Aug
27
2013

Live Workshop: 3D Laserscandaten nach CAD übertragen

Für Architekten, Planer und Ingenieure ist das Bauen im Bestand ein zentrales Arbeitsfeld. Wichtigste Grundlage für Umbau- und Modernisierungsmaßnahmen sind exakte Daten über die Objekte. Gerade für das Digitalisieren komplexer Strukturen ist das Vermessen mit 3D Laserscannern eine effektive und schnelle Methode – allerdings stellt sich häufig die Frage, wie die Daten weiterverarbeitet werden können. In der 3D Werkstatt bei Nemetschek in Stuttgart wird am 6. September 2013 von 9 – 12 Uhr in einem Live-Workshop gezeigt, wie die Laserscandaten der Punktwolke in ein CAD Zielsystem übertragen werden.

Scalypso Allplan Modeler

Mit Scalypso Allplan Modeler lassen sich 3D Scandaten direkt in ein CAD Zielsystem übertragen.

CAD Workshop live

Vorgestellt wird die Arbeit mit dem Scalypso Allplan Modeler, der speziell auf die Bedürfnisse von planenden Architekten und Ingenieuren abgestimmt ist.  Er ermöglicht aus einem bereits integrierten BIM Modul komplexe 2D oder 3D Gebäude-Grundrisse mit allen sichtbaren Elementen schnell nach Allplan (Nemetschek) zu übertragen. Beim CAD Workshop können Sie sich live davon überzeugen.

Stefan Hug von FARO zeigt mit dem FARO Laser Scanner FOCUS3D wie die Vermessung funktioniert. Anschließend werden die Daten der 3D Punktwolke direkt in das Scalypso-Format übertragen, um sie dann mit dem Scalypso Modeler in Echtzeit in Nemetschek Allplan CAD zu überführen. So ist eine fotorealistische 2,5D Darstellung in der gewohnten Umgebung möglich und damit eine wirtschaftliche Auswertung und Weiterverarbeitung.

Anmeldungen für den Workshop am 6. September 2013 bei Nemetschek Allplan.

Der Workshop auf einen Blick

  • Auswerten in einer fotorealistischen Ansicht (Planar View)
  • Echtzeitübertragung von 3D Laserscandaten direkt aus dem Scan in Ihr CAD Zielsystem
  • Automatische Vermaschung von Objekten
  • Erzeugen von Profilen entlang der Koordinatenachsen oder bezüglich frei orientierten Ebenen
  • Echtzeit- Punktwolkentransfer nach Nemetschek Allplan
  • Echtzeit Schnittstelle zur 3D Elemente Übertragung nach Nemetschek Allplan.
Aug
20
2013

Kulturerbe unter der Lupe

CIPA Symposium

CIPA Symposium 02.-06.09.2013

Sie sind vom Zerfall bedroht oder aufwändig restauriert, sie sind unschätzbar alt oder erstaunlich zeitgemäß – und sie sind sowohl von der Natur als auch von Menschenhand erschaffen: schützenswerteKultur- und Naturstätten. Die internationale Organisation „CIPA“ hat sich zum Ziel gesetzt, möglichst viele davon mit aktuellen Technologien zu erfassen, zu dokumentieren, sie digital festzuhalten und für ein breites Publikum zugänglich zu machen. Neue Entwicklungen bei der Datenerfassung sowie bewährte Verfahren werden beim 24. Internationalen CIPA Symposium von 2. – 6. September 2013 in Straßburg vorgestellt.

Das CIPA-Symposium verbindet Vertreter aus Kultur und Wissenschaft und bringt diese zusammen. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stehen die Präsentationen neuer Forschungsarbeiten und der Austausch zwischen den Fachleuten. Diese kommen beispielsweise aus Archäologie, Topographie und Vermessung. Der Wissenschaftsbeirat des Symposiums hat im Vorfeld der 24. Tagung über 180 Arbeitspapiere ausgewählt, die während der Konferenz präsentiert werden. Es wurden mittlerweile Autoren aus über 40 Ländern registriert. Anmeldungen sind noch am ersten Tag des Symposiums direkt am Veranstaltungsort, dem Institut für angewandte Wissenschaften in Straßburg (INSA), möglich.

CIPA Symposium 2013: 02.-06. September am INSA/Straßburg

Weltweit gibt es unzählige bedeutende Zeichen der Menschheits- und Kulturgeschichte. Ein Blick in das aktuelle Tagungsprogramm zeigt, dass moderne Vermessungstechniken die Erfassung und Dokumentation dieser Orte vielversprechend unterstützen können. Schwerpunkte bilden dabei terrestrisches Laserscanning und Methoden aus der Photogrammetrie. Die Experten beim Internationalen CIPA Symposium erläutern neue Beispiele aus der Praxis und die verschiedenen Anwendungsmöglichkeiten: Modelling-Methoden für Archäologie und Architektur, das mobile 3D-Laserscanning zu Land und aus der Luft sowie Animationsfilme und Modelle aus 3D-Punktewolken kommen heute ganz selbstverständlich zum Einsatz.

