Okt
01
2015

Virtueller Wiederaufbau der Abtei Jumièges

„Jumièges 3D“ lautet der Eintrittscode in die faszinierende Welt der Abtei Jumièges in der Normandie. Die Ruinen des Klosters werden mit moderner Technik zum Leben erweckt und laden die Besucher zum Flanieren ein.

Bisher war in der „Abbaye de Jumièges“ vor allem die Phantasie der Besucher gefragt. Nur Fragmente und Ruinen erinnerten an die glanzvolle Geschichte des einst größten Klosters Frankreichs. Gegründet 654 vom heiligen Philibert wurde es über die Jahrhunderte mehrfach geplündert, niedergebrannt und wiederaufgebaut. Jetzt lässt sich die Pracht der Anlage wieder hautnah erleben – der virtuelle Neustart ist gelungen.

Den Startschuss für das spektakuläre Experiment gab das Department von Seine-Maritime und holte sich erfolgreiche Mitstreiter ins Boot: ART GRAPHIQUE ET PATRIMOINE (ARTGP)  und GMT Editions. Die Visualisierungsexperten von ARTGP legten mit dem FARO Focus3D Laserscanner die Grundlage für das erfolgreiche Projekt. In kürzester Zeit nahmen sie auf dem Gelände mit dem mobilen Scanner alle geforderten Stationen, Orte und Details auf, aus denen das virtuelle 3D-Modell rekonstruiert wurde. Wissenschaftler und Historiker wurden eng in diese Arbeit einbezogen – zum einen gaben sie wertvolle Hinweise, wie sich die Anlage über die Jahrhunderte verändert hat. Auf der anderen Seite erhielten sie aus den Scandaten neue Erkenntnisse und konnten diese mit aktuellen Hypothesen abgleichen.

Das Scan-Ergebnis und die virtuelle Umsetzung fasziniert Laien und Profis: Mit Smartphone oder Tablets treten die Besucher auf dem Gelände eine spannende Reise durch vier Epochen zwischen dem 9. und 18. Jahrhundert an. In Text, Bewegtbild, 3D-Modellen und Ton erleben sie die wechselvolle Geschichte der Abtei als „Augmented Reality“. In dieser Kunst-Form der erweiterten Realität vermischen sich die virtuelle und reale Welt. Über die gerade betrachteten Objekte werden Informationen geblendet, hier zum Beispiel ein komplett rekonstruiertes Kirchenschiff oder der Kreuzgang. Man sieht quasi hinter die Kulissen und erhält ein Eindruck, wie das Bauwerk in seiner Blütezeit tatsächlich ausgesehen hat. Eine phänomenale Zeitreise.

Türöffner ist die Applikation „Jumièges 3D“, die es für Android und Apple-Geräte kostenfrei als Download gibt.

Sep
04
2015

Die unsichtbaren Seiten der Stadt Rom

Archäologen, Visualisierungs- und TV-Experten machen Dank 3D-Laserscannern von FARO verborgene Schätze in Rom sichtbar. Es entstand die faszinierende und sehenswerte BBC Dokumentation

Rom, die „Ewige Stadt“, zieht die Menschen seit jeher in ihren Bann. 1.000 Jahre bildete sie das Herzstück der antiken Welt – und auch heute noch versetzt sie uns ins Staunen. Kostbarkeiten aus dem Untergrund werden jetzt für jedermann sichtbar. Mit dem Laserscanner FARO Focus3D X 330 wurden Raritäten ans Licht gebracht, die lange nur Forschern zugänglich waren.

Forum Romanum – dargestellt mit 10 Scans in voller Auflösung.

Forum Romanum – dargestellt mit 10 Scans in voller Auflösung.

