen dem 9. und 18. Jahrhundert an. In Text, Bewegtbild, 3D-Modellen und Ton erleben sie die wechselvolle Geschichte der Abtei als „Augmented Reality“. In dieser Kunst-Form der erweiterten Realität vermischen sich die virtuelle und reale Welt. Über die gerade betrachteten Objekte werden Informationen geblendet, hier zum Beispiel ein komplett rekonstruiertes Kirchenschiff oder der Kreuzgang. Man sieht quasi hinter die Kulissen und erhält ein Eindruck, wie das Bauwerk in seiner Blütezeit tatsächlich ausgesehen hat. Eine phänomenale Zeitreise.

Türöffner ist die Applikation „Jumièges 3D“, die es für Android und Apple-Geräte kostenfrei als Download gibt.

Sep
23
2015

Mit Präzision entscheiden

Großer Bahnhof auf der INTERGEO: Der neue Freestyle findet in Stuttgart hohes Interesse.

Gut besucht – der Messestand auf der diesjährigen INTERGEO

Gut besucht – der Messestand auf der diesjährigen INTERGEO

Die diesjährige INTERGEO nutzte FARO, um seine Produkte hautnah erlebbar zu machen. Den FARO Scanner Freestyle3D konnten die Messebesucher gleich selbst in die Hand nehmen und sich von der einfachen Anwendung und der Qualität der Punktewolke überzeugen. Im Rahmen eines Gewinnspiels galt es zunächst, das Modell eines Fisches per Augenmaß abzuschätzen. Anschließend haben die Teilnehmer den Fisch eigenhändig mit dem Freestyle3D genau vermessen. Den Standbesuchern machte die Aktion sichtlich Spaß und zeigte zudem, wie effizient das Scannen und das Registrieren der Punktewolke ohne spezielle Stationierung sein kann. Zudem zeigte sich, dass praktisch jeder sofort mit dem Gerät zurechtkommt. Und auch hier entscheidet die Präzision – schließlich winkt als Preis der Aktion ein Wochenende in Hamburg.

Praktisch für jeden machbar: den Freestyle selbst zum Einsatz bringen.

Praktisch für jeden machbar: den Freestyle selbst zum Einsatz bringen.

Den Standbesuchern ging es aber auch um klare Werte. Trotz des geballten Inhalts sind die FARO Produkte nämlich erstaunlich handlich und geradezu Leichtgewichte im Transport. Zudem sind sie auch in widrigen Gegebenheiten leistungsfähig und bieten verlässlichen Schutz gegeben Staub und Tropfwasser. Besondere Beachtung fand die Tatsache, dass die Punktewolken des FARO Focus3D ganz einfach mit denen des Freestyle3D zusammengeführt werden können.

Der handgeführte Laserscanner überzeugte in der praktischen Anwendung sichtbar.

Der handgeführte Laserscanner überzeugte in der praktischen Anwendung sichtbar.

Diese Qualitäten wurden ebenso gelobt, wie die einfache Weiterverarbeitung der Punktewolke sowie die Möglichkeiten der 3D-Modellierung, die sich aus dem Zusammenschluss mit der ehemaligen kubit GmbH (jetzt: 3D Software GmbH) ergeben. Großes Interesse daher auch bei der neuen Version 16.5 der PointSense-Programme. Sie enthält jetzt weitere Werkzeuge und Funktionalität zur effizienten Auswertung von 3D-Laserscan-Daten innerhalb Autodesks AutoCAD® und Revit® und beschleunigt so die Dokumentation von Bestandsdaten deutlich.

Joe Arezone (li.) und Eric Bergholz (re.) besiegeln die Zusammenarbeit zwischen FARO und Laserscanning Europe als neuen Distributor.

Joe Arezone (li.) und Eric Bergholz (re.) besiegeln die Zusammenarbeit zwischen FARO und Laserscanning Europe als neuen Distributor.

Zu den neuen PointSense-Funktionen für AutoCAD® zählen etwa das automatische Angleichen von mehreren Querschnittspolygonen oder Höhenlinien an Punktwolkenschichten, die 1-Klick Ebene und die automatische Ebenen-Umgrenzung. Revit® Nutzer profitieren auch von einem neuen intuitiven Oberflächenanalyse-Tool, das es erlaubt die Deformation beliebiger Oberflächen, wie Wände, Böden und Gelände im Abgleich zur Punktwolke zu visualisieren. Zusätzlich können Nutzer der Agisoft PhotoScan Software jetzt ihre orientierten Fotos ins PointSense Heritage importieren, um sie als zusätzliche Auswertequelle zum Modellieren und zur Bildplanerstellung heranzuziehen.

