Mrz
27
2014

Forschen im antiken Hafen

Zentimeter um Zentimeter erforschen Wissenschaftler und Studierende den antiken Mittelmeerhafen „Portus“. Einen großen Schritt weiter brachte sie im vergangenen Jahr der Einsatz eines FARO Laser Scanner Focus3D .

 

Hafenbecken von Portus.

Das „Portus Project“ hat an der University of Southampton einen guten Namen. Seit über sieben Jahren arbeiten bei diesem Feldprojekt Nahe Roms Nachwuchswissenschaftler aus aller Welt interdisziplinär zusammen. Ziel ist es, mehr über einen der einst größten Häfen der Antike zu erfahren. Portus bildete in der römischen Kaiserzeit eine zentrale Drehscheibe für den Handel zwischen Rom und dem Mittelmeerraum. Zeitweise lebten dort bis zu 40.000 Menschen.

 

Abbildung: Hafenbecken von Portus. RaBoe/Wikipedia

Heute ist das Grabungsgebiet ein beliebtes und wichtiges Studienfeld für junge Archäologen, Physiker, Geologen, Chemiker und Informatiker. Sie lernen dort aktuelle Forschungsmethoden kennen und einzusetzen. Von klassischen Vermessungs- und Analysekriterien bis hin zu modernsten digitalen Technologien mit Laserscanning, netzbasierten Managementsystemen und der Erstellung animierter Graphiken. „Learning by doing“ lautet die Devise, mit der sich die Studierenden wichtige Schlüsselkompetenzen für ihre weitere Laufbahn erwerben.

Im vergangenen Jahr setzten die Studierenden erstmals einen FARO Laser Scanner Focus3D ein und waren begeistert von den neuen Möglichkeiten:

  • das mobile Gerät war einfach zu bedienen
  • in nur drei Wochen konnten sie 250 einzelne Scans erstellen
  • 360-Grad-Ansichten waren in weniger als zehn Minuten umgesetzt
  • der Focus3D lieferte millimetergenaue Abbildungen, die präzise Rückschlüsse auf den ursprünglichen „Portus“ und eine exakte Rekonstruktion zulassen.

Damit hatte das „Portus Project“ eine neue Dimension erreicht. Durch die präzisen Aufnahmen sind künftig auch Forschungen möglich, ohne sich direkt nach Rom zu begeben zu müssen. Zunächst aber wurden auf Grundlage der neuen Daten bisherige Erkenntnisse und Pläne aktualisiert und neue 3D-Modelle entwickelt. Einen Eindruck vom antiken Hafen mit seinem „Palazzo Imperiale“, den Lagerräumen, Therme und der Topographie des Geländes vermittelt ein Film von Doktorand James Miles.

Das „Portus Project“ unterhält übrigens einen eigenen Blog, einen Fotostream und lässt die interessierte Öffentlichkeit und Wissenschaftsgemeinschaft weltweit an den Forschungsprozessen und neuen Erkenntnissen teilhaben. Getragen wird das Projekt von der University of Southampton unter der Leitung von Stephen Keay, der British School at Rome (BSR), der University of Cambridge sowie der Soprintendenza di Beni Archeologici di Ostia.



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