Die Entdeckungsreise war für die Experten nicht einfach. Das Fernsehteam der BBC wurde angeführt von den Moderatoren Alexander Armstrong und Prof. Michael Scott, für die Visualisierung zeichnete sich ScanLAB Projects verantwortlich, einer der führenden britischen Anbieter für die Visualisierung von 3D-Scandaten für Film, Fernsehen und die Kreativbranche. Für die präzisen und detaillierten Aufnahmen setzten sie auf den Focus3D X 330. Die Expedition führte den Hochleistungsscanner durch die eiskalten, kristallklaren Wasser unterirdischer Aquädukte, die den Trevi-Brunnen speisen, weiter ging es durch 2.000 Jahre alte Abwasserkanäle unter dem Forum Romanum, die noch heute funktionieren bis hin zu verfallenen Katakomben. Der Zugang war oft schwierig. Beispielsweise mussten Kameramann und 3D Laserscanner 20 Meter tief in einen Schacht abgeseilt werden und arbeiteten sich durch finstere Tunnel voller Wasser zu neuen Fundstücken vor.

Mithras Tempel (links) und Tempel des Göttlichen Claudius (rechts) dargestellt in der Gesamtansicht.

Mithras Tempel (oben) und Tempel des Göttlichen Claudius (unten) dargestellt in der Gesamtansicht.

In nur sieben Tagen erfasste ScanLAB Projects sieben zentrale Standorte – über- und unterirdisch: Aventin-Hügel, Tempel des Göttlichen Claudius, Romanisches Forum, Mithras-Tempel, Katakomben, Pantheon und Aquädukt Aqua Virgo. Gescannt wurde in verschieden hohen Auflösungen, zum Teil mit natürlichen Referenzpunkten zum Teil mithilfe von 145 mm Kugeln und Papierreflektoren. Alle Standorte wurden mit der FARO Software Scene 5.2 ausgerichtet und weiterverarbeitet.

Temple of Divine Claudius_ScanLABOhne den Focus3D wäre das Projekt wohl gescheitert, da in kürzester Zeit große Datenmengen auch in großer Entfernung aufgenommen werden mussten. Diese Daten wurden mit physischem Filmmaterial und räumlich generierten Computergrafiken zu einem einzigartigen Filmerlebnis verknüpft. Angefangen von einer Art Röntgenblick durch Mauern und Fundamente bis hin zu spektakulären Friesen und farbenprächtigen Fresken, die die Geschichte Roms um ein weiteres Kapitel fortschreiben.

Einen ersten Eindruck vermittelt dieser Kurzfilm

Zur Langfassung

Aug
28
2015

Eine App für den „El Born“-Markt

Der „El Born“-Markt in Barcelona war schon Markthalle, Zentralmarkt und Kulturzentrum. Heute beherbergt das gusseiserne Bauwerk von Josep Fontserè die größte innerstädtische Ausgrabungsstätte Europas. Mit 3D Lasercantechnik wird das Kulturerbe digital zugänglich gemacht.

Auf über 8.000 Quadratmetern wird im „Mercat del Born“ die Geschichte der Stadt wieder lebendig. Bei Bauarbeiten wurden vor über zehn Jahren alte Häuser und Straßenzüge entdeckt, die heute ein buntes Bild vom Leben im Barcelona des 17. und 18. Jahrhunderts zeichnen. Was die Archäologen bisher freigelegt haben, übertrifft alle Erwartungen. Eine App soll helfen, das umfangreiche Wissen zu sammeln und zu bewahren.

Größte innerstädtische Ausgrabungsstätte in Europa - der „El Born“-Markt in Barcelona

Größte innerstädtische Ausgrabungsstätte in Europa – der „El Born“-Markt in Barcelona

Prominenter Unterstützer des Projekts ist das Kulturinstitut Barcelona, ICUB, die Koordination liegt in den Händen des Unternehmens Creueta119. Ein erklärtes Ziel ist es, die App mit anspruchsvollen und detailgetreuen Abbildungen zu füllen. Dafür engagierte Creueta119 Leonard Blum und Captae. Während Blum auf fotografische Korrektur, Texturierung und Modellierung spezialisiert ist, verfügt Captae über Erfahrung in 3D-Digitalisierungsdienstleistungen.

