Mai
12
2016

Pompeji neu entdecken

Für die Bewohner war es eine Katastrophe – für die Archäologie ist es ein Glücksfall: Der Ausbruch des Vesuv 79 nach Christus. Dank modernster Lasertechnologie kommen heute neue Details über das Leben in Pompeji und Herculaneum ans Licht.

Mit einem Methodenmix aus verschiedenen Ansätzen gelang es Forschern, letzte Mysterien und Legenden um Pompeji aufzudecken. Die renommierte Althistorikerin Mary Beard ging mit ihrem Team systematisch auf Spurensuche und brachte Schicht für Schicht neue Erkenntnisse ans Licht. Sie erforschte das Alltagsleben in der antiken römischen Stadt und lenkte den Blick auf die Schicksale hinter den tragischen Opfern: Gladiatoren, Sklaven, Geschäftsfrauen und Kinder, die alle am Golf von Neapel ihr Grab fanden. Dazu kombinierte Beard mehrere Spezialanwendungen: Computertomographie, Aerial-Photogrammmetrie sowie 3D Laserscanning. Unterstützt wurde das Team von Estelle Lazer und Spezialisten der Universität Sidney.

Entstanden ist eine facettenreiche Darstellung vom Leben und Arbeiten in Pompeji. Die einstündige Dokumentation, die für BBC One produziert wurde, zeigt die beeindruckenden Ergebnisse von „Lion Television“. Eine Kurzfassung für Frankreich und USA ist geplant.

Was im Film so leicht aussieht, ist das Ergebnis einer logistischen Meisterleistung und exakten Timings. In Pompeji mussten sich die Vermesser das Gelände nicht nur mit Wissenschaftlern sondern auch mit Besuchern der Ausgrabungsstätte teilen. Entsprechend limitiert waren die zeitlichen Möglichkeiten, die Freiflächen aufzunehmen. Hier bewährte sich der Laserscanner FARO Focus3D X 330. Die Experten von ScanLAB Projects entschieden sich für den Hochleistungsscanner, da er speziell für Outdoor-Anwendungen entwickelt wurde. Klein und kompakt ist er auch bei schwer zugänglichem Gelände einsetzbar und hat die enorme Reichweite von bis zu 330 Metern. Teilweise waren ScanLAB Projects mit zwei Laserscannern X 330 gleichzeitig im Einsatz und schickten zudem eine Drohne für Aufnahmen in die Luft. In der Langfassung des Films werden die Zuschauer nun mitgenommen auf einen Rundgang durch die antike Stadt: Römische Bäder, Amphitheater und Mosaikhaus sind nur einige der Stationen. Dazu kommt eine Komplettansicht aus der Vogelperspektive.

Die Projektbeteiligten sind sich einig. Die neuen Bilder erweitern die bisherige Lesart der antiken italienischen Stätte. Damit beginnt quasi eine neue Zeitschreibung in der Entdeckung von Pompeji, das bis heute nichts von seiner Anziehungskraft verloren hat.

Pompeii New Secrets Revealed from ScanLAB on Vimeo.

Zum Video

Apr
21
2016

Lasertechnik ebnet Weg zur denkmalgerechten Sanierung

Sie ist ein einzigartiges Schmuckstück am Englischen Garten: Die Villa James Loeb in München. Der denkmalgerechten Sanierung ging die Bestandserfassung mit 3D-Laserscannern voraus.

Villa James Loeb/LSA

Exakte Messbilder aus 3D-Scans / LSA Laser Scanning Architecture

Bei der Sanierung von in die Jahre gekommenen Anwesen stellt sich häufig die Frage nach aktuellen Unterlagen. Eine schnelle und präzise Lösung bietet der Einsatz von 3D-Laserscannern. Die modernen und mobilen Geräte liefern durch berührungsloses Messen detaillierte Scans, aus denen exakte Messbilder und Grundrisse und Schnitte in 2D erstellt werden können. Für diese Lösung entschieden sich die Architekten Wurfbaum + Niggl aus München, die mit der ansprechenden Sanierung der Villa James Loeb beauftragt wurden. Dafür engagierten sie Johannes Rechenbach LSA, Laser Scanning Architecture.

