Feb
11
2013

Historischer Zugang des Fort St. Elmo auf Malta entdeckt

Die Geschichte Maltas und seiner Hauptstadt Valletta ist untrennbar mit dem Fort St. Elmo verknüpft. Über Jahrhunderte war Malta Spielball im Kampf zwischen europäischer und arabischer Welt. Valletta war das Tor zur Insel, das Fort die letzte und einzige Linie der Verteidigung. Als eines der wichtigsten Zeugnisse maltesischer Geschichte wurde es vor kurzem saniert. Arbeiter entdeckten einen bisher unbekannten Zugang zur Festung. Zur Erfassung kam ein Laserscanner zum Einsatz.

Erste Befestigungen der Malteser

Pläne des Original-Forts

Pläne des Original-Forts

Erste Pläne für eine Befestigung an der strategisch günstigen Lage existierten bereits 1488. Im angehenden 16. Jahrhundert errichteten Ritter des Malteserordens auf der Halbinsel ein kleines Fort. Bei der Großen Belagerung von 1565 durch die Osmanen fiel das Fort zwar. Jedoch hielten die Malteser es einen Monat lang gegen die feindlichen Truppen, was entscheidend zum Sieg beitrug. Nachts konnten über einen Hafenzugang frische Truppen und Versorgüngsgüter in das Fort gebracht werden. Erst bei Vollmond gelang es den Osmanen, diesen Nachschub abzufangen und das Fort einzunehmen.

Eine Insel als politischer Spielball

Das erste Fort wurde bei der Großen Belagerung komplett zerstört, die Osmanen jedoch besiegt. Im Anschluss wurde im Hinterland der Halbinsel die heutige Hauptstadt Valletta errichtet. Auch das Fort wurde wieder aufgebaut, größer und stärker als zuvor. In den folgenden Jahrhunderten erwehrten sich die Malteser wiederholt Angriffen der Osmanen. Das Fort überstand französische und britische Besatzungen der Insel sowie zwei Weltkriege.

Eine zufällige Jahrhundert-Entdeckung

Während Sanierungsarbeiten an der Hauptmauer des Forts lösten sich einige Steine. Arbeiter fanden die Überreste eines Zugangs, der zum ursprünglichen Fort gehörte. Dabei soll es sich um eben jenen Tunnel handeln, den die Maltester 1565 nutzten um nachts neue Truppen und Verpflegung in das Fort zu bringen. Diese direkte Anbindung an das Meer war während der Belagerung die einzige Verbindung zur Außenwelt. Die Entdeckung sollte möglichst detailliert erfasst werden. Hierzu kam ein Laserscanner zum Einsatz.

Die Ergebnisse der 3D-Dokumentation sind in einem Video auf der Website der Times of Malta festgehalten.

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