Die historischen Funde im „El Born“-Markt wurden von Captae zunächst mit einem FARO Focus3D Lasercanner erfasst. An sehr schwer zugänglichen Stellen setzten die Ingenieure zudem auf den nur ein Kilogramm schweren FARO Freestyle3D, einen tragbaren, handgeführten und intuitiv bedienbaren Scanner, der durch schnelle Datenerfassung und hochgenaue 3D-Farbscandaten überzeugt. Ein erster Test zeigte die großen Vorteile: Die komplette Digitalisierung eines Ofens gelang in gut 20 Minuten – mit einem terrestrischen Scanner hätte man deutlich länger gebraucht.

FARO Freestyle3D: Mobiles Vermessen in jedem Winkel

FARO Freestyle3D: Mobiles Vermessen in jedem Winkel

Die intuitive Bedienung der Tabletsoftware SCENE Capture gelang im Handumdrehen und da die digitalisierten Datenformate zwischen Freestyle3D und FOCUS3D vollständig kompatibel sind, ging die Weiterverarbeitung äußerst zügig.

Durch die Kombination aus tragbaren und terrestrischen Scannern wurde die gesamte Oberfläche mit sehr vielen Details erfasst und ein hochauflösendes 3D-Netz mit echten Texturen erstellt. Die Nutzer der App, die für iOS und Android optimiert wird, dürfen also gespannt sein. Der ausführliche Bericht ist auf der Website von FARO online.

Digitalisierung mit dem Laserscanner (oben) und Kombination der Daten aus FOCUS3D und Freestyle3D (unten).

Digitalisierung mit dem Laserscanner (oben) und Kombination der Daten aus FOCUS3D und Freestyle3D (unten).                    

Daten kombiniert Freestyle_ES_Captae_2015

 

 

 

 

 

 

 

Aug
06
2015

Eine Reise in die Vergangenheit

Kreative Ideen gepaart mit Ingenieurswissen und moderner 3D Lasertechnik von FARO: eine gute Kombination für komplexe Projekte. Deshalb war der Focus3D X 330 genau der richtige Partner um eine Reise in die Geschehnisse des zweiten Weltkriegs möglich zu machen.

Bunker_DDay_ScanLab

Bunker_DDay_ScanLab/FARO

Rund 70 Jahre liegt er zurück, der Tag, der in die Neuere Geschichte einging: Mit der Landung der Alliierten am 6. Juni 1944 in der Normandie wurde das Ende des 2. Weltkrieges eingeläutet. Geschichtsexperten und Lasertechniker haben nun mit der beeindruckenden Dokumentation „DDay 360“ einen völlig neuen Blick mitten in das historische Geschehen realisiert.

Mithilfe des Laserscanners Focus3D X 330 und der Software Scene 5.1.6 von FARO konnten die umfangreichen und komplexen Scanarbeiten in der Normandie in kurzer Zeit ausgeführt und bearbeitet werden. Angestoßen wurde dieses Projekt von dem Londoner Visualisierungsunternehmen ScanLab Projects . Die szenische Umsetzung übernahmen die Windfall Films. Das Ergebnis der aufwändigen Arbeit: Eine Dokumentation in 360-Grad-Perspektive, die die Geschehnisse auf dem Schlachtfeld hautnah erlebbar macht. Fast so als wäre man selbst dabei – Gänsehaut garantiert.

Die Bilder wurden in kürzester Zeit aufgenommen. Nur drei Tage waren die Experten in der Normandie unterwegs und scannten die verschiedenen Orte. Dabei erwies sich der mobile Scanner bei Einsätzen über und unter Tage, beispielsweise beim Einscannen eines Küstenabschnitts oder in einem Bunker, durch seine Flexibilität als zuverlässiger Partner.

Geschichte lässt sich jetzt ganz anders und aus einer vollkommen neuen Perspektive erleben.

Zu den Videos:

Kurzinformation 

Ausführliche Dokumentation

 

Und ab 8. August in der Mediathek.

 

Jul
30
2015

Spektakuläre Farbenpracht aus dem 12. Jahrhundert

Die spektakulären Fresken in der romanischen Kirche Sant Climent de Taüll, Spanien, waren fast verblichen. Ein museografisches Restaurationsprojekt mit dem Laserscanner FARO Focus3D erweckte die faszinierenden Bilder wieder zum Leben.

