Okt
01
2015

Virtueller Wiederaufbau der Abtei Jumièges

„Jumièges 3D“ lautet der Eintrittscode in die faszinierende Welt der Abtei Jumièges in der Normandie. Die Ruinen des Klosters werden mit moderner Technik zum Leben erweckt und laden die Besucher zum Flanieren ein.

Bisher war in der „Abbaye de Jumièges“ vor allem die Phantasie der Besucher gefragt. Nur Fragmente und Ruinen erinnerten an die glanzvolle Geschichte des einst größten Klosters Frankreichs. Gegründet 654 vom heiligen Philibert wurde es über die Jahrhunderte mehrfach geplündert, niedergebrannt und wiederaufgebaut. Jetzt lässt sich die Pracht der Anlage wieder hautnah erleben – der virtuelle Neustart ist gelungen.

Den Startschuss für das spektakuläre Experiment gab das Department von Seine-Maritime und holte sich erfolgreiche Mitstreiter ins Boot: ART GRAPHIQUE ET PATRIMOINE (ARTGP)  und GMT Editions. Die Visualisierungsexperten von ARTGP legten mit dem FARO Focus3D Laserscanner die Grundlage für das erfolgreiche Projekt. In kürzester Zeit nahmen sie auf dem Gelände mit dem mobilen Scanner alle geforderten Stationen, Orte und Details auf, aus denen das virtuelle 3D-Modell rekonstruiert wurde. Wissenschaftler und Historiker wurden eng in diese Arbeit einbezogen – zum einen gaben sie wertvolle Hinweise, wie sich die Anlage über die Jahrhunderte verändert hat. Auf der anderen Seite erhielten sie aus den Scandaten neue Erkenntnisse und konnten diese mit aktuellen Hypothesen abgleichen.

Das Scan-Ergebnis und die virtuelle Umsetzung fasziniert Laien und Profis: Mit Smartphone oder Tablets treten die Besucher auf dem Gelände eine spannende Reise durch vier Epochen zwischen dem 9. und 18. Jahrhundert an. In Text, Bewegtbild, 3D-Modellen und Ton erleben sie die wechselvolle Geschichte der Abtei als „Augmented Reality“. In dieser Kunst-Form der erweiterten Realität vermischen sich die virtuelle und reale Welt. Über die gerade betrachteten Objekte werden Informationen geblendet, hier zum Beispiel ein komplett rekonstruiertes Kirchenschiff oder der Kreuzgang. Man sieht quasi hinter die Kulissen und erhält ein Eindruck, wie das Bauwerk in seiner Blütezeit tatsächlich ausgesehen hat. Eine phänomenale Zeitreise.

Türöffner ist die Applikation „Jumièges 3D“, die es für Android und Apple-Geräte kostenfrei als Download gibt.

Sep
04
2015

Die unsichtbaren Seiten der Stadt Rom

Archäologen, Visualisierungs- und TV-Experten machen Dank 3D-Laserscannern von FARO verborgene Schätze in Rom sichtbar. Es entstand die faszinierende und sehenswerte BBC Dokumentation

Rom, die „Ewige Stadt“, zieht die Menschen seit jeher in ihren Bann. 1.000 Jahre bildete sie das Herzstück der antiken Welt – und auch heute noch versetzt sie uns ins Staunen. Kostbarkeiten aus dem Untergrund werden jetzt für jedermann sichtbar. Mit dem Laserscanner FARO Focus3D X 330 wurden Raritäten ans Licht gebracht, die lange nur Forschern zugänglich waren.

Forum Romanum – dargestellt mit 10 Scans in voller Auflösung.

Forum Romanum – dargestellt mit 10 Scans in voller Auflösung.

Die Entdeckungsreise war für die Experten nicht einfach. Das Fernsehteam der BBC wurde angeführt von den Moderatoren Alexander Armstrong und Prof. Michael Scott, für die Visualisierung zeichnete sich ScanLAB Projects verantwortlich, einer der führenden britischen Anbieter für die Visualisierung von 3D-Scandaten für Film, Fernsehen und die Kreativbranche. Für die präzisen und detaillierten Aufnahmen setzten sie auf den Focus3D X 330. Die Expedition führte den Hochleistungsscanner durch die eiskalten, kristallklaren Wasser unterirdischer Aquädukte, die den Trevi-Brunnen speisen, weiter ging es durch 2.000 Jahre alte Abwasserkanäle unter dem Forum Romanum, die noch heute funktionieren bis hin zu verfallenen Katakomben. Der Zugang war oft schwierig. Beispielsweise mussten Kameramann und 3D Laserscanner 20 Meter tief in einen Schacht abgeseilt werden und arbeiteten sich durch finstere Tunnel voller Wasser zu neuen Fundstücken vor.