Weitere Infos finden Sie hier

Sep
04
2015

Die unsichtbaren Seiten der Stadt Rom

Archäologen, Visualisierungs- und TV-Experten machen Dank 3D-Laserscannern von FARO verborgene Schätze in Rom sichtbar. Es entstand die faszinierende und sehenswerte BBC Dokumentation

Rom, die „Ewige Stadt“, zieht die Menschen seit jeher in ihren Bann. 1.000 Jahre bildete sie das Herzstück der antiken Welt – und auch heute noch versetzt sie uns ins Staunen. Kostbarkeiten aus dem Untergrund werden jetzt für jedermann sichtbar. Mit dem Laserscanner FARO Focus3D X 330 wurden Raritäten ans Licht gebracht, die lange nur Forschern zugänglich waren.

Forum Romanum – dargestellt mit 10 Scans in voller Auflösung.

Forum Romanum – dargestellt mit 10 Scans in voller Auflösung.

Die Entdeckungsreise war für die Experten nicht einfach. Das Fernsehteam der BBC wurde angeführt von den Moderatoren Alexander Armstrong und Prof. Michael Scott, für die Visualisierung zeichnete sich ScanLAB Projects verantwortlich, einer der führenden britischen Anbieter für die Visualisierung von 3D-Scandaten für Film, Fernsehen und die Kreativbranche. Für die präzisen und detaillierten Aufnahmen setzten sie auf den Focus3D X 330. Die Expedition führte den Hochleistungsscanner durch die eiskalten, kristallklaren Wasser unterirdischer Aquädukte, die den Trevi-Brunnen speisen, weiter ging es durch 2.000 Jahre alte Abwasserkanäle unter dem Forum Romanum, die noch heute funktionieren bis hin zu verfallenen Katakomben. Der Zugang war oft schwierig. Beispielsweise mussten Kameramann und 3D Laserscanner 20 Meter tief in einen Schacht abgeseilt werden und arbeiteten sich durch finstere Tunnel voller Wasser zu neuen Fundstücken vor.

Mithras Tempel (links) und Tempel des Göttlichen Claudius (rechts) dargestellt in der Gesamtansicht.

Mithras Tempel (oben) und Tempel des Göttlichen Claudius (unten) dargestellt in der Gesamtansicht.

In nur sieben Tagen erfasste ScanLAB Projects sieben zentrale Standorte – über- und unterirdisch: Aventin-Hügel, Tempel des Göttlichen Claudius, Romanisches Forum, Mithras-Tempel, Katakomben, Pantheon und Aquädukt Aqua Virgo. Gescannt wurde in verschieden hohen Auflösungen, zum Teil mit natürlichen Referenzpunkten zum Teil mithilfe von 145 mm Kugeln und Papierreflektoren. Alle Standorte wurden mit der FARO Software Scene 5.2 ausgerichtet und weiterverarbeitet.

Temple of Divine Claudius_ScanLABOhne den Focus3D wäre das Projekt wohl gescheitert, da in kürzester Zeit große Datenmengen auch in großer Entfernung aufgenommen werden mussten. Diese Daten wurden mit physischem Filmmaterial und räumlich generierten Computergrafiken zu einem einzigartigen Filmerlebnis verknüpft. Angefangen von einer Art Röntgenblick durch Mauern und Fundamente bis hin zu spektakulären Friesen und farbenprächtigen Fresken, die die Geschichte Roms um ein weiteres Kapitel fortschreiben.

Einen ersten Eindruck vermittelt dieser Kurzfilm

Zur Langfassung

Aug
28
2015

Eine App für den „El Born“-Markt

Der „El Born“-Markt in Barcelona war schon Markthalle, Zentralmarkt und Kulturzentrum. Heute beherbergt das gusseiserne Bauwerk von Josep Fontserè die größte innerstädtische Ausgrabungsstätte Europas. Mit 3D Lasercantechnik wird das Kulturerbe digital zugänglich gemacht.

Auf über 8.000 Quadratmetern wird im „Mercat del Born“ die Geschichte der Stadt wieder lebendig. Bei Bauarbeiten wurden vor über zehn Jahren alte Häuser und Straßenzüge entdeckt, die heute ein buntes Bild vom Leben im Barcelona des 17. und 18. Jahrhunderts zeichnen. Was die Archäologen bisher freigelegt haben, übertrifft alle Erwartungen. Eine App soll helfen, das umfangreiche Wissen zu sammeln und zu bewahren.

