Okt
29
2015

Tempel, Schule, Müllplatz und Gotteshaus

Auf eine wechselvolle Geschichte blickt die „St Margaret Church Stanford Le Hope“ zurück. Nun ist das Gebäude auch virtuell begehbar – inklusive Dach und spektakulärem Abstieg über die Wendeltreppe.

Atemberaubende Bilder entführen die Besucher virtuell auf historisches Gelände. Mit 3D Aufnahmen aus ungefähr 90 Einstellungen entstand unter den Händen der Spezialisten von Norden Draughting Design Services, Essex/UK,  die eindrucksvolle Tour. Als ideales Werkzeug erwies sich der 3D Laserscanner FARO Focus3D, der sich durch Mobilität, geringes Gewicht und extreme Reichweite auszeichnet.

Das Gebäude der „St Margaret Church“ sticht schon durch seine exponierte Lage ins Auge: Auf einem Hügel in der Mitte der englischen Grafschaft Essex. Im 12. Jahrhundert hatten Normannen den Tempel errichtet. Der Beginn einer wechselvollen Geschichte.

Über die Jahrhunderte wurde die Kirche mehrfach um- und ausgebaut. Stumme Zeugen sind etwa in der Nordkapelle Ehrentafeln aus dem 13. Jahrhundert und in der südlichen Kapelle ein Weihwasserbecken aus dem 15. Jahrhundert. Dazu kommt ein historisches Gräberfeld, in dem Verstorbene ab dem 18. Jahrhundert bestattet wurden.

Im frühen 19. Jahrhundert diente das Nordschiff als Dorfschule, andere Teile nutzte die Gemeinde als Mülldeponie. Der damalige Pfarrer von Stifford, William Palin, beschrieb die Kirche als „von Verwahrlosung und Zerfall geprägt“. Kurz danach wurde die Wende eingeläutet und die Restaurierung begann.

Die detaillierte Datenerhebung heute erfolgte mit dem 3D Laserscanner Focus3D. Experten können anhand dieser Informationen beispielsweise Rückschlüsse über die Baugeschichte oder auch über Renovierungsnotwendigkeiten ablesen und Pläne für Sanierungsmaßnahmen entwickeln. Aus den Millionen Oberflächenpunkten entwickelten die Ingenieure eine 3D-Punktewolkenansicht, die in langen Kamerafahrten beeindruckende Ansichten auch für die breite Öffentlichkeit erlaubt.

 

Okt
22
2015

Tatort in 3D Qualität

 

Bei der Verbrechensbekämpfung im Kanton St. Gallen/Schweiz leistet der Laserscanner FARO Focus3D ganze Arbeit: Er erfasst jede noch so kleine Spur akribisch. Erst jetzt wieder, bei einem Mordfall.

Eigentlich ist in Ganterschwil die Welt noch in Ordnung: Die 1.200 Seelen Gemeinde verfügt über eine intakte Infrastruktur, beste Verkehrsanbindungen und ist ein beliebtes Erholungsgebiet. Umso mehr hielt jetzt ein eiskalter Mord die Bevölkerung in Atem.

 

Es geschah am helllichten Tag auf einem Feldweg im Gebiet „Lochermoos“. Ein Paar geht gegen unweit seines Hauses spazieren – plötzlich hält ein roter Audi auf dem Feldweg und dann geht alles ganz schnell. Auf den Spaziergänger wird geschossen, er bricht tot zusammen, die Täter flüchten mit dem Auto.

Noch in der Nacht gehen der Schweizer Polizei die mutmaßlichen Täter ins Netz, aber viele Fragen bleiben offen.  Wer hat das Feuer eröffnet und was war die Tatwaffe? Wo exakt befanden sich Opfer beziehungsweise Schütze zur Tatzeit? Wie oft wurde geschossen? Und war tatsächlich der Audi, der später in einem Waldstück gefunden wurde, der Fluchtwagen?

