Der Laserscanner Blog für Architekten und Bauingenieure

Der Laserscanner Blog für Architekten und Bauingenieure

/ Kategorie: Allgemein / Autor: kraemerj / Erstellt: Mai 9, 2011 / Kommentare (0) /

Erstklassige Arbeit unter extremen Bedingungen

Ein einmaliges historisches und architektonisches Meisterwerk ist die alte Kaiserstadt Hué. Während des Vietnam-Krieges in weiten Teilen zerstört, beginnt nun der Wiederaufbau. 

fig01Die alte Stadt hat eine bewegte Geschichte hinter sich – und extrem sind mitunter auch die Bedingungen vor Ort. Die Hafenstadt liegt an einer ausgeprägten Wetterscheide, mit Temperaturen bis 40 Grad Celsius und einer Luftfeuchtigkeit bis zu 85 Prozent. Dies macht den Forschern, Restauratoren und Wissenschaftlern die Arbeit vor Ort nicht gerade leicht. Zuverlässiges Equipment ist daher unerlässlich.

Ein beliebter Begleiter bei der Erfassung der historischen Bausubstanz ist der FARO Laser Scanner Focus3D: So einfach zu bedienen wie eine Digitalkamera, nur 5 Kilogramm leicht und auch in schwer zugänglichem Gelände maximal flexibel. Nach der Erfahrung aus verschiedenen Projekten weltweit setzte das Unternehmen SI2Gr.l. aus Italien auch in Vietnam auf den bewährten 3D Scanner. Das Spin-off der Università Politecnica delle Marche  hat sich die Erforschung von Geografie und Umwelt spezialisiert.

In Hué war das Team mit der Erfassung des Osttors betraut. In nur wenigen Stunden erzielte der Laser Scanner beeindruckende Ergebnisse. Aus 17 Scans konnten die Experten ein 3D-Gitter aus Millionen von Punkten erstellen, die ein 3D-Modell mit fotorealistischen Texturen ergaben. Am Modell lässt sich jedes Form- und Farbdetail ablesen – die ideale Vorlage für die Restaurierung des komplexen Architekturelements.

Das urbane Ensemble mit Verbotener Stadt, Kaiserstadt und Befestigter Stadt ist übrigens im Stil des französischen Festungsbaumeisters Vauban erbaut worden. 300.000 Menschen leben heute in Hué, das von einer elf Kilometer langen Mauer umgeben ist. Darin liegt die nochmals von Mauern umschlossene Kaiserstadt und im Herzen dieses Ensembles findet sich die früher dem Kaiser vorbehaltene “Verbotene Purpurne Stadt“, die 1993 zum Weltkulturerbe der UNESCO erklärt fig02wurde.

Mehr über Hue/Vietnam im SWR Fernsehen

 

/ Kategorie: Allgemein , FARO Laser Scanner , Forschung , Laserscanning / Schlagwörter: , , , , , , / Autor: abendrotha / Erstellt: Oktober 23, 2014 / Kommentare (0) /

3D Scans überführen Angeklagten

Mit wachsender Präzision und Qualität steigt auch das Vertrauen in die Laserscantechnik: Erstmals anerkannte nun ein Gericht in Kanada die Scandaten eines FARO Focus3D Laserscanners als rechtmäßiges Beweismittel – ein Präzedenzfall in der Justizgeschichte.

 

Foto: FARO

Foto: FARO

„Schuldig!“ Am Ende gab es für das Gericht in Toronto keinen Zweifel mehr – auch dank der exakten 3D Laserscans, die ein genaues Bild vom Tatort vermittelt hatten.

Der Fall: Einem Anästhesisten wurde vorgeworfen, sich in 21 Fällen an frisch operierten Patientinnen vergangen zu haben. Der Beschuldigte stritt die Tat rigoros ab. Ein solch unglaubliches Vergehen sei im belebten Operations-Zentrum undenkbar. Die Patientenbetten seien gut einsehbar und die Paravents und Vorhänge böten nur einen geringen Sichtschutz. Also unhaltbare Vorwürfe? – Ein Fall für den FARO Focus3D.

Eine Spezialeinheit der Toronto Police Service, TPS, erhielt den Auftrag, die genauen räumlichen Umstände zu klären und 3D Aufnahmen des OP-Zentrums zu erstellen. Die Abteilung hat bereits einige Erfahrung mit den präzisen Messgeräten. Der kriminaltechnische Dienst geht seit Jahren mit dem FARO Focus Laserscanner auf Verbrecherjagd. Greg Schofield, forensischer Dienst der TPS, ließ für den aktuellen Fall die Räume in den Original-Zustand zurück versetzen – mit der kompletten Ausstattung inklusive Sichtschutz. Am operationsfreien Sonntag scannten die Experten die acht Tatorte mit allem Drum und Dran.

