Jan
05
2012

Großes Kino dank 3D-Dokumentation

„Die letzte Fahrt der Gustloff“ gehört zu den absoluten Spielfilm-Highlights der letzten Jahre. Der TV-Zweiteiler von Joseph Vilsmaier schildert die dramatischen Ereignisse rund um den Untergang des Passagierschiffs. Für realitätsnahe Bilder setzte die Produktion auf einen FARO Laserscanner.

3D-Dokumentation lässt Geschichte auferstehen

Die Katastrophe an Bord der „Wilhelm Gustloff“ steckt tief im kollektiven Gedächtnis der Deutschen. Am Abend des 30. Januars 1945 wurde das Schiff von einem russischen U-Boot versenkt. Etwa 10.000 Menschen befanden sich auf der völlig überfüllten Gustloff. Für über 9.000 gab es keine Rettung. Die Tragödie ist für viele ein Symbol für Wahnsinn und Leid des Zweiten Weltkriegs. Immer wieder haben sich Künstler wie Günther Grass und Filmemacher wie Frank Wisbar mit dem Thema beschäftigt. In einer aufwendigen TV-Produktion inszenierte Joseph Vilsmaier das Drama der Gustloff für das ZDF. Ein FARO Laserscanner ermöglichte es dem Regisseur Studio-Aufnahmen mit digitalen Bildern zu verbinden.

Hollywood-Qualität mit FARO Laserscanner Focus3D

Die gewaltigen Ausmaße des Schiffs – über 200m lang, fast 24m breit und rund 56m hoch – waren eine der großen Herausforderungen für die Produktion. Ein kompletter Studio-Nachbau der Gustloff, die nur etwas kleiner war als die Titanic, kam für die Macher nicht in Frage. Wie beim großen Film-Vorbild von James Cameron setzten die Produzenten deshalb auf Digitaltechnologie in 3D. In den Studio-Hallen entstanden die benötigten Schiffskulissen für die Spielszenen. Sie sollten später in Computeransichten integriert werden, welche die Berliner Elektrofilm Postproduction Facility GmbH erstellte. Rund 100 digitale Einstellungen steuerten die Special Effects Spezialisten bei. Damit es beim Zusammenfügen der Setaufnahmen mit den Digitalbildern keine Diskrepanzen gab, griff Elektrofilm auf einen 3D Laserscanner von FARO zurück. Mit ihm wurden die Studiobauten vermessen und digitalisiert. Wie beim großen Hollywoodvorbild konnten sie anschließend perfekt in die Computeraufnahmen integriert werden.

Mit Hilfe der 3D-Dokumentation zum fertigen Film

Laserscanner gehören mittlerweile zum Filmbusiness wie Regiestuhl und Klappe. Für die Gustloff-Produktion vermaßen die Effekt-Experten von Elektrofilm die Setbauten. Binnen einer Stunde hatte die Crew beispielsweise 18 digitale Scans der Kulissen im Berliner Studio erfasst, die mit den Originalplänen des Schiffs verglichen werden konnten. So erreichte die Produktion eine nahezu originalgetreue Nachbildung des Schiffs. Auf Basis der Daten wurden zudem Informationen über die Kameraposition bei den Filmaufnahmen gewonnen. Beim Einfügen der Aufnahmen in das Computermodell ermöglichten die Daten perfekte Bilder im richtigen Winkel. Auch konnten die Visual Effects Profis die digitale Gustloff mit den 3D Daten an die realen Setbauten anpassen. Im Ergebnis schafften Vilsmaier, Kameramann Jörg Widmer und Elektrofilm einen ergreifenden und wirklichkeitsnahen Film über den tragischen Untergang der Gustloff.

 

 

 



Der Laserscanner Blog

Alles rund um Laserscanning, 3D-Dokumentation und 3D-Messtechnik für Architekten und Bauingenieure

RSS Feed RSS-Feed

Follow us on twitter

Follow us on twitter

Aktuelle Kommentare

    Rss-Feed