Mithras Tempel (links) und Tempel des Göttlichen Claudius (rechts) dargestellt in der Gesamtansicht.

Mithras Tempel (oben) und Tempel des Göttlichen Claudius (unten) dargestellt in der Gesamtansicht.

In nur sieben Tagen erfasste ScanLAB Projects sieben zentrale Standorte – über- und unterirdisch: Aventin-Hügel, Tempel des Göttlichen Claudius, Romanisches Forum, Mithras-Tempel, Katakomben, Pantheon und Aquädukt Aqua Virgo. Gescannt wurde in verschieden hohen Auflösungen, zum Teil mit natürlichen Referenzpunkten zum Teil mithilfe von 145 mm Kugeln und Papierreflektoren. Alle Standorte wurden mit der FARO Software Scene 5.2 ausgerichtet und weiterverarbeitet.

Temple of Divine Claudius_ScanLABOhne den Focus3D wäre das Projekt wohl gescheitert, da in kürzester Zeit große Datenmengen auch in großer Entfernung aufgenommen werden mussten. Diese Daten wurden mit physischem Filmmaterial und räumlich generierten Computergrafiken zu einem einzigartigen Filmerlebnis verknüpft. Angefangen von einer Art Röntgenblick durch Mauern und Fundamente bis hin zu spektakulären Friesen und farbenprächtigen Fresken, die die Geschichte Roms um ein weiteres Kapitel fortschreiben.

Einen ersten Eindruck vermittelt dieser Kurzfilm

Zur Langfassung

Aug
28
2015

Eine App für den „El Born“-Markt

Der „El Born“-Markt in Barcelona war schon Markthalle, Zentralmarkt und Kulturzentrum. Heute beherbergt das gusseiserne Bauwerk von Josep Fontserè die größte innerstädtische Ausgrabungsstätte Europas. Mit 3D Lasercantechnik wird das Kulturerbe digital zugänglich gemacht.

Auf über 8.000 Quadratmetern wird im „Mercat del Born“ die Geschichte der Stadt wieder lebendig. Bei Bauarbeiten wurden vor über zehn Jahren alte Häuser und Straßenzüge entdeckt, die heute ein buntes Bild vom Leben im Barcelona des 17. und 18. Jahrhunderts zeichnen. Was die Archäologen bisher freigelegt haben, übertrifft alle Erwartungen. Eine App soll helfen, das umfangreiche Wissen zu sammeln und zu bewahren.

Größte innerstädtische Ausgrabungsstätte in Europa - der „El Born“-Markt in Barcelona

Größte innerstädtische Ausgrabungsstätte in Europa – der „El Born“-Markt in Barcelona

Prominenter Unterstützer des Projekts ist das Kulturinstitut Barcelona, ICUB, die Koordination liegt in den Händen des Unternehmens Creueta119. Ein erklärtes Ziel ist es, die App mit anspruchsvollen und detailgetreuen Abbildungen zu füllen. Dafür engagierte Creueta119 Leonard Blum und Captae. Während Blum auf fotografische Korrektur, Texturierung und Modellierung spezialisiert ist, verfügt Captae über Erfahrung in 3D-Digitalisierungsdienstleistungen.

Die historischen Funde im „El Born“-Markt wurden von Captae zunächst mit einem FARO Focus3D Lasercanner erfasst. An sehr schwer zugänglichen Stellen setzten die Ingenieure zudem auf den nur ein Kilogramm schweren FARO Freestyle3D, einen tragbaren, handgeführten und intuitiv bedienbaren Scanner, der durch schnelle Datenerfassung und hochgenaue 3D-Farbscandaten überzeugt. Ein erster Test zeigte die großen Vorteile: Die komplette Digitalisierung eines Ofens gelang in gut 20 Minuten – mit einem terrestrischen Scanner hätte man deutlich länger gebraucht.

