Jul
16
2013

Ein Fall für den FOCUS3D

Wir haben ja bereits viele, zum Teil extreme Situationen gezeigt, in denen der FARO Laser Scanner FOCUS3D im Einsatz war. Ein aktuelles Projekt in Russland lässt jetzt aber selbst erfahrene Scan-Experten staunen. Schon die Eckdaten sind enorm: Eine komplette Kautschukfabrik auf einer Fläche von fünf Fußballfeldern sollte exakt erfasst werden – und das unter teilweise gefährlichen Bedingungen und bei laufendem Produktionsbetrieb.

Ausgangspunkt bildete der Industriestandort Togliatti/Russland. Die Stadt mit ihren rund 720.000 Einwohnern ist vor allem für ihr Lada-Autowerk bekannt, aber auch als Zentrum für Maschinenbau, Lebensmittelindustrie und Chemie. Von einer großen Petrochemie-Anlage, der Fabrik von Togliattikautchuk, sollte ein exaktes und vollständiges 3D-Modell erstellt werden. Dort wird Synthesekautschuk für Autoreifen, medizinische Produkte und auch für Baustoffe hergestellt. Kein Auftrag wie jeder andere, wie sich beim Blick hinter die Kulissen zeigte: In der Petrochemie wird mit leicht entflammbaren Rohstoffen gearbeitet und zudem verlaufen auf dem fünf Hektar großen Fabrikgelände kilometerlange Rohre und Leitungen teils über mehrere Ebenen und mit verschiedenen Durchmessern. Dazu kommen extreme Temperaturen, Druck und schädliche Chemikalienabsonderungen sowie Lärm und mechanische Schwingungen.

„Früher hätte man für eine solche Vermessung Jahre gebraucht“, ist Maxim Chmelewski, Projektmanager beim Vermessungsspezialisten 3DLS Moskau, überzeugt. Sein Team schaffte die Herausforderung in nur 102 Tagen. 3DLS ist einer der Pioniere im Einsatz von 3D-Laserscantechnik in Russland und kann auf ein Team erfahrener Spezialisten zurückgreifen. Bei der Erfassung setzte der Experte auf einen größeren geodätischen Scanner um die Koordinaten des Gesamtbilds zu erfassen und für die kleineren Detailscans auf einen portablen FARO Laser Scanner Focus3D. Unter den extremen Bedingungen konnte das High-Tech-Gerät mit seinen Stärken punkten.

Klare Vorteile waren die

  • Benutzerfreundlichkeit, die ein schnelles und sicheres Arbeiten ermöglicht;
  • Mobilität: Der eingesetzte Focus3D wiegt nur 5 Kilogramm und ist besonders leicht und kompakt. Das heißt, er lässt sich bei weitläufigen Projekten problemlos neu positionieren;
  • Leistungsfähigkeit des Akkus mit einer Laufzeit von bis zu fünf Stunden; dadurch war ein kabelloses Arbeiten möglich;
  • Scangeschwindigkeit: rund 1 Million Messpunkte pro Sekunde.

Den Scans unter extremen Bedingungen folgte eine aufwändige Nachbearbeitung. 8.158 Scanpositionen mussten zusammengefügt und über 12,5 Milliarden Messpunkte verarbeitet werden. Das Projektteam spielte hier seinen Erfahrungsschatz aus und entwickelte einen effizienten Workflow. Ein weiterer Pluspunkt war die Software FARO SCENE, die die Weiterverarbeitung vereinfachte. Dank durchdachter Planung und dem Einsatz moderner Technik erzielte das Team einen erfolgreichen Projektabschluss mit einem detaillierten 3D-Abbild der Kautschukfabrik. Auf Grundlage dieser Daten werden nun die Produktionsabläufe in der Anlage verbessert.

 

 

 

Jun
25
2013

Was hat mobile 3D-Lasertechnik mit Polarforscher Roald Amundsen zu tun?