Bei der Antwortsuche hilft der Kantonspolizei St. Gallen ein unbestechlicher Partner – der Laserscanner FARO Focus3D. Schon bei der ersten Inspektion des Tatortes ist das Hightech-Gerät mit dabei, denn bei der Spurensicherung und Tatortanalyse leistet der Scanner exakte Arbeit. Mit den Aufnahmen, die vor Ort gemacht werden, lässt sich später quasi auf Knopfdruck der Tatort genau rekonstruieren. Das 3D Modell gibt im besten Fall Aufschluss über den Tathergang und ersetzt ungenaue Skizzen oder Fotografien.

Seit drei Jahren nutzen die Beamten den Laserscanner von FARO zusammen mit der Software SCENE und Autodesk. Diese erzeugen quasi im Handumdrehen hochauflösende farbige Scans, die vom Schreibtisch aus bewertet werden können – so konnte schon manch ein Täter überführt werden.

Okt
14
2015

Mehr Sicherheit für Kunstobjekte

Unbedenklichkeit der FARO Laserscanner Focus3D X-Serie bestätigt

Nun ist es ganz amtlich: Gemälde und Kunstobjekte, die mit FARO Focus3D gescannt wurden, erleiden keinen Schaden durch thermische Einflüsse. Dies bestätigt ein Gutachten der Seibersdorf Labor GmbH.

Art Safety X Serieskl_DSC6132Die Erfassung von Kunstobjekten oder Innenräumen von Museen gelingt mit Laserscannern schnell und zuverlässig – aufgrund der Augensicherheit sogar während der Besuchszeiten. Doch stellt sich immer wieder die Frage, ob Kunstobjekte durch das Scannen Schaden erleiden. Grund genug für FARO, dieser Gefahr durch ein Gutachten untersuchen zu lassen.

Gerade Ölgemälde werden als besonders empfindlich erachtet. Farbe und Firnis weisen eine geringe Wärmeleitfähigkeit und Wärmekapazität auf. Der energiereichen Laser könnte einen Anstieg der Temperatur auf der Oberfläche verursachen und die Substanz der Gemälde erheblich schädigen. Mit diesen Befürchtungen räumt das Gutachten nun auf.

Für ein Worst-Case-Szenario wurde ein FARO Focus3D X in einem Abstand von 1 Meter vor einem Ölgemälde aufgebaut – ohne schützendes Glas zwischen Objekt und Scanner. Wird nun ein Scan durchgeführt, bei dem sich der Scanner – wie in der Praxis übliche – horizontal bewegt, erhöht sich die Temperatur auf der Oberfläche des Ölgemäldes um weniger als 1,3 Grad Celsius. Selbst wenn sich der Kopf des Scanners nicht bewegt und somit das Gemälde mehrere Minuten mit den Laserstrahlen abgetastet wird, bleibt der maximale Temperaturanstieg unter 2 Grad Celsius.

Um etwa restauratorische Techniken zu überprüfen, ist es üblich, Objekte mit entsprechenden Ölfarben für mehrere Tage bei über 60 Grad Celsius in einen Ofen zu stecken und so einen Alterungsprozess zu beschleunigen. Vor diesem Hintergrund wird schnell klar, dass eine kurzfristige Temperaturerhöhung von weniger als 2 Grad Celsius durch den Focus3D keinen Schaden verursacht. Das bestätigt nun auch das Gutachten. Es lässt außerdem den Schluss zu, dass photochemische Effekte bei einer Wellenlänge von 1550 nm sehr unwahrscheinlich sind – gute Nachrichten also für den Einsatz des Laserscannerfamilie im Bereich der Kulturgüter.

Okt
09
2015

Kunstflug unterm Kirchendach

Einen einzigartigen virtuellen Rundflug bietet die evangelische Kirche St. Marien Osnabrück: Die 650 Jahre Kirche wurde mit modernen 3D Laserscannern erfasst und ein digitales Modell erstellt. Dieses steht jetzt Besuchern aus aller Welt rund um die Uhr offen.

Virtuell begehbar: Die St.-Marien-Kirche Osnabrück. Fassade und Innenraum wurde mit dem Laserscanner Focus3D von FARO detailliert erfasst.

Virtuell begehbar: Die St.-Marien-Kirche Osnabrück. Fassade und Innenraum wurde mit dem Laserscanner Focus3D von FARO detailliert erfasst.

