Jun
21
2016

Die Beständigkeit des Temporären

Die Installationen und Pavillons auf den Biennalen sind vergängliche Kunst. Mit Hilfe eines 3D Laserscanners von FARO wird der Britische Beitrag „A Clockwork Jerusalem“ erhalten.

Alle zwei Jahre wird Venedig zum Zentrum für Architekturfans aus aller Welt. Knapp sechs Monate zeigen Architekten, Ingenieure und Künstler in einer einzigartigen Werkschau ihre zukunftsweisenden Visionen. Wenn die aktuelle  15. Biennale Archittetura ihre Pforten öffnet, sind die Installationen aus den Vorjahren längst Geschichte. Nicht aber vergessen. Denn häufig stoßen innovative Länderpavillons Denkprozesse an und bringen Diskussionen in Gang.

Umso spannender ist daher ein Rückblick auf die temporäre Kunst. Beispielsweise sorgte 2014 „A Clockwork Jerusalem“ im Britischen Pavillon für Aufsehen: Ein begehbarer Hügel in braun und pink sollte die britische Moderne mit der Vergangenheit verbinden – so zumindest die These der Kuratoren Sam Jacob und Wouter Vanstiphout, welche die Idee mit der Kommissarin Vicky Richardson entwickelt hatten.

Für Konstanz in der Vergänglichkeit sorgt nun eine Video Produktion der British Council Stipendiatin Bernardita Devilat. Sie lädt zu einem Spaziergang in den Britischen Pavillon ein. Ein spannendes Experiment das zeigt, wie 3D Laserscanner eingesetzt werden können, um eine dauerhafte digitale Version einer Ausstellung zu schaffen. In diesem Fall lieferte der Laserscanner FARO Focus3D detaillierte Aufnahmen, die zu einem dreidimensionalen Modell verarbeitet wurden. Bei der Datenerstellung wurde die angehende Ingenieurin Devilat von einem Team der Kent University. Die Studierenden waren mit ihren Professoren Diana Chochrane und Adam Cole auf Exkursion in Venedig. Das Projekt wurde sogar in einem eigenen Blog gewürdigt .

Apr
21
2016

Lasertechnik ebnet Weg zur denkmalgerechten Sanierung

Sie ist ein einzigartiges Schmuckstück am Englischen Garten: Die Villa James Loeb in München. Der denkmalgerechten Sanierung ging die Bestandserfassung mit 3D-Laserscannern voraus.

Villa James Loeb/LSA

Exakte Messbilder aus 3D-Scans / LSA Laser Scanning Architecture

Bei der Sanierung von in die Jahre gekommenen Anwesen stellt sich häufig die Frage nach aktuellen Unterlagen. Eine schnelle und präzise Lösung bietet der Einsatz von 3D-Laserscannern. Die modernen und mobilen Geräte liefern durch berührungsloses Messen detaillierte Scans, aus denen exakte Messbilder und Grundrisse und Schnitte in 2D erstellt werden können. Für diese Lösung entschieden sich die Architekten Wurfbaum + Niggl aus München, die mit der ansprechenden Sanierung der Villa James Loeb beauftragt wurden. Dafür engagierten sie Johannes Rechenbach LSA, Laser Scanning Architecture.

Die Ergebnisse waren beeindruckend: In nur zweieinhalb Arbeitstagen waren alle Fassaden und die fünf Geschosse mit ihren fast 900 Quadratmetern erfasst. Zwei FARO Focus 3D-Laserscanner lieferten 200 Einzelscans des Anwesens. Damit hatten die Architekten präzise und aktuelle Gebäudedaten in der Hand: Innenräume, Konstruktionen und Fassaden. Der aktuelle Zustand des Altbaus wurde in all seinen Facetten genau erfasst und detailgetreu dokumentiert, bis hin zu Rissen in den Wänden und aufwändigen Verzierungen. Insgesamt eine wichtige Grundlage für die geplante Sanierung und den Bauantrag sowie die Kalkulation der Maßnahme.