Expedition in StraßburgZiemliche viel, wie sich beim FARO 3D Documentation User Meeting am 13. Und 14. Juni in Straßburg zeigte. Beide, die Technik und der norwegische Forscher, sind Pioniere auf ihrem Gebiet. Kompakte 3D-Lasescanner wie der FARO Focus3D lassen sich im Gegensatz zu ähnlichen Messsystemen erstmalig nahezu überall einsetzen – um unglaubliche dreidimensionale Welten entstehen zu lassen. Und Amundsen und sein Expeditionsteam waren die ersten, die 1911 die faszinierende Natur des geographischen Südpols erkundeten.

Den Pionier-Gedanken im Kopf, schickte FARO die rund 200 Teilnehmer des 3D Documentation User Meetings auf eine Expedition durch Straßburg. In 10 Teams, mit selbst bemalten Flaggen und selbst kreiertem Teamnamen, machten sich die Teilnehmer also auf den Weg, den „Eisberg“ in der elsässischen Hauptstadt zu finden. Wie auch im vergangenen Jahr sorgte das gemeinschaftliche Erlebnis für Begeisterung bei den 3D-Anwendern aus den verschiedenen Branchen. Und ganz nebenbei ließen sich so neue berufliche Kontakte knüpfen und Neuigkeiten austauschen.

Das Networking stand bei der zweitägigen Veranstaltung von FARO im Mittelpunkt – wie in jedem Jahr. Da die Teilnehmer – Experten und Interessenten – aus der ganzen Welt kamen, entstanden nützliche internationale Kontakte. Nicht nur bei der gemeinsamen Expedition im sommerlichen Straßburg, sondern auch in Sachen 3D-Laserscanning zeigte sich einmal mehr, dass sich das An-einem-Strang-Ziehen lohnt. Der Austausch über die eigenen Projekte, Erfahrungen und Herausforderungen bringt Vorteile für alle.

Über vierzig Workshops mit zahlreichen Beispielen aus der Praxis sowie mehr als zehn „Power Speeches“ standen dieses Mal auf dem Programm. Für besonders großes Aufsehen und ein Blitzlichtgewitter sorgte ganz klar der Prototyp des fliegenden FARO Laser Scanner Focus3D. Am zweiten Veranstaltungstag ließen die beiden Entwickler Dr. Peter Dorninger (4D-IT GmbH) und Dominik Krawczyk (von-oben e. U.) aus Wien die Multicopter-Konstruktion dann sogar vor den Augen der Teilnehmer abheben. Ein fliegender Laser Scanner bringt natürlich wieder ganz neue Möglichkeiten für die 3D-Dokumentation mit sich – wohin genau dies führen kann, wird sich noch zeigen. Insgesamt hatte das Mobile Mapping in diesem Jahr eine prominente Rolle. Der Focus3D wird noch dynamischer: Auf zwei und vier Rädern, auf der Straße und auf Schienen, überall wird er bereits eingesetzt um präzise 3D-Scans aufzunehmen.

Spannende Themen wie diese waren im Kongresszentrum Straßburg überall zu finden. Neben dem Mobile Mapping waren vor allem die Bereiche Architektur und Bauingenieurwesen und Denkmalschutz weitere Schwerpunkte. Auch hier wurden die Teilnehmer wieder auf Expeditionen mitgenommen. Zum Beispiel tief hinab in den Londoner Untergrund, in das 150 Jahre alte U-Bahnsystem der britischen Metropole. In einem Mammutprojekt werden hier die Tunnel und Stationen per Laserscanning erfasst. Andrew McQueen von Roughton International Ltd. berichtete von den schwierigen Messbedingungen, die das hochfrequentierte Transportsystem mit sich brachte. Der Verkehrsbetrieb durfte zum Beispiel durch die Arbeiten nicht gestört werden, viele Bereiche waren schwer zugänglich und dunkel. Bestmöglich unterstützt wurde das Team dabei durch den Focus3D, der für ein schnelles und problemloses Aufmaß auch unter den widrigen Bedingungen sorgte.

Die Teilnehmer gingen auch auf eine Reise zurück in die Vergangenheit: Bei interessanten Projektpräsentationen zur 3D-Dokumentation von archäologischen Fundstellen und denkmalgeschützten Bauten. Unter anderem gab es die vollständige dreidimensionale Erfassung der Kathedrale in Nimes/Frankreich zu sehen und die der heiligen Stätten in Mekka. Gerade im Bereich der Denkmalpflege wurde deutlich, dass das 3D-Laserscanning ein mächtiges Instrument darstellt. Keine andere Methode sorgt für eine solch detaillierte und originalgetreue Abbildung von historischen Bauwerken und Orten. Die exakten 3D-Daten bilden eine ideale Grundlage für Restaurationsarbeiten und machen die geschützten Orte auch digital zugänglich.