Egal ob aus der Vogelperspektive oder von unten, von außen oder von innen: Das dreidimensionale Modell der Kirche bietet absolute Transparenz. Die Basis für die faszinierenden 3D-Rundgänge und 360°-Rundumsichten liefern Daten, die mit dem mobilen FARO Laserscanner Focus3D erfasst wurden.

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Laserscanning-Experte Dipl.-Ing. Johannes Rechenbach, Laser Scanning Architecture, aus Hannover, dokumentierte das mittelalterliche Gebäude bis in den kleinsten Winkel. In nur drei Tage wurde das gotische Schmuckstück komplett gescannt. Die präzisen Daten halten den Zustand und die Details der historischen Kirche dauerhaft fest. Ein weiterer Vorteil: Bei künftigen Sanierungen sind alle Maße, Flächen und Volumina schnell aus den vollständig vorliegenden Scandaten ablesbar; ein neues Aufmaß ist nicht erforderlich. Das dreidimensionale Kirchenmodell kann auch herangezogen werden, wenn bei auftretenden Schäden der Originalzustand wiederhergestellt werden soll.

Die Multimediapräsentation zeigt den virtuellen Besuchern bauliche und kirchengeschichtliche Details. Bei verschiedenen Rundgängen können sie die Atmosphäre einer der bedeutendsten Kirchen des 14. Jahrhunderts in Nordwestdeutschland genießen. Sogar vom Turm aus: Hier bietet sich die Aussicht auf den Marktplatz von Osnabrück und die umliegenden Gebäude mit dem imposanten Rathaus.

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Mit der multimedialen Präsentation der St.-Marien-Kirche geht die evangelisch-lutherische Gemeinde in Niedersachsen neue Wege. Die Osnabrücker Kirchengemeinde ist eine der ersten, die Laserscanaufnahmen ihrer Kirche in Auftrag gegeben hat und für die eigene Präsentation verwendet.

Laserscanning und virtuelle Rundgänge bieten öffentlichen Institutionen, Kommunen und Tourismusbetrieben zahlreiche Möglichkeiten, moderne Kommunikationskanäle für sich zu nutzen – und, wie das Osnabrücker Beispiel zeigt, gehen die Einsatzbereiche sogar weit darüber hinaus.

Sep
23
2015

Mit Präzision entscheiden

Großer Bahnhof auf der INTERGEO: Der neue Freestyle findet in Stuttgart hohes Interesse.

Gut besucht – der Messestand auf der diesjährigen INTERGEO

Gut besucht – der Messestand auf der diesjährigen INTERGEO

Die diesjährige INTERGEO nutzte FARO, um seine Produkte hautnah erlebbar zu machen. Den FARO Scanner Freestyle3D konnten die Messebesucher gleich selbst in die Hand nehmen und sich von der einfachen Anwendung und der Qualität der Punktewolke überzeugen. Im Rahmen eines Gewinnspiels galt es zunächst, das Modell eines Fisches per Augenmaß abzuschätzen. Anschließend haben die Teilnehmer den Fisch eigenhändig mit dem Freestyle3D genau vermessen. Den Standbesuchern machte die Aktion sichtlich Spaß und zeigte zudem, wie effizient das Scannen und das Registrieren der Punktewolke ohne spezielle Stationierung sein kann. Zudem zeigte sich, dass praktisch jeder sofort mit dem Gerät zurechtkommt. Und auch hier entscheidet die Präzision – schließlich winkt als Preis der Aktion ein Wochenende in Hamburg.

Praktisch für jeden machbar: den Freestyle selbst zum Einsatz bringen.

Praktisch für jeden machbar: den Freestyle selbst zum Einsatz bringen.

Den Standbesuchern ging es aber auch um klare Werte. Trotz des geballten Inhalts sind die FARO Produkte nämlich erstaunlich handlich und geradezu Leichtgewichte im Transport. Zudem sind sie auch in widrigen Gegebenheiten leistungsfähig und bieten verlässlichen Schutz gegeben Staub und Tropfwasser. Besondere Beachtung fand die Tatsache, dass die Punktewolken des FARO Focus3D ganz einfach mit denen des Freestyle3D zusammengeführt werden können.