Das reichbestückte Programm besteht aus Keynote-Beiträgen im Plenum, parallelen Tutorien und Sessions zu einzelnen Schwerpunktthemen. Begleitend finden attraktive Exkursionen und eine Fachausstellung statt.

Über CIPA

Das Komitee für die Dokumentation von Kulturerben (CIPA) ist eine internationale Organisation, mit dem Ziel, das kulturelle Erbe der Menschheit durch aktuelle Technologien zu erhalten, zu dokumentieren und zugänglich zu machen. Die CIPA ging aus dem Internationalen Rat für Denkmalpflege, ICOMOS hervor. Sie wurde 1968 gemeinsam mit der Internationalen Gesellschaft für Photogrammetrie und Fernerkundung, ISPRS gegründet, um den Wissens- und Technologietransfer zwischen den verschiedenen Wissenschaften zur Dokumentation von Kulturerben zu erleichtern.

 

Mehr über die CIPA und die verschiedenen Verfahren zur Dokumentation von Kulturerben:

 

 

Aug
13
2013

Mobile Mapping mit dem Drahtesel

Mobile Mapping, also die Kartierung in Bewegung, ist voll im Trend. Stuttgarter Studierende verblüfften die Szene mit ihrem einfachen Bausatz für ein 3D-Mobile-Mapping-System.

Wenn von mobilen Vermessungen mit 3D-Laserscannern die Rede ist, fallen vielen Autos mit aufwändiger Technik auf dem Dach ein – aber es geht auch anders. Mobiles Laserscanning ist heute in vielen Bereichen unverzichtbar, beispielsweise in der 3D-Dokumentation von Gebäuden, bei Infrastrukturmaßnahmen oder bei der Landvermessung. Bewegte Scans, die präzise Daten liefern, eröffnen neue Möglichkeiten. Doch noch gelten die Systeme als relativ kostenintensiv. Das muss auch flexibler und einfacher zu haben sein, sagte sich die Studentin Ann-Kathrin Kinscher und entwickelte im Rahmen ihrer Masterarbeit an der HFT, Hochschule für Technik Stuttgart ein System für die mobile Erfassung von Kartierungsdaten – Marke Eigenbau.

Um das System möglichst einfach und schlank zu halten, setzte die Studentin zusammen mit ihrem Kommilitonen Tobias Moehilis auf Do it yourself und entwickelte ein Konzept, bestehend aus folgenden Komponenten:

  • Laserscanner
  • spezielle Messeinheit zum Erfassen von Beschleunigung und Drehraten, auch bekannt als inertial measurement unit, kurz IMU – wichtig, wenn in Bewegung gescannt wird
  • Positionierungssystem
  • Fahrzeug.

Die Studierenden wählten für ihr Projekt den FARO Laser Scanner Focus3D. Durch seine Mobilität und das geringe Gewicht schien er wie prädestiniert für dieses Vorhaben. Auf der Suche nach der passenden Ergänzung wurden sie bei Applanix fündig. Die Messgeräte des Unternehmens zum Erfassen von Scans in Bewegung waren die ideale Ergänzung zum Focus3D. Gemeinsam sorgten die Geräte für präzise Mobile-Mapping-Messergebnisse und machten eine einfache und genaue Synchronisation der Daten möglich.

Im Hinblick auf größtmögliche Mobilität wurden die Einzelteile zusammen mit dem notwendigen Zubehör (Laptop, Batterie, GPS-Messantennen etc.) auf einem Fahrradanhänger montiert und schon konnte es losgehen. Quasi im Vorbeiradeln wurde beispielsweise eine neugotische Kirche in Stuttgart erfasst. Bereits nach wenigen Minuten stand das 3D-Modell zur Verfügung, mit einer herkömmlichen statischen Methode hätten die Aufnahmen mindestens eine Stunde gedauert.

Die präzise nachträgliche Ausrichtung der Daten erledigten die Studierenden mit

  • einem eigens geschriebenen Programm in Matlab
  • der Scanverarbeitungssoftware FARO SCENE und
  • der Software POSPac von Applanix.

Das Mobile Mapping System lässt sich nach Einschätzung des Projektteams mühelos ergänzen oder ausbauen, etwa durch integrierte Kameras. Die charmante Lösung mit dem Fahrradanhänger bietet eine äußerst attraktive Lösung etwa in autofreien Zonen, in engen Gassen und bei größeren Hürden im Straßenverkehr. Denn: der kleine Anhänger ist auch dort flexibel einsetzbar, wo motorisierte Fahrzeuge nicht hinfahren dürfen oder können.