Die Kirche in der Provinz Lleida/ Katalonien gilt als architektonisches Meisterstück und wurde in das Weltkulturerbe der UNESCO aufgenommen. Teile der originalen Fresken sind seit über fünf Jahrzehnten im National Art Museum Barcelona zu sehen – die Besucher in der Kirche Sant Climent mussten sich bislang mit einer Kopie begnügen. Jetzt wurden weitere Zeichnungen im Kirchenschiff ans Licht gebracht: Die Experten von Captae rekonstruierten aus Scans ein 3D-Modell, danach wurden von Restauratoren und Archäologen einzelne Figuren, Elemente und Farben Schritt für Schritt nachgebildet.

Das Herzstück der atemberaubenden Fresken bildet eine Darstellung der Offenbarung in der Hauptapsis. Mit Unterstützung des FARO Focus3D wurden die Originale, die sich in die unteren Gesteinslagen eingegraben hatten, rekonstruiert und auch die Werke im Nationalmuseum erfasst. Ausgangspunkt bildeten punktgenaue Scans der Apsis, um die Geometrie der Oberflächen exakt zu erfassen. Ein großer Vorteil war die hohe Scangeschwindigkeit, die Fähigkeit des Focus Farbschattierungen genau zu erfassen und das berührungslose Messen.

Für jeden gescannten Punkt stellte der 3D-Laser Scandaten entlang der x-, y- und z-Achse zur Verfügung. Die Punktewolken bildeten die Basis für eine virtuelle Kopie des Gewölbes und die 3D-Modellierung der berühmten Fresken. Eine Arbeit mit sehr großer Detailtiefe, die zu erstaunlichem Ergebnis führte.

Das gesamte Projekt wurde aufwändig dokumentiert. Eine eigene Webseite zeigt, wie das wertvolle Fresko aus Millionen von Scanpunkten wieder zum Leben erwachte. Besucher werden heute in der Kirche in die Zeit um 1123 zurückversetzt und können in einer faszinierenden 3D Projektion in Bild und Ton nachvollziehen, wie das üppige Wandbild entstanden ist.

 

 

3D Punktewolke_ES_Captae_2014

 

Die 3D-Punktewolken des FARO Focus 3D bildeten die Basis für die spektakuläre Visualisierung der historischen Wandmalereien in der romanischen Kirche Sant Climent de Taüll, Spanien.  Abbildungen: CAPTAE/FARO

Decke Punktewolke_ES_Captae_2014

Jul
02
2015

Ein Stück Geschichte wird wieder lebendig gemacht

Amerikanische Forscher hauchen dem einzigen noch erhaltenen Militärtunnel in Ninety Six, South Carolina/USA neues Leben ein. Mit modernster 3D Lasertechnik wird der über 230 Jahre alte Tunnel jetzt präzise erfasst, vermessen und anschließend kartographisch dokumentiert.

Lange Zeit lag der Kosciuszko Tunnel unter Tage – verborgen vor den Augen der Besucher des Ninety Six National Historic Site. Und das, obwohl dem militärischen Tunnel während des amerikanischen Unabhängigkeitskrieges 1781 eine ganz besondere Rolle zugedacht war. Mit der Aushebung der Röhre unterhalb der britischen Befestigungsanlage Star Fort wollten die Amerikaner den ersten Schritt in Richtung Sieg über die britische Armee machen. Doch die britische Verstärkung vereitelte den Plan, die Befestigungsanlage unterirdisch zu sprengen.

Für Forscher ist der Militärtunnel ein wertvolles Relikt aus der amerikanischen Geschichte und soll deshalb der Nachwelt erhalten bleiben. Für die schwierige Erfassung des Tunnels in 3D ist der Laserscanner FARO Focus3D ein geradezu idealer Partner. Denn der mobile Laserscanner zeigt auch in dem schwer zugänglichen Gelände seine Qualitäten und ermöglicht eine präzise Erfassung der Gegebenheiten.
Doch nicht nur Experten sollen von diesen außergewöhnlichen Daten profitieren: Nach Abschluss der Arbeiten soll der Tunnel der Öffentlichkeit mittels eines 3D-Models zugänglich gemacht werden. Und das Beste: Interessierte können sich den spektakulären Tunnel im Modell von überall auf der Welt ansehen – ganz ohne Trip nach Amerika.