Der handgeführte Laserscanner überzeugte in der praktischen Anwendung sichtbar.

Der handgeführte Laserscanner überzeugte in der praktischen Anwendung sichtbar.

Diese Qualitäten wurden ebenso gelobt, wie die einfache Weiterverarbeitung der Punktewolke sowie die Möglichkeiten der 3D-Modellierung, die sich aus dem Zusammenschluss mit der ehemaligen kubit GmbH (jetzt: 3D Software GmbH) ergeben. Großes Interesse daher auch bei der neuen Version 16.5 der PointSense-Programme. Sie enthält jetzt weitere Werkzeuge und Funktionalität zur effizienten Auswertung von 3D-Laserscan-Daten innerhalb Autodesks AutoCAD® und Revit® und beschleunigt so die Dokumentation von Bestandsdaten deutlich.

Joe Arezone (li.) und Eric Bergholz (re.) besiegeln die Zusammenarbeit zwischen FARO und Laserscanning Europe als neuen Distributor.

Joe Arezone (li.) und Eric Bergholz (re.) besiegeln die Zusammenarbeit zwischen FARO und Laserscanning Europe als neuen Distributor.

Zu den neuen PointSense-Funktionen für AutoCAD® zählen etwa das automatische Angleichen von mehreren Querschnittspolygonen oder Höhenlinien an Punktwolkenschichten, die 1-Klick Ebene und die automatische Ebenen-Umgrenzung. Revit® Nutzer profitieren auch von einem neuen intuitiven Oberflächenanalyse-Tool, das es erlaubt die Deformation beliebiger Oberflächen, wie Wände, Böden und Gelände im Abgleich zur Punktwolke zu visualisieren. Zusätzlich können Nutzer der Agisoft PhotoScan Software jetzt ihre orientierten Fotos ins PointSense Heritage importieren, um sie als zusätzliche Auswertequelle zum Modellieren und zur Bildplanerstellung heranzuziehen.

Weitere Infos finden Sie hier

Sep
08
2015

Alles aus einer Hand

Auf der diesjährigen INTERGEO in Stuttgart wartet FARO mit einem erweiterten Produktportfolio und zusätzlichen Produktneuheiten auf.

Der handgeführte und benutzerfreundliche FARO Scanner Freestyle3D glänzt vor allem beim Einsatz in schwer zugänglichen Bereichen oder engen Räumen.

Der handgeführte und benutzerfreundliche FARO Scanner Freestyle3D glänzt vor allem beim Einsatz in schwer zugänglichen Bereichen oder engen Räumen.

Seit März 2015 sind FARO und die kubit GmbH eins. Damit ist FARO mehr als je zuvor in der Lage, seinen Kunden ein integriertes Produktangebot aus Hardware und Software zu bieten – natürlich alles aus einer Hand und in gewohnter Qualität und Präzision. Auf der diesjährigen INTERGEO, 15. – 17. September 2015, Messe Stuttgart  – stellt FARO das umfangreiche Spektrum an innovativen 3D-Dokumentationsprodukten und Messsoftware zur Vereinfachung des gesamten Workflows vor. Sicherlich eines der Highlights: die zur Messe präsentierten aktuellen Programmversionen von PointSense und VirtuSurv mit erweiterter Funktionalität. Sie ergänzen die klassischen Autodesk-Programme um umfangreiche Punktewolkenfunktionalität und beschleunigen so die Dokumentation von Bestandsdaten in CAD erheblich.

Im Mittelpunkt stehen zudem die Geräte der portablen Laserscanner FARO Focus3D X-Serie. Sie bieten mit einer Reichweite von bis zu 330 Metern eine beeindruckende Leistungsfähigkeit für das Scannen sowohl im Innen- als auch im Außenbereich. Dadurch kann FARO jedem Nutzer das für seine Bedürfnisse geeignete Gerät bei Anwendungen in der Landvermessung, im Bauingenieurwesen sowie in Architektur und Facility Management bieten.