Neben den Praxisbeispielen gab es auch die neuesten Softwarelösungen rund um die Scanverarbeitung und -Visualisierung zu sehen. Vorgestellt durch das FARO Expertenteam und Partnerfirmen von FARO. Einen Ausblick gab es beispielsweise auf die sogenannte WebShare Cloud, mit der FARO bald starten wird.

Auf der Facebook-Seite von FARO Europe finden Sie viele weitere Fotos der Veranstaltung.
Viel Spaß beim Durchklicken. Vielleicht haben Sie Lust im nächsten Jahr selbst dabei zu sein!?

Jun
11
2013

Der Focus3D hebt ab

Erste erfolgreiche Flug- und Scantests am Schloß Schönbrunn, Wien

Gerade fertiggestellt, schon beim FARO 3D Documentation User Meeting zu sehen: Der Prototyp des fliegenden FARO Laser Scanner Focus3D. Entwickelt wurde er, um nicht einsehbare Bereiche, die es häufig beim dreidimensionalen Scannen gibt, genauso exakt und vollständig erfassen zu können und Abschattungen zu vermeiden.

Zum ersten Mal vorgestellt wird das erstaunliche Fluggerät beim FARO 3D Documentation User Meeting 2013, das am 13. und 14. Juni in Straßburg stattfindet. Dem FARO Focus3D Flügel verliehen haben die 4D-IT GmbH und das Unternehmen von-oben e.U. aus Österreich. Im Straßburger Kongresszentrum werden Dr. Peter Dorninger (4D-IT GmbH) und Dominik Krawczyk (von-oben e.U.) von den technischen Hürden in ihrem spannenden Projekt berichten und die Lösungen präsentieren.

4D-IT beschäftigt sich seit Jahren mit der 3D-Erfassung und -Modellierung – beispielsweise von Kulturgütern, Monumenten und archäologischen Ausgrabungsstätten. Das Unternehmen „von-oben“ ist Spezialist im Bereich der Luftbildfotografie und für Videoproduktionen mithilfe von unbemannten Luftfahrzeugen (UAV) und Multikoptern. Beide Unternehmen haben ihre Kräfte gebündelt und den leichten und kompakten FARO Focus3D mit einem Hightech-Fluggerät kombiniert. Dafür waren zahlreiche technische Detaillösungen erforderlich. Denn es war nicht einfach, beim mobilen Einsatz dennoch präzise Laserscans zu erhalten. Details dazu erfahren Sie von den beiden Referenten am ersten Veranstaltungstag des User Meetings.

Wenn das Wetter am Donnerstag stimmt, können Sie auch live dabei sein, wenn der Focus3D beim FARO 3D Documentation User Meeting abhebt. 3D-Laserscans aus der Vogelperspektive bieten zahlreichen Branchen neue Möglichkeiten der 3D-Dokumentation.

Anmeldungen sind noch kurzfristig möglich.

Bildrechte beide Bilder: 4D-IT GmbH/von-oben e.U.

Der FARO Focus3D hat Flügel bekommen

Jun
07
2013

FARO auf der Building Test Expo

Logo Building Test ExpoEin ideales internationales Umfeld für technische Themen und Innovationen im Baubereich bietet Ihnen die Building Test Expo auf der Koelnmesse. Vom 11.–13. Juni 2013 dreht sich dort alles um aktuelle Entwicklungen und Trends in der Bauindustrie. Die Building Test Expo gilt als die führende Messe mit Technikforum in Europa. Sie widmet sich den Schwerpunkten Prüfung und Zertifizierung im gesamten Baubereich und steht damit für Innovation, Qualität, Sicherheit und Nachhaltigkeit in Gebäuden und bei Baustoffen.

