Sep
04
2015

Die unsichtbaren Seiten der Stadt Rom

Archäologen, Visualisierungs- und TV-Experten machen Dank 3D-Laserscannern von FARO verborgene Schätze in Rom sichtbar. Es entstand die faszinierende und sehenswerte BBC Dokumentation

Rom, die „Ewige Stadt“, zieht die Menschen seit jeher in ihren Bann. 1.000 Jahre bildete sie das Herzstück der antiken Welt – und auch heute noch versetzt sie uns ins Staunen. Kostbarkeiten aus dem Untergrund werden jetzt für jedermann sichtbar. Mit dem Laserscanner FARO Focus3D X 330 wurden Raritäten ans Licht gebracht, die lange nur Forschern zugänglich waren.

Forum Romanum – dargestellt mit 10 Scans in voller Auflösung.

Forum Romanum – dargestellt mit 10 Scans in voller Auflösung.

Die Entdeckungsreise war für die Experten nicht einfach. Das Fernsehteam der BBC wurde angeführt von den Moderatoren Alexander Armstrong und Prof. Michael Scott, für die Visualisierung zeichnete sich ScanLAB Projects verantwortlich, einer der führenden britischen Anbieter für die Visualisierung von 3D-Scandaten für Film, Fernsehen und die Kreativbranche. Für die präzisen und detaillierten Aufnahmen setzten sie auf den Focus3D X 330. Die Expedition führte den Hochleistungsscanner durch die eiskalten, kristallklaren Wasser unterirdischer Aquädukte, die den Trevi-Brunnen speisen, weiter ging es durch 2.000 Jahre alte Abwasserkanäle unter dem Forum Romanum, die noch heute funktionieren bis hin zu verfallenen Katakomben. Der Zugang war oft schwierig. Beispielsweise mussten Kameramann und 3D Laserscanner 20 Meter tief in einen Schacht abgeseilt werden und arbeiteten sich durch finstere Tunnel voller Wasser zu neuen Fundstücken vor.

Mithras Tempel (links) und Tempel des Göttlichen Claudius (rechts) dargestellt in der Gesamtansicht.

Mithras Tempel (oben) und Tempel des Göttlichen Claudius (unten) dargestellt in der Gesamtansicht.

In nur sieben Tagen erfasste ScanLAB Projects sieben zentrale Standorte – über- und unterirdisch: Aventin-Hügel, Tempel des Göttlichen Claudius, Romanisches Forum, Mithras-Tempel, Katakomben, Pantheon und Aquädukt Aqua Virgo. Gescannt wurde in verschieden hohen Auflösungen, zum Teil mit natürlichen Referenzpunkten zum Teil mithilfe von 145 mm Kugeln und Papierreflektoren. Alle Standorte wurden mit der FARO Software Scene 5.2 ausgerichtet und weiterverarbeitet.

Temple of Divine Claudius_ScanLABOhne den Focus3D wäre das Projekt wohl gescheitert, da in kürzester Zeit große Datenmengen auch in großer Entfernung aufgenommen werden mussten. Diese Daten wurden mit physischem Filmmaterial und räumlich generierten Computergrafiken zu einem einzigartigen Filmerlebnis verknüpft. Angefangen von einer Art Röntgenblick durch Mauern und Fundamente bis hin zu spektakulären Friesen und farbenprächtigen Fresken, die die Geschichte Roms um ein weiteres Kapitel fortschreiben.

Einen ersten Eindruck vermittelt dieser Kurzfilm

Zur Langfassung

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