Auch der handgeführte FARO Scanner Freestyle3D wird auf der INTERGEO zu sehen sein. Das benutzerfreundliche und intuitiv bedienbare Messgerät glänzt dank zahlreicher Weiterentwicklungen mit außergewöhnlicher Genauigkeit und verbesserter Datenqualität. Optimal also für den Einsatz vor allem in schwer zugänglichen Bereichen oder engen Räumen.

Mit jährlich über 16.000 Besuchern aus 92 Ländern ist die INTERGEO eine der wichtigsten Plattformen des Branchendialogs weltweit. Seien Sie dabei und sichern Sie sich ein kostenloses Messeticket (limitiertes Kontingent)!

​Wir freuen uns darauf, Sie an unserem Stand Halle 4 / Stand B4.012 begrüßen zu dürfen.

PointSense Building_in AutoCAD_kl PointSense for Revit_Revit Modell inkl. Punktwolkenansicht_kl

 

 

 

 

Zur effizienten Auswertung von erfassten 3D-Laserscandaten bietet FARO eine umfangreiche Software Produktpalette.

Alle Abbildungen: FARO

Sep
04
2015

Die unsichtbaren Seiten der Stadt Rom

Archäologen, Visualisierungs- und TV-Experten machen Dank 3D-Laserscannern von FARO verborgene Schätze in Rom sichtbar. Es entstand die faszinierende und sehenswerte BBC Dokumentation

Rom, die „Ewige Stadt“, zieht die Menschen seit jeher in ihren Bann. 1.000 Jahre bildete sie das Herzstück der antiken Welt – und auch heute noch versetzt sie uns ins Staunen. Kostbarkeiten aus dem Untergrund werden jetzt für jedermann sichtbar. Mit dem Laserscanner FARO Focus3D X 330 wurden Raritäten ans Licht gebracht, die lange nur Forschern zugänglich waren.

Forum Romanum – dargestellt mit 10 Scans in voller Auflösung.

Forum Romanum – dargestellt mit 10 Scans in voller Auflösung.

Die Entdeckungsreise war für die Experten nicht einfach. Das Fernsehteam der BBC wurde angeführt von den Moderatoren Alexander Armstrong und Prof. Michael Scott, für die Visualisierung zeichnete sich ScanLAB Projects verantwortlich, einer der führenden britischen Anbieter für die Visualisierung von 3D-Scandaten für Film, Fernsehen und die Kreativbranche. Für die präzisen und detaillierten Aufnahmen setzten sie auf den Focus3D X 330. Die Expedition führte den Hochleistungsscanner durch die eiskalten, kristallklaren Wasser unterirdischer Aquädukte, die den Trevi-Brunnen speisen, weiter ging es durch 2.000 Jahre alte Abwasserkanäle unter dem Forum Romanum, die noch heute funktionieren bis hin zu verfallenen Katakomben. Der Zugang war oft schwierig. Beispielsweise mussten Kameramann und 3D Laserscanner 20 Meter tief in einen Schacht abgeseilt werden und arbeiteten sich durch finstere Tunnel voller Wasser zu neuen Fundstücken vor.

Mithras Tempel (links) und Tempel des Göttlichen Claudius (rechts) dargestellt in der Gesamtansicht.

Mithras Tempel (oben) und Tempel des Göttlichen Claudius (unten) dargestellt in der Gesamtansicht.

In nur sieben Tagen erfasste ScanLAB Projects sieben zentrale Standorte – über- und unterirdisch: Aventin-Hügel, Tempel des Göttlichen Claudius, Romanisches Forum, Mithras-Tempel, Katakomben, Pantheon und Aquädukt Aqua Virgo. Gescannt wurde in verschieden hohen Auflösungen, zum Teil mit natürlichen Referenzpunkten zum Teil mithilfe von 145 mm Kugeln und Papierreflektoren. Alle Standorte wurden mit der FARO Software Scene 5.2 ausgerichtet und weiterverarbeitet.