Die Ergebnisse waren beeindruckend: In nur zweieinhalb Arbeitstagen waren alle Fassaden und die fünf Geschosse mit ihren fast 900 Quadratmetern erfasst. Zwei FARO Focus 3D-Laserscanner lieferten 200 Einzelscans des Anwesens. Damit hatten die Architekten präzise und aktuelle Gebäudedaten in der Hand: Innenräume, Konstruktionen und Fassaden. Der aktuelle Zustand des Altbaus wurde in all seinen Facetten genau erfasst und detailgetreu dokumentiert, bis hin zu Rissen in den Wänden und aufwändigen Verzierungen. Insgesamt eine wichtige Grundlage für die geplante Sanierung und den Bauantrag sowie die Kalkulation der Maßnahme.

Villa James Loeb/LSA

Präzise 2D-CAD Daten für die Plannung / LSA Laser Scanning Architecture

Mit der FARO Software SCENE wurden die Daten zügig weiter verarbeitet. Die Scandaten lassen sich etwa direkt zu Autodesk-Produkten wie Autocad oder Revit exportieren, ebenso lassen sich in der räumlichen Ansicht komplexe Inhalte frei drehen, etwa technische Einbauten oder Treppenanlagen.

Villa James Loeb/LSA

In 3D-Ansichen lässt sich das Gebäude von beliebigen Standpunkten aus betrachten

Das Beispiel der Villa James Loeb zeigt, wie der Einsatz von 3D Laserscannern die Planung einer Sanierungsmaßnahme deutlich erleichtert – auch durch das gelungene Zusammenspiel mehrerer Projektpartner. Durch sinkende Hardwarepreise ist der finanzielle Aufwand mittlerweile konkurrenzfähig zum 2D-Aufmaß, etwa beim Bauen im Bestand. In der Villa zumindest werden nach der Fertigstellung der Sanierungsarbeiten alle Räumlichkeiten im alten Glanz erstrahlen und dennoch einen technisch wie baulich modernen Standard für den anspruchsvollen Nutzer bieten.

Villa James Loeb/LSA

Impressionen des Datenmodells. Alle Abbildungen LSA, Laser Scanning Architecture

 

Apr
15
2016

Neues Leben in der Plattenbau-Ruine

inobatec GmbH/FARO

Plattenbau Halle-Neustadt. Foto: inobatec GmbH/FARO

 

Der Hochhausscheibe C in Halle-Neustadt drohte der Verfall, doch jetzt wird in die Sanierung und in neue Wohnungen investiert. Die Grundlage schafft ein digitales Modell der Plattenbau-Ruine. In nur vier Wochen wurden 22 Geschosse digital erfasst.

Die Plattenbau-Siedlung in Halle-Neustadt war in den 60er Jahren die sozialistische Vorzeigestadt. Daher auch die Abkürzung „Ha-Neu“, die an das kommunistische Hanoi in Vietnam erinnern sollte. Eine Schlafstadt für tausende Chemiearbeiter der Buna- und Leuna-Werke. Der Zahn der Zeit hat jedoch Spuren hinterlassen. Einige der Hochhäuser stehen vor dem Verfall. Nun soll neues Leben entstehen: Ein Investor plant altersgerechte und barrierefreie Wohnungen.

Aktuell deutet noch wenig auf die vielversprechenden Pläne hin. Das marode Gebäude ist mit Schutznetzen abgehängt, damit kein Glas auf den Asphalt fällt. Aber im Innern haben bereits die ersten Schritte in Richtung Sanierung begonnen. Um zügig präzise Daten für die Sanierung zu erhalten, beauftragte der Investor die inobatec GmbH mit der digitalen Bestandsaufnahme. Das Unternehmen ist auf Vermessung und CAD spezialisiert und setzte für die anspruchsvolle Aufgabe auf den Laserscanner FARO Focus3D. In nur vier Wochen konnten die 22 Stockwerke der Ruine mit den Scannern genauestens erfasst werden – trotz schwer zugänglicher Räume und auch ohne Festnetz-Strom. Ein großer Pluspunkt war die hohe Mobilität der FARO Laserscanner, die beispielsweise auch bei schlechten Lichtverhältnissen präzise Aufnahmen generieren. Als Kooperationspartner für das Vermessungsnetz wurde außerdem NewGeo aus Weißenfels engagiert.