FARO Freestyle3D: Mobiles Vermessen in jedem Winkel

FARO Freestyle3D: Mobiles Vermessen in jedem Winkel

Die intuitive Bedienung der Tabletsoftware SCENE Capture gelang im Handumdrehen und da die digitalisierten Datenformate zwischen Freestyle3D und FOCUS3D vollständig kompatibel sind, ging die Weiterverarbeitung äußerst zügig.

Durch die Kombination aus tragbaren und terrestrischen Scannern wurde die gesamte Oberfläche mit sehr vielen Details erfasst und ein hochauflösendes 3D-Netz mit echten Texturen erstellt. Die Nutzer der App, die für iOS und Android optimiert wird, dürfen also gespannt sein. Der ausführliche Bericht ist auf der Website von FARO online.

Digitalisierung mit dem Laserscanner (oben) und Kombination der Daten aus FOCUS3D und Freestyle3D (unten).

Digitalisierung mit dem Laserscanner (oben) und Kombination der Daten aus FOCUS3D und Freestyle3D (unten).                    

Daten kombiniert Freestyle_ES_Captae_2015

 

 

 

 

 

 

 

Jul
30
2015

Spektakuläre Farbenpracht aus dem 12. Jahrhundert

Die spektakulären Fresken in der romanischen Kirche Sant Climent de Taüll, Spanien, waren fast verblichen. Ein museografisches Restaurationsprojekt mit dem Laserscanner FARO Focus3D erweckte die faszinierenden Bilder wieder zum Leben.

Die Kirche in der Provinz Lleida/ Katalonien gilt als architektonisches Meisterstück und wurde in das Weltkulturerbe der UNESCO aufgenommen. Teile der originalen Fresken sind seit über fünf Jahrzehnten im National Art Museum Barcelona zu sehen – die Besucher in der Kirche Sant Climent mussten sich bislang mit einer Kopie begnügen. Jetzt wurden weitere Zeichnungen im Kirchenschiff ans Licht gebracht: Die Experten von Captae rekonstruierten aus Scans ein 3D-Modell, danach wurden von Restauratoren und Archäologen einzelne Figuren, Elemente und Farben Schritt für Schritt nachgebildet.

Das Herzstück der atemberaubenden Fresken bildet eine Darstellung der Offenbarung in der Hauptapsis. Mit Unterstützung des FARO Focus3D wurden die Originale, die sich in die unteren Gesteinslagen eingegraben hatten, rekonstruiert und auch die Werke im Nationalmuseum erfasst. Ausgangspunkt bildeten punktgenaue Scans der Apsis, um die Geometrie der Oberflächen exakt zu erfassen. Ein großer Vorteil war die hohe Scangeschwindigkeit, die Fähigkeit des Focus Farbschattierungen genau zu erfassen und das berührungslose Messen.

Für jeden gescannten Punkt stellte der 3D-Laser Scandaten entlang der x-, y- und z-Achse zur Verfügung. Die Punktewolken bildeten die Basis für eine virtuelle Kopie des Gewölbes und die 3D-Modellierung der berühmten Fresken. Eine Arbeit mit sehr großer Detailtiefe, die zu erstaunlichem Ergebnis führte.

Das gesamte Projekt wurde aufwändig dokumentiert. Eine eigene Webseite zeigt, wie das wertvolle Fresko aus Millionen von Scanpunkten wieder zum Leben erwachte. Besucher werden heute in der Kirche in die Zeit um 1123 zurückversetzt und können in einer faszinierenden 3D Projektion in Bild und Ton nachvollziehen, wie das üppige Wandbild entstanden ist.

 

 

3D Punktewolke_ES_Captae_2014

 

Die 3D-Punktewolken des FARO Focus 3D bildeten die Basis für die spektakuläre Visualisierung der historischen Wandmalereien in der romanischen Kirche Sant Climent de Taüll, Spanien.  Abbildungen: CAPTAE/FARO

Decke Punktewolke_ES_Captae_2014

Jul
23
2015

Fußball-Kathedrale bleibt digital erhalten

Das neue Fußballstadion von San Mamés in Bilbao ist deutlich größer und vielleicht auch schöner als das alte. Dennoch ist für viele Fans der Vorgänger unvergessen: Der „Kathedrale“ wurde nach dem Abriss ein digitales Denkmal gesetzt.

