Jul
25
2011

Wie die Filmbranche vom 3D-Laserscanner profitiert

Der 3D-Laserscanner Technologie sind kaum Grenzen gesetzt. Architektur und Bauingenieurswesen sind zwar die Haupteinsatzfelder der 3D-Messtechnik. Aber auch andere Branchen ziehen Nutzen aus dem Laserscannen und der 3D-Dokumentation. So z.B. die Filmwelt: Laserscanner vermessen und digitalisieren reale Schauplätze. Mit Hilfe von 3D-Dokumentation entstehen daraus am PC digitale Kulissen. Den Bearbeitungsmöglichkeiten sind danach keine Grenzen gesetzt. Wir zeigen Ihnen, wie die Filmbranche die Laserscanner Technologie einsetzt.

Wie 3D-Laserscanner die Filmwelt verändern

Filmschaffende verwenden bereits seit Ende der siebziger Jahre Computer Generated Imagery (CGI). Special Effects Künstler erstellten 3D-Kulissen allerdings lange Zeit in mühevoller Kleinarbeit. 1982 setzte „Tron“ als einer der ersten Filme maßgeblich auf CGI, ein Großteil der Szenerie war computergeneriert. Bild für Bild musste manuell gebaut werden. Animateure konstruierten 3D-Modelle mit Hilfe unzähliger Referenzfotos. Wer realistische Ergebnisse erzielen wollte, musste viel Zeit und Geld investieren. 3D-Laserscanning ändert das: Objekte oder ganze Schauplätze aus der realen Welt werden per Laserscanner optisch erfasst, vermessen und digital abgespeichert. Dieser gesamte Prozess dauert nur wenige Minuten. Gegenüber der herkömmlichen Arbeitsweise bedeutet das eine erhebliche Zeit- und damit Kostenersparnis. Die Filmemacher haben mit der neuen Technik auch andere Möglichkeiten: Die Häuserschluchten New Yorks wurden bspw. für den Film „The Day After Tomorrow“ per Laserscanner digitalisiert. Anschließend konnte das Produktionsteam am Computer ganze Stadtteile mit Wassermassen überfluten und die Stadt ins Chaos stürzen.

Der Einsatz des 3D-Laserscanner bei der Filmproduktion

Bereits für kleinere Produktionen lohnt sich die Nutzung eines 3D-Laserscanners. Sets können nach der Digitalisierung archiviert und wieder verwendet werden. Schnell entsteht eine Bibliothek, die kostengünstig zahlreiche Produktionen unterstützt. Dabei ist die Arbeit mit dem Laserscanner schnell getan: Das Gerät wird, je nach Größe des Schauplatzes, an mehreren Standpunkten aufgestellt. Die Positionen des Laserscanners sowie festgelegter Referenzpunkte werden auf einem Lageplan verzeichnet. Mit wenigen Fingerdrücken des Nutzers erstellt der Laserscanner die ausführliche 3D-Dokumentation der Kulisse. Mehrere Millionen Messpunkte werden in nur wenigen Minuten erfasst. Die so entstandenen Punktewolken werden in den PC eingespeist und dort mit Hilfe von spezieller Software zu einem millimetergenauen 3D-Modell zusammengesetzt.

Die Vorteile des 3D-Laserscannings für die Filmbranche

Nicht nur die einfach Handhabung und hohe Geschwindigkeit des Scanners sind klare Vorteile. Besonders in der Nachbearbeitung profitiert die Filmbranche.  Wo für den Architekten nun das Erstellen von Planzeichnungen, Auf- und Grundrissen anstünde, setzt der Animateur den eingescannten Schauplatz nun in Szene. Die Filmcrew kann mit entsprechender Software Wände verschieben, Objekte oder auch Schauspieler in die Szenerie einarbeiten. Die Schauspieler selbst können ebenfalls digitalisiert werden. Jeff Bridges spielte in Tron 1982 eine der Hauptrollen, Clu. In der Filmwelt altert Clu nicht. Für die Fortsetzung „Tron Legacy“ aus diesem Jahr, musste Bridges digital verjüngt werden. Mit der heutigen Technologie war dies kein Problem, das Ergebnis überzeugte. Ein tragbarer FARO Laser ScanArm kann bspw. die Mimik eines Menschen erfassen. Modellierungssoftware erstellt aus den Messdaten ein 3D-Modell. Bewegungsabläufe lassen sich mittels Motion Capturing aufnehmen.

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