Foto: FARO

Foto: FARO

Die Daten ermöglichten die exakte Rekonstruktion der einzelnen Räume. Nachvollziehbar wurden die Durchgangswege, Sichtlinien, Querschnitte und Höhe des Sichtschutzes. Die Beweisführung stützte sich auf die 3D Scans und Fotos, deren Genauigkeit und Präzision von den meisten Zeugen bestätigt wurde. An der Stichhaltigkeit der digitalen Daten bestand kein Zweifel. Die Scans wurden vom Gericht als unstrittig anerkannt und der Angeklagte angesichts der „erdrückenden Beweislast“ schuldig gesprochen.

Vielleicht ist das auch der Durchbruch für die digitalen Helfer vor Gericht. Und statt wie früher Derrick mit einem Harry gehen die Kriminalkommissare hierzulande schon bald mit einem FARO Focus Laserscanner auf Verbrecherjagd.

Foto: FARO

Foto: FARO

Ausführliche User Story (englisch)

 

 

 

 

 

 

 

/ Kategorie: Allgemein , Case Studies , FARO Laser Scanner , Laserscanning , Sicherheit / Schlagwörter: , , , , , , / Autor: abendrotha / Erstellt: Oktober 16, 2014 / Kommentare (0) /

Scandaten im Handumdrehen analysieren, speichern und teilen

Voll im Trend liegt die neue Version 1.6 der SCENE WebShare Cloud von FARO. Die Vorstellung  vor Fachpublikum auf der INTERGEO war ein großer Erfolg.

FARO begeisterte auf der Kongressmesse für Geodäsie, Geoinformationen und Landmanagement einmal mehr das Publikum. Vor einem Jahr überraschte das Unternehmen mit der Einführung des Focus3D X 330, einem portablen Scanner auch für den Außenbereich mit einer Reichweite bis zu 330 Metern; sein Einsatz ist selbst bei Sonnenschein möglich. Das kleine Kraftpaket bringt gerade mal knapp über 5 Kilogramm auf die Waage und verfügt über eine Akkulaufzeit von über 4 Stunden. Auch jetzt sorgte der ultra-portable Scanner wieder für Aufsehen.

LogoBei der Software-Entwicklung legte FARO nun noch eine Schippe drauf. Mit der neuen Version 1.6 von SCENE WebShare Cloud gerät der gesamte Workflow in den Blick: Anhand der vielfältigen Möglichkeiten wird die Zusammenarbeit mit Kunden und Projektpartnern weiter vereinfacht.

Die zahlreichen Interessenten konnten sich am Messestand selbst überzeugen: Zur Arbeit mit der Cloud-Software mit ihrer intuitiv bedienbaren Benutzeroberfläche sind weder technische Schulungen noch spezielle Fachkenntnisse im 3D-Laserscanning erforderlich. Im Handumdrehen können jetzt Abstände und Flächen direkt auf dem Bildschirm exakt analysiert und mit Kunden und Projektpartnern geteilt werden. Die Daten können schnell und sicher in der „Cloud“ gespeichert werden und sind auch per Smartphone oder Tablet abrufbar. Das alles natürlich bei höchster Sicherheit. Live-Vorführungen rundeten den Messeauftritt ab.

/ Kategorie: Allgemein , FARO Laser Scanner , Laserscanning , Tipps / Schlagwörter: , , , , , / Autor: abendrotha / Erstellt: Oktober 10, 2014 / Kommentare (0) /

WebShare Cloud für Laserscanprojekte optimal nutzen

FARO Webinar am 4. November 2014

Foto: FARO

Foto: FARO

Der Einsatz von Laserscannern macht in vielen Branchen die Erfassung und Digitalisierung von bestehenden Gebäuden und Strukturen deutlich leichter. Mit der FARO Software SCENE WebShare Cloud lässt sich zudem die Zusammenarbeit von unterschiedlichen Projektpartnern und Gewerken optimieren.  Das Tool bietet eine hohe Flexibilität und ermöglicht den einfachen Zugriff von verschiedenen Standorten aus: Wer über einen internetfähigen Rechner, Tablet oder Smartphone verfügt, hat alle Laserscan-Daten arbeitsfähig parat – und das weltweit.

Die neueste Version von WebShare Cloud bietet weitere nützliche Features, die den Workflow verkürzen. Etwa Deep Links, Panorama Views mit Kompass, Scan Marker Overhaul und ein Rectangle Selector. Diese Features und weitere Anwendungsmöglichkeiten werden im Webinar anhand von Praxisbeispielen und konkreten Projekten vorgestellt.