Villa James Loeb/LSA

Präzise 2D-CAD Daten für die Plannung / LSA Laser Scanning Architecture

Mit der FARO Software SCENE wurden die Daten zügig weiter verarbeitet. Die Scandaten lassen sich etwa direkt zu Autodesk-Produkten wie Autocad oder Revit exportieren, ebenso lassen sich in der räumlichen Ansicht komplexe Inhalte frei drehen, etwa technische Einbauten oder Treppenanlagen.

Villa James Loeb/LSA

In 3D-Ansichen lässt sich das Gebäude von beliebigen Standpunkten aus betrachten

Das Beispiel der Villa James Loeb zeigt, wie der Einsatz von 3D Laserscannern die Planung einer Sanierungsmaßnahme deutlich erleichtert – auch durch das gelungene Zusammenspiel mehrerer Projektpartner. Durch sinkende Hardwarepreise ist der finanzielle Aufwand mittlerweile konkurrenzfähig zum 2D-Aufmaß, etwa beim Bauen im Bestand. In der Villa zumindest werden nach der Fertigstellung der Sanierungsarbeiten alle Räumlichkeiten im alten Glanz erstrahlen und dennoch einen technisch wie baulich modernen Standard für den anspruchsvollen Nutzer bieten.

Villa James Loeb/LSA

Impressionen des Datenmodells. Alle Abbildungen LSA, Laser Scanning Architecture

 

Apr
15
2016

Neues Leben in der Plattenbau-Ruine

inobatec GmbH/FARO

Plattenbau Halle-Neustadt. Foto: inobatec GmbH/FARO

 

Der Hochhausscheibe C in Halle-Neustadt drohte der Verfall, doch jetzt wird in die Sanierung und in neue Wohnungen investiert. Die Grundlage schafft ein digitales Modell der Plattenbau-Ruine. In nur vier Wochen wurden 22 Geschosse digital erfasst.

Die Plattenbau-Siedlung in Halle-Neustadt war in den 60er Jahren die sozialistische Vorzeigestadt. Daher auch die Abkürzung „Ha-Neu“, die an das kommunistische Hanoi in Vietnam erinnern sollte. Eine Schlafstadt für tausende Chemiearbeiter der Buna- und Leuna-Werke. Der Zahn der Zeit hat jedoch Spuren hinterlassen. Einige der Hochhäuser stehen vor dem Verfall. Nun soll neues Leben entstehen: Ein Investor plant altersgerechte und barrierefreie Wohnungen.

Aktuell deutet noch wenig auf die vielversprechenden Pläne hin. Das marode Gebäude ist mit Schutznetzen abgehängt, damit kein Glas auf den Asphalt fällt. Aber im Innern haben bereits die ersten Schritte in Richtung Sanierung begonnen. Um zügig präzise Daten für die Sanierung zu erhalten, beauftragte der Investor die inobatec GmbH mit der digitalen Bestandsaufnahme. Das Unternehmen ist auf Vermessung und CAD spezialisiert und setzte für die anspruchsvolle Aufgabe auf den Laserscanner FARO Focus3D. In nur vier Wochen konnten die 22 Stockwerke der Ruine mit den Scannern genauestens erfasst werden – trotz schwer zugänglicher Räume und auch ohne Festnetz-Strom. Ein großer Pluspunkt war die hohe Mobilität der FARO Laserscanner, die beispielsweise auch bei schlechten Lichtverhältnissen präzise Aufnahmen generieren. Als Kooperationspartner für das Vermessungsnetz wurde außerdem NewGeo aus Weißenfels engagiert.

