Okt
14
2015

Mehr Sicherheit für Kunstobjekte

Unbedenklichkeit der FARO Laserscanner Focus3D X-Serie bestätigt

Nun ist es ganz amtlich: Gemälde und Kunstobjekte, die mit FARO Focus3D gescannt wurden, erleiden keinen Schaden durch thermische Einflüsse. Dies bestätigt ein Gutachten der Seibersdorf Labor GmbH.

Art Safety X Serieskl_DSC6132Die Erfassung von Kunstobjekten oder Innenräumen von Museen gelingt mit Laserscannern schnell und zuverlässig – aufgrund der Augensicherheit sogar während der Besuchszeiten. Doch stellt sich immer wieder die Frage, ob Kunstobjekte durch das Scannen Schaden erleiden. Grund genug für FARO, dieser Gefahr durch ein Gutachten untersuchen zu lassen.

Gerade Ölgemälde werden als besonders empfindlich erachtet. Farbe und Firnis weisen eine geringe Wärmeleitfähigkeit und Wärmekapazität auf. Der energiereichen Laser könnte einen Anstieg der Temperatur auf der Oberfläche verursachen und die Substanz der Gemälde erheblich schädigen. Mit diesen Befürchtungen räumt das Gutachten nun auf.

Für ein Worst-Case-Szenario wurde ein FARO Focus3D X in einem Abstand von 1 Meter vor einem Ölgemälde aufgebaut – ohne schützendes Glas zwischen Objekt und Scanner. Wird nun ein Scan durchgeführt, bei dem sich der Scanner – wie in der Praxis übliche – horizontal bewegt, erhöht sich die Temperatur auf der Oberfläche des Ölgemäldes um weniger als 1,3 Grad Celsius. Selbst wenn sich der Kopf des Scanners nicht bewegt und somit das Gemälde mehrere Minuten mit den Laserstrahlen abgetastet wird, bleibt der maximale Temperaturanstieg unter 2 Grad Celsius.

Um etwa restauratorische Techniken zu überprüfen, ist es üblich, Objekte mit entsprechenden Ölfarben für mehrere Tage bei über 60 Grad Celsius in einen Ofen zu stecken und so einen Alterungsprozess zu beschleunigen. Vor diesem Hintergrund wird schnell klar, dass eine kurzfristige Temperaturerhöhung von weniger als 2 Grad Celsius durch den Focus3D keinen Schaden verursacht. Das bestätigt nun auch das Gutachten. Es lässt außerdem den Schluss zu, dass photochemische Effekte bei einer Wellenlänge von 1550 nm sehr unwahrscheinlich sind – gute Nachrichten also für den Einsatz des Laserscannerfamilie im Bereich der Kulturgüter.

Okt
09
2015

Kunstflug unterm Kirchendach

Einen einzigartigen virtuellen Rundflug bietet die evangelische Kirche St. Marien Osnabrück: Die 650 Jahre Kirche wurde mit modernen 3D Laserscannern erfasst und ein digitales Modell erstellt. Dieses steht jetzt Besuchern aus aller Welt rund um die Uhr offen.

Virtuell begehbar: Die St.-Marien-Kirche Osnabrück. Fassade und Innenraum wurde mit dem Laserscanner Focus3D von FARO detailliert erfasst.

Virtuell begehbar: Die St.-Marien-Kirche Osnabrück. Fassade und Innenraum wurde mit dem Laserscanner Focus3D von FARO detailliert erfasst.

Egal ob aus der Vogelperspektive oder von unten, von außen oder von innen: Das dreidimensionale Modell der Kirche bietet absolute Transparenz. Die Basis für die faszinierenden 3D-Rundgänge und 360°-Rundumsichten liefern Daten, die mit dem mobilen FARO Laserscanner Focus3D erfasst wurden.