Mitten im internationalen Messegeschehen: FARO Europe. Sie finden uns im Staatenhaus der Koelnmesse, Stand A20; jeweils von 9 bis 17 Uhr, am letzten Messetag bis 15 Uhr. Nutzen Sie die Gelegenheit, sich über unsere aktuellen Messsysteme zu informieren und für ein persönliches Gespräch mit unseren Experten. Wir zeigen Ihnen gerne unseren kompakten Focus3D, mit dem unter anderem historische Kulturerbestätten erfasst werden können und der eine ideale Basis für die softwaregestützte Gebäudedatenmodellierung schafft. Diese Methode, das sogenannte Building Information Modeling (BIM), ermöglicht eine optimierte Planung, Ausführung und Bewirtschaftung von Gebäuden mit Hilfe von Software.

In Europa hat die Building Test Expo ein Alleinstellungsmerkmal: Der Fokus richtet sich auf die Sicherung von Qualität und Nachhaltigkeit durch effektive Bau- und Produktprüfungen. Hier kommen Entwickler, Anwender und Nutzer auf Augenhöhe ins Gespräch.

Parallel zur Messe finden kostenfreie Seminare und Workshops statt – zum Teil auch im Technikforum im Messebereich.

Schwerpunkte sind:

  • Brandprüfung und -forschung (11. Juni 2013)
  • Zertifizierung und Standards (12. Juni 2013)
  • Bauphysik (13. Juni 2013)

Wir freuen uns auf Ihren Besuch und stellen Ihnen gerne ein kostenfreies Messeticket zur Verfügung. Ticketbestellung

 

Mai
31
2013

Bessere Architektur mit 3D-Laserscanning

Schneller, präziser und kostengünstiger – durch modernes 3D-Laserscanning wird Architektur noch besser, davon ist Johannes Rechenbach überzeugt. Der Diplom-Ingenieur und Architekt geht mit seinem Unternehmen „laser scanning architecture“ konsequent neue Wege. 3D-Laserscanner punkten seiner Erfahrung nach vor allem bei Bestandsgebäuden, etwa um für einen Umbau oder eine Sanierung sehr schnell präzise Daten zu erhalten.

Seine Erfahrungen aus der Praxis stellt Johannes Rechenbach beim FARO 3D Documentation User Meeting am 13. und 14. Juni 2013 im „Convention and Conference Centre“ in Straßburg vor. Innerhalb der „Civil Engineering & Architecture Sessions“ gibt er in einem Workshop Einblicke in aktuelle Projekte seines Büros. Gemeinsam ist ihnen der Einsatz von 3D-Laserscan-Technik, jedoch aus ganz unterschiedlichen Motiven.

Seine Beispiele werden unter anderem sein:

•  die Sanierung eines Kirchendachstuhls – hier half Laserscanning bei der akkuraten Massenermittlung und Abrechnung

•  die Außensanierung eines Geschäftshauses – exakte 3D-Daten sorgten dabei für eine passgenaue Ermittlung und Vorfertigung der neuen Fassadenelemente

•  der Rohbau eines Fahrstuhlschachts – auch in diesem Fall war durch die präzise ermittelten Maße ein reibungsloser Einbau möglich.

Alle Bilder: laser-scanning-architecture.com

Rechenbachs Erfahrungen aus der Praxis zeigen, dass durch den Einsatz von 3D-Laserscanning eine präzisere Bestandserfassung quasi im Handumdrehen möglich ist – Planungsfehler können vermieden werden. 3D-Scans sind auch eine perfekte Basis für die weitere Planung in 2- und 3D sowie für Visualisierungen aller Art. So ist eine ortsferne und verlässliche Planung im Bestand möglich.

Planungs- und Kostensicherheit wird nach Rechenbach erreicht, wenn:

•    Problembereiche in einer frühen Phase erkannt werden
•    Details frühzeitig festgelegt werden können
•    ein optimaler Bauablauf gewährleistet wird.

Das international ausgerichtete FARO 3D Documentation User Meeting bringt Experten, Anwender und Interessierte aus verschiedenen Branchen zusammen – von Architektur und Denkmalschutz über Kriminologie bis hin zum Anlagenbau. Wer bei der Veranstaltung dabei sein möchte – Anmeldungen sind noch möglich.