 

Foto: FARO

Foto: FARO

Das FARO Webinar findet statt am Dienstag, 4. November von 15 bis 16 Uhr. Oliver Bürkler, Senior Product Manager für 3D-Documentation Software und Matthias Grote, Planungsbüro Grote in Berlin, werden durch das Webinar führen.

​Weitere Informationen und Registrierung auf der FARO-Webseite.

 

 

/ Kategorie: Allgemein , FARO Laser Scanner , Laserscanning , Tipps , Webinare / Schlagwörter: , , , , , , / Autor: abendrotha / Erstellt: September 30, 2014 / Kommentare (0) /

INTERGEO – jetzt kostenloses Messeticket sichern!

Am 7. Oktober geht in Berlin die weltweit größte Veranstaltung im Bereich Geodäsie, Geoinformation und Landmanagement an den Start. Die Leitmesse und der Kongress INTERGEO erfassen alle wichtigen Trends: von der Erhebung geobasierter Daten über die Veredelung bis zur systemintegrierten Applikation. Schwerpunkt des Kongresses in diesem Jahr sind unter anderem Smart Cities, moderne Infrastruktur, 3D und neue Technologien.

Auch FARO wird wieder auf der INTERGEO aktiv sein und seine Neuheiten vorstellen. So wird beispielsweise WebShare Cloud 1.6 gelauncht und live gezeigt. Freuen Sie sich auf ein interessantes Special – und entdecken Sie die neuesten Technologien und branchenspezifische Softwarelösungen im Bereich der portablen 3D-Messtechnik auf unserem Messestand.

Sichern Sie sich jetzt Ihr kostenloses Messeticket.

 

Foto: FARO

Foto: FARO

Wir freuen uns auf Ihr Kommen!

Wann: 07.- 09. Oktober 2014

Wo: Messe Berlin,
Halle 2.1 – Stand C 2.008

 

 

 

 

 

 

Goldschatz wird scheibchenweise gehoben

Fast eine Tonne wiegt der Schatz, den Reg Mead und Richard Miles in Jersey  gehoben haben. Stück für Stück werden die Münzen und Schmuckstücke nun digitalisiert und dokumentiert.

Die zwei Hobby-Schatzsucher konnten ihr Glück kaum fassen. Seit Jahrzehnten sind die beiden mit ihren Detektoren auf der Suche nach alten Metallen. Als der Alarm dieses Mal anschlug, hatten sie einen ganz dicken Fisch an der Angel: Den wahrscheinlich größten keltischen Münzschatz, der je in Europa entdeckt wurde.

Der Wert des Fundes wurde zunächst auf rund 10 Millionen Pfund geschätzt. Mittlerweile sind sich die Fachleute einig: Historisch ist dieser Schatz von unermesslichem Wert. Über 2.000 Jahre waren die 70.000 Münzen, Silber, Gold und Juwelen vergraben. Nun kommen sie schrittweise zurück ans Licht. Um die kostbaren Einzelstücke maximal zu schützen, werden sie mit modernster Technik bearbeitet. Im Jersey Museum in der Hauptstadt St. Helier legt Konservator Neil Mahrer die Prunkstücke behutsam frei, nachdem er sie mit einem FARO Edge ScanArm HD erfasst hat. Der hochauflösende Laser Line Probe HD eignet sich ideal für taktile und berührungslose Messungen – und ist damit für die sensiblen Fundstücke das Gerät der Wahl.

Bis zu 500 Münzen pro Woche will Mahrer nun digitalisieren. Selbst komplizierte Muster auf den Stücken werden bis ins Detail erfasst und können später am Bildschirm analysiert werden. Zudem erhofft sich der Experte aus den Daten Erkenntnisse über die Pflanzen und Tiere, die in der Region lebten sowie Einblicke in eine spannende Epoche. Der Fund wird auf die Zeit der Eroberung des keltischen Galliens durch Gaius Julius Cäsar und auf die Schlacht von Gaul datiert.

Das Erfassen des Fundes findet übrigens vor den Augen der Öffentlichkeit statt. Durch Sicherheitsglas getrennt, agieren Konservator Mahrer und sein Team direkt vor den Besuchern. Unterstützt von den beiden Entdeckern des Schatzes, Reg Mead und Richard Miles, die inzwischen im Museum eine neue Aufgabe gefunden haben. Sie katalogisieren die Fundstücke und führen Besucher durch die Ausstellung.