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Laserscanning-Experte Dipl.-Ing. Johannes Rechenbach, Laser Scanning Architecture, aus Hannover, dokumentierte das mittelalterliche Gebäude bis in den kleinsten Winkel. In nur drei Tage wurde das gotische Schmuckstück komplett gescannt. Die präzisen Daten halten den Zustand und die Details der historischen Kirche dauerhaft fest. Ein weiterer Vorteil: Bei künftigen Sanierungen sind alle Maße, Flächen und Volumina schnell aus den vollständig vorliegenden Scandaten ablesbar; ein neues Aufmaß ist nicht erforderlich. Das dreidimensionale Kirchenmodell kann auch herangezogen werden, wenn bei auftretenden Schäden der Originalzustand wiederhergestellt werden soll.

Die Multimediapräsentation zeigt den virtuellen Besuchern bauliche und kirchengeschichtliche Details. Bei verschiedenen Rundgängen können sie die Atmosphäre einer der bedeutendsten Kirchen des 14. Jahrhunderts in Nordwestdeutschland genießen. Sogar vom Turm aus: Hier bietet sich die Aussicht auf den Marktplatz von Osnabrück und die umliegenden Gebäude mit dem imposanten Rathaus.

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Mit der multimedialen Präsentation der St.-Marien-Kirche geht die evangelisch-lutherische Gemeinde in Niedersachsen neue Wege. Die Osnabrücker Kirchengemeinde ist eine der ersten, die Laserscanaufnahmen ihrer Kirche in Auftrag gegeben hat und für die eigene Präsentation verwendet.

Laserscanning und virtuelle Rundgänge bieten öffentlichen Institutionen, Kommunen und Tourismusbetrieben zahlreiche Möglichkeiten, moderne Kommunikationskanäle für sich zu nutzen – und, wie das Osnabrücker Beispiel zeigt, gehen die Einsatzbereiche sogar weit darüber hinaus.

Okt
01
2015

Virtueller Wiederaufbau der Abtei Jumièges

„Jumièges 3D“ lautet der Eintrittscode in die faszinierende Welt der Abtei Jumièges in der Normandie. Die Ruinen des Klosters werden mit moderner Technik zum Leben erweckt und laden die Besucher zum Flanieren ein.

Bisher war in der „Abbaye de Jumièges“ vor allem die Phantasie der Besucher gefragt. Nur Fragmente und Ruinen erinnerten an die glanzvolle Geschichte des einst größten Klosters Frankreichs. Gegründet 654 vom heiligen Philibert wurde es über die Jahrhunderte mehrfach geplündert, niedergebrannt und wiederaufgebaut. Jetzt lässt sich die Pracht der Anlage wieder hautnah erleben – der virtuelle Neustart ist gelungen.

Den Startschuss für das spektakuläre Experiment gab das Department von Seine-Maritime und holte sich erfolgreiche Mitstreiter ins Boot: ART GRAPHIQUE ET PATRIMOINE (ARTGP)  und GMT Editions. Die Visualisierungsexperten von ARTGP legten mit dem FARO Focus3D Laserscanner die Grundlage für das erfolgreiche Projekt. In kürzester Zeit nahmen sie auf dem Gelände mit dem mobilen Scanner alle geforderten Stationen, Orte und Details auf, aus denen das virtuelle 3D-Modell rekonstruiert wurde. Wissenschaftler und Historiker wurden eng in diese Arbeit einbezogen – zum einen gaben sie wertvolle Hinweise, wie sich die Anlage über die Jahrhunderte verändert hat. Auf der anderen Seite erhielten sie aus den Scandaten neue Erkenntnisse und konnten diese mit aktuellen Hypothesen abgleichen.

Das Scan-Ergebnis und die virtuelle Umsetzung fasziniert Laien und Profis: Mit Smartphone oder Tablets treten die Besucher auf dem Gelände eine spannende Reise durch vier Epochen zwischen dem 9. und 18. Jahrhundert an. In Text, Bewegtbild, 3D-Modellen und Ton erleben sie die wechselvolle Geschichte der Abtei als „Augmented Reality“. In dieser Kunst-Form der erweiterten Realität vermischen sich die virtuelle und reale Welt. Über die gerade betrachteten Objekte werden Informationen geblendet, hier zum Beispiel ein komplett rekonstruiertes Kirchenschiff oder der Kreuzgang. Man sieht quasi hinter die Kulissen und erhält ein Eindruck, wie das Bauwerk in seiner Blütezeit tatsächlich ausgesehen hat. Eine phänomenale Zeitreise.

