Der Laserscanner Blog für Architekten und Bauingenieure

Der Laserscanner Blog für Architekten und Bauingenieure

/ Kategorie: Allgemein / Autor: kraemerj / Erstellt: Mai 9, 2011 / Kommentare (0) /

Goldschatz wird scheibchenweise gehoben

Fast eine Tonne wiegt der Schatz, den Reg Mead und Richard Miles in Jersey  gehoben haben. Stück für Stück werden die Münzen und Schmuckstücke nun digitalisiert und dokumentiert.

Die zwei Hobby-Schatzsucher konnten ihr Glück kaum fassen. Seit Jahrzehnten sind die beiden mit ihren Detektoren auf der Suche nach alten Metallen. Als der Alarm dieses Mal anschlug, hatten sie einen ganz dicken Fisch an der Angel: Den wahrscheinlich größten keltischen Münzschatz, der je in Europa entdeckt wurde.

Der Wert des Fundes wurde zunächst auf rund 10 Millionen Pfund geschätzt. Mittlerweile sind sich die Fachleute einig: Historisch ist dieser Schatz von unermesslichem Wert. Über 2.000 Jahre waren die 70.000 Münzen, Silber, Gold und Juwelen vergraben. Nun kommen sie schrittweise zurück ans Licht. Um die kostbaren Einzelstücke maximal zu schützen, werden sie mit modernster Technik bearbeitet. Im Jersey Museum in der Hauptstadt St. Helier legt Konservator Neil Mahrer die Prunkstücke behutsam frei, nachdem er sie mit einem FARO Edge ScanArm HD erfasst hat. Der hochauflösende Laser Line Probe HD eignet sich ideal für taktile und berührungslose Messungen – und ist damit für die sensiblen Fundstücke das Gerät der Wahl.

Bis zu 500 Münzen pro Woche will Mahrer nun digitalisieren. Selbst komplizierte Muster auf den Stücken werden bis ins Detail erfasst und können später am Bildschirm analysiert werden. Zudem erhofft sich der Experte aus den Daten Erkenntnisse über die Pflanzen und Tiere, die in der Region lebten sowie Einblicke in eine spannende Epoche. Der Fund wird auf die Zeit der Eroberung des keltischen Galliens durch Gaius Julius Cäsar und auf die Schlacht von Gaul datiert.

Das Erfassen des Fundes findet übrigens vor den Augen der Öffentlichkeit statt. Durch Sicherheitsglas getrennt, agieren Konservator Mahrer und sein Team direkt vor den Besuchern. Unterstützt von den beiden Entdeckern des Schatzes, Reg Mead und Richard Miles, die inzwischen im Museum eine neue Aufgabe gefunden haben. Sie katalogisieren die Fundstücke und führen Besucher durch die Ausstellung.

 

/ Kategorie: Allgemein , Case Studies , FARO Edge ScanArm HD , Forschung , Heritage , Video / Schlagwörter: , , , / Autor: abendrotha / Erstellt: September 18, 2014 / Kommentare (0) /

Workflow Videos zeigen wie’s geht: Einfach arbeiten mit Scans

Bei der Planung, Instandhaltung oder Restaurierung von Gebäuden nutzen Architekten, Planer und Verarbeiter immer häufiger 3D-Lasertechnik. Sind die digitalen Daten erst einmal erfasst, lassen sie sich problemlos weiter entwickeln.

Quasi auf Knopfdruck können Scandaten in die üblichen Softwarelösungen wie Autodesk ReCap und Autodesk Revit importiert werden. Oft trennt die 3D-Scans nur wenige Klicks von einer Visualisierung oder einem aussagekräftigen Koordinatenmodell für die weitere Planung. Damit dies für die Anwender noch einfacher ist, hat Chris Palmer, Ingenieur für 3D-Dokumentation bei FARO UK, nun Schritt-für-Schritt-Video-Anleitungen entwickelt.

