Mai
09
2011

3D-Dokumentation

Unter dem Begriff „3D-Dokumentation“ versteht man die realitätsgetreue und dreidimensionale Abbildung von Objekten in digitaler Form. Die Einsatzmöglichkeiten sind dabei vielseitig. 3D-Dokumentation kommt in zahlreichen Branchen zum Einsatz.

Laserscanner erheben die benötigten Daten. Dafür benötigen sie erheblich weniger Zeit als herkömmliche Methoden. Während Vermessungen früher Tage dauern konnten, benötigen moderne Laserscanner nur noch wenige Minuten, um ganze Räume zu erfassen.  Mithilfe von Softwareprogrammen werden die Messdaten anschließend in virtuelle Modelle umgerechnet. In dieser virtuellen 3D-Umgebung können die Objekte und Räume dann betrachtet, vermessen oder bearbeitet werden.

Der große Vorteil im Vergleich zu herkömmlichen zweidimensionalen Dokumentationen: Dank 3D-Dokumentationen lassen sich komplexe Oberflächenstrukturen und Volumina millimetergenau erfassen, sowie räumliche Verhältnisse fehlerfrei wiedergeben.

3D-Dokumentation einer Fabrik

Entwicklung der 3D-Dokumentation

Die Entwicklung mobiler 3D-Messsysteme hat in den vergangenen Jahren maßgeblich dazu beigetragen, dass die 3D-Dokumentation branchenübergreifend immer häufiger zum Einsatz kommt. Technologien wie das 3D-Laserscanning ermöglichen es zum einen, den Ist-Zustand von Objekten und Räumen direkt vor Ort zu erfassen. Sie arbeiten weitaus schneller und präziser als konventionelle Dokumentationsmethoden.

Laserscanner erzeugen eine Punktwolke der gesamten Umgebung mit einer Geschwindigkeit von ungefähr 976.000 Messpunkten pro Sekunde und speichern die Messdaten in digitaler Form auf einem Speichermedium (bspw. SD-Karte) ab. Zudem haben technologische Fortschritte und der Eintritt in die Serienproduktion die Kosten für die mobilen 3D-Messsysteme gesenkt, sodass die 3D-Dokumentation für eine Vielzahl von Unternehmen attraktiv wird.

Die Anwendungsgebiete reichen von der Erfassung von Industrieanlagen, Denkmälern, Produkten, Tunneln, Wäldern und Tatorten bis hin zu Einsatzszenarien im Hoch- und Tiefbau sowie in der Automobil- und Luftfahrtindustrie.

Anwendungsmöglichkeiten der 3D-Dokumentation

  • Erfassung von Bestandsobjekten als Basis für Um- oder Erweiterungsbauten
  • Vermessen und Inventarisieren von Denkmälern
  • Unterstützung archäologischer Ausgrabungen
  • Exakte Volumen- und Dimensionskontrolle von Baugruben und Aushub
  • Dokumentation von Setzungsprozessen und Überwachung von Gegenmaßnahmen
  • Dreidimensionale Maßkontrolle von Rohbauten und Fassadenteilen vor der Montage
  • Schnelle und kostengünstige Prüfung der vorgegebenen Belastbarkeit von Tragwerken
  • Präzise Dimensionskontrolle komplexer Freiform-Bauteile
  • Lückenlose Erfassung und Überwachung des Baufortschritts

Mithilfe der 3D-Dokumentation lassen sich fotorealistische Darstellungen von Objekten anfertigen. Zur Massenermittlung komplexer Gebilde lassen sich Volumina und Flächen errechnen. Aus den Daten werden mittels weniger Mausklicks am PC Grundrisse, Schnitte und Ansichten erzeugt.

3D-Dokumentation kann im Vergleich zu herkömmlichen Vermessungsmethoden eine deutliche Reduktion an Arbeitsaufwand und Kosten erbringen.

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