Türöffner ist die Applikation „Jumièges 3D“, die es für Android und Apple-Geräte kostenfrei als Download gibt.

Sep
23
2015

Mit Präzision entscheiden

Großer Bahnhof auf der INTERGEO: Der neue Freestyle findet in Stuttgart hohes Interesse.

Gut besucht – der Messestand auf der diesjährigen INTERGEO

Gut besucht – der Messestand auf der diesjährigen INTERGEO

Die diesjährige INTERGEO nutzte FARO, um seine Produkte hautnah erlebbar zu machen. Den FARO Scanner Freestyle3D konnten die Messebesucher gleich selbst in die Hand nehmen und sich von der einfachen Anwendung und der Qualität der Punktewolke überzeugen. Im Rahmen eines Gewinnspiels galt es zunächst, das Modell eines Fisches per Augenmaß abzuschätzen. Anschließend haben die Teilnehmer den Fisch eigenhändig mit dem Freestyle3D genau vermessen. Den Standbesuchern machte die Aktion sichtlich Spaß und zeigte zudem, wie effizient das Scannen und das Registrieren der Punktewolke ohne spezielle Stationierung sein kann. Zudem zeigte sich, dass praktisch jeder sofort mit dem Gerät zurechtkommt. Und auch hier entscheidet die Präzision – schließlich winkt als Preis der Aktion ein Wochenende in Hamburg.

Praktisch für jeden machbar: den Freestyle selbst zum Einsatz bringen.

Praktisch für jeden machbar: den Freestyle selbst zum Einsatz bringen.

Den Standbesuchern ging es aber auch um klare Werte. Trotz des geballten Inhalts sind die FARO Produkte nämlich erstaunlich handlich und geradezu Leichtgewichte im Transport. Zudem sind sie auch in widrigen Gegebenheiten leistungsfähig und bieten verlässlichen Schutz gegeben Staub und Tropfwasser. Besondere Beachtung fand die Tatsache, dass die Punktewolken des FARO Focus3D ganz einfach mit denen des Freestyle3D zusammengeführt werden können.

Der handgeführte Laserscanner überzeugte in der praktischen Anwendung sichtbar.

Der handgeführte Laserscanner überzeugte in der praktischen Anwendung sichtbar.

Diese Qualitäten wurden ebenso gelobt, wie die einfache Weiterverarbeitung der Punktewolke sowie die Möglichkeiten der 3D-Modellierung, die sich aus dem Zusammenschluss mit der ehemaligen kubit GmbH (jetzt: 3D Software GmbH) ergeben. Großes Interesse daher auch bei der neuen Version 16.5 der PointSense-Programme. Sie enthält jetzt weitere Werkzeuge und Funktionalität zur effizienten Auswertung von 3D-Laserscan-Daten innerhalb Autodesks AutoCAD® und Revit® und beschleunigt so die Dokumentation von Bestandsdaten deutlich.

Joe Arezone (li.) und Eric Bergholz (re.) besiegeln die Zusammenarbeit zwischen FARO und Laserscanning Europe als neuen Distributor.

Joe Arezone (li.) und Eric Bergholz (re.) besiegeln die Zusammenarbeit zwischen FARO und Laserscanning Europe als neuen Distributor.

Zu den neuen PointSense-Funktionen für AutoCAD® zählen etwa das automatische Angleichen von mehreren Querschnittspolygonen oder Höhenlinien an Punktwolkenschichten, die 1-Klick Ebene und die automatische Ebenen-Umgrenzung. Revit® Nutzer profitieren auch von einem neuen intuitiven Oberflächenanalyse-Tool, das es erlaubt die Deformation beliebiger Oberflächen, wie Wände, Böden und Gelände im Abgleich zur Punktwolke zu visualisieren. Zusätzlich können Nutzer der Agisoft PhotoScan Software jetzt ihre orientierten Fotos ins PointSense Heritage importieren, um sie als zusätzliche Auswertequelle zum Modellieren und zur Bildplanerstellung heranzuziehen.