Fürs Erste stehen drei Kurzfilme bereit, in denen die Nutzer von FARO 3D Laserscannern und der dazu passenden Software SCENE wertvolle Tipps und Hilfestellungen erhalten. Der Workflow für die gesamte Prozessplanung lässt sich an konkreten Beispielen einfach nachvollziehen. Die praxisbezogenen „FARO Workflow Guides“ unterstützen die Anwender bei der Verarbeitung der Daten, Modellierung und späteren Gestaltung. Themen sind zum Beispiel:

  • die Aufbereitung von SCENE Daten für die Software von Drittanbietern
  • das Erstellen der üblichen Exportformate wie e57 Files, DXF Files, XYZ Ascii Filesw, PTX Files
  • die Überführung von Daten nach Autodesk Recap und Revit
  • die Verarbeitung von Scans in Punktewolken
  • der Aufbau eines Koordinatenmodells
  • die Integration von Georeferenzdaten.

Zu den FARO Workflow Guides geht’s hier:

SCENE into Autodesk Recap 

SCENE Export Options

Autodesk Recap into Revit

Effizient dokumentiert: 3D-Laserscanning im Denkmalschutz

Alt trifft neu: Beim Umgang mit historischer Bausubstanz kann der Einsatz eines Laserscanners Planer, Architekten und Bauherren vor manch böser Überraschung bewahren. Wie es genau funktioniert, zeigt ein FARO Webinar.

Das Bild zeigt das Einscannen einer historischen Bausubstanz.

Historische Gebäude mit einem Laserscanner erfassen – ein Webinar zeigt nun die Methoden und Möglichkeiten. Foto: FARO

Die Einsatzmöglichkeiten moderner Laserscantechnik im Denkmalschutz sind so vielseitig, wie die Bandbreite der geplanten Vorhaben: Sanierungen, Umbauten, Konservierung wertvoller Substanz oder aufwändige Wiederaufbauarbeiten.

Was 3D-Laserscanning für die effiziente Gebäudedokumentation leisten kann, beleuchtet ein unverbindliches einstündiges Webinar von FARO. Hier wird erklärt, wie historische Stätten und Gebäude mit Laserscanning detailgetreu erfasst werden können. Ein zweiter Schwerpunkt liegt auf der Weiterverarbeitung der Daten mit der Software PointSense Heritage. Referenten sind Stefan Hug von FARO und Jana Siebenbrodt, kubit.

Termin ist am Donnerstag, 25. September 2014, 15 – 16 Uhr. Kompakt und verständlich stehen folgende Themen im Blick:

  • Historische Gebäude mit dem FARO Focus3D Laserscanner erfassen
  • Scandaten mit FARO Scene verarbeiten
  • Scandaten in der Cloud aufbewahren und teilen
  • Erstellen von 2D-Grundrissen, Bildplänen, Orthofotos oder 3D-Modellen mit PointSense Heritage im AutoCAD.

Weitere Informationen und Registrierung sind ab sofort möglich.

 

/ Kategorie: Allgemein , Case Studies , Events , Heritage , Kulturerbe , Laserscanning , Sanierung , Tipps , Webinare / Schlagwörter: , , , , , / Autor: abendrotha / Erstellt: September 4, 2014 / Kommentare (0) /

Historischen Fensterturm wiederbelebt

Moderne 3 D lässt die Vergangenheit lebendig werden. Eine architektonische und historische Spurensuche in Staffordshire.

Die „Old Tixall Hall“ hat eine bewegte Geschichte hinter sich. Im 16. Jahrhundert erbaut, wurde sie zum Zentrum des katholischen Widerstands gegen die Krone und auch Maria Stuarts sterblichen Überreste waren hier für kurze Zeit begraben. Heute erinnert nur noch wenig an die bewegte Vergangenheit.

Weil es sich um ein historisch und auch architektonisch wichtiges Bindeglied in der englischen Geschichte handelt, wurde sie jetzt zu neuem Leben erweckt. Lokale Interessensgruppen und Wissenschaftler der De Monfort University  arbeiteten dazu Hand in Hand und rekonstruierten ein ganz besonderes Fenster der „Old Tixall Hall“. Im 3D Modell ist nun jedes Detail erkennbar und zeugt von der kulturellen und religiösen Bedeutung dieses Bauwerks.