 

Mai
15
2013

Cloaka Maxima – die 3D-Erfassung der Unterwelt

Der Vortrag von Juan Roberto Vásquez beim diesjährigen FARO 3D Documentation User Meeting kann leider nicht stattfinden. Stattdessen erwartet Sie ein interessanter Vortrag von Andrew McQueen (Roughton International Ltd). Er spricht über die 3D-Vermessung der U-Bahntunnel in London.

Einmal im unterirdischen Kanalsystem des antiken Rom spazieren gehen, ohne die Heimat zu verlassen. Unmöglich? Nicht mehr. Die digitale, dreidimensionale Erfassung der Unterwelt mit dem FARO Laser Scanner Focus3D macht‘s möglich. Dabei waren die Bedingungen vor Ort äußerst schwierig.

Forum Romanum, Rom

Forum Romanum, Rom

 

Die Messungen fanden unterirdisch, bei völliger Dunkelheit und in zum Teil sehr engen und überfluteten Gängen statt. Wegen des desolaten technischen Zustands der Cloaka Maxima unter dem Forum Romanum droht ihr die Schließung.
Aus dem spannenden Vermessungsprojekt berichtet der Geschäftsführer von Indissoluble /Barcelona, beim FARO 3D Documentation User Meeting. Das Büro ist spezialisiert auf Multimedia-Architektur. Bei dem Anwendertreffen am 13. und 14. Juni 2013 in Straßburg zeigt Juan Roberto Vásquez, wie die moderne Laserscan-Technik bei der Erfassung der Ausgrabungsstätte eingesetzt wurde.

Im Wesentlichen sollte die Erfassung und Vermessung des historischen Bauwerks per Laserscanning

  • den technischen Zustand der Kanalisation dokumentieren
  • neue archäologische Erkenntnisse liefern
  • Daten für Veröffentlichungen und Ausstellungen liefern.

Von großem Vorteil bei der Arbeit unter den Extrembedingungen des Kanalsystems waren das geringe Gewicht und die Größe des FARO Laser Scanner Focus3D. Bisher lagen aus der Zeit der ersten Ausgrabungen nur handschriftliche Zeichnungen und Karten zur Cloaka Maxima vor. Nach der digitalen 3D-Vermessung mit dem Focus3D stehen nun exakte Daten zur Verfügung, aus denen sich dreidimensionale Modelle erzeugen lassen. Zudem geben sie Aufschluss über die Lagebeziehung zwischen den historischen Denkmälern des Forum Romanum an der Oberfläche und dem unterirdischen Bauwerk.

Der Praxisbericht von Juan Roberto Vásquez steht am zweiten Tag des 3D Documentation User Meetings auf dem Programm. Ein Fokus des diesjährigen Anwendertreffens im „Convention and Conference Centre“ liegt auf der Laserscan-Technik bei der Erfassung denkmalgeschützter Bauten und Kulturerbestätten.

Cloaka Maxima_1

Cloaka Maxima_1

Cloaka Maxima_2

Cloaka Maxima_2

Apr
18
2013

What‘s up beim User Meeting?

Auszug AgendaZwei Tage, 10 Vorträge und mehr als 40 Workshops. Das sind die nackten Zahlen des FARO 3D Documentation User Meeting in Straßburg. Dahinter steckt der intensive Austausch von Experten, Anwendern und Interessenten über die 3D-Laserscantechnik und konkrete Scanprojekte. Und auch Sie können dabei sein.

 

Maschinenbau, Bergbau, Architektur oder Archäologie: Kaum eine Branche kommt heute noch ohne modernes Laserscanning aus. Entsprechend breit aufgestellt ist das Programm am 13. und 14. Juni 2013 im Straßburger „Convention and Conference Centre“. Die Agenda für das Expertentreffen ist inzwischen fast komplett.

