Jun
28
2012

3D-Dokumentation goes (Middle) East

Die Baubranche im Nahen Osten und Nordafrika boomt. Wolkenkratzer schießen in die Höhe, die Infrastruktur holt Jahrzehnte der Erneuerung nach. Die Metallindustrie spielt für den Aufschwung in der Region eine wichtige Rolle. Immer mehr Konzerne setzen dabei auf 3D-Dokumentation: zur Optimierung von Produktionsabläufen, aber auch um für die strengen Kontrollen gerüstet zu sein.

Überholen ohne Einzuholen

Einer der größten Profiteure der voranschreitenden Globalisierung ist sicherlich die MENA-Region. MENA steht für „Middle East and North Africa“ und umschließt für gewöhnlich die Staaten „von Marokko bis Iran“. Boeing und Volkswagen, Ford und Siemens haben sich in der Region angesiedelt. Viele der weltweit größten Unternehmen oder ihre Zulieferer setzen auf die billigen Arbeitskräfte und niedrigen Energiekosten. Anders als in vielen Dritte Welt Ländern aber, hat sich die Infrastruktur in der MENA-Region innerhalb weniger Jahre dem westlichen Standard genähert. Neue Fernstraßen und Flughäfen, ausgebaute Bahnnetze und Häfen verbinden die Länder.

Ausländische Investitionen lassen Rohstoffindustrie boomen

Der Zustrom ausländischer Unternehmen und die Investitionen in die Infrastruktur lassen auch die einheimische Metallindustrie boomen. Die Fabriken brauchen Rohstoffe zur Weiterverarbeitung, die Bauindustrie verschlingt den Stahl tonnenweise. Dabei hat die Branche 3D-Dokumentation als Tool entdeckt: FARO Laserscanner kommen sowohl bei der Optimierung der Prozessabläufe als auch bei der Produktkontrolle zum Einsatz. Die tragbaren Messsysteme erlauben es den Ingenieuren ihre Arbeit an Ort und Stelle zu überprüfen. Die Laserscanner können genau da eingesetzt werden, wo millimetergenaue Messungen notwendig sind: bei der Inspektion von Bauteilen und Montageprozessen, zur Überprüfung der Fertigungsplanung und im Zuge der Bestandsdokumentation. [weiterlesen …]

Jun
21
2012

Mit dem Laserscanner auf der Suche nach Leonardo da Vinci

Florenz, Geburtsstätte der Renaissance, beherbergt zahllose Schätze der Kunstgeschichte. Nun könnte ein weiterer dazu kommen. In den Hallen des Palazzo Vecchio vermuten die Gelehrten ein verborgenes Fresco von Leonardo da Vinci. Mit neuester Technologie macht man sich nun auf die Suche. Dabei kommen auch Laserscanner zum Einsatz.

Palazzo Vecchio: Regierungssitz und Machtdemonstration

Der Palazzo Vecchio zeugt wie kein anderes Gebäude von den Kämpfen um die Vorherrschaft über Florenz vom 14. bis 16. Jahrhundert. Ursprünglich 1314 von den machthabenden Zünften erbaut, diente der Palazzo fortan allen Herrschern als Amtssitz. Das Bauwerk wurde zu dem Machtsymbol im toskanischen Raum. Umbauten folgten auf Regierungswechsel, der Palast musste an die verschiedenen politischen Modelle angepasst werden, beherbergte über die Jahrhunderte Zünfte, Aristokratenfamilien, Ältestenräte und Klerus.

Für die Machthabenden bot der Palazzo auch immer die Möglichkeit ihr Mäzentum zur Schau zu stellen. Die Förderung von Künstlern war im Florenz der Frührenaissance sowohl wichtige kulturelle Institution als auch Machtdemonstration. Im Jahr 1503 beauftragte die Signoria – das Parlament – zwei Wandfresken von Leonardo da Vinci und Michelangelo. Die zwei Künstler sollten im Saal der 500, wo das Parlament tagte, Schlachten der toskanischen Geschichte abbilden. Das Werk wurde nie vollendet, Michelangelo trat seine Arbeit gar nicht erst an. Wohlmöglich, weil ihm die dunkle Seite des Saals zugeteilt wurde.

