Aug
28
2012

3D-Dokumentation eines Fledermausschwarms

Bestandsdokumentation mal anders: In Malaysia arbeiten Wissenschaftler mit Geologen zusammen, um den Bestand von Fledermauspopulationen in Höhlen exemplarisch zu untersuchen. Basierten Zahlen bisher auf Hochrechnungen und Vermutungen, konnten die Wissenschaftler den örtlichen Bestand mithilfe eines Laserscanners erstmals genau dokumentieren. Die Gruppe veröffentlichte ein Paper zu ihrer Vorgehensweise und den Vorteilen der Methode.

Laserscanner bringt Licht ins Dunkle

Populationszählungen von Fledertieren werden mit einer Vielzahl an Methoden durchgeführt. Dabei kommen technische Hilfsmittel wie akustische Fledermausdetektoren, Infrarot- oder Wärmebildkameras zum Einsatz. Allerdings stoßen diese schnell an ihre Grenzen, liefern im besten Fall Näherungswerte. Eine wirkliche Alternative ist aber auch das händische Zählen nicht. Hier müssen optimale Lichtverhältnisse herrschen und die „Fehlergröße Mensch“ war wissenschaftlich selten tolerabel. Und damit sind die Tiere noch nicht nach Arten spezifiziert und differenziert.

Rettet 3D-Dokumentation Leben?

Das ist keine triviale Problematik. Im Gegenteil: Informationen über Nistverhalten und Bestandszahlen sowie Artenspezifizierung sind Grundlage behördlicher Entscheidungen zum Naturschutz. In Südost-Asien kommt hinzu, dass sich auf vielen größeren Inseln eigene Unterarten entwickelt haben. Einige von ihnen sind für Menschen potentiell gefährlich. Die getestete Bestandsdokumentation per Laserscanner sollte dort auf hohes Interesse stoßen. Die erfasste Höhle wird bspw. auch als Touristenattraktion eingesetzt.

Laserscanner liefert genaue und vielfältige Ergebnisse

Dabei war die Untersuchung der Höhle mit dem Laserscanner denkbar einfach. 14 Scans führten die Wissenschaftler mit dem Laserscanner FARO Photon 120 durch. Bei einer vorangegangenen Begehung der Höhle wurden die Positionen ausgesucht. Zwar sollte jede Oberfläche erfasst werden. Überschneidungen sollten aber minimal blieben. Das daraus entstandene 3D-Modell wird nicht nur zur Bestandszählung der Fledermauspopulation genutzt. Über die Untersuchung hinaus kann das Modell als anschauliches Beispiel des Habitats der ansässigen Arten eingesetzt werden.

Farbliche Kennzeichnung einzelner Scans

[weiterlesen …]

Aug
17
2012

Video: FARO Focus3D im Check

Die Redaktion von Laserscanning Europe unterhält auch einen YouTube-Channel. Dort stellen sie u.a. aktuelle Laserscanning Hardware vor. Vergangene Woche widmenten sie sich dem FARO Laser Scanner Focus3D. Im Video decken sie alle Basics für die ersten Scans ab.

Laserscanner-Basics am Beispiel des Focus3D

Dabei erklären sie die allgemeine Funktionsweise und Technik eines Laserscanners. Aber auch die Sensoren zur Lagebestimmung im Focus3D werden unter die Lupe genommen. GPS-Tracker und barometische Höhensender nutzt der Laserscanner, um die einzelnen Scans später in der Software richtig zu platzieren.

Sie wollen mehr über den FARO Laser Scanner Focus3D erfahren? Dann besuchen Sie unsere Website zum Focus3D oder lesen Sie im Laserscannerblog weiter.

Aug
12
2012

FAROs SCENE Handbücher für iPads, iPhones, Smartphones und Tablet-PCs

SCENE Handbücher als mobiles FormatTolle Neuigkeiten für alle SCENE-Nutzer! Die Handbücher sind ab sofort auch als mobiles Format (.Epub) für iPads, iPhones, und andere Geräte die eBooks zeigen können, verfügbar. Laden Sie sich gleich Ihr kostenloses Exemplar herunter und erhalten Sie Ihre Antworten zur SCENE, wann und wo immer Sie wollen.

Hier herunterladen.

Aug
09
2012

Bergung der Costa Concordia geht in die nächste Runde

Im Januar sorgte das havarierte Kreuzfahrtschiff Costa Condordia für Schlagzeilen. Damals untersuchten wir, wie der Einsatz eines Laserscanners theoretisch die Bergungsarbeiten unterstützen könnte. Mittlerweile ist die erste Phase abgeschlossen: Der Treibstoff konnte erfolgreich abgepumpt werden. Zum Einsatz kam u.a. die Laserscanner Technologie.