Das alte Stadion des“ Athletic Club“ Bilbao galt wegen seiner intensiven Atmosphäre als legendär. Über 100 Jahre feierten und fieberten dort die treuen Anhänger mit ihrer Mannschaft. Um etwas von der Tradition und Stimmung auch für die Nachwelt zu erhalten, wurde die sogenannte „Kathedrale“ vor dem Abriss digital vermessen. Mit drei FARO Focus3D Laserscannern erfassten die Experten von Indissoluble Barcelona jedes noch so kleine Detail – vom Spielfeld über die Ehrenlogen und Umkleideräume bis zum markanten Mittelbogen und dem Löwen-Maskottchen des Clubs. Für den aktuell kleinsten portablen Laserscanner auf dem Markt kein Problem.

Er ist ideal für Innen- und Außenscans geeignet – selbst bei schlechten Lichtverhältnissen und auf engstem Raum.

 

Die Spezialisten von Captae überführten die Scans und Punktewolken in ein stimmungsvolles Video. 1.100 Millionen Messpunkte verarbeiteten sie zu einem beeindruckenden Dokument, welches einen virtuellen Rundgang durch das alte Stadion ermöglicht. Die Fans dürfen dabei einen Blick hinter die Kulissen werfen. Der digitale Rundgang führt aus der Spielerperspektive von der Umkleidekabine durch den Kabinengang direkt hinaus auf das Spielfeld. Auch aus der Vogelperspektive wurden Aufnahmen eingefangen. Diese zeigen die reizvolle urbane Lage am Stadtrand von Bilbao. Historische Bilder aus den Glanzzeiten und ein kurzer Blick auf den Neubau runden den Kurzfilm ab. Nicht nur für die Fans der „Los Leones“ ein gelungenes Beispiel, was mit moderner 3D Lasertechnik und versierten Spezialisten alles möglich ist.

 

Die ausführliche Dokumentation steht den Besucherinnen und Besuchern im neuen Ausstellungsbereich des Stadions zur Verfügung. Übrigens hat der Neubau bereits die Herzen der spanischen Fans erobert. Er wurde in seinem ersten Jahr zum „Stadion des Jahres“ gekürt.

 

 

 

Jun
03
2015

Unterirdischer Postzug im Museum der Zukunft

Das Britische Postmuseum dokumentiert mit Laserscannern das Tunnelsystem eines ehemaligen Londoner Postzuges. Moderne 3D-Technologien sollen im Museum ganz neue Besuchererlebnisse ermöglichen.

Von den späten 1920er Jahren bis ins Jahr 2003 verkehrten unter den Straßen Londons fahrerlose Postzüge, die Mail Rail. In ihrem Tunnelsystem entgingen sie den völlig überlasteten Straßen an der Oberfläche und transportierten Briefe, Pakete und Päckchen ohne Zeitverlust. An neun Sortierstationen wurden die Züge be- und entladen, die Gesamtstrecke zwischen Paddington Station im Westen und Whitechapel im Osten Londons betrug 10,5 Kilometer.

Wenn 2016 das Britische Postmuseum eröffnet, soll auch die Mail Rail für Besucherinnen und Besucher zugänglich gemacht werden. Für spätestens 2020 ist sogar geplant, Fahrten mit einem ehemaligen Postzug zu einem Bestandteil des Museumsrundgangs zu machen.

MailRail_03

Copyright: The British Postal Museum & Archive in partnership with ScanLAB Projects

Schon jetzt haben die Ausstellungsmacher damit begonnen, das unterirdische Postsystem mittels 3D-Laserscanning maßstabsgetreu zu erfassen. Das Londoner 3D-Scan- und Visualisierungsunternehmen ScanLAB Projects führte diese Aufgabe mit Hochleistungsscannern von FARO durch. Das so gesammelte Material soll nicht nur der Dokumentation und Archivierung dienen, sondern für neue Besuchererlebnisse im Museum nutzbar gemacht werden. Am Britischen Postmuseum experimentiert man derzeit mit animierten 3D-Rundgängen durch das gesamte Tunnelsystem, Augmented Reality-Apps für Smartphones oder Virtual Reality-Erlebnissen mittels Helmdisplay.