Laserscanner soll verschollenes Fresko finden

Da Vinci begann zumindest sein Fresko der „Schlacht von Anghiari“. Die Fragmente wurden häufig von seinen Schülern und anderen Künstlern abgezeichnet, sind also überliefert. Ein Jahr später ließ aber auch er die Arbeit ruhen. Eine neue Technik, die er anwandte, funktionierte nicht wie gewünscht. Jahrzehnte später wurde Giorgio Vasari beauftragt den Saal zu renovieren. Die Regierung war unter der Regentschaft Cosimo I. Medici längst in die Uffizien umgezogen. Der Legende nach war es Vasari ein Graus, die Arbeit des Altmeisters da Vinci einfach zu übermalen oder gar zu zerstören. Experten vermuten, er habe an der betreffenden Stelle eine zweite Wand einziehen lassen.

Im Saal der 500 trifft Hochkultur auf innovative 3D-Dokumentation. Mauricio Seracini, der Leiter des Projekts, ließ den Raum mit einem Laserscanner vermessen, die Wände röntgen und mit Neutronen beschießen. Die Ergebnisse bestätigten seine Thesen: Hinter dem Vasari-Fresko befindet sich ein Hohlraum. In der Renovierung der Kirche Santa Maria Nova ging Vasari genau so vor, ein Fresko von Masaccio zu erhalten.

Proteste gegen Vorgehensweise

Nun wird nach den Überresten des da Vinci-Freskos gefahndet. Mit Endoskopen sollte der Raum dahinter untersucht werden. Das gleicht jedoch der Suche einer Nadel im Heuhaufen. Die Vorgehensweise erregte Kritik von zahlreichen kulturellen Institutionen, u.a. der National Geographic Society, die das Projekt sponsort. Auch die Politik schaltete sich ein, der Bürgermeister ist ein Unterstützer. Von 16 geplanten Bohrungen wurden nur sechs auch durchgeführt, am unteren Rand des Freskos und an Stellen, die sich leicht reparieren lassen. Die meisten Bohrungen touchierten den Hohlraum nur, eine saß richtig.

Das Team entnahm Schutt aus den Löchern. Pigmente die darin gefunden wurden, sollen von Farben stammen, die auch bei da Vincis Meisterwerken Mona Lisa und Johannes der Täufer verwendet wurden. Außerdem fand das Team Rückstände von Lack, nichts was gewöhnlich an eine verputzte Wand kommt. Die Ergebnisse sind ermutigend, allerdings noch kein Beweis für eine Existenz des da Vinci Freskos. Weitere Untersuchungen sind im politischen Hick-hack erst einmal auf’s Eis gelegt.

Die Untersuchungen im Palazzo Vecchio sind umstritten. Ob und wann sie weitergehen, ist noch nicht absehbar. Sollte das Team um Mauricio Seracini jedoch wirklich da Vincis Fresko finden, wäre das eine der größte Entdeckungen der jüngeren Kunstgeschichte.

*Das Bild zeigt eine Kopie des Freskos, angefertigt von Rubens.

Jun
14
2012

Erhaltung von kunsthistorischem Kulturerbe mit dem FARO Laser Scanner Focus3D

GIM Geomatics, spezialisiert auf das Management von Informationen über kulturelle, industrielle, historische und ökologische Denkmäler, vertraut bei seinen Restaurierungsprojekten auf den FARO Focus3D, einen kleinen, leichten und einfach zu bedienenden Hochgeschwindigkeits-3D-Scanner für Vermessungsaufgaben.

„Wir von GIM GEOMATICS haben uns nicht nur der Integration fortschrittlichster Technologien verschrieben, sondern auch der Entwicklung gemäß unseren eigenen Vorstellungen, wodurch unsere Forschungs- und Entwicklungslinie zu einem Markenzeichen geworden ist, nationale Auszeichnungen erhalten hat und vom Industrieministerium befürwortet wird.“
Mit seiner klaren Kundenorientierung und ausgeprägten Innovationsfreude vertraut GIM GEOMATICS auf modernste Technologien wie die von FARO, um erstklassige Lösungen für seine Kunden und alle Unternehmen anzubieten, die effektive und effiziente Lösungen für ihre Probleme im Bereich neuer Technologien suchen.
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Jun
14
2012

3D-Dokumentation soll zur Sicherung der Kreidefelsen auf Rügen helfen

Immer wieder kommt es auf Rügen zu Küstenabbrüchen. Tausende Kubikmeter Kreidefels stürzen dann ins Meer. Im schlimmsten Fall fordern die Abbrüche Todesopfer. Vergangenes Weihnachten wurde eine Familie während eines Spaziergangs mitgerissen, der Leichnam der 12-jährigen Tochter erst Monate später aufgefunden. Das Umweltministerium sprach sich gegen eine generelle Sperrung der Gegend aus. Vielmehr wird auf Prävention gesetzt: Ein auf ein Flugzeug montierter Laserscanner soll Aufnahmen der Küsten machen. Wir zeigen wie das funktioniert und wozu die Ergebnisse dienen.