Weitere Infos finden Sie hier

Sep
04
2015

Die unsichtbaren Seiten der Stadt Rom

Archäologen, Visualisierungs- und TV-Experten machen Dank 3D-Laserscannern von FARO verborgene Schätze in Rom sichtbar. Es entstand die faszinierende und sehenswerte BBC Dokumentation

Rom, die „Ewige Stadt“, zieht die Menschen seit jeher in ihren Bann. 1.000 Jahre bildete sie das Herzstück der antiken Welt – und auch heute noch versetzt sie uns ins Staunen. Kostbarkeiten aus dem Untergrund werden jetzt für jedermann sichtbar. Mit dem Laserscanner FARO Focus3D X 330 wurden Raritäten ans Licht gebracht, die lange nur Forschern zugänglich waren.

Forum Romanum – dargestellt mit 10 Scans in voller Auflösung.

Forum Romanum – dargestellt mit 10 Scans in voller Auflösung.

Die Entdeckungsreise war für die Experten nicht einfach. Das Fernsehteam der BBC wurde angeführt von den Moderatoren Alexander Armstrong und Prof. Michael Scott, für die Visualisierung zeichnete sich ScanLAB Projects verantwortlich, einer der führenden britischen Anbieter für die Visualisierung von 3D-Scandaten für Film, Fernsehen und die Kreativbranche. Für die präzisen und detaillierten Aufnahmen setzten sie auf den Focus3D X 330. Die Expedition führte den Hochleistungsscanner durch die eiskalten, kristallklaren Wasser unterirdischer Aquädukte, die den Trevi-Brunnen speisen, weiter ging es durch 2.000 Jahre alte Abwasserkanäle unter dem Forum Romanum, die noch heute funktionieren bis hin zu verfallenen Katakomben. Der Zugang war oft schwierig. Beispielsweise mussten Kameramann und 3D Laserscanner 20 Meter tief in einen Schacht abgeseilt werden und arbeiteten sich durch finstere Tunnel voller Wasser zu neuen Fundstücken vor.

Mithras Tempel (links) und Tempel des Göttlichen Claudius (rechts) dargestellt in der Gesamtansicht.

Mithras Tempel (oben) und Tempel des Göttlichen Claudius (unten) dargestellt in der Gesamtansicht.

In nur sieben Tagen erfasste ScanLAB Projects sieben zentrale Standorte – über- und unterirdisch: Aventin-Hügel, Tempel des Göttlichen Claudius, Romanisches Forum, Mithras-Tempel, Katakomben, Pantheon und Aquädukt Aqua Virgo. Gescannt wurde in verschieden hohen Auflösungen, zum Teil mit natürlichen Referenzpunkten zum Teil mithilfe von 145 mm Kugeln und Papierreflektoren. Alle Standorte wurden mit der FARO Software Scene 5.2 ausgerichtet und weiterverarbeitet.

Temple of Divine Claudius_ScanLABOhne den Focus3D wäre das Projekt wohl gescheitert, da in kürzester Zeit große Datenmengen auch in großer Entfernung aufgenommen werden mussten. Diese Daten wurden mit physischem Filmmaterial und räumlich generierten Computergrafiken zu einem einzigartigen Filmerlebnis verknüpft. Angefangen von einer Art Röntgenblick durch Mauern und Fundamente bis hin zu spektakulären Friesen und farbenprächtigen Fresken, die die Geschichte Roms um ein weiteres Kapitel fortschreiben.