Sämtliche Daten wurden dann in eine Punktewolke übertragen, die genauen Aufschluss über den Zustand der Bausubstanz gibt. Außerdem ist das Modell eine wichtige Grundlage für die weitere Umbaumaßnahme, denn die Planung des neuen Wohnraumes soll komplett am Rechner erfolgen. Das sogenannte BIM, Building Information Modeling, ist in den USA, Asien und auch im europäischen Ausland ein häufig verwendeter Ansatz, findet aber auch in Deutschland immer mehr Zuspruch. Die Vorteile liegen auf der Hand: Planungssicherheit, präzise Datengrundlage, schnelle und genaue Erfassung und ein fließender Datenaustausch zwischen den Projektbeteiligten aus Architekten, Ingenieuren, Technikern und Bauherrn. Bei guter Vorbereitung enthält das BIM-Modell alle Informationen zum aktuellen Planungsstand und eventuelle Kollisionsprobleme werden lange vor der Baustelle erkannt. Dies spart jede Menge Zeit – und am Ende auch Geld.

Mrz
24
2016

Näher am Mars

3ders.org

Scan mit dem FARO Laser Scanner Focus3D X 330

Schon bald will die NASA mit ihrem aktuellen Prestigeprojekt Menschen zum Mars befördern. Die dafür in Planung befindliche Raumfähre „Orion“, nahmen 3D Experten und Luftfahrtunternehmen unter die Lupe.

Einen ersten Testflug hat das Raumfahrzeug bereits erfolgreich absolviert. In 5.800 Kilometer Flughöhe umrundete die „Orion“ die Erde. So hoch war seit dem letzten bemannten US-Mondflug „Apollo 17“ keine Raumkapsel mehr geflogen. Und die Pläne der NASA gehen weiter: Möglichst 2021 soll vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral im US-Bundesstaat Florida die Orion ihren bemannten Jungfernflug zum Roten Planeten antreten.

und die daraus entstandene Punktewolke. FOTOS: 3ders.org

und die daraus entstandene Punktewolke. Abb.:3ders.org

Schon vorher aber wird es die „Orion“ zum Anfassen geben, als original-getreue Miniatur des Mannschaftsmoduls. Die Auflage von 150 Stück, so die Idee, sollen gratis bei der größten 3D Hersteller Messe in Nord Amerika verteilt werden: der RAPID von SME, 16.-19. Mai 2016 in Orlando/Florida. Für das ehrgeizige Projekt fanden sich führende Technologieunternehmen aus 3D Scanning, 3D Druck und Luftfahrt zusammen. Mit von der Partie Lockheed Martin, FARO Technologies, Inc., Direct Dimensions, Inc., Met-L-Flo, Inc., Florida Institute of Technology und Cincinnati Inc..

3ders.org

Mannschaftsmodul des NASA Orion Raumfahrzeugs

Zum Auftakt wurde der allererste 3D Scan des Mannschaftsmoduls erstellt. Ein FARO Laser Scanner Focus3D X 330 übernahm die anspruchsvolle Aufgabe, die Kapsel mit ihrem Durchmesser von gut 5 Metern und einer Länge von 3 Metern zu scannen. Zur Weiterverarbeitung wurden die Daten in eine 3D Punktewolke überführt und in druckbare Daten umgewandelt. Nun sind die Projektpartner gefragt, um die 150 Nachbildungen möglichst realitätsnah abzubilden. Zudem soll eine Replik mit noch größeren Maßen live auf der Messe entstehen und die vielen Möglichkeiten der neuesten 3D Druckmaschinen anschaulich präsentieren.

Foto: 3ders.org

Konstruktion und Design des ORION Mannschaftsmoduls. Abb: 3ders.org

Die 3D Technologie nimmt bei der NASA auch bei der Entwicklung für Raumfahrzeuge immer größeren Raum ein. Gerade bei der qualitativ hochwertigen Erstellung kleinerer Produktionszahlen ist die additive Herstellung auf dem Vormarsch. Manches, was heute noch als Fiktion gilt, wird damit ganz schnell Realität. Und wie sich die Menschen in den 60er Jahren die Zukunft vorstellten, zeigt uns ein Blick auf eine Kultserie aus den 60er Jahren. Damals ergründete Dietmar Schönherr alias Commander Cliff Allister Mc Lane ebenfalls mit einer „Orion“ fremde Galaxien im All.