Für welche der vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten ihrer 3D-Daten sich die Ausstellungsmacher letztlich entscheiden, bleibt eine spannende Frage. Sicher ist: Die technischen Mittel sind vorhanden, um Kindern wie Erwachsenen die Funktionsweise des alten Londoner Postzuges eindrucksvoll zu vermitteln.

Copyright: The British Postal Museum & Archive in partnership with ScanLAB Projects

Copyright: The British Postal Museum & Archive in partnership with ScanLAB Projects

Ein Video über Mail Rail und Pläne zum Museum:

 

 

 

Mai
13
2015

Weltweit offen: Ägyptens Kulturerbe in 3D

Wertvolle historische Schätze werden durch 3D Laserscanning universell zugänglich/ Projektvorstellung bei der FARO 3D Documentation Conference 2015, 21. – 22. Mai in Böblingen/Stuttgart.

Ägyptens Reichtum an kulturellen Schätzen ist legendär. Pyramiden, Sphinx und Tempel ziehen bis heute die Menschen in ihren Bann – und noch immer sind viele Fragen offen. Jetzt wird der Zugang zu den historischen Stätten für Forscher, Studierende und Kulturgut-Bewahrer noch einfacher: Bequem vom Schreibtisch aus. Möglich wird dies durch eine Projektgruppe von Archäologen und Ingenieuren an der Ain Shams University in Kairo.

Auch ohne Reise zugänglich: Sehenswürdigkeiten in Ägypten, hier die Sphinx vor der Chephren-Pyramide. Photo taken by en:User:Hajor, 13.12.2002, originally uploaded to en.wikipedia.

Auch ohne Reise zugänglich: Sehenswürdigkeiten in Ägypten, hier die Sphinx vor der Chephren-Pyramide.
Photo taken by en:User:Hajor, 13.12.2002, originally uploaded to en.wikipedia.

Bei der internationalen 3D Documentation Conference von FARO informiert Wael Akl, Associate Professor ASU-GARDS an der Ain Shams University, aus erster Hand über das Projekt. Er zeigt in der Sektion „Heritage“ wie Virtual Reality zur Ausbildung in Ägypten eingesetzt wird. Nun müssen beispielsweise die Studierenden nicht mehr quer durchs Land reisen, sondern können quasi im Hörsaal die historischen Stätten untersuchen und erforschen.

Für ihre Arbeit fordern die Archäologen hochpräzise Vorlagen, die ein FARO 3D Laserscanner lieferte. Auf dieser Basis wurden die Kulturstätten digital rekonstruiert und 3D Modelle erstellt. Selbstverständlich eingebettet in ein ausgeklügeltes „Learning Management System“, das für Studierende und Experten ausgelegt ist.

Breit aufgestellt zeigt sich die 3D Documentation Conference und Messe am 21.-22. Mai: von A wie Architektur über Fertigung und Forensik bis zur Vermessung. Hier treffen Pioniere auf Newcomer – es besteht bei über 30 Workshops und Keynotes ausreichend Möglichkeit zum interdisziplinären Austausch mit den internationalen Experten. Zudem werden neue Software-Entwicklungen zu 3D und aktuelle Innovationen vorgestellt. Tagungsort ist die „Motorworld“ in Böblingen. Anmeldungen für Kurzentschlossene sind noch möglich.

eu_1505_ls_user-meeting_2015_222x150

 

 

 

 

 

 

https://www.faro-documentationconference-2015.com/

 

Mai
07
2015

Innovationen für Architekten und Facility Manager

Jetzt anmelden: FARO 3D Documentation Conference 2015 im Mai bei Stuttgart

Was gibt es neues zu 3D Dokumentation und Laserscanning? Antworten gibt die FARO 3D Documentation Conference 2015 von 21. – 22. Mai in der „Motorworld“ bei Stuttgart: International, Interdisziplinär, Informativ.