Sämtliche Daten wurden dann in eine Punktewolke übertragen, die genauen Aufschluss über den Zustand der Bausubstanz gibt. Außerdem ist das Modell eine wichtige Grundlage für die weitere Umbaumaßnahme, denn die Planung des neuen Wohnraumes soll komplett am Rechner erfolgen. Das sogenannte BIM, Building Information Modeling, ist in den USA, Asien und auch im europäischen Ausland ein häufig verwendeter Ansatz, findet aber auch in Deutschland immer mehr Zuspruch. Die Vorteile liegen auf der Hand: Planungssicherheit, präzise Datengrundlage, schnelle und genaue Erfassung und ein fließender Datenaustausch zwischen den Projektbeteiligten aus Architekten, Ingenieuren, Technikern und Bauherrn. Bei guter Vorbereitung enthält das BIM-Modell alle Informationen zum aktuellen Planungsstand und eventuelle Kollisionsprobleme werden lange vor der Baustelle erkannt. Dies spart jede Menge Zeit – und am Ende auch Geld.

Apr
07
2016

Dem Trend voraus

Mit einem Paukenschlag startet FARO sein neues Early Adopter (EA)-Programm: Wer sich registriert, kann als einer der Ersten den 3D Scan Localizer in der Hand halten. 

FARO

Was gibt es Neues aus Forschung und Entwicklung bei FARO? Die Teilnehmer am Early Adopter-Programm erfahren es zuerst. Abb: FARO

Forschung und Entwicklung werden bei FARO groß geschrieben. Im Bereich innovativer und bahnbrechender Technologien ist das Unternehmen als Anbieter von 3D-Messtechnik weltweit führend und sorgt immer wieder für Überraschungen. Wer sich hier einen Informationsvorsprung sichern will, hat nun die Möglichkeit am Early Adopter (EA)-Programm teilzunehmen: Ausgewählte Teilnehmer bekommen die Chance, aktuellste technische Neuerungen aus dem Hause FARO schon vor allen anderen Nutzern zu erhalten. Außerdem können die Früh-Anwender die Meilensteine technischer Entwicklungen aktiv mitgestalten. Denn, so die Idee am Hauptsitz des Unternehmens in Lake Mary, Florida/USA, durch gezieltes Feedback können sich die Kunden direkt mit den FARO-Ingenieuren abstimmen und die Produkteigenschaften für die eigenen Herausforderungen optimieren.

Erstes Innovationsprodukt: 3D Scan Localizer

Als erstes Innovationsprodukt steht der 3D Scan Localizer in den Startlöchern. Dieser wird unter dem Laserscanner FARO Focus3D angebracht, führt kontinuierliche 2D-Scans durch und liefert detaillierte Registrierungsdaten. Damit werden bei Building-Information-Modeling-Scans in Innenräumen Referenzpassmarken für Überschneidungsbereiche überflüssig. Bei einem Standortwechsel während des Scanvorgangs verfolgt der Scan Localizer die Position und ermöglicht eine fehlerfreie und vollautomatische Registrierung. Die 3D-Scans werden problemlos zusammengefügt und die Innenräume von Gebäuden vollständig erfasst. Diese Lösung ermöglicht es zwei- bis fünfmal effizienter zu arbeiten, als mit alternativen Lösungen zur BIM-Bestandserfassung.

Wer also bei der Produktentwicklung und -anwendung immer auf dem aktuellsten Stand sein will, ist beim EA-Programm von FARO genau richtig. Weitere Informationen.

 

 

Feb
26
2016

Das Vermächtnis des Papstes

Ausstellung zum Leben und Wirken von Papst Johannes Paul II. bald digital zugänglich
Papst Johanes Paul II. war eine der einflussreichsten Persönlichkeiten des 20. Jahrhunderts. Seinem Leben und Wirken widmete sich eine Ausstellung in Imola, die auch digital zugänglich gemacht wird.

Der Studiengang „Architektur, sakrale Kunst und Liturgie“ an der Europäischen Universität Rom ist bekannt für seinen starken Praxisbezug. Mit Dozent und Architekt Danilo Prosperi nehmen sich die Masterstudierenden nun ein ehrgeiziges Projekt vor: Sie erfassen eine komplette Ausstellung, die zu Ehren Papst Johannes Paul II., im Museum Checco Costa im Autodrom von Imola gezeigt wurde.

Die Ausstellung zu Ehren Papst Johannes Paul II im Autodrom von Imola wird mit dem FARO Laserscanner Focus3D erfasst.

Die Ausstellung zu Ehren Papst Johannes Paul II im Autodrom von Imola wird mit dem FARO Laserscanner Focus3D erfasst.