„Raumpatrouille Orion“:

Mrz
10
2016

Schneller und präziser mit BIM

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Ein Lager- und Bürogebäude soll für Läden und Restaurants umgebaut werden. Moderne Technologien und BIM erleichtern die aufwändigen Planungsarbeiten. Ein aktuelles Beispiel aus Los Angeles.

Bei komplexen Restaurierungsarbeiten müssen sich Architekten und Planer auf Überraschungen einstellen. Mit Building Information Modeling, kurz BIM, wird der Planungsprozess transparenter und auch die Kosten sind besser zu kalkulieren. Dies spart Zeit und Geld. Im vorgestellten Fall setzte der Auftraggeber von Anfang an auf moderne Technologien mit 3D Lasercannern. Die umfangreiche Sanierungsmaßnahme wurde akribisch geplant und nichts dem Zufall überlassen.

Für den aufwändigen Umbau war es wichtig, Gewissheit über den genauen Zustand und die architektonische Struktur des Gebäudes zu erhalten. Alte Baupläne sind meist nur bedingt aussagekräftig, da diese von Hand vermessen oder aber Modernisierungen nur unzureichend dokumentiert wurden. Um Klarheit zu gewinnen, beauftragte der Bauherr die erfahrenen Vermessungs-Experten von Cannon Corp. in San Luis Obispo, Californien/USA  mit der Gebäudedatenmodellierung. Das Modell gibt Aufschluss darüber, wie neue und alte Wände und Versorgungsleitungen zueinander passen. Ferner liefert es Daten über tragende Wände, Decken und Säulen, Treppenhäuser und die genaue Lage der Wasser-, Heizungs- und Sanitärinstallationen. So lässt sich beispielsweise die bestehende Klimaanlage in den Umbau gezielt einplanen.

Tücke liegt im Detail

Zunächst wurden das Untergeschoss mit 150.000 Quadratmetern, die drei Stockwerke und das Dach ausgebeint. Eigentlich eine ideale Ausgangssituation für die Vermesser, doch die Tücke liegt im Detail. Zum einen entpuppte sich der alte Zementboden als äußerst ungleichmäßig. Teils gab es Vorsprünge und Stufen mit Abweichungen zwischen 0,5 bis 15 Zentimetern. Dazu kamen im gesamten Gebäude eine Reihe unterschiedlich geformter Säulen und Träger.

Keine leichte Aufgabe. Die Ingenieure kombinierten dazu manuelle und automatisierte Techniken. Zunächst setzten sie außerhalb des Gebäudes horizontale und vertikale Kontrollpunkte auf jeder Ebene. Die digitalen Aufnahmen lieferte ein Laserscanner FARO Focus3D X 330. Vom Untergeschoss bis zum Dach entstanden 152 detaillierte Scans in 360 Grad Farbaufnahmen. Die Weiterverarbeitung erfolgte mit der FARO Software SCENE. Schon in dieser frühen Phase wurden die Kontrollpunkte verglichen ehe die Daten zu einer großen Punktewolke zusammengefügt wurden. Danach startete die automatisierte Modellierungsphase über den Workflow mit EdgeWise BIM Suite von ClearEdge3D/Virginia. Diese Daten wurden dann in die Revit Design Software von Autodesk überführt.

Nun halten Bauherr und Architekt ein präzises Modell und exakte Planungsunterlagen für die Restaurierung in den Händen. Sie profitieren zudem von einer Zeitersparnis bis zu 40 Prozent gegenüber herkömmlichen Verfahren. Dem renommierten Vermessungs-Magazin „The American Surveyor“ war diese außergewöhnliche und umfangreiche Arbeit ein mehrseitiger Artikel in seiner Februar-Ausgabe Wert.SCENE5-3_ImageOverlay_Apartment_alternative_140603_ob

Software SCENE: Effiziente Bearbeitung von Laserscanprojekten. Z.B. lassen sich Scans und CAD-Pläne verknüpfen.