Die Veranstaltung stellt in praxisnahen Workshops und hochkarätigen Vorträgen Trends und Anwendungsmöglichkeiten für verschiedene Branchen und Berufsgruppen vor. Allen voran für Laserscan-Interessierte aus

  • Architektur, Ingenieurs- und Bauwesen,
  • Vermessung,
  • Denkmalpflege und Heritage,
  • Mining und Tunnelkonstruktion,
  • verarbeitende Industrie und Fertigungsproduktion sowie
  • Forensik.

Aber auch Newcomer kommen auf ihre Kosten: Die Experten geben Informationen aus erster Hand weiter – auch dies ein Markenzeichen der jährlichen Fachtagung, die bereits zum fünften Mal von FARO organisiert wird. In den Vortragspausen und bei der Fachausstellung besteht Gelegenheit, mit Gleichgesinnten ins Gespräch zu kommen und Antworten auf brennende Fragen zu erhalten. Neueste Entwicklungen werden dort nicht nur präsentiert, sondern auch im Detail erläutert.

DURAARK research project/M. TamkeAktuelle Erkenntnisse zum Umgang mit 3D Modellen verheißt der Vortrag von Martin Tamke, Associate Professor am CITA, Center for Information Technology and Architecture, Kopenhagen. Er zeigt, wie es Architekten, Ingenieuren und Facility Managern gelingt, 3D Laserscandaten direkt in den Workflow zu integrieren. Dazu gehört auch die Vorstellung, wie sich BIM Modelle automatisch generieren lassen – sowohl für den Innen- als auch für den Außenbereich.

Ein weiteres Ziel ist es, die Potentiale der digitalen Darstellung auszuloten und nutzbar zu mache – auch durch Langzeitarchivierung. Sie ermöglicht die Wiederverwertbarkeit von Design und ingenieurwissenschaftlichen Lösungen, gewährleistet Sicherheitsvorkehrungen und bewahrt architektonische Gebäudedaten. Die EU fördert dieses Forschungsprojekt mit DURAARK, Durable Architectural Knowledge.

Wohin die Reise geht, zeigt die FARO 3D Documentation Conference. Sichern Sie sich jetzt Ihren Platz.

 

Schritt für Schritt zum BIM Modell aus der Punktewolke:

Von den Rohdaten eines FARO 3D Laserscanners (oben) bis zum aussagenkräftigen Modell.

Abbildungen: DURAARK research project/M. Tamke

 

Apr
16
2015

Was bietet die 3D Lasertechnik?

NASA_Detail

NASA_Detail

Mobile 3D Laser-Anwendungen stehen für Präzision, Innovation und Schnelligkeit. Wie Architektur, Automobilindustrie, Geowissenschaft, verarbeitende Industrie oder Forensik heute von mobiler Laserscantechnik profitieren können, zeigt die FARO 3D Documentation Conference 2015 von 21. – 22. Mai in Böblingen/Stuttgart.

 

Die internationale Konferenz bringt im Mai bereits zum 5. Mal Experten und Interessierte aus aller Welt zusammen. Gemeinsamer Nenner ist die aktuelle 3D Laserscantechnik – über die eigenen Fachgrenzen hinaus. Was haben beispielsweise die US-Raumfahrtbehörde NASA, Laserscan-Technik und Architektur gemeinsam? Jede Menge, zeigt ein Vortrag von Larry Kleinkemper AIA, Lanmar Services aus Texas/USA bei der 3D Documentation Conference in der „Motorworld“.

 

Der renommierte Architekt mit dem Schwerpunkt BIM hat sich in Europa und USA als führender Kopf für Animation, Rendering und Computer Modelling einen Namen gemacht. Die NASA ist bekannt für außergewöhnlichen Entwicklungen und Raumschiffe, die häufig ungewöhnlichen Strukturen folgen. Ausgediente Fahrzeuge wie etwa überdimensionale Raketenschlitten sollten nun dokumentiert und als Ausstellungsstücke und 3D Modelle für Museen erhalten werden. Bei der 3D Documentation Conference in Böblingen zeigt Larry Kleinkemper, wie die großen NASA-Raketenschlitten mit dem FARO Focus3D X 330 im Außenbereich präzise gescannt und Punktewolken gebildet werden. Danach startet die eigentliche Kür, denn die Daten gilt es in eine exakte Geometrie zu übertragen. Die so genannte „Auto Extraction of Geometry“ hat sich in jüngster Zeit signifikant weiter entwickelt, sagt Larry Kleinkemper – auch dank neuer Softwarekomponenten. Zwei erfolgversprechende Möglichkeiten der Auto Extraction stellt der Referent bei der Konferenz vor und zeigt die Vorteile und Grenzen auf.

