Jun
25
2013

Was hat mobile 3D-Lasertechnik mit Polarforscher Roald Amundsen zu tun?

Expedition in StraßburgZiemliche viel, wie sich beim FARO 3D Documentation User Meeting am 13. Und 14. Juni in Straßburg zeigte. Beide, die Technik und der norwegische Forscher, sind Pioniere auf ihrem Gebiet. Kompakte 3D-Lasescanner wie der FARO Focus3D lassen sich im Gegensatz zu ähnlichen Messsystemen erstmalig nahezu überall einsetzen – um unglaubliche dreidimensionale Welten entstehen zu lassen. Und Amundsen und sein Expeditionsteam waren die ersten, die 1911 die faszinierende Natur des geographischen Südpols erkundeten.

Den Pionier-Gedanken im Kopf, schickte FARO die rund 200 Teilnehmer des 3D Documentation User Meetings auf eine Expedition durch Straßburg. In 10 Teams, mit selbst bemalten Flaggen und selbst kreiertem Teamnamen, machten sich die Teilnehmer also auf den Weg, den „Eisberg“ in der elsässischen Hauptstadt zu finden. Wie auch im vergangenen Jahr sorgte das gemeinschaftliche Erlebnis für Begeisterung bei den 3D-Anwendern aus den verschiedenen Branchen. Und ganz nebenbei ließen sich so neue berufliche Kontakte knüpfen und Neuigkeiten austauschen.

Das Networking stand bei der zweitägigen Veranstaltung von FARO im Mittelpunkt – wie in jedem Jahr. Da die Teilnehmer – Experten und Interessenten – aus der ganzen Welt kamen, entstanden nützliche internationale Kontakte. Nicht nur bei der gemeinsamen Expedition im sommerlichen Straßburg, sondern auch in Sachen 3D-Laserscanning zeigte sich einmal mehr, dass sich das An-einem-Strang-Ziehen lohnt. Der Austausch über die eigenen Projekte, Erfahrungen und Herausforderungen bringt Vorteile für alle.

Über vierzig Workshops mit zahlreichen Beispielen aus der Praxis sowie mehr als zehn „Power Speeches“ standen dieses Mal auf dem Programm. Für besonders großes Aufsehen und ein Blitzlichtgewitter sorgte ganz klar der Prototyp des fliegenden FARO Laser Scanner Focus3D. Am zweiten Veranstaltungstag ließen die beiden Entwickler Dr. Peter Dorninger (4D-IT GmbH) und Dominik Krawczyk (von-oben e. U.) aus Wien die Multicopter-Konstruktion dann sogar vor den Augen der Teilnehmer abheben. Ein fliegender Laser Scanner bringt natürlich wieder ganz neue Möglichkeiten für die 3D-Dokumentation mit sich – wohin genau dies führen kann, wird sich noch zeigen. Insgesamt hatte das Mobile Mapping in diesem Jahr eine prominente Rolle. Der Focus3D wird noch dynamischer: Auf zwei und vier Rädern, auf der Straße und auf Schienen, überall wird er bereits eingesetzt um präzise 3D-Scans aufzunehmen.

Spannende Themen wie diese waren im Kongresszentrum Straßburg überall zu finden. Neben dem Mobile Mapping waren vor allem die Bereiche Architektur und Bauingenieurwesen und Denkmalschutz weitere Schwerpunkte. Auch hier wurden die Teilnehmer wieder auf Expeditionen mitgenommen. Zum Beispiel tief hinab in den Londoner Untergrund, in das 150 Jahre alte U-Bahnsystem der britischen Metropole. In einem Mammutprojekt werden hier die Tunnel und Stationen per Laserscanning erfasst. Andrew McQueen von Roughton International Ltd. berichtete von den schwierigen Messbedingungen, die das hochfrequentierte Transportsystem mit sich brachte. Der Verkehrsbetrieb durfte zum Beispiel durch die Arbeiten nicht gestört werden, viele Bereiche waren schwer zugänglich und dunkel. Bestmöglich unterstützt wurde das Team dabei durch den Focus3D, der für ein schnelles und problemloses Aufmaß auch unter den widrigen Bedingungen sorgte.

Die Teilnehmer gingen auch auf eine Reise zurück in die Vergangenheit: Bei interessanten Projektpräsentationen zur 3D-Dokumentation von archäologischen Fundstellen und denkmalgeschützten Bauten. Unter anderem gab es die vollständige dreidimensionale Erfassung der Kathedrale in Nimes/Frankreich zu sehen und die der heiligen Stätten in Mekka. Gerade im Bereich der Denkmalpflege wurde deutlich, dass das 3D-Laserscanning ein mächtiges Instrument darstellt. Keine andere Methode sorgt für eine solch detaillierte und originalgetreue Abbildung von historischen Bauwerken und Orten. Die exakten 3D-Daten bilden eine ideale Grundlage für Restaurationsarbeiten und machen die geschützten Orte auch digital zugänglich.

Neben den Praxisbeispielen gab es auch die neuesten Softwarelösungen rund um die Scanverarbeitung und -Visualisierung zu sehen. Vorgestellt durch das FARO Expertenteam und Partnerfirmen von FARO. Einen Ausblick gab es beispielsweise auf die sogenannte WebShare Cloud, mit der FARO bald starten wird.

Auf der Facebook-Seite von FARO Europe finden Sie viele weitere Fotos der Veranstaltung.
Viel Spaß beim Durchklicken. Vielleicht haben Sie Lust im nächsten Jahr selbst dabei zu sein!?

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