Größte innerstädtische Ausgrabungsstätte in Europa - der „El Born“-Markt in Barcelona

Größte innerstädtische Ausgrabungsstätte in Europa – der „El Born“-Markt in Barcelona

Prominenter Unterstützer des Projekts ist das Kulturinstitut Barcelona, ICUB, die Koordination liegt in den Händen des Unternehmens Creueta119. Ein erklärtes Ziel ist es, die App mit anspruchsvollen und detailgetreuen Abbildungen zu füllen. Dafür engagierte Creueta119 Leonard Blum und Captae. Während Blum auf fotografische Korrektur, Texturierung und Modellierung spezialisiert ist, verfügt Captae über Erfahrung in 3D-Digitalisierungsdienstleistungen.

Die historischen Funde im „El Born“-Markt wurden von Captae zunächst mit einem FARO Focus3D Lasercanner erfasst. An sehr schwer zugänglichen Stellen setzten die Ingenieure zudem auf den nur ein Kilogramm schweren FARO Freestyle3D, einen tragbaren, handgeführten und intuitiv bedienbaren Scanner, der durch schnelle Datenerfassung und hochgenaue 3D-Farbscandaten überzeugt. Ein erster Test zeigte die großen Vorteile: Die komplette Digitalisierung eines Ofens gelang in gut 20 Minuten – mit einem terrestrischen Scanner hätte man deutlich länger gebraucht.

FARO Freestyle3D: Mobiles Vermessen in jedem Winkel

FARO Freestyle3D: Mobiles Vermessen in jedem Winkel

Die intuitive Bedienung der Tabletsoftware SCENE Capture gelang im Handumdrehen und da die digitalisierten Datenformate zwischen Freestyle3D und FOCUS3D vollständig kompatibel sind, ging die Weiterverarbeitung äußerst zügig.

Durch die Kombination aus tragbaren und terrestrischen Scannern wurde die gesamte Oberfläche mit sehr vielen Details erfasst und ein hochauflösendes 3D-Netz mit echten Texturen erstellt. Die Nutzer der App, die für iOS und Android optimiert wird, dürfen also gespannt sein. Der ausführliche Bericht ist auf der Website von FARO online.

Digitalisierung mit dem Laserscanner (oben) und Kombination der Daten aus FOCUS3D und Freestyle3D (unten).

Digitalisierung mit dem Laserscanner (oben) und Kombination der Daten aus FOCUS3D und Freestyle3D (unten).                    

Daten kombiniert Freestyle_ES_Captae_2015

 

 

 

 

 

 

 

Jul
16
2015

Brandursache mit 3D Laserscanner erforscht

Fast 2.200 Hektar Wald fielen bei Estacada in Oregon/USA einer Feuersbrunst zum Opfer. Ein FARO 3D Laserscanner half bei der Klärung der Brandursache.

Den 13. September 2014 werden die Einwohner bei Estacada wohl nicht so schnell vergessen: Im nahe gelegenen State Park war ein Feuer ausgebrochen und breitete sich in Windeseile aus. Ascheregen und Rauchwolken hielten die Menschen in der 16 Kilometer entfernten Stadt tagelang in Atem, knapp 30 Menschen mussten evakuiert und der Highway komplett gesperrt werden. Auf dem Höhepunkt der Feuersbrunst kämpften über 1.000 Feuerwehrleute gegen die Flammen. Der verheerende Brand ging als „36 Pit Fire“ in die Geschichte ein – benannt nach einem der stillgelegten Steinbrüche ganz in der Nähe.

 

Fast 2.200 Hektar Wald brannten bei Estacada/USA

Fast 2.200 Hektar Wald brannten bei Estacada/USA

 

Dem großen Feuer folgte die Spurensuche. Die Ermittler setzten dazu auf den Laserscanner FARO Focus3D. Das Gerät ist unbestechlich, führt Daten sekundenschnell und detailgetreu zusammen und sammelt selbst Fakten, die zunächst nicht relevant erscheinen. Dies gewährleistet eine umfassende und gründliche Untersuchung, so die Ermittler im Bezirk Clackamas. Mit dem mobilen Laserscanner erhielten die Spezialisten einen schnellen Überblick, wie sich das Feuer ausgebreitet hatte. Am Ende führte die Spur in eine verlassene Grube, in der wohl Hobbyschützen mit scharfer Munition geübt und so den Brand ausgelöst hatten.



Der Laserscanner Blog

Alles rund um Laserscanning, 3D-Dokumentation und 3D-Messtechnik für Architekten und Bauingenieure

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