Aug
17
2011

Behistun-Inschrift: Weltkulturerbe im Iran per Laserscanner vermessen

Die Beuth Hochschule für Technik in Berlin unterhält ein Kooperationsprojekt mit der iranischen Kulturgutorganisation. Ein Team deutscher Wissenschaftler unterstützte nun seine iranischen Kollegen bei der Präservation der Behistun-Inschrift. Die Inschrift ist in einem Felsmassiv rund 30 Kilometer östlich von Kermānschāh im Iran eingemeißelt und wird seit 2006 in der Liste des UNESCO-Welterbes geführt. Der Fortbestand der Inschrift ist durch die witterungsbedingte Erosion gefährdet. Richtig eingesetzt, kann die Laserscanner Technologie die Restauration unterstützen. Hier bringt das Expertenteam aus Deutschland sein Know-How in das Projekt ein.

Foto unter CC-Lizenz; "dynamosquito" via Flickr
Foto unter CC-Lizenz; „dynamosquito“ via Flickr

Durch Witterung droht 2.500 Jahre alter Felseninschrift der Zerfall

Rund 2.500 Jahre alt, zeigt die Inschrift die Inthronisierung des Achämenidenkönigs Dareios I. Das Monument sollte seine Legitimation als König unterstreichen: Es gab Gerüchte, er habe die Macht widerrechtlich an sich gerissen. Das Bisotun Cultural Heritage Centre kämpft nun um den Erhalt des Weltkulturerbes. Tektonischer Druck habe der Inschrift zugesetzt, so der Leiter des Zentrums Hassan Ra’ei. Zahlreiche Brüche in der Felsenwand sind die Folge. Das größte Problem allerdings sei der Regen, so Ra’ei weiter. Das Wasser dringe sehr leicht in das Karstgestein ein und zersetze das Denkmal durch Korrosion.

Deutsches Wissenschaftlerteam vermisst Inschrift per Laserscanner

Per Laserscanner sollte nun die Inschrift vermessen werden. Das deutsche Wissenschaftlerteam wurde hinzugezogen, da im Iran das Equipment und Know-How im Laserscanning fehlt. Die Laserscanner Technologie eignet sich hervorragend für diese Aufgabe: Die Geräte erfassen in kürzester Zeit Millionen von Messpunkten. Hinzu kommt, dass Laserscanner ein berührungsloses Messverfahren gewährleisten. Die millimetergenauen Messdaten helfen zum einen in der Forschung: Die Inschrift kann Archäologen in nie zuvor gesehener, realitätsgetreuer Abbildung zugänglich gemacht werden. Zum anderen soll eine Replik der Felsenwand erstellt werden. Die gewonnenen Laserscanner Messdaten werden derzeit in Deutschland ausgewertet.

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