Dahinter steckt die akribische Arbeit der Wissenschaftler um Dr. Douglas Cawthorne, die in monatelanger Feinarbeit jedes Einzelstück zu dem historischen Gebäude sammelten: Umfassendes Archivmaterial, Skizzen, Gemälde und Steine als letzte greifbare Überbleibsel des kulturellen Erbes. Mit dem Laserscanner FARO Focus3D wurde jedes noch so winzige Detail erfasst und digital überarbeitet. Schließlich rekonstruierten die Forscher Stück für Stück das 3D Modell des historischen Fensterturms. Mit 3D Druckern wurde das Modell in mehreren Phasen und aus unterschiedlichen Materialien verarbeitet und Stück für Stück zusammengesetzt.

Die Detailtiefe ist verblüffend und führt dem Betrachter die eigene Geschichte plastisch vor Augen. Eine gelungene Verbindung zum lokalen Vermächtnis – selten ist Geschichte so greifbar.

Finanziert wurde die Forschungsgruppe Digital Building Heritage unter anderem vom Art & Humanities Research Council und Connected Communities. Übers Land verteilt wird an 11 Standorten Spurensuche betrieben, um herausragendes architektonisches Erbe zu schützen oder wieder sichtbar zu machen.

Neugierig auf das Fenster geworden? Hier das “Making of”:

Maßarbeit im Neuen Rathaus Hannover

Anders, als der Name vermuten lässt, ist das Neue Rathaus Hannover in die Jahre gekommen. Die Stadt entschied sich für eine umfassende Sanierung – der laufende Betrieb ging weiter.

Der wilhelminische Prachtbau ist ein beliebtes Ausflugsziel in Hannover.

Rathaus Hannover

Rathaus Hannover

Unter seinem Dach befindet sich ein einzigartiger Bogenaufzug, der historische Gartensaal und der „Hodlersaal“. Folglich werden bauliche Maßnahmen auch vom Denkmalschutz mit Argusaugen beobachtet. Für die Stadt Hannover bedeutete das strenge Auflagen bei der Sanierung. Ziel war ein zeitgemäßer Brandschutz und der Wunsch, die Energiebilanz zu verbessern.

In Handarbeit wurden 12 neue Korridortüren im Rathaus eingebaut. Zur Herstellung dieser neuen Brandschutztüren, benötigte die Schreinerei Valentin Schmidt ein hochpräzises Aufmaß der 12 Rundbögen. Mit dem Laserscanner FARO Focus3D gelang es dem Architekten Johannes Rechenbach und seinem Büro „Laser-Scanning-Architecture“, die Korridorgewölbe trotz Publikumsverkehr schnell und präzise dreidimensional zu vermessen.

Die 3D-Scans brachten einige Unregelmäßigkeiten etwa in den historischen Bögen ans Licht. Auch der Fußboden und die senkrechten Leibungen waren teilweise nicht im rechten Winkel zueinander. Anhand der erhobenen Daten konnte die vorliegende Werkplanung exakt auf die örtlichen Gegebenheiten angepasst werden. Dazu wurden die Koordinaten der gemessenen Oberflächenpunkte als dxf-Datei in Autodesk AutoCAD eingelesen und mit der Werkplanung der Türelemente abgeglichen. Zur weiteren maßlichen Kontrolle dienten hochaufgelöste 2D-Messbilder der Scans.

Planer und Schreiner erhielten durch dieses Vorgehen hohe Planungssicherheit. Zudem reduzierte sich der Montageaufwand für die Türen erheblich: Alle 12 Elemente wurden passgenau geliefert. Der Einbau der neuen Brandschutztüren war damit im Handumdrehen erledigt.

Der Weg zur neuen Brandschutztür führte über das Aufmass mit dem FARO Laserscanner.