Einen ersten Eindruck vermittelt dieser Kurzfilm

Zur Langfassung

Aug
28
2015

Eine App für den „El Born“-Markt

Der „El Born“-Markt in Barcelona war schon Markthalle, Zentralmarkt und Kulturzentrum. Heute beherbergt das gusseiserne Bauwerk von Josep Fontserè die größte innerstädtische Ausgrabungsstätte Europas. Mit 3D Lasercantechnik wird das Kulturerbe digital zugänglich gemacht.

Auf über 8.000 Quadratmetern wird im „Mercat del Born“ die Geschichte der Stadt wieder lebendig. Bei Bauarbeiten wurden vor über zehn Jahren alte Häuser und Straßenzüge entdeckt, die heute ein buntes Bild vom Leben im Barcelona des 17. und 18. Jahrhunderts zeichnen. Was die Archäologen bisher freigelegt haben, übertrifft alle Erwartungen. Eine App soll helfen, das umfangreiche Wissen zu sammeln und zu bewahren.

Größte innerstädtische Ausgrabungsstätte in Europa - der „El Born“-Markt in Barcelona

Größte innerstädtische Ausgrabungsstätte in Europa – der „El Born“-Markt in Barcelona

Prominenter Unterstützer des Projekts ist das Kulturinstitut Barcelona, ICUB, die Koordination liegt in den Händen des Unternehmens Creueta119. Ein erklärtes Ziel ist es, die App mit anspruchsvollen und detailgetreuen Abbildungen zu füllen. Dafür engagierte Creueta119 Leonard Blum und Captae. Während Blum auf fotografische Korrektur, Texturierung und Modellierung spezialisiert ist, verfügt Captae über Erfahrung in 3D-Digitalisierungsdienstleistungen.

Die historischen Funde im „El Born“-Markt wurden von Captae zunächst mit einem FARO Focus3D Lasercanner erfasst. An sehr schwer zugänglichen Stellen setzten die Ingenieure zudem auf den nur ein Kilogramm schweren FARO Freestyle3D, einen tragbaren, handgeführten und intuitiv bedienbaren Scanner, der durch schnelle Datenerfassung und hochgenaue 3D-Farbscandaten überzeugt. Ein erster Test zeigte die großen Vorteile: Die komplette Digitalisierung eines Ofens gelang in gut 20 Minuten – mit einem terrestrischen Scanner hätte man deutlich länger gebraucht.

FARO Freestyle3D: Mobiles Vermessen in jedem Winkel

FARO Freestyle3D: Mobiles Vermessen in jedem Winkel

Die intuitive Bedienung der Tabletsoftware SCENE Capture gelang im Handumdrehen und da die digitalisierten Datenformate zwischen Freestyle3D und FOCUS3D vollständig kompatibel sind, ging die Weiterverarbeitung äußerst zügig.

Durch die Kombination aus tragbaren und terrestrischen Scannern wurde die gesamte Oberfläche mit sehr vielen Details erfasst und ein hochauflösendes 3D-Netz mit echten Texturen erstellt. Die Nutzer der App, die für iOS und Android optimiert wird, dürfen also gespannt sein. Der ausführliche Bericht ist auf der Website von FARO online.

Digitalisierung mit dem Laserscanner (oben) und Kombination der Daten aus FOCUS3D und Freestyle3D (unten).

Digitalisierung mit dem Laserscanner (oben) und Kombination der Daten aus FOCUS3D und Freestyle3D (unten).                    

Daten kombiniert Freestyle_ES_Captae_2015

 

 

 

 

 

 

 

Aug
20
2015

Webinar: Laserscanning am Bau – mehr als konkrete Messwerte

Der Einsatz von 3D Laserscannern in der Baubranche bietet eine Reihe von Vorteilen. Wie man die aussagekräftigen Messwerte einsetzen kann, zeigt ein Webinar am 27. August 2015.

Mittlerweile werden 3D Laserscanner in vielen Bereichen am Bau geschätzt. Befürworter loben vor allem die technischen und organisatorischen Vorteile, die Zeit und Geld sparen. Doch nicht immer herrscht Klarheit, wie sich die präzisen Daten weiterverarbeiten lassen und wo sich die Technik gewinnbringend einsetzen lässt. Antworten gibt ein gemeinsames Webinar von FARO und Gilbane Building Co., USA.