Temple of Divine Claudius_ScanLABOhne den Focus3D wäre das Projekt wohl gescheitert, da in kürzester Zeit große Datenmengen auch in großer Entfernung aufgenommen werden mussten. Diese Daten wurden mit physischem Filmmaterial und räumlich generierten Computergrafiken zu einem einzigartigen Filmerlebnis verknüpft. Angefangen von einer Art Röntgenblick durch Mauern und Fundamente bis hin zu spektakulären Friesen und farbenprächtigen Fresken, die die Geschichte Roms um ein weiteres Kapitel fortschreiben.

Einen ersten Eindruck vermittelt dieser Kurzfilm

Zur Langfassung

Aug
28
2015

Eine App für den „El Born“-Markt

Der „El Born“-Markt in Barcelona war schon Markthalle, Zentralmarkt und Kulturzentrum. Heute beherbergt das gusseiserne Bauwerk von Josep Fontserè die größte innerstädtische Ausgrabungsstätte Europas. Mit 3D Lasercantechnik wird das Kulturerbe digital zugänglich gemacht.

Auf über 8.000 Quadratmetern wird im „Mercat del Born“ die Geschichte der Stadt wieder lebendig. Bei Bauarbeiten wurden vor über zehn Jahren alte Häuser und Straßenzüge entdeckt, die heute ein buntes Bild vom Leben im Barcelona des 17. und 18. Jahrhunderts zeichnen. Was die Archäologen bisher freigelegt haben, übertrifft alle Erwartungen. Eine App soll helfen, das umfangreiche Wissen zu sammeln und zu bewahren.

Größte innerstädtische Ausgrabungsstätte in Europa - der „El Born“-Markt in Barcelona

Größte innerstädtische Ausgrabungsstätte in Europa – der „El Born“-Markt in Barcelona

Prominenter Unterstützer des Projekts ist das Kulturinstitut Barcelona, ICUB, die Koordination liegt in den Händen des Unternehmens Creueta119. Ein erklärtes Ziel ist es, die App mit anspruchsvollen und detailgetreuen Abbildungen zu füllen. Dafür engagierte Creueta119 Leonard Blum und Captae. Während Blum auf fotografische Korrektur, Texturierung und Modellierung spezialisiert ist, verfügt Captae über Erfahrung in 3D-Digitalisierungsdienstleistungen.

Die historischen Funde im „El Born“-Markt wurden von Captae zunächst mit einem FARO Focus3D Lasercanner erfasst. An sehr schwer zugänglichen Stellen setzten die Ingenieure zudem auf den nur ein Kilogramm schweren FARO Freestyle3D, einen tragbaren, handgeführten und intuitiv bedienbaren Scanner, der durch schnelle Datenerfassung und hochgenaue 3D-Farbscandaten überzeugt. Ein erster Test zeigte die großen Vorteile: Die komplette Digitalisierung eines Ofens gelang in gut 20 Minuten – mit einem terrestrischen Scanner hätte man deutlich länger gebraucht.

FARO Freestyle3D: Mobiles Vermessen in jedem Winkel

FARO Freestyle3D: Mobiles Vermessen in jedem Winkel

Die intuitive Bedienung der Tabletsoftware SCENE Capture gelang im Handumdrehen und da die digitalisierten Datenformate zwischen Freestyle3D und FOCUS3D vollständig kompatibel sind, ging die Weiterverarbeitung äußerst zügig.

Durch die Kombination aus tragbaren und terrestrischen Scannern wurde die gesamte Oberfläche mit sehr vielen Details erfasst und ein hochauflösendes 3D-Netz mit echten Texturen erstellt. Die Nutzer der App, die für iOS und Android optimiert wird, dürfen also gespannt sein. Der ausführliche Bericht ist auf der Website von FARO online.

Digitalisierung mit dem Laserscanner (oben) und Kombination der Daten aus FOCUS3D und Freestyle3D (unten).

Digitalisierung mit dem Laserscanner (oben) und Kombination der Daten aus FOCUS3D und Freestyle3D (unten).                    