Präzise in jedem Detail – ein Raketenschlitten der NASA wurde mit dem Focus3D X 330 Laserscanner gescannt und die Daten aus der Punktewolke über „Auto Extraction“ weiter verarbeitet. Mehr dazu bei der FARO3D Documentation Conference 2015 von 21. – 22. Mai in Böblingen/ Stuttgart. Alle Abbildungen: Larry Kleinkemper AIA, Lanmar Services.

Der interdisziplinäre Austausch wird bei der 3D Conference groß geschrieben, IT trifft Film und Softwareindustrie trifft Architektur und Verkehrsplanung. Aus erster Hand berichten prominente Keynote-Speaker über aktuelle Projekte. In Nachmittags-Workshops werden individuelle Schwerpunkte und Fragestellungen bearbeitet, unter anderem aus den Bereichen Automotive, Denkmalschutz und BIM (Building Information Modeling). Anmeldungen sind hier möglich. NASA_Sled_view3

 

Die begleitende Messe mit einer Vielzahl an 3D Ausstellern und aktuellen Software-Entwicklungen rundet den offiziellen Ablauf ab. Dazu kommt ein attraktives Freizeitprogramm für die 3D Enthusiasten. Weitere Informationen und Details finden sich auf der Landingpage.

Apr
01
2015

Symbiose aus Architektur, Kunst und 3D Laserscanning

FARO 3D Documentation Conference von 21. – 22. Mai 2015 eröffnet neue Perspektiven für die Gestaltung von Räumen und Plätzen/ Workshop mit Inês Dantas

Die Grenzen zwischen einzelnen Disziplinen werden immer durchlässiger. Ein faszinierendes Beispiel für das Ineinandergreifen von Architektur, Kunst und aktueller 3D Laserscantechnologie liefert die Arbeit von Inês Dantas. Die mehrfach ausgezeichnete Architektin stellt ihre „Emospheric Landscapes“ bei der FARO 3D Documentation Conference von 21. – 22. Mai 2015 in der „Motorworld“ in Böblingen/Stuttgart vor.

Auf der Triennale der Architektur in Lissabon begeisterte Dantes das Publikum – nun stellt sie ihre ganz eigene Art zu gestalten den Laserscan-Interessierten bei Stuttgart vor. Die renommierte Architektin von wuda* wurfbaum dantas architects München-London nutzt Scandaten, um Darstellungen der Stadtumgebung zu erzeugen. sie nimmt mit 3D Laserscannern nicht nur Gebäude, sondern insbesondere die gewachsene Umgebung wie Bäume oder Waldstücke auf. In der Visualisierung entsteht eine ganz neue künstlerische und rechnerische Symbiose und Interpretation von Landschaften und Plätzen, die Gestaltungsexperimente auslösen. Die dreidimensional gewonnenen Daten ermöglichen erstaunliche Optionen für die Gestaltung und Planung zum Beispiel städtischer Plätze und in der Landschaftsarchitektur. Auf diese Weise entstehen futuristisch anmutende Konzepte mit einer ungewöhnlichen Raumwirkung – die auch beim Betrachter emotionale Prozesse auslösen.

Verblüffend ist bei den „Emospheric Landscapes“ die Parallele, die sich etwa abzeichnet beim Scan einer Parkanlage unter einer stilgelegten Bahnlinie in London und den Hochspannungsleitungen in New York. Ein gelungenes Beispiel für den innovativen Einsatz von 3D Laserscannern in der Stadt- und Landschaftsplanung.

Auf der internationalen FARO 3D Documentation Conference treffen an zwei Tagen Pioniere und Newcomer im Laserscanning zum Netzwerken und Erfahrungsaustausch zusammen. Vorgestellt werden Innovationen und neue Projekte aus den Bereichen Architektur, Ingenieurs- und Bauwesen, Vermessung, verarbeitende Industrie, Denkmalschutz, Berg- und Tunnelbau sowieAutomotive, Forensik und Film.

Anmeldungen und alle Informationen zum Programm.



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