Fotos: Laser Scanning Architecture

 

Die gläserne Filiale

Unmögliches wird machbar mit dem FARO Laser Scanner Focus3D: In nur 10 Monaten wurden jetzt 1.350 Drogeriemarktfilialen bis ins Detail erfasst.

Die dm-Drogeriemarktkette gehört zu den größten in Europa. Von den Verbrauchern wurde „dm“ nach einer Studie des „Handelsblatt“ in 2013 zum beliebtesten Händler der Deutschen gewählt  und löst Amazon in der Bestenliste ab. Das Handelsnetz der dm-Märkte umspannt mittlerweile 2.800 Filialen, darunter 1.350 in Deutschland. Um dieses Imperium optimal zu bewirtschaften, hat das Unternehmen die Weichen für ein effektives Gebäudemanagement gestellt: Mit 3D-Laserscannern wurde genau Maß genommen und sämtliche Filialen in Deutschland erfasst.

Ein 60-Mann-starkes Team der IT Chain GmbH Karlsruhe übernahm das anspruchsvolle Projekt. Die Herausforderungen bestanden unter anderem darin

  • während des laufenden Betriebs mit Publikumsverkehr zu scannen,
  • exakte Aufmaße von komplexen Umgebungen und Gebäudestrukturen zu erstellen und
  • die Daten in dreidimensionale Bestandspläne zu übertragen sowie für das
  • Autocad-Planungssystem der dm-Märkte zu konvertieren.

Nach nur zehn Monaten meldete die IT Chain GmbH bereits Vollzug: Sämtliche Filialen waren in der kurzen Zeit genauestens  erfasst. Rückblickend ist Christoph Ludin, Geschäftsführer der IT-Chain überzeugt, dass früher wäre ein Auftrag in einem solchen Tempo nicht zu erledigen gewesen wäre. Insgesamt waren bei IT Chain, einem Tochterunternehmen der Simon Hegele Gruppe, 15 Laserscanner  FARO Focus3D im Einsatz. Pro Filiale wurden etwa 45 Scans aufgenommen und die Daten zu dreidimensionalen Bestandsplänen weiterverarbeitet. Diese sind für das künftige Flächen- und Facility-Management bei dm  Gold wert: bauliche Änderungen in den einzelnen Filialen sind künftig von der Zentrale aus millimetergenau planbar – ohne weiteren Vor-Ort-Termin. Die erste Feuertaufe haben die Daten schon bestanden: In den Filialen wurden auf Basis der dreidimensionalen Daten neue Fototheken geplant und eingebaut.

Aufmaß
Schnell und präzise wurden die Grundrisse und Einrichtung der Filialen mit dem 3D Laserscanner erfasst und Vermessungspläne erstellt. Das dreidimensionale Aufmaß liefert dem Flächen- und Facilitymanagement wichtige Daten. Fotos: FARO/IT Chain GmbH

FARO/IT Chain GmbH

 

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FARO bietet Ihnen die einmalige Chance eine Urlaubsreise zu gewinnen. Vereinbaren Sie dafür eine kostenlose Produkt-Demo für eines unserer Messsysteme und Sie nehmen an der Verlosung teil.

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*Die Produkt-Demo muss zwischen dem 1. August und 30. September stattfinden. Die Ziehung der Gewinner findet am 1. Oktober 2014 statt. Die Teilnahme an der Aktion ist bis 14. September 2014 möglich.

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Optimierte Planung

Je handlicher und günstiger 3D Laserscanner werden, desto breiter sind ihre Einsatzgebiete: In der Bestandsdokumentation komplexer Industrieflächen oder bei der Erfassung von Gebäuden leisten sie mittlerweile schnelle und präzise Arbeit.