Imola ist eng mit der Autorennstrecke und dem Namen Ferrari verknüpft – und genau in einem solchen ließ sich Johannes Paul II. im Mai 1986 auch durch die Stadt fahren. Neben diesem weltlichen Exponat ist die Ausstellung insbesondere der Lehre des Papstes gewidmet. Im Mittelpunkt: Das Mysterium der Menschwerdung Gottes und die Weihnachtsgeschichte. Eine Attraktion bilden die im Maßstab verkleinerten Krippen-Darstellungen, die Karol Wojtyla Jahr für Jahr auf dem Petersplatz in Rom aufbauen ließ.

Jedes Detail der Ausstellung erfassen die Masterstudierenden nun mit einem FARO Laserscanner Focus3D – vom knallroten Ferrari bis hin zu den Innenansichten der einzelnen Krippen. Dabei beeindrucken die Qualität und Detailtreue der digitalen Modelle. Einen Pluspunkt bildet bei der Erfassung vor Ort der portable und äußerst flexible Scanner. Im Nachhinein werden die Daten mit der Software FARO Scene weiterverarbeitet und eine virtuelle Tour durch die Ausstellung modelliert – bis hin zu 360 Grad Ansichten.

Die gesamte Ausstellung als 3D-Modell in der Punktewolke. Abbildungen: FARO

Die gesamte Ausstellung als 3D-Modell in der Punktewolke.
Abbildungen: FARO

Die Idee zur Ausstellung entwickelten die Unternehmen „Magis Tech“ und „Magnificat“ in Zusammenarbeit mit der „Fondazione Internazionale Giovanni Paolo II“. Gemeinsam haben sie bereits eine Ausstellung im Europaparlament in Brüssel organisiert. Nun folgte Imola und bald auch der erste digitale Rundgang durch das Vermächtnis von Papst Johannes Paul II..

Feb
18
2016

Leith Harbours Walfangstation

Geisterstadt auf rauer See

walross

Beeindruckend in der Größe, aber friedlich zum Team: See-Elefanten

Südlich der Antarktis, mitten im wilden Atlantik liegt Südgeorgien. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts war die Insel mit ihren sechs Walfangstationen das größte Walfangzentrum weltweit. Nach der Zerstörung der meisten Stationen während des zweiten Weltkriegs wurde der Betrieb 1965 schließlich eingestellt. Die langsam verfallenden Gebäude sind ein einzigartiges Zeugnis des industriellen Walfangs. Doch ihre Erhaltung hätte enorme Kosten verursacht. So wurde die gesamte Anlage exakt vermessen und dokumentiert.

Zwischen See-Elefanten, asbesthaltigen Bautrümmern und bei starken Schneeböen war das Team der Geometria Heritage Management  in einem atemberaubenden Einsatz: Mit Hilfe des FARO Focus3D erfassten sie alle sechs Stationen mit ihren Lagern, den Piers, Barracken und Unterkünften sowie der näheren Umgebung, beispielsweise dem Friedhof der Insel oder dem ehemaligen Krankenhaus

Die Arbeitsbedingungen waren alles andere als alltäglich. Südgeorgien ist heute praktisch unbewohnt und dient lediglich als Forschungsstation. Es brauchte eine fünftägige Schiffstour von den Falkland-Inseln, um das Team vor Ort zu bringen. Wegen der Asbestverseuchung der Gebäude war das Tragen von Schutzkleidung zu jeder Zeit Pflicht.

Morgens um acht machte sich die Forschungscrew bei bis zu -10° von ihrem Stützpunkt, der „Pharao SG“, mit einem kleinen Motorschnellboot Richtung Leith Harbour auf. Während der Scanphase bevölkerten Seehunde und See-Elefanten die Insel und erschwerten zusätzlich zu den stürmischen Wetterverhältnissen die Scanarbeiten. Dennoch erstellten die Profis von Geometria mit dem Focus3D 30 bis 80 Scans pro Tag und verfügten nach Abschluss der eineinhalb monatiger Arbeit über 2700 Scans, die genauestens die Außenanlagen und Innenbereiche der Stationen dokumentieren. In einer zweimonatigen Aufbereitungsphase wandelten die Spezialisten die Daten schließlich in CAD-Abbildungen und 3D -Modelle um. Diese Daten stehen nun Wissenschaftlern, aber auch allen Interessierten, frei zur Verfügung. Link

 

Feb
12
2016

Unterstützung für schnelle Aufklärung

Schnell und effektiv – der FARO Laserscanner unterstützt mit modernster Laserscantechnik die Ermittlungsarbeiten der amerikanischen Forensiker.