Abbrüche der Steilküsten keine Seltenheit

Tatsächlich sind Abbrüche an den berühmten Kreidefelsen, gar entlang der gesamten Küste Rügens keine Seltenheit. Allein in 2011 gab es drei nennenswerte Vorfälle. Erstmals seit sechs Jahren verunglückte dabei jemand tödlich. Im Februar 2005 wurde eine Berliner Touristin unter 50.000 Kubikmetern Geröll begraben. Küstenstriche werden abgesperrt, Warnschilder weisen auf die Gefahren hin. Aber Erosion setzt dem Gestein zu, Abbrüche wird es immer geben. [weiterlesen …]

Jun
07
2012

Videospielentwickler dokumentiert Monument der spanischen Verfassung

Florida wurde 1821 offiziell von den Spaniern an die USA übergeben. In den Jahrzehnten zuvor wechselten Regionen immer wieder zwischen amerikanischer, spanischer und britischer Herrschaft. Als 1812 das spanische Kernland kurzzeitig eine Demokratie war, wurden anlässlich dessen in den Überseegebieten Monumente errichtet. In St. Augustine, Florida, steht das vermutlich letzte erhaltene Exemplar. Zum 200-jährigen Jubiläum wurde es per Laserscanner vermessen, um Replikas anfertigen zu können.

Monument einer kurzlebigen Verfassung

Weiße Obelisken wurden 1812 in Ortschaften Floridas errichtet, Monumente der Spanischen Verfassung von 1812. Im Mutterland war der König gestürzt, das Volk gab sich eine demokratische Verfassung. Die Demokratie bestand nicht lange. Bereits 1814 war die Monarchie wiederhergestellt. Den Kolonien befahl man, die Denkmäler zu zerstören. St. Augustine weigerte sich. Experten gehen davon aus, dass dort nun das letzte erhaltene Exemplar steht. Die städtischen Behörden versprachen einigen spanischen Städten Pläne, um Duplikate zu bauen. [weiterlesen …]

Jun
06
2012

Architekturtag am 21.6.2012 in Paderborn

Erfahren Sie alles über die neuesten Autodesk Lösungen für das Building Information Modelling (BIM) sowie diese Sie bei der Planung, Visualisierung und Simulation unterstützen und Ihre Produktivität und Effizient steigern.

Erleben Sie die faszinierende Leistungsfähigkeit der Bestandsaufnahme mit FARO Laser Scanner Focus3D im Zusammenspiel mit Revit 2013.

Datum: 21.06.2012
Ort: Paderborn

Agenda:

13:00 bis 14:30   FARO Focus3D & Revit 2013
14:30 bis 14:45   Pause
14:45 bis 16:00   neues in Revit 2013
16:00 bis 17:00   California.pro

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Jun
04
2012

FARO Focus3D bei der Veranstaltung 1.Liga von Contelos

In der AWD Arena (Hannover) informierten sich mehr als 300 CAD-Anwender über neue Technologien, neue Bedienkonzepte und deren fast unbegrenzte Anzahl von Möglichkeiten sowie über die Neuerungen rund um die Autodesk Produkte für 2013.

Dipl.-Ing. Architekt Johannes Rechenbach präsentiert den Teilnehmern, mit Hilfe plakativer Bildbeispielen, die Vorteile der 3D-Dokumentation für diesen Bereich. Seine Präsentation ist hier verfügbar:

Verpassen Sie auf keinen Fall die „Factory days“ von Contelos, die sich speziell an Fabrikplaner richtet.

Weitere Informationen dazu folgen auf www.faro.com.



Der Laserscanner Blog

Alles rund um Laserscanning, 3D-Dokumentation und 3D-Messtechnik für Architekten und Bauingenieure

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