Foto: FARO_SCENE_before_after

Feb
26
2016

Das Vermächtnis des Papstes

Ausstellung zum Leben und Wirken von Papst Johannes Paul II. bald digital zugänglich
Papst Johanes Paul II. war eine der einflussreichsten Persönlichkeiten des 20. Jahrhunderts. Seinem Leben und Wirken widmete sich eine Ausstellung in Imola, die auch digital zugänglich gemacht wird.

Der Studiengang „Architektur, sakrale Kunst und Liturgie“ an der Europäischen Universität Rom ist bekannt für seinen starken Praxisbezug. Mit Dozent und Architekt Danilo Prosperi nehmen sich die Masterstudierenden nun ein ehrgeiziges Projekt vor: Sie erfassen eine komplette Ausstellung, die zu Ehren Papst Johannes Paul II., im Museum Checco Costa im Autodrom von Imola gezeigt wurde.

Die Ausstellung zu Ehren Papst Johannes Paul II im Autodrom von Imola wird mit dem FARO Laserscanner Focus3D erfasst.

Die Ausstellung zu Ehren Papst Johannes Paul II im Autodrom von Imola wird mit dem FARO Laserscanner Focus3D erfasst.

Imola ist eng mit der Autorennstrecke und dem Namen Ferrari verknüpft – und genau in einem solchen ließ sich Johannes Paul II. im Mai 1986 auch durch die Stadt fahren. Neben diesem weltlichen Exponat ist die Ausstellung insbesondere der Lehre des Papstes gewidmet. Im Mittelpunkt: Das Mysterium der Menschwerdung Gottes und die Weihnachtsgeschichte. Eine Attraktion bilden die im Maßstab verkleinerten Krippen-Darstellungen, die Karol Wojtyla Jahr für Jahr auf dem Petersplatz in Rom aufbauen ließ.

Jedes Detail der Ausstellung erfassen die Masterstudierenden nun mit einem FARO Laserscanner Focus3D – vom knallroten Ferrari bis hin zu den Innenansichten der einzelnen Krippen. Dabei beeindrucken die Qualität und Detailtreue der digitalen Modelle. Einen Pluspunkt bildet bei der Erfassung vor Ort der portable und äußerst flexible Scanner. Im Nachhinein werden die Daten mit der Software FARO Scene weiterverarbeitet und eine virtuelle Tour durch die Ausstellung modelliert – bis hin zu 360 Grad Ansichten.

Die gesamte Ausstellung als 3D-Modell in der Punktewolke. Abbildungen: FARO

Die gesamte Ausstellung als 3D-Modell in der Punktewolke.
Abbildungen: FARO

Die Idee zur Ausstellung entwickelten die Unternehmen „Magis Tech“ und „Magnificat“ in Zusammenarbeit mit der „Fondazione Internazionale Giovanni Paolo II“. Gemeinsam haben sie bereits eine Ausstellung im Europaparlament in Brüssel organisiert. Nun folgte Imola und bald auch der erste digitale Rundgang durch das Vermächtnis von Papst Johannes Paul II..

Feb
18
2016

Leith Harbours Walfangstation

Geisterstadt auf rauer See

walross

Beeindruckend in der Größe, aber friedlich zum Team: See-Elefanten

Südlich der Antarktis, mitten im wilden Atlantik liegt Südgeorgien. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts war die Insel mit ihren sechs Walfangstationen das größte Walfangzentrum weltweit. Nach der Zerstörung der meisten Stationen während des zweiten Weltkriegs wurde der Betrieb 1965 schließlich eingestellt. Die langsam verfallenden Gebäude sind ein einzigartiges Zeugnis des industriellen Walfangs. Doch ihre Erhaltung hätte enorme Kosten verursacht. So wurde die gesamte Anlage exakt vermessen und dokumentiert.