Großprojekte und Sanierungen sind häufig mit erheblichem Aufwand verbunden, doch teure Fehlplanungen, Baupannen und Zeitverzögerungen müssen nicht sein. Unterstützung für Ingenieure bieten dreidimensionale Gebäudedaten, die sich mit modernen 3D Laserscannern kostengünstig, präzise und schnell generieren lassen. Die Vorteile liegen auf der Hand: Herstellungs- und Arbeitsprozesse lassen sich deutlich optimieren und die Ingenieure behalten in allen Projektphasen die Kosten im Griff.

Die Scans liefern wichtige Daten für alle Planungs- und Bauphasen und erleichtern die Arbeit erheblich, weiß David Southam, 3D Documentation Manager bei FARO UK. Ein gutes Beispiel ist die integrale Planung. Hier arbeiten Architekten und Fachingenieure aller Gewerke von Beginn an systematisch an einer Bauaufgabe. Einen Schritt weiter geht das Building Information Modelling, kurz BIM. Dieses verknüpft die Bau- und Betriebsprozesse und steigert so die Effizienz in Bauplanung und Gebäudebewirtschaftung.

Foto: FARO

Foto: FARO

Laserscanner wie der FARO Focus3D erfassen in Sekundenschnelle hunderttausende von Koordinaten, aus denen fotorealistische Abbildungen und exakte 3D-Modelle hergestellt werden können. Die Weiterverarbeitung der Daten ist mit den gängigen Software Anwendungen möglich, sagt Southam. Damit stehen den Planern sämtliche Daten in der gewohnten CAD-Anwendung zur Verfügung. Das 3D-Modell kann kontinuierlich aktualisiert und ein Projekt in jeder Bauphase genau analysiert werden. Dies beugt teuren Fehlern vor und optimiert die Planungsprozesse in allen Leistungsphasen – bis hin zur Wartung und Instandhaltung. Zudem haben alle Projektbeteiligten über den Datenaustausch in der Cloud jederzeit Zugriff auf den aktuellen Datensatz.

Beispiele im Ausland zeigen, dass BIM bereits erfolgreich angewendet wird. Nach ersten Testphasen ist das Modell in Finnland seit 2007 für alle öffentlichen Bauten vorgeschrieben. In Großbritannien wird BIM ab 2016 zum zwingenden Standard bei öffentlichen Bauvorhaben – die Europäische Union empfiehlt den Einsatz bei der Planung und Realisierung öffentlicher Bauvorhaben.

Der „Krumme Wald“ von Nowe Czarnowo

Krummes Ding: In einem Kieferwald im polnischen Nowe Czarnowo wachsen die Bäume nicht gerade in den Himmel. Unmittelbar über dem Boden weisen die Stämme einen 90 Gradknick auf und wölben sich dann in ausladenden Bögen in die Höhe – fast identisch, ausgerichtet gen Norden. Mit dem FARO Laserscanner wurde das Naturphänomen dokumentiert.

Ulrich Adrian, ARD-Korrespondent in Warschau, hat den „Krummen Wald“ nahe Stettin besucht. Screenshot: ARD, Videoblog Warschauer Notizen, 16.7.2014.

Ulrich Adrian, ARD-Korrespondent in Warschau, hat den „Krummen Wald“ nahe Stettin besucht. Screenshot: ARD, Videoblog Warschauer Notizen, 16.7.2014.

Gut 100 Bäume sind es, die im „Krummen Wald“ von Nowe Czarnowo, 35 Kilometer südlich von Stettin, auf einer Fläche von 300 Quadratmetern stehen. Eine überzeugende Erklärung für das ungewöhnliche Wachstum der Kiefern hat bislang niemand gefunden. Militärische Züchtung, Möbelproduktion, Außerirdische… Theorien gibt es viele – einige mehr, andere weniger plausibel. Unbestritten ist, dass der Wald alt und morsch ist. Immer mehr Kiefern stürzen um oder werden aus Sicherheitsgründen gefällt. Wissenschaftler der Universität Posen wollen den ungewöhnlichen Wald nun für zukünftige Generationen dokumentieren. Mit dem FARO Laser Scanner Focus3D wurde das gesamte Gebiet eingescannt. Ulrich Adrian, ARD-Korrespondent in Warschau, hat den „Krummen Wald“ für sein Videoblog besucht und den Scanvorgang begleitet (den Beitrag in der ARD-Mediathek ansehen).

