Jul
31
2014

Optimierte Planung

Je handlicher und günstiger 3D Laserscanner werden, desto breiter sind ihre Einsatzgebiete: In der Bestandsdokumentation komplexer Industrieflächen oder bei der Erfassung von Gebäuden leisten sie mittlerweile schnelle und präzise Arbeit.

Großprojekte und Sanierungen sind häufig mit erheblichem Aufwand verbunden, doch teure Fehlplanungen, Baupannen und Zeitverzögerungen müssen nicht sein. Unterstützung für Ingenieure bieten dreidimensionale Gebäudedaten, die sich mit modernen 3D Laserscannern kostengünstig, präzise und schnell generieren lassen. Die Vorteile liegen auf der Hand: Herstellungs- und Arbeitsprozesse lassen sich deutlich optimieren und die Ingenieure behalten in allen Projektphasen die Kosten im Griff.

Die Scans liefern wichtige Daten für alle Planungs- und Bauphasen und erleichtern die Arbeit erheblich, weiß David Southam, 3D Documentation Manager bei FARO UK. Ein gutes Beispiel ist die integrale Planung. Hier arbeiten Architekten und Fachingenieure aller Gewerke von Beginn an systematisch an einer Bauaufgabe. Einen Schritt weiter geht das Building Information Modelling, kurz BIM. Dieses verknüpft die Bau- und Betriebsprozesse und steigert so die Effizienz in Bauplanung und Gebäudebewirtschaftung.

Foto: FARO

Foto: FARO

Laserscanner wie der FARO Focus3D erfassen in Sekundenschnelle hunderttausende von Koordinaten, aus denen fotorealistische Abbildungen und exakte 3D-Modelle hergestellt werden können. Die Weiterverarbeitung der Daten ist mit den gängigen Software Anwendungen möglich, sagt Southam. Damit stehen den Planern sämtliche Daten in der gewohnten CAD-Anwendung zur Verfügung. Das 3D-Modell kann kontinuierlich aktualisiert und ein Projekt in jeder Bauphase genau analysiert werden. Dies beugt teuren Fehlern vor und optimiert die Planungsprozesse in allen Leistungsphasen – bis hin zur Wartung und Instandhaltung. Zudem haben alle Projektbeteiligten über den Datenaustausch in der Cloud jederzeit Zugriff auf den aktuellen Datensatz.

Beispiele im Ausland zeigen, dass BIM bereits erfolgreich angewendet wird. Nach ersten Testphasen ist das Modell in Finnland seit 2007 für alle öffentlichen Bauten vorgeschrieben. In Großbritannien wird BIM ab 2016 zum zwingenden Standard bei öffentlichen Bauvorhaben – die Europäische Union empfiehlt den Einsatz bei der Planung und Realisierung öffentlicher Bauvorhaben.

Jul
23
2014

Der „Krumme Wald“ von Nowe Czarnowo

Krummes Ding: In einem Kieferwald im polnischen Nowe Czarnowo wachsen die Bäume nicht gerade in den Himmel. Unmittelbar über dem Boden weisen die Stämme einen 90 Gradknick auf und wölben sich dann in ausladenden Bögen in die Höhe – fast identisch, ausgerichtet gen Norden. Mit dem FARO Laserscanner wurde das Naturphänomen dokumentiert.

Ulrich Adrian, ARD-Korrespondent in Warschau, hat den „Krummen Wald“ nahe Stettin besucht. Screenshot: ARD, Videoblog Warschauer Notizen, 16.7.2014.

Ulrich Adrian, ARD-Korrespondent in Warschau, hat den „Krummen Wald“ nahe Stettin besucht. Screenshot: ARD, Videoblog Warschauer Notizen, 16.7.2014.