Der Wettlauf gegen die Zeit – vor allem für Spurensicherer der Forensik ein alltägliches Problem. Um schneller und vor allem exakter die Beweislage zu sichern, setzen die Ermittler seit Jahren auf hochmoderne Unterstützung aus dem Laserscannerbereich.

Auch das Osceola County Sheriff’s Office in Florida/USA nutzt für seine forensische Ermittlungsarbeit den FARO Focus3D . Der leistungsstarke Laserscanner erweist sich gerade auf einem Gebiet, in dem es auf jede Sekunde ankommt, als idealer Partner. Schnell und äußerst exakt erfasst der Laserscanner den Tatort und die Beweisstücke, bevor sich etwas verändern kann. Seine Konzipierung für Innen- und Außenräume sorgt dafür, dass jeder Tatort, unabhängig von seiner Beschaffenheit, in eine detaillierte 3D-Animation umgewandelt werden kann.

Für Ermittlerin Heather Mentzer ein besonderer Vorteil in der täglichen Arbeit: die einfache Handhabung. So wird nur noch eine Person benötigt, die den Scanvorgang bedient, alles andere übernimmt der Laserscanner.

Den Kommissaren bleibt am Ende zwar immer noch die klassische Ermittlungsarbeit – dank modernster Lasertechnik kann diese aber wesentlich schneller abgeschlossen werden. Und wenn der Fall doch nochmal aufgerollt werden muss, steht der Tatort als 3D-Dokumentation auch Jahre später noch zur Verfügung.

Feb
03
2016

Austern aus dem Weinviertel

Die Vermessung und Dokumentation der größten fossilen Austernbank weltweit steht im Mittelpunkt der ORF-Sendung „newton“.

Fossile Austernbank / Urheber: Dreamacat

Fossile Austernbank / Urheber: Dreamacat

Austern aus dem Weinviertel? Vor 17 Millionen Jahren gab es sie in Österreich tatsächlich. Das Austernriff ist vor 16,5 Millionen Jahren in einer subtropischen Flussmündung entstanden und hat eine Fläche von 600qm. In jahrelanger archäologischer Arbeit ist dieses einzigartige Zeugnis freigelegt und mit Hilfe des FARO Laser Scanner Focus3D digitalisiert worden. Die beeindruckende Dokumentation des ebenso großen wie empfindlichen Areals stand nun im Mittelpunkt der ORF-Sendung „newton“.

Wer das Ergebnis der 3D-Erfassung ausführlich selbst erleben will, ist in der „Fossilienwelt Weinviertel“ in Stetten am richtigen Ort (Winterpause bis 15.04.2016). Hier wurde aus den Scans ein anschauliches animiertes 3D-Modell entwickelt.

Die ORF-Sendung ist online nur noch bis 6. Februar 2016 zu sehen – unter dem nachfolgenden Link kann die archäologische Arbeit und die Ergebnisse des 3D-Laser-Scanners jedoch detailliert nachverfolgt werden: 3D-Erfassung.

Jan
21
2016

Kunst und Laser

Sensorium – Kunst, entstanden unter den Händen der Künstlerin Tracy Hill mit dem FARO Laser Scanner Focus3D X 130.

Gegensätze ziehen sich bekanntermaßen an. Zu einer erstaunlichen Symbiose zwischen High-Tech Laserscanner und Kunstbetrieb fanden der FARO Laser Scanner Focus3D X 130 und die britische Künstlerin Tracy Hill zusammen.

Die FARO Laserscanner haben wir bereits in sehr unterschiedlichen Einsatzbereichen gesehen – aber der aktuelle Anlass ist doch äußerst verblüffend. Die britische Künstlerin Tracy Hill, Szenekennern bekannt für ihre unkonventionellen Methoden, erschuf mit dem Focus fantasievolle Kunstwerke.