Das kostenfreie Webinar, das in englischer Sprache abgehalten wird, gibt Einblicke zu den Themen

  • Bestandsdokumentationen für Renovierungs- und Sanierungsarbeiten
  • Qualitätssicherung & -kontrolle, hierzu gehören zum Beispiel die Verifizierung vor der Inbetriebnahme, das Überprüfen der Bodenebenheit und Berichtsabweichungen
  • Bereitstellung einer Echtzeit Rückkopplungsschleife

Referent ist John Tocci Jr., bei Gilbane Experte in „Virtual Design and Construction“.johntocci Seit mehr als zwölf Jahren ist er in der Bauindustrie tätig und hat sich auf den Einsatz von Building Information Modeling (BIM) spezialisiert.

Wer sich also aus erster Hand über die Möglichkeiten des Einsatzes von BIM informieren will, ist bei dem Webinar genau richtig.

Termin ist am Donnerstag, 27. August 2015, 20 – 21 Uhr MEZ. Die Teilnahme ist kostenfrei. Zur Registrierung

 

Jul
16
2015

Brandursache mit 3D Laserscanner erforscht

Fast 2.200 Hektar Wald fielen bei Estacada in Oregon/USA einer Feuersbrunst zum Opfer. Ein FARO 3D Laserscanner half bei der Klärung der Brandursache.

Den 13. September 2014 werden die Einwohner bei Estacada wohl nicht so schnell vergessen: Im nahe gelegenen State Park war ein Feuer ausgebrochen und breitete sich in Windeseile aus. Ascheregen und Rauchwolken hielten die Menschen in der 16 Kilometer entfernten Stadt tagelang in Atem, knapp 30 Menschen mussten evakuiert und der Highway komplett gesperrt werden. Auf dem Höhepunkt der Feuersbrunst kämpften über 1.000 Feuerwehrleute gegen die Flammen. Der verheerende Brand ging als „36 Pit Fire“ in die Geschichte ein – benannt nach einem der stillgelegten Steinbrüche ganz in der Nähe.

 

Fast 2.200 Hektar Wald brannten bei Estacada/USA

Fast 2.200 Hektar Wald brannten bei Estacada/USA

 

Dem großen Feuer folgte die Spurensuche. Die Ermittler setzten dazu auf den Laserscanner FARO Focus3D. Das Gerät ist unbestechlich, führt Daten sekundenschnell und detailgetreu zusammen und sammelt selbst Fakten, die zunächst nicht relevant erscheinen. Dies gewährleistet eine umfassende und gründliche Untersuchung, so die Ermittler im Bezirk Clackamas. Mit dem mobilen Laserscanner erhielten die Spezialisten einen schnellen Überblick, wie sich das Feuer ausgebreitet hatte. Am Ende führte die Spur in eine verlassene Grube, in der wohl Hobbyschützen mit scharfer Munition geübt und so den Brand ausgelöst hatten.

Jul
02
2015

Ein Stück Geschichte wird wieder lebendig gemacht

Amerikanische Forscher hauchen dem einzigen noch erhaltenen Militärtunnel in Ninety Six, South Carolina/USA neues Leben ein. Mit modernster 3D Lasertechnik wird der über 230 Jahre alte Tunnel jetzt präzise erfasst, vermessen und anschließend kartographisch dokumentiert.

Lange Zeit lag der Kosciuszko Tunnel unter Tage – verborgen vor den Augen der Besucher des Ninety Six National Historic Site. Und das, obwohl dem militärischen Tunnel während des amerikanischen Unabhängigkeitskrieges 1781 eine ganz besondere Rolle zugedacht war. Mit der Aushebung der Röhre unterhalb der britischen Befestigungsanlage Star Fort wollten die Amerikaner den ersten Schritt in Richtung Sieg über die britische Armee machen. Doch die britische Verstärkung vereitelte den Plan, die Befestigungsanlage unterirdisch zu sprengen.