Zwischen See-Elefanten, asbesthaltigen Bautrümmern und bei starken Schneeböen war das Team der Geometria Heritage Management  in einem atemberaubenden Einsatz: Mit Hilfe des FARO Focus3D erfassten sie alle sechs Stationen mit ihren Lagern, den Piers, Barracken und Unterkünften sowie der näheren Umgebung, beispielsweise dem Friedhof der Insel oder dem ehemaligen Krankenhaus

Die Arbeitsbedingungen waren alles andere als alltäglich. Südgeorgien ist heute praktisch unbewohnt und dient lediglich als Forschungsstation. Es brauchte eine fünftägige Schiffstour von den Falkland-Inseln, um das Team vor Ort zu bringen. Wegen der Asbestverseuchung der Gebäude war das Tragen von Schutzkleidung zu jeder Zeit Pflicht.

Morgens um acht machte sich die Forschungscrew bei bis zu -10° von ihrem Stützpunkt, der „Pharao SG“, mit einem kleinen Motorschnellboot Richtung Leith Harbour auf. Während der Scanphase bevölkerten Seehunde und See-Elefanten die Insel und erschwerten zusätzlich zu den stürmischen Wetterverhältnissen die Scanarbeiten. Dennoch erstellten die Profis von Geometria mit dem Focus3D 30 bis 80 Scans pro Tag und verfügten nach Abschluss der eineinhalb monatiger Arbeit über 2700 Scans, die genauestens die Außenanlagen und Innenbereiche der Stationen dokumentieren. In einer zweimonatigen Aufbereitungsphase wandelten die Spezialisten die Daten schließlich in CAD-Abbildungen und 3D -Modelle um. Diese Daten stehen nun Wissenschaftlern, aber auch allen Interessierten, frei zur Verfügung. Link

 

Feb
12
2016

Unterstützung für schnelle Aufklärung

Schnell und effektiv – der FARO Laserscanner unterstützt mit modernster Laserscantechnik die Ermittlungsarbeiten der amerikanischen Forensiker.

Der Wettlauf gegen die Zeit – vor allem für Spurensicherer der Forensik ein alltägliches Problem. Um schneller und vor allem exakter die Beweislage zu sichern, setzen die Ermittler seit Jahren auf hochmoderne Unterstützung aus dem Laserscannerbereich.

Auch das Osceola County Sheriff’s Office in Florida/USA nutzt für seine forensische Ermittlungsarbeit den FARO Focus3D . Der leistungsstarke Laserscanner erweist sich gerade auf einem Gebiet, in dem es auf jede Sekunde ankommt, als idealer Partner. Schnell und äußerst exakt erfasst der Laserscanner den Tatort und die Beweisstücke, bevor sich etwas verändern kann. Seine Konzipierung für Innen- und Außenräume sorgt dafür, dass jeder Tatort, unabhängig von seiner Beschaffenheit, in eine detaillierte 3D-Animation umgewandelt werden kann.

Für Ermittlerin Heather Mentzer ein besonderer Vorteil in der täglichen Arbeit: die einfache Handhabung. So wird nur noch eine Person benötigt, die den Scanvorgang bedient, alles andere übernimmt der Laserscanner.

Den Kommissaren bleibt am Ende zwar immer noch die klassische Ermittlungsarbeit – dank modernster Lasertechnik kann diese aber wesentlich schneller abgeschlossen werden. Und wenn der Fall doch nochmal aufgerollt werden muss, steht der Tatort als 3D-Dokumentation auch Jahre später noch zur Verfügung.

Feb
03
2016

Austern aus dem Weinviertel

Die Vermessung und Dokumentation der größten fossilen Austernbank weltweit steht im Mittelpunkt der ORF-Sendung „newton“.

