Dez
31
2012

EA Sports setzt auf Laserscanning

Die Playoffs im US-College Football sind in vollem Gange. Im Endspiel am 7. Januar spielen Alabama und Notre Dame um die Krone. Viele Fans werden es ihnen an der Spielekonsole gleich tun. Die Reihe „NCAA Football“ gehört zu den meistverkauften Videospielreihen überhaupt. Die aktuelle Ausgabe – NCAA 13 – zählte drei Wochen nach Veröffentlichung schon weit mehr als eine halbe Million Spieler. Und die kamen in den Genuss des wohl detailreichsten und realistischsten Footballspiels überhaupt. Die Entwickler nutzten den FARO Focus3D, um Stadien, Fans und Ausrüstung so lebensnah wie möglich ins Spiel zu bringen.

Laserscanner in der Spieleentwicklung

Electronic Arts ist einer der weltweit größten Videospielepublisher. Zum Konzern gehören zahlreiche Entwicklerstudios. Die Sportspiele unter dem Label EA Sports verkaufen jedes Jahr Millionen Einheiten. An Realismus im Gameplay sind die Football-, Fußball- und Hockey-Titel seit Jahren nicht zu überbieten. Verbesserungen werden in diesem Bericht von Jahr zu Jahr schwerer. Die Entwickler fokussieren sich zunehmend auf die Präsentation des Spiels, etwa Grafik und Audio. Spieler sollen immer stärker in die Spiele eintauchen können. In der Entwicklung der aktuellsten Ausgaben kamen nun Laserscanner von FARO zum Einsatz.

Focus3D: Der Laserscanner fürs Handgepäck

Der Laserscanner sendet über einen rotierenden Spiegel einen Lichtimpuls an seine Umgebung aus. Trifft das Licht auf eine Oberfläche, wird es reflektiert. Über die Reflektionszeit wird die Entfernung des jeweiligen Punktes ermittelt. Der FARO Focus3D ermittelt so knapp eine Million Punkte je Sekunde. Das Ergebnis ist eine Punktwolke, aus der detaillierte 3D-Modelle erstellt werden können. EA Sports Art Director Paul Kashuk begründete die Laserscanner-Wahl mit der herausragenden Mobilität des Focus3D. „Bisher hatten wir einen Leica Laserscanner im Einsatz. Der ist allerdings zu groß, muss in einem extra Container transportiert werden. Wir suchten nach einer Alternative und landeten bei FARO. Der Focus3D passt sogar ins Handgepäck.“

Punktwolke des Florida Atlantic University Stadions

3D-Dokumentation ist zukunftssicher

„Die Genauigkeit des Laserscannings ermöglicht es uns, den Spielern zukünftig ein noch lebensechteres Erlebnis zu liefern. Erste Ergebnisse sehen wir intern: Immer mehr Studios und Teams unseres Labels interessieren sich für die Technologie.“ Ein Vorteil der 3D-Dokumentation ist die Wiederverwendbarkeit der Daten. Haben die Entwickler ein Stadion einmal erfasst, können sie die Daten auch Jahre später noch nutzen. Etwa wenn eine neue Spielkonsolengeneration größere Datenmenge und damit noch detailreichere Modelle verarbeiten kann. Die Modelle können außerdem in echtem 3D gerendert werden. Sollten sich 3D-Fernseher im Heimgebrauch durchsetzen, ist Electronic Arts schon für die Zukunft gerüstet.

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Dez
28
2012

Case Study: 3D-Dokumentation der Durham University

Hoch im Norden Englands liegt die kleine Stadt Durham. Dort ist eine der ältesten und prestigeträchtigsten Universitäten des Landes beheimatet. Die Durham University wurde 1832 gegründet. Das Durham Castle ist das älteste bewohnte Universitätsgebäude der Welt. Durham University ist eines von nur vier Colleges in Großbritannien: d.h. auf dem Campus sind auch die Stundenten untergebracht. Im entsprechenden Zustand sind allerdings auch einige der Gebäude. Das Dunelm House wurde nun per Laserscanner vermessen, da umfangreiche Sanierungen geplant sind.

Focus3D: 280 Scans in vier Tagen

Das Dunelm House ist Sitz der Durham Students‘ Union. Das Dach ist an vielen Stellen undicht und muss umgehend repariert werden. Allerdings hat das Dach besondere Formen, sehr komplizierte Geometrien müssen erfasst werden. Erschwerend kommt hinzu, dass das Gebäude am Ufer des Flusses Wear errichtet wurde und so für Vermessungen nur schwer zugänglich ist. Die Laserscanning Technologie und 3D-Dokumentation waren die logische Konsequenz.

Zwei FARO Focus3D Laserscanner kamen zum Einsatz und lieferten innerhalb kürzester Zeit sehr genaue Aufmaßdaten. Der gesamte Scanvorgang dauerte vier Tage. Ergebnis waren 280 Scans. Totalstationen und GPS erfassten zudem topografische Informationen. Im Anschluss wurde PointCab eingesetzt, um detaillierte Pläne zu erstellen. Die Messdaten werden zukünftig für 3D Builing Information Modelling genutzt.

Details zum Gebäude sowie Bilder aus den Scandaten finden Sie auf der Berichtseite von PointCab.

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Dez
21
2012

MIT entwickelt Laserscannerweste für Katastrophenhilfe

Sie suchen noch ein Weihnachtsgeschenk für Ihren laserscannerbegeisterten Bekannten? Dann hat das Massachusetts Institute of Technology vielleicht das Richtige für Sie. Die US-Hochschule in der Nähe von Boston hat eine Weste mit integriertem Laserscanner entwickelt.

MIT entwickelte automatisierte, tragbare Laserscannerweste

In diesem Jahr landet die Weste wohl noch nicht unter den Weihnachtsbäumen. Bislang existiert nur ein Prototyp. Forschungseinrichtugnen der US-Luftwaffe und -Marine gaben die Weste in Auftrag. Sie soll in Katastrophengebieten zum Einsatz kommen. Der Träger kann seiner Arbeit nachgehen, während der eingebaute Laserscanner die Umgebung vermisst.

Maurice Fallon vom MIT ist der wissenschaftliche Entwicklungsleiter. Ziel sei es „entscheidende, aber häufig schwierige oder gefährliche Vorgänge in der Katastrophenhilfe zu automatisieren“. So bestehen Lageanalysen bislang häufig nur aus den Augenzeugenberichten der Helfer. Die Weste ermöglicht es, sogar in voller Sicherheitsmontur eine detaillierte 3D-Dokumentation der Umgebung zu erstellen. Erste Ergebnisse zeigten, dass das Gerät präzise enge Gänge erfasst.

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18
2012

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– Wie ist das Vorgehen? Was kann damit erreicht werden?
– Praxisbeispiel: Allianz Arena – Ergebnisse des Liveaufmaßes

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13
2012

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2012

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07
2012

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2012

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2012

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