Havarierte Costa Concordia bedroht gesamte Küstenregion

Ein kurzer Rückblick: Die Costa Concordia kollidierte am 13. Januar mit einem Felsen vor der toskanischen Insel Giglio. Das Schiff flutete, kenterte und liegt seitdem halb versunken im Wasser. Bei dem Unglück kamen 32 Menschen ums Leben. Der Kapitän muss sich vor Gericht verantworten. Das Schiff war für einen so küstennahen Kurs nicht geeignet. Doch mit der Evakuierung der Passagiere allein war nicht alle Gefahr gebannt. In den Tanks lagerten noch knapp 2.400 Kubikmeter Treibstoff, überwiegend giftiges Schweröl. Ein Leck, ein Auslaufen des Öls hätte eine Katastrophe für die gesamte Küstenregion bedeutet.

Laserscanning-Experten unterstützen Bergungscrew

Oberste Priorität hatte daher das Abpumpen des Treibstoffs. Zu Beginn der Arbeiten beschrieben wir, wie  3D-Dokumentation dabei helfen könnte. In der Tat wurden Spezialisten im Laserscanning zu den Bergungsarbeiten hinzugezogen. Marco Bacchiochi von Codevintec berichtete kürzlich auf einem Laserscanning User Meeting, von seinen Arbeiten an der Costa Concordia. Den Erstkontakt stellte die italienische Feuerwehr her: Als erste vor Ort, wollten sie wissen, auf welchem Grund das Schiff lag. Eine ruhige Lage war für die Rettungsarbeiten unerlässlich.

Erste Dokumentationsergebnisse innerhalb weniger Stunden

Codevintec rückte für die Arbeiten mit einem Fächerecholot, einem Höhen- und Positionsmesser und einem Laserscanner an. Die Geräte wurden an Bord des Feuerwehr-Rettungsschiffs „Nereide“ installiert. Nach einer Kalibrierungsphase begann der Scanvorgang um 10 Uhr morgens. Bereits um 15 Uhr lagen dem Bergungsteam die ersten Ergebnisse vor. Das zeigt, mit welcher Geschwindigkeit Laserscanning in Krisensituationen die Rettungsaktionen unterstützen kann. Jedoch verliefen die Arbeiten nicht gänzlich ohne Probleme. [weiterlesen …]

Aug
06
2012

Round-up: Anwenderberichte Juli

An dieser Stelle wollen wir Ihnen regelmäßig interessante Case Studies vorstellen. Im vergangenen Monat verdeutlichten diese zwei Anwenderberichte die Vorteile der 3D-Dokumentation besonders anschaulich:

Für ein Hotel, ein Stadttheater, Büro- und Wohnfläche waren Brandschutzpläne gefordert. Insgesamt mussten 12.000m2 vermessen und dokumentiert werden. Mit dem Focus3D gelang die Digitalisierung des gesamten Geländes in 45 Stunden. Aus den gewonnen Daten wurden neben den Brandschutzplänen auch Erkenntnisse für einen bevorstehenden Anbau gewonnen.

Ein Lehrbuchbeispiel: Für ein altes Anwesen in einem schweizer Dorf fehlen jegliche Planzeichnungen. Für Sanierungsarbeiten soll das vierstöckige Haus umfassend dokumentiert werden. Die Arbeiten vor Ort dauerten mit dem Photon120 nur sechs Stunden. Die anschließende Datenverarbeitung war innerhalb von ca. acht Sunden abgeschlossen und lieferte sieben Pläne sowie mehr als 20 Schnitte zur weiteren Planung.

Beide Projekte wurden mit Hilfe von FARO-Instrumenten realisiert.

Aug
03
2012

Laserscanner bringt Eis in Mondkrater zum Vorschein

Die Lunarsonde (LRO) kartiert die Mondoberfläche in beispielloser Detailtiefe. Dazu umkreist sie seit 2009 den Mond. Zur Ausrüstung gehört auch ein Laserscanner. Dessen neueste Daten zeigen Eis an der Oberfläche eines Kraters.

