Okt
29
2012

Tutuveni: 3D-Dokumentation der wichtigsten Hopi-Stätte

CyArk, eine Non-Profit-Organisation, setzt sich für die Erhaltung historischer Monumente in aller Welt ein. In Zusammenarbeit mit mehreren Partnern betreut sie auch eine wichtige Stätte der Hopi-Kultur. Das Hopi Petroglyph Sites Digital Preservation Projekt archiviert Felszeichnungen der Hopi-Indianer, um sie für die Nachwelt zu erhalten. Dabei setzen CyArk und Partner auf die Laserscanner Technologie und 3D-Dokumentation.

3D-Dokumentation historischer Stätten

Die wichtigsten noch erhaltenen Felszeichnungen der Hopi-Stämme sind im US-Bundesstaat Arizona zu finden: Tutuveni und Dawa Park. Für den Stammesnachwuchs ist die Reise zu diesen Stätten ein wichtiges Ritual in der Auseinandersetzung mit der eigenen Geschichte. Auch in der modernen Wissenschaft spielen die Felszeichnungen eine wichtige Rolle, geben Aufschluss über Ikonographie und Geschichte der Stammesvölker. Doch die Stätten sind zunehmend vom Verfall bedroht und vermehrt Vandalismus ausgesetzt. Die Archivierung wird so wichtiger denn je. Die 3D-Dokumentation macht die Orte erstmals einer breiten Masse zugänglich.

Tutuveni auf einer Stufe mit Machu Pichu

Tutuveni „schaffte“ es im Jahr 2008 auf die World Monuments Fund Watch List: eine Liste der 100 meistgefährdeten Monumente der Welt. Das zeigt den Stellenwert der Stätte, auf der Liste stehen so bekannte Orte wie Machu Pichu in Peru oder das Bamiyan Valley in Afghanistan. Tutuveni ist die vielleicht größte „Sammlung“ von Hopi-Schriftzeichen. Auf knapp 150 Felsbrocken finden sich weit mehr als 5.000 Symbole.

Laserscanner erfasst Felszeichnungen

Nach der Aufnahme in die Watch List musste gehandelt werden. Ein erster Schritt zum Schutz des Monuments war eine umfassende Einzäunung des mehr als 6.000 Quadratmeter großen Geländes. Zusätzlich wurden Sicherheitskameras installiert. Der World Monument Fund beauftragte CyArk die Stätte per Laserscanner zu vermessen und digital zu archivieren. Das Team verbrachte vier Tage vor Ort, erstellte dutzende Scans der Felsen.

Geschichte der Öffentlichkeit zugänglich gemacht

Die Ergebnisse sind auf der Projekt-Website hinterlegt. Dort finden sich Gallerien der 3D-Modelle, Panoramaphotographien und historische Zeichnungen. Im Zuge der geschichtlichen Aufarbeitung stellt das Projektteam eine Fülle an Hintergrundinformationen zu den Hopi bereit.

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