 

/ Kategorie: Allgemein , Case Studies , FARO Edge ScanArm HD , Forschung , Heritage , Video / Schlagwörter: , , , / Autor: abendrotha / Erstellt: September 18, 2014 / Kommentare (0) /

Workflow Videos zeigen wie’s geht: Einfach arbeiten mit Scans

Bei der Planung, Instandhaltung oder Restaurierung von Gebäuden nutzen Architekten, Planer und Verarbeiter immer häufiger 3D-Lasertechnik. Sind die digitalen Daten erst einmal erfasst, lassen sie sich problemlos weiter entwickeln.

Quasi auf Knopfdruck können Scandaten in die üblichen Softwarelösungen wie Autodesk ReCap und Autodesk Revit importiert werden. Oft trennt die 3D-Scans nur wenige Klicks von einer Visualisierung oder einem aussagekräftigen Koordinatenmodell für die weitere Planung. Damit dies für die Anwender noch einfacher ist, hat Chris Palmer, Ingenieur für 3D-Dokumentation bei FARO UK, nun Schritt-für-Schritt-Video-Anleitungen entwickelt.

Fürs Erste stehen drei Kurzfilme bereit, in denen die Nutzer von FARO 3D Laserscannern und der dazu passenden Software SCENE wertvolle Tipps und Hilfestellungen erhalten. Der Workflow für die gesamte Prozessplanung lässt sich an konkreten Beispielen einfach nachvollziehen. Die praxisbezogenen „FARO Workflow Guides“ unterstützen die Anwender bei der Verarbeitung der Daten, Modellierung und späteren Gestaltung. Themen sind zum Beispiel:

  • die Aufbereitung von SCENE Daten für die Software von Drittanbietern
  • das Erstellen der üblichen Exportformate wie e57 Files, DXF Files, XYZ Ascii Filesw, PTX Files
  • die Überführung von Daten nach Autodesk Recap und Revit
  • die Verarbeitung von Scans in Punktewolken
  • der Aufbau eines Koordinatenmodells
  • die Integration von Georeferenzdaten.

Zu den FARO Workflow Guides geht’s hier:

SCENE into Autodesk Recap 

SCENE Export Options

Autodesk Recap into Revit

Effizient dokumentiert: 3D-Laserscanning im Denkmalschutz

Alt trifft neu: Beim Umgang mit historischer Bausubstanz kann der Einsatz eines Laserscanners Planer, Architekten und Bauherren vor manch böser Überraschung bewahren. Wie es genau funktioniert, zeigt ein FARO Webinar.

Das Bild zeigt das Einscannen einer historischen Bausubstanz.

Historische Gebäude mit einem Laserscanner erfassen – ein Webinar zeigt nun die Methoden und Möglichkeiten. Foto: FARO

Die Einsatzmöglichkeiten moderner Laserscantechnik im Denkmalschutz sind so vielseitig, wie die Bandbreite der geplanten Vorhaben: Sanierungen, Umbauten, Konservierung wertvoller Substanz oder aufwändige Wiederaufbauarbeiten.

Was 3D-Laserscanning für die effiziente Gebäudedokumentation leisten kann, beleuchtet ein unverbindliches einstündiges Webinar von FARO. Hier wird erklärt, wie historische Stätten und Gebäude mit Laserscanning detailgetreu erfasst werden können. Ein zweiter Schwerpunkt liegt auf der Weiterverarbeitung der Daten mit der Software PointSense Heritage. Referenten sind Stefan Hug von FARO und Jana Siebenbrodt, kubit.

Termin ist am Donnerstag, 25. September 2014, 15 – 16 Uhr. Kompakt und verständlich stehen folgende Themen im Blick:

  • Historische Gebäude mit dem FARO Focus3D Laserscanner erfassen
  • Scandaten mit FARO Scene verarbeiten
  • Scandaten in der Cloud aufbewahren und teilen
  • Erstellen von 2D-Grundrissen, Bildplänen, Orthofotos oder 3D-Modellen mit PointSense Heritage im AutoCAD.

Weitere Informationen und Registrierung sind ab sofort möglich.

 

/ Kategorie: Allgemein , Case Studies , Events , Heritage , Kulturerbe , Laserscanning , Sanierung , Tipps , Webinare / Schlagwörter: , , , , , / Autor: abendrotha / Erstellt: September 4, 2014 / Kommentare (0) /

Historischen Fensterturm wiederbelebt

Moderne 3 D lässt die Vergangenheit lebendig werden. Eine architektonische und historische Spurensuche in Staffordshire.