Jun
03
2015

Unterirdischer Postzug im Museum der Zukunft

Das Britische Postmuseum dokumentiert mit Laserscannern das Tunnelsystem eines ehemaligen Londoner Postzuges. Moderne 3D-Technologien sollen im Museum ganz neue Besuchererlebnisse ermöglichen.

Von den späten 1920er Jahren bis ins Jahr 2003 verkehrten unter den Straßen Londons fahrerlose Postzüge, die Mail Rail. In ihrem Tunnelsystem entgingen sie den völlig überlasteten Straßen an der Oberfläche und transportierten Briefe, Pakete und Päckchen ohne Zeitverlust. An neun Sortierstationen wurden die Züge be- und entladen, die Gesamtstrecke zwischen Paddington Station im Westen und Whitechapel im Osten Londons betrug 10,5 Kilometer.

Wenn 2016 das Britische Postmuseum eröffnet, soll auch die Mail Rail für Besucherinnen und Besucher zugänglich gemacht werden. Für spätestens 2020 ist sogar geplant, Fahrten mit einem ehemaligen Postzug zu einem Bestandteil des Museumsrundgangs zu machen.

MailRail_03

Copyright: The British Postal Museum & Archive in partnership with ScanLAB Projects

Schon jetzt haben die Ausstellungsmacher damit begonnen, das unterirdische Postsystem mittels 3D-Laserscanning maßstabsgetreu zu erfassen. Das Londoner 3D-Scan- und Visualisierungsunternehmen ScanLAB Projects führte diese Aufgabe mit Hochleistungsscannern von FARO durch. Das so gesammelte Material soll nicht nur der Dokumentation und Archivierung dienen, sondern für neue Besuchererlebnisse im Museum nutzbar gemacht werden. Am Britischen Postmuseum experimentiert man derzeit mit animierten 3D-Rundgängen durch das gesamte Tunnelsystem, Augmented Reality-Apps für Smartphones oder Virtual Reality-Erlebnissen mittels Helmdisplay.

Für welche der vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten ihrer 3D-Daten sich die Ausstellungsmacher letztlich entscheiden, bleibt eine spannende Frage. Sicher ist: Die technischen Mittel sind vorhanden, um Kindern wie Erwachsenen die Funktionsweise des alten Londoner Postzuges eindrucksvoll zu vermitteln.

Copyright: The British Postal Museum & Archive in partnership with ScanLAB Projects

Copyright: The British Postal Museum & Archive in partnership with ScanLAB Projects

Ein Video über Mail Rail und Pläne zum Museum:

 

 

 

Mai
13
2015

Weltweit offen: Ägyptens Kulturerbe in 3D

Wertvolle historische Schätze werden durch 3D Laserscanning universell zugänglich/ Projektvorstellung bei der FARO 3D Documentation Conference 2015, 21. – 22. Mai in Böblingen/Stuttgart.

Ägyptens Reichtum an kulturellen Schätzen ist legendär. Pyramiden, Sphinx und Tempel ziehen bis heute die Menschen in ihren Bann – und noch immer sind viele Fragen offen. Jetzt wird der Zugang zu den historischen Stätten für Forscher, Studierende und Kulturgut-Bewahrer noch einfacher: Bequem vom Schreibtisch aus. Möglich wird dies durch eine Projektgruppe von Archäologen und Ingenieuren an der Ain Shams University in Kairo.

Auch ohne Reise zugänglich: Sehenswürdigkeiten in Ägypten, hier die Sphinx vor der Chephren-Pyramide. Photo taken by en:User:Hajor, 13.12.2002, originally uploaded to en.wikipedia.

Auch ohne Reise zugänglich: Sehenswürdigkeiten in Ägypten, hier die Sphinx vor der Chephren-Pyramide.
Photo taken by en:User:Hajor, 13.12.2002, originally uploaded to en.wikipedia.