Gut 100 Bäume sind es, die im „Krummen Wald“ von Nowe Czarnowo, 35 Kilometer südlich von Stettin, auf einer Fläche von 300 Quadratmetern stehen. Eine überzeugende Erklärung für das ungewöhnliche Wachstum der Kiefern hat bislang niemand gefunden. Militärische Züchtung, Möbelproduktion, Außerirdische… Theorien gibt es viele – einige mehr, andere weniger plausibel. Unbestritten ist, dass der Wald alt und morsch ist. Immer mehr Kiefern stürzen um oder werden aus Sicherheitsgründen gefällt. Wissenschaftler der Universität Posen wollen den ungewöhnlichen Wald nun für zukünftige Generationen dokumentieren. Mit dem FARO Laser Scanner Focus3D wurde das gesamte Gebiet eingescannt. Ulrich Adrian, ARD-Korrespondent in Warschau, hat den „Krummen Wald“ für sein Videoblog besucht und den Scanvorgang begleitet (den Beitrag in der ARD-Mediathek ansehen).

 

Jul
17
2014

Im freien Fall

Felix Baumgartner und Art Thompson. Foto: Sage Cheshire Inc.

Felix Baumgartner und Art Thompson. Foto: Sage Cheshire Inc.

Blick von ganz oben. Foto: Red Bull Media House GmbH

Blick von ganz oben. Foto: Red Bull Media House GmbH

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Da stockte selbst hartgesottenen Zeitgenossen der Atem, als der Extremsportler Felix Baumgartner zu seinem Rekordsprung ansetzte und mit Überschallgeschwindigkeit im freien Fall auf die Erde zuraste. Fünf Jahre hatten die Vorbereitungen für dieses Projekt gedauert – technische Unterstützung lieferte ein FARO Laser Scanner Focus3D.

Der 14. Oktober 2012 geht in die Geschichte ein als der Tag, an dem der erste Mensch

  • aus der unglaublichen Höhe von über 39.000 Metern aus einem Heliumballon abspringt,
  • eine Rekordgeschwindigkeit von 1357,6 Stundenkilometern erreicht und
  • im freien Fall die Schallmauer durchbricht.

Insgesamt ist der 43-Jährige Österreicher 4,20 Minuten im freien Fall unterwegs – nur die Air Force Legende Joseph „Joe“ Kittinger war länger im Sturzflug: Er schaffte 1960 legendäre 4,36 Minuten.

Der Erfolg hat viele Gesichter. Undenkbar wäre eine solche Heldengeschichte ohne den Stab von Experten im Hintergrund. Die Fäden beim „Red Bull Stratos“-Projekt hielten die NASA und die US Air Force sowie die Wissenschaftler und Ingenieure von Sage Cheshire Inc. in der Hand. Ein Schwerpunkt des Unternehmens mit Sitz in Lancester/Kalifornien liegt im Luft- und Raumfahrtsektor. Es begleitete das Stratos-Projekt in allen technischen Entwicklungsphasen, vom Design über die Konstruktion bis hin zum gesamten Fertigungsprozess.

Ein Herzstück bildeten Druckkapsel und -anzug – für Baumgartners Extremsprung überlebenswichtig. Präzision und genaue Planung hatten daher oberste Priorität. Art Thompson, CEO bei Sage Cheshire Aerospace, setzte daher auf den FARO Laser Scanner Focus3D, der durch seine einfache Handhabbarkeit, hohe Genauigkeit, Kompatibilität, Mobilität und breite Anwendungsmöglichkeiten überzeugte.

Sowohl die Druckkapsel als auch der Raumanzug wurden eingescannt, die Punktewolke in die Software Geomagic übertragen und daraus 3D-Modelle generiert. Diese wurden später in SolidWorks übertragen. Damit konnten beispielsweise die numerische Strömungsmechanik CFD (Computational Fluid Dynamics) simuliert und analysiert werden. Besonders wichtig, denn ein Überschallsprung im Raumanzug war schließlich nicht vorab zu trainieren. Die Berechnungen gingen auf – die Aerodynamik des Spezialanzuges hielt den extremen Belastungen stand und verschaffte Felix Baumgartner die notwendige Geschwindigkeit und Stabilität für seinen Rekordsprung.