Daten kombiniert Freestyle_ES_Captae_2015

 

 

 

 

 

 

 

Aug
20
2015

Webinar: Laserscanning am Bau – mehr als konkrete Messwerte

Der Einsatz von 3D Laserscannern in der Baubranche bietet eine Reihe von Vorteilen. Wie man die aussagekräftigen Messwerte einsetzen kann, zeigt ein Webinar am 27. August 2015.

Mittlerweile werden 3D Laserscanner in vielen Bereichen am Bau geschätzt. Befürworter loben vor allem die technischen und organisatorischen Vorteile, die Zeit und Geld sparen. Doch nicht immer herrscht Klarheit, wie sich die präzisen Daten weiterverarbeiten lassen und wo sich die Technik gewinnbringend einsetzen lässt. Antworten gibt ein gemeinsames Webinar von FARO und Gilbane Building Co., USA.

Das kostenfreie Webinar, das in englischer Sprache abgehalten wird, gibt Einblicke zu den Themen

  • Bestandsdokumentationen für Renovierungs- und Sanierungsarbeiten
  • Qualitätssicherung & -kontrolle, hierzu gehören zum Beispiel die Verifizierung vor der Inbetriebnahme, das Überprüfen der Bodenebenheit und Berichtsabweichungen
  • Bereitstellung einer Echtzeit Rückkopplungsschleife

Referent ist John Tocci Jr., bei Gilbane Experte in „Virtual Design and Construction“.johntocci Seit mehr als zwölf Jahren ist er in der Bauindustrie tätig und hat sich auf den Einsatz von Building Information Modeling (BIM) spezialisiert.

Wer sich also aus erster Hand über die Möglichkeiten des Einsatzes von BIM informieren will, ist bei dem Webinar genau richtig.

Termin ist am Donnerstag, 27. August 2015, 20 – 21 Uhr MEZ. Die Teilnahme ist kostenfrei. Zur Registrierung

 

Aug
06
2015

Eine Reise in die Vergangenheit

Kreative Ideen gepaart mit Ingenieurswissen und moderner 3D Lasertechnik von FARO: eine gute Kombination für komplexe Projekte. Deshalb war der Focus3D X 330 genau der richtige Partner um eine Reise in die Geschehnisse des zweiten Weltkriegs möglich zu machen.

Bunker_DDay_ScanLab

Bunker_DDay_ScanLab/FARO

Rund 70 Jahre liegt er zurück, der Tag, der in die Neuere Geschichte einging: Mit der Landung der Alliierten am 6. Juni 1944 in der Normandie wurde das Ende des 2. Weltkrieges eingeläutet. Geschichtsexperten und Lasertechniker haben nun mit der beeindruckenden Dokumentation „DDay 360“ einen völlig neuen Blick mitten in das historische Geschehen realisiert.

Mithilfe des Laserscanners Focus3D X 330 und der Software Scene 5.1.6 von FARO konnten die umfangreichen und komplexen Scanarbeiten in der Normandie in kurzer Zeit ausgeführt und bearbeitet werden. Angestoßen wurde dieses Projekt von dem Londoner Visualisierungsunternehmen ScanLab Projects . Die szenische Umsetzung übernahmen die Windfall Films. Das Ergebnis der aufwändigen Arbeit: Eine Dokumentation in 360-Grad-Perspektive, die die Geschehnisse auf dem Schlachtfeld hautnah erlebbar macht. Fast so als wäre man selbst dabei – Gänsehaut garantiert.

Die Bilder wurden in kürzester Zeit aufgenommen. Nur drei Tage waren die Experten in der Normandie unterwegs und scannten die verschiedenen Orte. Dabei erwies sich der mobile Scanner bei Einsätzen über und unter Tage, beispielsweise beim Einscannen eines Küstenabschnitts oder in einem Bunker, durch seine Flexibilität als zuverlässiger Partner.

Geschichte lässt sich jetzt ganz anders und aus einer vollkommen neuen Perspektive erleben.

Zu den Videos:

Kurzinformation 

Ausführliche Dokumentation

 

Und ab 8. August in der Mediathek.

 



Der Laserscanner Blog

Alles rund um Laserscanning, 3D-Dokumentation und 3D-Messtechnik für Architekten und Bauingenieure

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