Die „Old Tixall Hall“ hat eine bewegte Geschichte hinter sich. Im 16. Jahrhundert erbaut, wurde sie zum Zentrum des katholischen Widerstands gegen die Krone und auch Maria Stuarts sterblichen Überreste waren hier für kurze Zeit begraben. Heute erinnert nur noch wenig an die bewegte Vergangenheit.

Weil es sich um ein historisch und auch architektonisch wichtiges Bindeglied in der englischen Geschichte handelt, wurde sie jetzt zu neuem Leben erweckt. Lokale Interessensgruppen und Wissenschaftler der De Monfort University  arbeiteten dazu Hand in Hand und rekonstruierten ein ganz besonderes Fenster der „Old Tixall Hall“. Im 3D Modell ist nun jedes Detail erkennbar und zeugt von der kulturellen und religiösen Bedeutung dieses Bauwerks.

Dahinter steckt die akribische Arbeit der Wissenschaftler um Dr. Douglas Cawthorne, die in monatelanger Feinarbeit jedes Einzelstück zu dem historischen Gebäude sammelten: Umfassendes Archivmaterial, Skizzen, Gemälde und Steine als letzte greifbare Überbleibsel des kulturellen Erbes. Mit dem Laserscanner FARO Focus3D wurde jedes noch so winzige Detail erfasst und digital überarbeitet. Schließlich rekonstruierten die Forscher Stück für Stück das 3D Modell des historischen Fensterturms. Mit 3D Druckern wurde das Modell in mehreren Phasen und aus unterschiedlichen Materialien verarbeitet und Stück für Stück zusammengesetzt.

Die Detailtiefe ist verblüffend und führt dem Betrachter die eigene Geschichte plastisch vor Augen. Eine gelungene Verbindung zum lokalen Vermächtnis – selten ist Geschichte so greifbar.

Finanziert wurde die Forschungsgruppe Digital Building Heritage unter anderem vom Art & Humanities Research Council und Connected Communities. Übers Land verteilt wird an 11 Standorten Spurensuche betrieben, um herausragendes architektonisches Erbe zu schützen oder wieder sichtbar zu machen.

Neugierig auf das Fenster geworden? Hier das “Making of”:

Maßarbeit im Neuen Rathaus Hannover

Anders, als der Name vermuten lässt, ist das Neue Rathaus Hannover in die Jahre gekommen. Die Stadt entschied sich für eine umfassende Sanierung – der laufende Betrieb ging weiter.

Der wilhelminische Prachtbau ist ein beliebtes Ausflugsziel in Hannover.

Rathaus Hannover

Rathaus Hannover

Unter seinem Dach befindet sich ein einzigartiger Bogenaufzug, der historische Gartensaal und der „Hodlersaal“. Folglich werden bauliche Maßnahmen auch vom Denkmalschutz mit Argusaugen beobachtet. Für die Stadt Hannover bedeutete das strenge Auflagen bei der Sanierung. Ziel war ein zeitgemäßer Brandschutz und der Wunsch, die Energiebilanz zu verbessern.

In Handarbeit wurden 12 neue Korridortüren im Rathaus eingebaut. Zur Herstellung dieser neuen Brandschutztüren, benötigte die Schreinerei Valentin Schmidt ein hochpräzises Aufmaß der 12 Rundbögen. Mit dem Laserscanner FARO Focus3D gelang es dem Architekten Johannes Rechenbach und seinem Büro „Laser-Scanning-Architecture“, die Korridorgewölbe trotz Publikumsverkehr schnell und präzise dreidimensional zu vermessen.

Die 3D-Scans brachten einige Unregelmäßigkeiten etwa in den historischen Bögen ans Licht. Auch der Fußboden und die senkrechten Leibungen waren teilweise nicht im rechten Winkel zueinander. Anhand der erhobenen Daten konnte die vorliegende Werkplanung exakt auf die örtlichen Gegebenheiten angepasst werden. Dazu wurden die Koordinaten der gemessenen Oberflächenpunkte als dxf-Datei in Autodesk AutoCAD eingelesen und mit der Werkplanung der Türelemente abgeglichen. Zur weiteren maßlichen Kontrolle dienten hochaufgelöste 2D-Messbilder der Scans.

Planer und Schreiner erhielten durch dieses Vorgehen hohe Planungssicherheit. Zudem reduzierte sich der Montageaufwand für die Türen erheblich: Alle 12 Elemente wurden passgenau geliefert. Der Einbau der neuen Brandschutztüren war damit im Handumdrehen erledigt.

Der Weg zur neuen Brandschutztür führte über das Aufmass mit dem FARO Laserscanner.

Fotos: Laser Scanning Architecture

 

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