Der Vormittag steht jeweils im Zeichen einzelner Vorträge. Anwender berichten über ihre Erfahrungen in den verschiedenen Bereichen und stellen spannende Projekte aus der Praxis vor. Die Nachmittage sind für den intensiven Austausch und die Wissensvertiefung in Workshops reserviert. Beispielsweise zu den Feldern

– Bauingenieurwesen und Architektur

– Denkmalschutz / Weltkulturerbe

– Industrie und Anlagenbau

– Technische und Software-Lösungen

– „Learning Sessions“ mit Beispielen aus Theorie und Praxis

– Mobile-Mapping-Systeme

– Spezial-Sessions zu Themen wie Kriminologie oder Bergbau

Einen Schwerpunkt bildet der Einsatz der Laserscan-Technik bei der Erfassung denkmalgeschützter Bauten und Kulturerben. Doch geht der Blick weit darüber hinaus, beispielsweise auf die konkrete Anwendung im Fahrzeugbau. Hier lernen Sie konkrete Möglichkeiten zur Optimierung von Prozessen und zur Qualitätssicherung kennen.

Dazwischen bleibt genügend Zeit für den losen Austausch und das Netzwerken. Wer in Straßburg dabei sein möchte – Anmeldungen sind noch möglich.

Weitere Informationen: www.faro-usermeeting.com

 

Teilnehmer des User Meetings 2012 auf Schloss Sihlberg, Zürich

Jul
19
2012

Gefahrenzone Versorgungstechnik bei Erdbeben, 3D-Dokumentation hilft bei Nachrüstung

Ein häufig übersehenes Problem in der baulichen Erdbebenvorsoge ist die Versorgungstechnik. Gerade in den USA gibt es viele Landstriche, die regelmäßig von Erdbeben heimgesucht werden. Folglich gibt es immer strengere Vorschriften. Fabriken werden strukturell nachgerüstet. Die Versorgungstechnik bleibt häufig außen vor, auch weil für viele Bereiche gar keine Vorschriften existieren. Versicherungsanbieter, die Kosten für Arbeitsausfälle abdecken, lassen diese Lücke schließen. Ingenieurbüros untersuchen die Stabilität der Versorgungstechnik in großen Fabriken testen. Daryl Johnson und Ernie MacQuarrie von Summit Engineering and Design setzen dabei den Laserscanner FARO Focus3D ein. Im STRUCTUREmag sprechen sie über ihre Vorgehensweise und Herausforderungen bei der 3D-Dokumentation.

Vorteile der 3D-Dokumentation bei der Nachrüstung in der Versorgungstechnik

Versorgungstechnik in der 3D-Dokumentation
Versorgungstechnik in der 3D-Dokumentation

Die Vorteile der 3D-Dokumentation sind hier vielfältig. Die Ingenieure müssen keine Laufstege unter der Decke mehr erklimmen, um Lüftungsschächte und Leitungen aus der Nähe zu vermessen. Der Laserscanner vermisst die Anlage nicht nur in einem Bruchteil der Zeit, sondern auch genauer. Die 3D-Dokumentation deckt auch schwer erreichbare Stellen ab. Hier gilt die Regel: Was sichtbar ist, ist auch vermessbar. Das ist besonders hilfreich, wenn sich die Versorgungstechnik hinter einer abgehangenen Decke versteckt. Die umfassenden Ergebnisse der 3D-Dokumentation stehen den Ingenieuren langfristig zur Verfügung. Dadurch entfallen mehrfache Trips zur Anlage. Das senkt Kosten. Zur Nachrüstung entwerfen Designer Bauteile am PC. Die Passgenauigkeit wird in der 3D-Dokumentation überprüft.

Den kompletten Artikel „Applying 3D Laser Scanning to MEP Seismic Restraint Retrofits“ finden Sie im STRUCTUREmag.

Sep
02
2011

Eingestürztes Stadiondach mit Hilfe von Laserscannern repariert

Ein halber Meter Neuschnee brachte im vergangenen Winter das Stadiondach des Metrodomes in Minneapolis, Minnesota (USA) zum Einsturz. Experten aus dem ganzen Land wurden eingeflogen, um die Schadensituation zu erfassen und das Dach zu reparieren. Die Firma Clark Engineering unterstützte die Rekonstruktion mit Hilfe eines Laserscanners.