Für Forscher ist der Militärtunnel ein wertvolles Relikt aus der amerikanischen Geschichte und soll deshalb der Nachwelt erhalten bleiben. Für die schwierige Erfassung des Tunnels in 3D ist der Laserscanner FARO Focus3D ein geradezu idealer Partner. Denn der mobile Laserscanner zeigt auch in dem schwer zugänglichen Gelände seine Qualitäten und ermöglicht eine präzise Erfassung der Gegebenheiten.
Doch nicht nur Experten sollen von diesen außergewöhnlichen Daten profitieren: Nach Abschluss der Arbeiten soll der Tunnel der Öffentlichkeit mittels eines 3D-Models zugänglich gemacht werden. Und das Beste: Interessierte können sich den spektakulären Tunnel im Modell von überall auf der Welt ansehen – ganz ohne Trip nach Amerika.

Jun
30
2015

Tödliche Gefahr auf der Landstraße

In Großbritannien passieren 60 Prozent aller tödlichen Verkehrsunfälle auf Landstraßen. Das soll sich ändern – ein Animationsfilm mit Daten aus dem 3D Laserscanner setzt auf Aufklärung.

Eine der Landstraßen, die mit dem FARO Focus3D X 330 für die Sicherheitskampagne des Britischen Verkehrsministeriums aufgenommen wurden.

Eine der Landstraßen, die mit dem FARO Focus3D X 330 für die Sicherheitskampagne des Britischen Verkehrsministeriums aufgenommen wurden.

Stellen Sie sich vor, Sie haben freie Fahrt auf der Landstraße. Sie beschleunigen und plötzlich kommt Ihnen in einer scharfen Linkskurve ein Traktor entgegen. Das Ausweichmanöver scheitert. Der Zusammenprall endet für einen der beiden Unfallgegner tödlich. Trauriger Alltag auf den Straßen in Großbritannien. Das soll nun anders werden: „Think!“ überschreibt das britische Verkehrsministerium eine breit angelegte Sicherheitskampagne unter dem Motto: Bremsen Sie vor – und nicht in der Kurve.

Ein Animationsfilm zeigt, was den Autofahrern üblicherweise verborgen bleibt: Ein Blick durch die Kurve, ehe es zum fatalen Zusammenstoß kommt. Inszeniert und bearbeitet wurden die Daten von ScanLAB Projects. Das Londoner 3D-Scan- und Visualisierungsunternehmen setzte bei dieser Aufgabe auf die Hochleistungsscanner von FARO. Aufgenommen wurden die wirklichkeitsnahen Bilder mit dem Laser Scanner Focus3D X 330. Dieses Gerät empfiehlt sich besonders für Außenaufnahmen und Reichweiten bis zu 330 Metern. Unter den Händen der Experten entstand ein erschreckend realitätsnaher Film, der einen exemplarischen Unfallhergang zeigt: 40 Sekunden Gänsehaut.

Was im Film locker inszeniert wirkt, ist das Ergebnis akribischer Vorbereitung. 30 Standorte prüften die Experten, ehe sie die geeigneten Landstriche für die schicksalhafte Fahrt zusammen hatten. Dabei zeigte der Focus3D X 330 seine ganze Stärke, sowohl bei der Aufnahme von weiten Landschaften als auch bei den Details, beispielsweise im Innern eines VW Golf oder Pubs.

Ausrichtung der Scans, um den Unfallwagen aufzunehmen.

Ausrichtung der Scans, um den Unfallwagen aufzunehmen.

Die Scandaten wurden in FARO Scene 5.2.5. vorbereitet und in Bentley Pointools v8i weiter verarbeitet. Die finalen Renderings übernahm „The Mill“, London. Weitere Projektbeteiligte, die zum Gelingen des Aufklärungsvideos unter der Federführung von ScanLAB Projects beitrugen, sind die Kreativagentur AMV und die Produktionsgesellschaft „We Folk“.

 

 

 

 



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