Die Olympischen Sommerspiele sind nicht nur ein Kräftemessen der weltbesten Athleten. Auch das Material muss höchsten Ansprüchen genügen. In der Vorbereitung auf London 2012 setzten einige Teams auf 3D-Dokumentation.
Team GB nutzte 3D-Dokumentation etwa beim Helmdesign der Radfahrer. Zeitfahrexperten lassen ihre Kopfbedeckung schon längst anhand aerodynamischer Werten optimieren. Hier kann jede Luftverwirbelung Zeit kosten. Für die diesjährigen olympischen Wettbewerb wurde erstmals allerdings auch am Innenleben gefeilt. Die neuen Helme der britischen Fahrer bestehen aus zwei Schalen, wobei die Innere perfekt auf die Kopfform des Fahrers abgestimmt wurde. Die benötigten Daten wurden mit einem Laserscanner gewonnen. Die neuen Helme sollen vor allem einen psychologischen Vorteil gegenüber der Konkurrenz bringen. Elizabeth Armitstead holte im Straßenrennen der Frauen die Silbermedallie. Die Bahnwettbewerbe stehen noch aus.
Mit Laserscanning gegen den Strom
Ähnlich nutzte das australische Kayakteam die 3D-Dokumentation Technologie. Auch hier geht es um den perfekten Sitz. Das Innere der Boote wird mit Schaumstoff und Holz verkleidet. Im Kayaking auch “fitout” genannt. Beim Slalomrennen müssen die Fahrer teilweise auch gegen den Strom den Hang hinauf paddeln. Das gelingt nur, wenn Fahrer und Boot eine Einheit bilden. Die Optimierung des fitouts bringt also nicht nur psychologische Vorteile, sondern möglichweise die entscheidenen Sekunden. Die Spezialisten von Creaform haben die Vermessung per Laserscanner auf ihrer Website dokumentiert. Die Medallienentscheidungen stehen erst Ende der Woche an. Aber mehrere australische Fahrer haben die Vorläufe bereits überstanden.
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