Eingefärbte Elevation links, Relief rechts

Der Krater liegt am Südpol des Mondes. Seinen Namen entleiht er Ernest Shackelton. Der Brite war in den 1920er-Jahren einer der ersten Antarktik-Erkunder. Wissenschaftler gehen davon aus, dass der Krater durch einen Meteoriteneinschlag entstand. Der Shackelton-Krater wird als ein möglicher Ort für eine Mondstation gehandelt. Am Kraterrand finden sich Berge des ewigen Lichts. Diese nahezu dauerhaft im Sonnenlicht liegenden Erhöhungen sind in unserem Sonnensystem extrem selten. Für eine extraterrestische, planetare Raumstation haben sie einen großen Vorteil: Solarpanele können hier nahezu konstant Strom liefern.

Laserscannerdaten zeigen: 22% der Krateroberfläche bestehen aus Eis

Ein weiterer Pluspunkt für eine Shackelton-Mondstation findet sich im Inneren des Krates. Denn das Zentrum liegt dauerhaft im Dunkeln. Hier herrschen konstant tiefe Temperaturen. Diese agieren als eine Art Kältefalle. Bei einem Kometeneinschlag auftretende flüchtige Elemente können gebunden werden. Eis lagert sich ab. Der darin enthaltende Wasserstoff ist auf der Mondoberfläche sehr selten. Die neuesten Daten des Laserscanners anbord des LRO zeigen, dass bis zu 22% der Krateroberfläche aus Eis besteht.

Laserscanner ermittelt Zusammensetzung der Oberfläche

Die Wissenschaftler dokumentierten zum einen die Höhe der Krateroberfläche. Hierzu wurde die Zeit gemessen, die der Lichtsstrahl des Laserscanners brauchte, um vom Entsenden über die Reflektion wieder zum LRO zurückzukehren. Aus Geschwindigkeit und Zeit des Lichtstrahls lässt sich die zurückgelegte Strecke ausrechnen. So entsteht ein Höhenprofil des Shackleton. Entscheidend für die Entdeckung des Eises war aber ein anderer Arbeitsschritt. Der Laserscanner misst ebenfalls das Albedo also das Rückstrahlvermögen der angesteuerten Punkte. Daraus ziehen die Wissenschaftler Rückschlüsse über die Zusammensetzung der Oberfläche. [weiterlesen …]

Aug
01
2012

Mit 3D-Dokumentation zum olympischen Gold

Die Olympischen Sommerspiele sind nicht nur ein Kräftemessen der weltbesten Athleten. Auch das Material muss höchsten Ansprüchen genügen. In der Vorbereitung auf London 2012 setzten einige Teams auf 3D-Dokumentation.

Team GB nutzte 3D-Dokumentation etwa beim Helmdesign der Radfahrer. Zeitfahrexperten lassen ihre Kopfbedeckung schon längst anhand aerodynamischer Werten optimieren. Hier kann jede Luftverwirbelung Zeit kosten. Für die diesjährigen olympischen Wettbewerb wurde erstmals allerdings auch am Innenleben gefeilt. Die neuen Helme der britischen Fahrer bestehen aus zwei Schalen, wobei die Innere perfekt auf die Kopfform des Fahrers abgestimmt wurde. Die benötigten Daten wurden mit einem Laserscanner gewonnen. Die neuen Helme sollen vor allem einen psychologischen Vorteil gegenüber der Konkurrenz bringen. Elizabeth Armitstead holte im Straßenrennen der Frauen die Silbermedallie. Die Bahnwettbewerbe stehen noch aus.

Mit Laserscanning gegen den Strom

Ähnlich nutzte das australische Kayakteam die 3D-Dokumentation Technologie. Auch hier geht es um den perfekten Sitz. Das Innere der Boote wird mit Schaumstoff und Holz verkleidet. Im Kayaking auch „fitout“ genannt. Beim Slalomrennen müssen die Fahrer teilweise auch gegen den Strom den Hang hinauf paddeln. Das gelingt nur, wenn Fahrer und Boot eine Einheit bilden. Die Optimierung des fitouts bringt also nicht nur psychologische Vorteile, sondern möglichweise die entscheidenen Sekunden. Die Spezialisten von Creaform haben die Vermessung per Laserscanner auf ihrer Website dokumentiert. Die Medallienentscheidungen stehen erst Ende der Woche an. Aber mehrere australische Fahrer haben die Vorläufe bereits überstanden.

Für Sportfans außerdem empfehlenswert:



Der Laserscanner Blog

Alles rund um Laserscanning, 3D-Dokumentation und 3D-Messtechnik für Architekten und Bauingenieure

RSS Feed RSS-Feed

Follow us on twitter

Follow us on twitter

Aktuelle Kommentare

    Rss-Feed