 

/ Kategorie: Allgemein , Case Studies , FARO Laser Scanner / Schlagwörter: , , , , , / Autor: abendrotha / Erstellt: Juli 23, 2014 / Kommentare (0) /

Im freien Fall

Felix Baumgartner und Art Thompson. Foto: Sage Cheshire Inc.

Felix Baumgartner und Art Thompson. Foto: Sage Cheshire Inc.

Blick von ganz oben. Foto: Red Bull Media House GmbH

Blick von ganz oben. Foto: Red Bull Media House GmbH

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Da stockte selbst hartgesottenen Zeitgenossen der Atem, als der Extremsportler Felix Baumgartner zu seinem Rekordsprung ansetzte und mit Überschallgeschwindigkeit im freien Fall auf die Erde zuraste. Fünf Jahre hatten die Vorbereitungen für dieses Projekt gedauert – technische Unterstützung lieferte ein FARO Laser Scanner Focus3D.

Der 14. Oktober 2012 geht in die Geschichte ein als der Tag, an dem der erste Mensch

  • aus der unglaublichen Höhe von über 39.000 Metern aus einem Heliumballon abspringt,
  • eine Rekordgeschwindigkeit von 1357,6 Stundenkilometern erreicht und
  • im freien Fall die Schallmauer durchbricht.

Insgesamt ist der 43-Jährige Österreicher 4,20 Minuten im freien Fall unterwegs – nur die Air Force Legende Joseph „Joe“ Kittinger war länger im Sturzflug: Er schaffte 1960 legendäre 4,36 Minuten.

Der Erfolg hat viele Gesichter. Undenkbar wäre eine solche Heldengeschichte ohne den Stab von Experten im Hintergrund. Die Fäden beim „Red Bull Stratos“-Projekt hielten die NASA und die US Air Force sowie die Wissenschaftler und Ingenieure von Sage Cheshire Inc. in der Hand. Ein Schwerpunkt des Unternehmens mit Sitz in Lancester/Kalifornien liegt im Luft- und Raumfahrtsektor. Es begleitete das Stratos-Projekt in allen technischen Entwicklungsphasen, vom Design über die Konstruktion bis hin zum gesamten Fertigungsprozess.

Ein Herzstück bildeten Druckkapsel und -anzug – für Baumgartners Extremsprung überlebenswichtig. Präzision und genaue Planung hatten daher oberste Priorität. Art Thompson, CEO bei Sage Cheshire Aerospace, setzte daher auf den FARO Laser Scanner Focus3D, der durch seine einfache Handhabbarkeit, hohe Genauigkeit, Kompatibilität, Mobilität und breite Anwendungsmöglichkeiten überzeugte.

Sowohl die Druckkapsel als auch der Raumanzug wurden eingescannt, die Punktewolke in die Software Geomagic übertragen und daraus 3D-Modelle generiert. Diese wurden später in SolidWorks übertragen. Damit konnten beispielsweise die numerische Strömungsmechanik CFD (Computational Fluid Dynamics) simuliert und analysiert werden. Besonders wichtig, denn ein Überschallsprung im Raumanzug war schließlich nicht vorab zu trainieren. Die Berechnungen gingen auf – die Aerodynamik des Spezialanzuges hielt den extremen Belastungen stand und verschaffte Felix Baumgartner die notwendige Geschwindigkeit und Stabilität für seinen Rekordsprung.

Jetzt geht's los. Foto: Sage Cheshire Inc.

Jetzt geht’s los. Foto: Sage Cheshire Inc.

Geschafft.  Foto: Sage Cheshire Inc.

Geschafft. Foto: Sage Cheshire Inc.

Weitere Details zur Planung: Fort Worth Video Production – FARO & Sage Cheshire – Red Bull Stratos Project

 

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