Jetzt geht's los. Foto: Sage Cheshire Inc.

Jetzt geht’s los. Foto: Sage Cheshire Inc.

Geschafft.  Foto: Sage Cheshire Inc.

Geschafft. Foto: Sage Cheshire Inc.

Weitere Details zur Planung: Fort Worth Video Production – FARO & Sage Cheshire – Red Bull Stratos Project

 

Jul
10
2014

Trend aus der „Ewigen Stadt“

Neue Technologien eröffnen neue Möglichkeiten. Bei der Restaurierung und Dokumentation sakraler Baukunst nimmt Rom eine Vorreiterrolle ein.

Sie arbeiten absolut präzise, schnell und zuverlässig – moderne 3D Laserscanner haben ihren Siegeszug bei Restaurierungsarbeiten in Italiens Hauptstadt angetreten. Mit 3D Lasertechnik entstehen einzigartige 3D Modelle von Kirchen, berichtet das Katholische News Portal CNA. Selbst kunstvolle Verzierungen und Fresken werden millimetergenau in ihrer Oberflächenstruktur erfasst. Damit seien traditionelle photographische Methoden klar abgehängt.

Katholischen Kirche Saint Maria Maddalena im Herzen von Rom.

„Colonna – S Maria Maddalena“ by Original uploader was Croberto68 at it.wikipedia – Transferred from it.wikipedia; transferred to Commons by User:Kurpfalzbilder.de using CommonsHelper.. Licensed under CC BY-SA 3.0 via Wikimedia Commons.

Ein Trend, den auch die Wissenschaft erkannt hat. Als erste Universität bietet die European University of Rome nun den Masterstudiengang „Architecture, Sacred Art and Liturgy“ an. Die Studierenden sollen ihr Verständnis von Architektur auf ganz besondere Weise schärfen. Mit dem Blick von gestern und der Technik von heute soll die Schönheit des gebauten Objekts erschlossen werden, zitiert das englischsprachige Magazin tct  den Architekten Danilo Prosperi, der ein Studienprojekt betreut.

Ein erstes Großprojekt war die systematische Vermessung der Katholischen Kirche Saint Maria Maddalena im Herzen von Rom. Außen wie innen wurde das Kirchengebäude mit dem FARO Laser Scanner Focus3D punktgenau erfasst und neue 3D Modelle entwickelt. Dabei kamen auch Risse und feine Brüche im Mauerwerk ans Licht, die mit

anderen Methoden wohl unentdeckt geblieben wären. Eine perfekte Basis für den Restaurierungsplan des Rokoko Gebäudes.

Unter der Lupe: Für die Rokoko Kirche Saint Maria Maddalena in Rom wurde mit 3D Lasertechnik ein exakter Restaurierungsplan entwickelt.

 

Jul
02
2014

Laserscanner im Dienst der Polizei

Sherlock Holmes hätte seine Freude gehabt an der Arbeit mit Laserscannern: Einmal erfasst lassen sich Tatorte aus allen Blickwinkeln millimeter- und maßgenau betrachten. Auch die moderne Forensik setzt immer mehr auf die Vorteile des Laserscannings bei der Sammlung von Beweismitteln. Denn gerade in diesem Bereich kann die Erfassung in 3D besonders hilfreich sein. Schnell und detailliert werden Situationen dokumentiert und lassen eine präzise Untersuchung am Rechner zu – selbst Flugbahnen von Projektilen können mit den Daten berechnet werden.

Die häufigste Verwendung findet die 3D Dokumentation noch in der Aufnahme von Verkehrsunfällen. Welche Dienste der FARO Focus3D bei der London Metropolitan Police leistet, zeigt ein Bericht der BBC.

 

BBC-Bericht

 



Der Laserscanner Blog

Alles rund um Laserscanning, 3D-Dokumentation und 3D-Messtechnik für Architekten und Bauingenieure

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