Experten nutzen Laserscanner zur Risikoanalyse

Im Dezember 2010 traf einer der schwersten Stürme seit Beginn der Wetteraufzeichnung den Norden der USA. Fast ein halber Meter Neuschnee fiel in der Region um den Minneapolis Metrodome. Das Tragluftdach des Stadions hielt den Schneemassen nicht stand: Mehrere Paneele rissen, weitere wurden absichtlich zerstört, um die Last auf die Dachkonstruktion zu verringern. Eine der ersten Einsatzcrews an der Unfallstelle war Clark Engineerings Notfallteam. Mit ihren Laserscannern erfassten sie den Ist-Zustand des Stadions und definierten Bereiche, die von den diversen Arbeitscrews gefahrlos betreten werden konnten. Diese Überprüfungen wurden regelmäßig durchgeführt, da sich die Wetterverhältnisse jederzeit weiter verschlechtern konnten.

Laserscanner begleiten Kompletterneuerung des Dachs

In enger Zusammenarbeit mit den Dachkonstrukteuren wurde jedes Paneel einzeln per Laserscanner vermessen. Die hohe Detaildichte der Laserscanner garantierte eine zuverlässige Zustandsdokumentation der Dachkonstruktion. Aufgrund dieser Ergebnisse beschloss die Bauleitung im Februar 2011 eine Kompletterneuerung des Tragluftdachs. Sowohl das ansässige Footballteam, als auch mehrere Baseballmannschaften nutzen den Hubert H. Humphrey Metrodome in Minneapolis. Die Rekonstruktion musste also schnell fertig gestellt werden. Clark Engineering begleitete die Arbeiten mit einer kontinuierlichen Bauüberwachung per Laserscanner bis zur Komplettierung Anfang August. Ohne die Laserscanner Technologie wäre die Dachrekonstruktion in dieser Zeit nicht realisierbar gewesen.

Ein Blog dokumentierte regelmäßig die Baufortschritte.

Jul
04
2011

Bauüberwachung mit dem 3D-Laserscanner

Die Bauüberwachung ist eines der Haupteinsatzfelder des 3D-Laserscanners. Von der Überprüfung des Baugrubenaushubs angefangen bis hin zur wöchentlichen Kontrolle der Rohbauten: Der Laserscanner ermöglicht eine zeit- und kosteneffiziente Arbeiten. In regelmäßigen Soll-Ist-Vergleichen werden Abweichungen des Bauobjekts von den Bestandsplänen kontrolliert. In diesem Artikel zeigen wir, wie der Laserscanner bei der Bauüberwachung hilft und welche Vorteile der Laserscanner gegenüber herkömmlichen Messinstrumenten bietet.

Per 3D-Laserscanner die Baufortschritte eines Bürogebäudes überwachen

Laserscanner können auf Baustellen bei der Bauüberwachung helfen
Laserscanner können auf Baustellen bei der Bauüberwachung helfen

Ein Auftrag in der Baubranche könnte lauten, die Baufortschritte eines Bürokomplexes zu überwachen. Der Baugrubenaushub ist bereits erfolgt. Der Auftraggeber verlangt eine wöchentliche Dokumentation und Überwachung des Baufortschritts für die rechtliche und technische Dokumentation. Beim Objekt handelt es sich um einen modernen Entwurf mit zahlreichen Freiformflächen. Herkömmliche Messinstrumente können diese nicht flächendeckend vermessen. Laserscanner sind hierfür prädestiniert. Zudem eignen sie sich, Abweichungen des Baubestands von den Planungsunterlagen zu dokumentieren. Laserscanning spart Zeit und Kosten. Mit der passenden Software können darüber hinaus gegebenenfalls neue Pläne erstellt werden.

Die Vermessung des Objekts per 3D-Laserscanner

Im ersten Schritt werden die Standorte des Laserscanners in einem Lageplan vermerkt. Diese dienen als Orientierungspunkte, um später die Ergebnisse am PC zusammen zu setzen. Laserscanner, wie der FARO Focus3D, erfassen fast eine Million Messpunkte in einer Sekunde und erstellen so innerhalb weniger Minuten ein detailliertes, dreidimensionales Abbild der bestehenden Gegebenheiten. In der zweiten Phase der Vermessung müssen die Messdaten ausgewertet werden. Mit einer Software wie SCENE ist allerdings auch das gut möglich. [weiterlesen …]



Der Laserscanner Blog

Alles rund um Laserscanning, 3D-Dokumentation und 3D-Messtechnik für Architekten und Bauingenieure

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