Feb
18
2013

Video: Walisische Dampflok im Komplettscan

Mit einer Streckelänge von 7,2km ist die Eisenbahn der Bala Lake Railway Mitglied der Great Little Trains of Wales. Die Museumsbahn fährt auf einer Trasse entlang des Lake Bala, im Norden von Wales. Zum Einsatz kommen Lokomotiven aus dem 19. Jahrhundert. Bei einem Restaurierungs-Projekt wurde eine komplette Dampflokomotive mit einem Laserscanner vermessen und 3D-dokumentiert.

Zeitloser Schnappschuss in 3D

Ziel des Projekts ist es, so viele Informationen über den Zustand der Lokomotive zu sammeln wie möglich; von Beschädigungen hin zum Verschleiß einzelner Teile. Die 3D-Dokumentation soll einen zeitlosen Schnappschuss der Maschine liefern. Außerdem wird so die Rekonstruktion ermöglicht, nachdem Einzelteile restauriert und repariert werden. Die Dampflokomotiven im Einsatz auf der Linie heißen Maid Marian, Holy War und Alice. Mit einem Laserscanner wurde aber Neuzugang Winifred vermessen.

Die Lok wurde im Jahr 1885 erbaut. Sie kam beim Transport Platten aus dem Penrhyn Schieferbruch zum Einsatz. Ein amerikanischer Händler kaufte sie, stellte sie zwei Jahre aus und ließ sie anschließend 40 Jahre einlagern. Nun wurde sie wieder auf die Insel überführt. Unter Beratung der Firma jaggeree wird Winifred jetzt wieder flott gemacht. Das Projekt haben sie in zwei Teilen auf ihrem Blog festgehalten. Der erste Beitrag widmet sich bilderreich der Geschichte der Lok.

Vermessungsexperten für as-built-Installationen

Bei der Suche nach einem geeigneten Partner zur Vermessung, fiel die Wahl auf die Laserscanning-Experten von Digital Surveys. Die Firma hat sich auf as-built-Installationen spezialisiert und viel Erfahrung in der Vermessung von petrochemischen und off-shore Anlagen; häufig verwinkelte Objekte mit vielen Rohren. Die Experten können komplexe Point Clouds und 3D-Datensätze interpretieren. Für die Erfassung der Lok waren insgesamt 15 Scans notwendig. Zum Einsatz kam ein FARO Focus3D.

Digital Surveys haben aus den Scandaten ein Video gemacht:

Die nächsten Schritte im Projekt sind Fotoaufnahmen im Gigapixelbereich, ein Protokoll über den Zustand der Einzelteile, wenn die Maschine auseinandergenommen wird. Auch die Einzelteile sollen gescannt werden. Das Team könnte sogar eine 1:1-Replik der Lok per 3D-Druck herstellen.

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