Bei der internationalen 3D Documentation Conference von FARO informiert Wael Akl, Associate Professor ASU-GARDS an der Ain Shams University, aus erster Hand über das Projekt. Er zeigt in der Sektion „Heritage“ wie Virtual Reality zur Ausbildung in Ägypten eingesetzt wird. Nun müssen beispielsweise die Studierenden nicht mehr quer durchs Land reisen, sondern können quasi im Hörsaal die historischen Stätten untersuchen und erforschen.

Für ihre Arbeit fordern die Archäologen hochpräzise Vorlagen, die ein FARO 3D Laserscanner lieferte. Auf dieser Basis wurden die Kulturstätten digital rekonstruiert und 3D Modelle erstellt. Selbstverständlich eingebettet in ein ausgeklügeltes „Learning Management System“, das für Studierende und Experten ausgelegt ist.

Breit aufgestellt zeigt sich die 3D Documentation Conference und Messe am 21.-22. Mai: von A wie Architektur über Fertigung und Forensik bis zur Vermessung. Hier treffen Pioniere auf Newcomer – es besteht bei über 30 Workshops und Keynotes ausreichend Möglichkeit zum interdisziplinären Austausch mit den internationalen Experten. Zudem werden neue Software-Entwicklungen zu 3D und aktuelle Innovationen vorgestellt. Tagungsort ist die „Motorworld“ in Böblingen. Anmeldungen für Kurzentschlossene sind noch möglich.

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https://www.faro-documentationconference-2015.com/

 

Apr
16
2015

Was bietet die 3D Lasertechnik?

NASA_Detail

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Mobile 3D Laser-Anwendungen stehen für Präzision, Innovation und Schnelligkeit. Wie Architektur, Automobilindustrie, Geowissenschaft, verarbeitende Industrie oder Forensik heute von mobiler Laserscantechnik profitieren können, zeigt die FARO 3D Documentation Conference 2015 von 21. – 22. Mai in Böblingen/Stuttgart.

 

Die internationale Konferenz bringt im Mai bereits zum 5. Mal Experten und Interessierte aus aller Welt zusammen. Gemeinsamer Nenner ist die aktuelle 3D Laserscantechnik – über die eigenen Fachgrenzen hinaus. Was haben beispielsweise die US-Raumfahrtbehörde NASA, Laserscan-Technik und Architektur gemeinsam? Jede Menge, zeigt ein Vortrag von Larry Kleinkemper AIA, Lanmar Services aus Texas/USA bei der 3D Documentation Conference in der „Motorworld“.

 

Der renommierte Architekt mit dem Schwerpunkt BIM hat sich in Europa und USA als führender Kopf für Animation, Rendering und Computer Modelling einen Namen gemacht. Die NASA ist bekannt für außergewöhnlichen Entwicklungen und Raumschiffe, die häufig ungewöhnlichen Strukturen folgen. Ausgediente Fahrzeuge wie etwa überdimensionale Raketenschlitten sollten nun dokumentiert und als Ausstellungsstücke und 3D Modelle für Museen erhalten werden. Bei der 3D Documentation Conference in Böblingen zeigt Larry Kleinkemper, wie die großen NASA-Raketenschlitten mit dem FARO Focus3D X 330 im Außenbereich präzise gescannt und Punktewolken gebildet werden. Danach startet die eigentliche Kür, denn die Daten gilt es in eine exakte Geometrie zu übertragen. Die so genannte „Auto Extraction of Geometry“ hat sich in jüngster Zeit signifikant weiter entwickelt, sagt Larry Kleinkemper – auch dank neuer Softwarekomponenten. Zwei erfolgversprechende Möglichkeiten der Auto Extraction stellt der Referent bei der Konferenz vor und zeigt die Vorteile und Grenzen auf.

Präzise in jedem Detail – ein Raketenschlitten der NASA wurde mit dem Focus3D X 330 Laserscanner gescannt und die Daten aus der Punktewolke über „Auto Extraction“ weiter verarbeitet. Mehr dazu bei der FARO3D Documentation Conference 2015 von 21. – 22. Mai in Böblingen/ Stuttgart. Alle Abbildungen: Larry Kleinkemper AIA, Lanmar Services.

