Nov
14
2013

Schöner Fliegen

In Flugzeugen zählt oft jeder Zentimeter. Ob bei der Gepäckablage, den Sitzen oder im Gang – meist eine eher enge Angelegenheit. Mehr Komfort will die Lufthansa ihren Passagieren künftig bieten. Sie engagierte das Designbüro müller/romca industrial design, Hamburg, um ein neues Design für die Kabinen zu entwerfen.

Im Einsatz  2013-07-24_134611 kl

Der FARO Focus3D im Einsatz: Links beim Scannen in der Flugzeugkabine. Die Abbildung rechts zeigt die Darstellung in der SCENE Software. Abbildungen: müller/romca industrial design/FARO

 

Lufthansa Punktewolke  Lufthansa Scan 2

3D Punktwolke der Flugzeugkabine und Innenansicht.

 

Bevor die Designer loslegen konnten, wünschten sie sich hochgenaue CAD-Modelle für die Simulationen und den exakten Innenausbau. Hier musste die Lufthansa passen – für die Flugzeugtypen Boeing 747-400 und Boeing 747-8 sowie für den Airbus 340 standen keine zuverlässigen Daten zur Verfügung. Das heißt, die komplexen Innenräume mussten neu vermessen werden – und das in einem relativ kleinen Zeitfenster, um die Maschinen nur möglichst kurz am Boden zu halten.

Die Lösung lieferte der portable FARO Focus3D: Er ist mit nur 5 Kilogramm Gewicht und einer Größe von lediglich 24x20x10 Zentimetern wie geschaffen für ein Scanprojekt unter solch anspruchsvollen Bedingungen. Mit einer Geschwindigkeit von 976.000 möglichen Messpunkten pro Sekunde füllte er den Zeitrahmen optimal aus. „Wir arbeiteten parallel mit zwei Scannern“, erklärt Jens Romca, Geschäftsführer des beauftragten Designbüros: „Der Focus3D erstellte in unglaublicher Geschwindigkeit eine virtuelle 360 Grad Ansicht der Flugzeugkabinen und lieferte Scandaten von herausragender Qualität.“ Ein weiterer Vorteil: die Daten konnten mit der FARO Software SCENE zügig weiterverarbeitet und in das Format IGES exportiert werden. Eine ideale Planungsgrundlage für den Ausbau der Flugzeugkabinen, die sich künftig für Passagiere der ersten Klasse sehr großzügig präsentieren.

Damit gehören solch akrobatische Einlagen wie sie Loriot fürs Fliegen so gekonnt ins Szene gesetzt hat, der Vergangenheit an.

Über müller/romca industrial design

Seit 1993 sind Jochen Müller und Jens Romca mit müller/romca industrial design  kompetente Ansprechpartner  für Industriekunden. Am Anfang standen so ausgefallene Produkte wie eine Rettungsinsel für den Yachtsport und die Leitwarte einer Müllverbrennungsanlage. Heute ist das Portfolio noch immer breit gefächert und reicht von der Computermaus bis hin zur Ausgestaltung von Flugzeugkabinen.



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