Mobile-Mapping-System - quasi im Vorbeiradeln lassen sich in wenigen Minuten komplexe Objekte erfassen...

Mobile-Mapping-System – quasi im Vorbeiradeln lassen sich in wenigen Minuten komplexe Objekte erfassen…

 

 

Möglich macht dies die von den Studierenden aus Stuttgart im Do-it-yourself-Prinzip

Mobile Mapping 3
Möglich macht dies die von Studierenden aus Stuttgart im Do-it-yourself-Prinzip entwickelte Baukastenlösung mit einem Fahrradanhänger.

Fotos: Ann-Kathrin Kinscher, Tobias Moehilis

Aug
06
2013

Vorstoß in eine neue Dimension

Komplexes Projektmanagement ist das täglich Brot von Prime Design Projects Ltd., UK. Das Fabrikdesign eines Kunden stellte die Ingenieure jedoch vor besondere Herausforderungen: Das Projekt startete mit einer umfangreichen Bestandsdokumentation der weitläufigen Unternehmens- und Produktionsflächen – und das bei laufendem Betrieb.

Bestandsdokumentation

Scan aus dem laufenden Betrieb.

Der Auftraggeber CSi, ein Komplettanbieter vollautomatischer Förderanlagen im Bereich Regal- und Lagersysteme, wünschte unter anderem eine Optimierung der eigenen Einrichtungen. Die Datenlage zeigte sich dabei äußerst dürftig. Da Teile des Gebäudes aus dem frühen 19. Jahrhundert stammen, waren – wie so oft – keine hinreichend genauen und detaillierten Pläne vorhanden. Im Zuge der Neugestaltung des Fabrikdesigns sollten die Experten von Prime Design Projects die Arbeits- und Produktionsabläufe verbessern. Dabei sollten sie gleichzeitig einen Blick auf die Schnittstellen zwischen bisherigen und neuen Anlagenteilen haben.

Exakte Erfassung und effektive Detaildaten

Um die Bestandserfassung schnell zu bewerkstelligen und bestmögliche Ergebnisse zu erzielen, entschieden sich die Experten für den Einsatz des FARO Laser Scanners Focus3D. Innerhalb von nur vier Tagen gelang es Prime Design Projects gemeinsam mit seinem Partner RPM Services Flächen mit einem Ausmaß von 9.000 Quadratmetern exakt zu erfassen – und das während der regulären Arbeitszeiten des produzierenden Unternehmens. „Früher haben wir bei Vermessungen Totalstationen und Handgeräte zur Laservermessung eingesetzt. Aber der Zeitaufwand dafür war problematisch und es gab auch bei größter Sorgfalt immer wieder Erfassungslücken“, erinnert sich Keith Gibbons, Geschäftsführer von Prime Design Projects. Dank der Genauigkeit und Mobilität des FARO Focus3D könne man nun effizient und effektiv die Detaildaten bereitstellen, die der Kunde und das Projekt verlangten.

Mit der Scanverarbeitungssoftware FARO SCENE ließen sich die einzelnen Scans des Projekts rasch zusammenführen und weiter verarbeiten. Durch die Verwendung der Software mit WebShare-Funktion sieht Gibbons eine neue Dimension in der Zusammenarbeit bei komplexen Aufgaben erreicht. Denn WebShare ermöglicht einen reibungsfreien Datenaustausch zwischen allen Projektbeteiligten: von Kunden und Planern bis hin zum Installationsteam. Auch das künftige Service- und Supportteam hat damit Zugriff auf alle Daten. Aufgrund des vollständig vorliegenden 3D-Modells des Betriebs können aufwändige nachträgliche Überprüfungen und Vermessungen vor Ort entfallen – zur Freude des Kunden CSi, der so Zeit- und Reisekosten spart.

Prime Design Projects hat mittlerweile einen eigenen Geschäftsbereich für 3D-Scannnen entwickelt. Vorteile für die Kunden sind:

  • Zeit- und Kostenersparnis
  • exakte Erfassung auch großer Betriebsflächen mit beengten Bedingungen
  • schnelle Scan-Registrierung und -Bearbeitung
  • optimale Kommunikation zwischen den Projektbeteiligten durch FARO SCENE und WebShare.
Prime Design Projects Ltd.

Klappt wie am Schnürchen: die Bestandsdokumentation mit dem FARO Laser Scanner FOCUS3D während der regulären Arbeitszeiten. Die Scans werden anschließend in CAD Modellen zusammengefasst.

Fotos: Prime Design Projects Ltd.

 

 



Der Laserscanner Blog

Alles rund um Laserscanning, 3D-Dokumentation und 3D-Messtechnik für Architekten und Bauingenieure

RSS Feed RSS-Feed

Follow us on twitter

Follow us on twitter

Aktuelle Kommentare

    Rss-Feed