Der interdisziplinäre Austausch wird bei der 3D Conference groß geschrieben, IT trifft Film und Softwareindustrie trifft Architektur und Verkehrsplanung. Aus erster Hand berichten prominente Keynote-Speaker über aktuelle Projekte. In Nachmittags-Workshops werden individuelle Schwerpunkte und Fragestellungen bearbeitet, unter anderem aus den Bereichen Automotive, Denkmalschutz und BIM (Building Information Modeling). Anmeldungen sind hier möglich. NASA_Sled_view3

 

Die begleitende Messe mit einer Vielzahl an 3D Ausstellern und aktuellen Software-Entwicklungen rundet den offiziellen Ablauf ab. Dazu kommt ein attraktives Freizeitprogramm für die 3D Enthusiasten. Weitere Informationen und Details finden sich auf der Landingpage.

Mrz
11
2015

Die ganze Welt des Laserscannings

Breit aufgestellt präsentiert sich die FARO 3D Documentation Conference 2015 von 21. – 22. Mai. Mit hochkarätigen Rednern und spannenden Workshops lockt das Event in die „Motorworld“ bei Stuttgart. Die Agenda ist jetzt online.

 

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Ein Blick in das aktuelle Programm zeigt, FARO ist seinem Ruf als Toporganisator für das jährliche Branchentreffen der Laserscan-Community wieder einmal gerecht geworden: Die Teilnehmer aus aller Welt erwartet an zwei Tagen im Mai ein prall gefülltes Programm mit renommierten Podiumsrednern, informativen Workshops, spannenden Fallbeispielen und ausreichend Raum zum Netzwerken und interdisziplinären Austausch.

Ebenso breit wie die Anwendungsgebiete von 3D Laserscannern sind auch die Themen bei der fünften FARO 3D Documentation Concerence. Die vorgestellten Praxisfälle und Anwendungen reichen von der klassischen Landvermessung über die Einsatzmöglichkeiten im BIM (Building Information Modelling), der Kreation von raffinierten Spezialeffekten im Film bis hin zu technisch ausgefeilten Workflow-Lösungen für Architekten und bei der Verbrechensaufklärung im Dienste der Polizei.

Die Vormittage sind jeweils den „Power Speeches“ vorbehalten, in denen hochkarätige Keynote-Redner Einblicke in Ihre aktuelle Arbeit geben. Beispielsweise konnte der Laserscan-Spezialist Matthew Shaw, ScanLAB Projects Ltd., aus Großbritannien für das Podium gewonnen werden. Ebenso erlaubt Peter Fröschle tiefe Einblicke in das Forschungsprojekt „Arena 2036“, bei dem in Stuttgart Partner aus Industrie und Wissenschaft am Auto der Zukunft tüfteln.

Nachmittags stehen Workshops zu verschiedenen Schwerpunktthemen, darunter Automotive, Heritage und Computersimulierte Spezialeffekte sowie Einblicke in das angesagte BIM und AEC (Architecture, Engineering & Construction). Hier besteht die Möglichkeit, sich bei Anwendern und Nutzern aus erster Hand zu informieren. Die Experten von FARO stehen in sogenannten „Open Sessions“ ebenfalls Rede und Antwort und präsentieren ihre Entwicklungen.

Innovationen, Praxisbeispiele und Informationen aus erster Hand: Die FARO 3D Documentation Conference bittet am 21.-22. Mai 2015 nach Stuttgart.

Innovationen, Praxisbeispiele und Informationen aus erster Hand: Die FARO 3D Documentation Conference bittet am 21.-22. Mai 2015 nach Stuttgart.

Die begleitende Messe mit einer Vielzahl an 3D Ausstellern rundet das offizielle Programm ab, das von einem attraktiven Freizeitprogramm begleitet wird.

Für die Laserscan-Community gibt es daher im Mai nur einen Treffpunkt: Die FARO 3D Documentation Conference in der „Motorwold“ Böblingen bei Stuttgart. Anmeldungen sind hier möglich.



Der Laserscanner Blog

Alles rund um Laserscanning, 3D-Dokumentation und 3D-Messtechnik für Architekten und Bauingenieure

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