Fossile Austernbank / Urheber: Dreamacat

Fossile Austernbank / Urheber: Dreamacat

Austern aus dem Weinviertel? Vor 17 Millionen Jahren gab es sie in Österreich tatsächlich. Das Austernriff ist vor 16,5 Millionen Jahren in einer subtropischen Flussmündung entstanden und hat eine Fläche von 600qm. In jahrelanger archäologischer Arbeit ist dieses einzigartige Zeugnis freigelegt und mit Hilfe des FARO Laser Scanner Focus3D digitalisiert worden. Die beeindruckende Dokumentation des ebenso großen wie empfindlichen Areals stand nun im Mittelpunkt der ORF-Sendung „newton“.

Wer das Ergebnis der 3D-Erfassung ausführlich selbst erleben will, ist in der „Fossilienwelt Weinviertel“ in Stetten am richtigen Ort (Winterpause bis 15.04.2016). Hier wurde aus den Scans ein anschauliches animiertes 3D-Modell entwickelt.

Die ORF-Sendung ist online nur noch bis 6. Februar 2016 zu sehen – unter dem nachfolgenden Link kann die archäologische Arbeit und die Ergebnisse des 3D-Laser-Scanners jedoch detailliert nachverfolgt werden: 3D-Erfassung.

Jan
29
2016

FARO Scanner Freestyle3D – das Produkt des Jahres 2015

Hardwar of 2015Kaum auf dem Markt räumt der handgeführte FARO Scanner Freestyle3Dab und holt den Preis „Hardware Product of 2015“.

Am 19. November 2015 war es soweit: Im Hotel Russell in London wurde im Rahmen der Construction Computing Awards der Preis „Hardware Product of 2015“ verliehen. Bereits zum zehnten Mal standen hier Technologien, Werkzeuge und Lösungen im Mittelpunkt, die für Effizienz in Design, Bau, Instandhaltung und Modifizierung von Gewerbe-, Wohnbau- und Bauingenieursprojekte sorgen.

„In diesem Jahr gab es starke Mitbewerber. Deshalb sind wir besonders stolz, dass der FARO Freestyle3D den Preis geholt hat. Diese prestigeträchtige Anerkennung spiegelt das fantastische Feedback unserer Anwender wider“, freut sich David Southam, 3D Documentation Regional Manager Europe North bei FARO Technologies UK Ltd.

Der neue FARO Scanner Freestyle3D basiert auf moderner Scantechnologie, die eine verbesserte Scangenauigkeit von 1 Millimeter im Bereich von 1 Meter bietet. Das NIST-rückführbare Kalibrierzubehör bietet Anwendern nachprüfbare Datengenauigkeit – was sowohl in der Gerichtsmedizin als auch in anderen hoch regulierten Bereichen eine entscheidende Rolle spielt. Die vor Ort gewonnenen Kalibrierdaten können im PDF-Format ausgegeben werden, sodass der Informationsaustausch mit weiteren Teammitgliedern erleichtert wird.

Ein automatischer Blitz sorgt dafür, dass Anwender Objekte selbst bei unterschiedlichen Lichtverhältnissen problemlos scannen können. Neue Softwarewerkzeuge bieten eine hochgradig detaillierte Visualisierung der erstellten Punktewolke, ein integrierter Best-Point-Filter erhöht die Qualität der Scandaten, indem das Rauschen um bis zu 35 Prozent reduziert wird. Zudem wurden die Funktionen zur Nachbearbeitung verbessert, sodass die Schreibgeschwindigkeit von Daten um das Fünffache erhöht und damit die Produktivität vor Ort gesteigert werden konnte.

Der Freestyle3De kann als Einzelgerät oder – ganz Teamplayer – zusammen mit den FARO Focus3D X Laserscannern eingesetzt werden. Daten von Punktewolken aller Geräte werden nahtlos eingebunden – auch in Graustufen.



Der Laserscanner Blog

Alles rund um Laserscanning, 3D-Dokumentation und 3D-Messtechnik für Architekten und Bauingenieure

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