Die bildende Künstlerin steht auch für „wandernde Reisen“, von denen sie immer wieder interessante Ansätze und erstaunliche Inputs mitbringt. Bei ihrer Arbeit an der University of Lancashire lernte sie den Focus kennen und war Feuer und Flamme. Die hohe Mobilität und die einfache Bedienbarkeit überzeugten sie auf Anhieb, dazu noch das integrierte GPS. Damit hatte sie einen treuen Wegbegleiter, der auf Entfernungen bis 130 Meter präzise Scans liefert – zudem können fotorealistische 3D Scans parallaxenfrei erfasst werden.

In der experimentellen Phase streifte Hill durch die historische Moorlandschaft von Chat Moss im Nordwesten Englands und erstellte digitale Daten – das Projekt „Sensorium“ nahm seinen Lauf. Ein besonderer Reiz bildet die Kombination aktueller Messtechnologie mit traditioneller Handarbeit. So entstand unter den Händen der Künstlerin eine ganz eigene Ästhetik oder eine „re-imaged Perspektive von Räumen“, wie es Tracy Hill nennt – eine neue Sichtweise auf den Raum.

Sensorium – Kunst, entstanden unter den Händen der Künstlerin Tracy Hill mit dem FARO Laser Scanner Focus3D X 130. Abbildungen: Tracy Hill/FARO

Sensorium – Kunst, entstanden unter den Händen der Künstlerin Tracy Hill mit dem FARO Laser Scanner Focus3D X 130. Abbildungen: Tracy Hill/FARO

Die Vergänglichkeit der Moorlandschaft zeigt sich in der temporären Installation „Sensorium“. Die Zeichnungen trug Hill direkt mit Kohle auf die Wände auf. Das Kunstwerk wurde nicht fixiert, ist also der Veränderung preisgegeben und wird irgendwann ganz verschwinden.

Tracy Hill studierte an der Bournville School of Art  und an der Sheffield University  Bildende Kunst. Sie arbeitet an der University of Central Lancashire. Zurzeit befasst sie sich vor allem mit Drucktechnik und verbindet diese mit Acryl- und Digitaltechnologien – auch das eine fantasievolle Verbindung.

Jan
13
2016

Kasematten wachgeküsst

Sie boten Schutz vor Kanonen, dienten Flüchtenden als Schutzwall und Heranwachsenden als Abenteuerspielplatz: die Kasematten in Brüggen am Niederrhein. Nun werden die Gänge mit ihrer wechselvollen Geschichte nach gut 35 Jahren wieder zugänglich gemacht.

Rund 500 Jahre Geschichte atmen der Burgwall und die darunter verborgenen Kasematten in der Stadt an der niederländischen Grenze. In nur zwei Tagen haben die Experten der jalasca GmbH, Moers die zum Teil verborgenen Gänge nun dreidimensional vermessen und beeindruckende Ansichten zu Tage gebracht. Unterstützt von einem Laserscanner FARO Focus3D X 130 drangen die Spezialisten in das Gangsystem vor und legten bislang unbekannte Details offen. Dabei erwies sich der portable FARO Laserscanner dank seines geringen Gewichts und seiner großen Reichweite einmal mehr als idealer Mess-Partner in dem zum Teil recht engen Gangsystem.

Die unter Tage erfassten Daten bildeten die Grundlage für die digitale Nachbearbeitung am Schreibtisch. Auf dieser Basis leitete die Gemeinde Brüggen eine gezielte Sanierung ein. Beispielsweise wurde das Bauwerk statisch gesichert, das Mauerwerk mit Spezialbeton saniert und neue elektrische Leitungen verlegt. Die Vermessungs-Experten stellten präzise Ansichten, Grundrisse und Schnitte sowie 360 Grand Panoramen der östlichen und westlichen Kasematten zur Verfügung.

Zugang zu der geheimnisvollen Atmosphäre haben Einheimische und Tagestouristen vor Ort aber auch historische Interessierte ganz bequem am Computer. Im Rahmen des Projektes INTERREG V-A „Kulturgeschichte digital erleben“ werden die Daten weiter aufbereitet, um Kulturgeschichte für die Öffentlichkeit digital zugänglich zu machen. Unter anderem unterstützt die Europäische Union das Kooperationsprojekt zwischen Deutschland und den Niederlanden mit Fördermitteln aus dem Fonds für Regionale Entwicklung.

Erste Eindrücke aus den Kasematten gefällig? Wirklich sehenswert.

 

 

 

 

 

 

 

 



Der Laserscanner Blog

Alles rund um Laserscanning, 3D-Dokumentation und 3D-Messtechnik für Architekten und Bauingenieure

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