Jul
30
2015

Spektakuläre Farbenpracht aus dem 12. Jahrhundert

Die spektakulären Fresken in der romanischen Kirche Sant Climent de Taüll, Spanien, waren fast verblichen. Ein museografisches Restaurationsprojekt mit dem Laserscanner FARO Focus3D erweckte die faszinierenden Bilder wieder zum Leben.

Die Kirche in der Provinz Lleida/ Katalonien gilt als architektonisches Meisterstück und wurde in das Weltkulturerbe der UNESCO aufgenommen. Teile der originalen Fresken sind seit über fünf Jahrzehnten im National Art Museum Barcelona zu sehen – die Besucher in der Kirche Sant Climent mussten sich bislang mit einer Kopie begnügen. Jetzt wurden weitere Zeichnungen im Kirchenschiff ans Licht gebracht: Die Experten von Captae rekonstruierten aus Scans ein 3D-Modell, danach wurden von Restauratoren und Archäologen einzelne Figuren, Elemente und Farben Schritt für Schritt nachgebildet.

Das Herzstück der atemberaubenden Fresken bildet eine Darstellung der Offenbarung in der Hauptapsis. Mit Unterstützung des FARO Focus3D wurden die Originale, die sich in die unteren Gesteinslagen eingegraben hatten, rekonstruiert und auch die Werke im Nationalmuseum erfasst. Ausgangspunkt bildeten punktgenaue Scans der Apsis, um die Geometrie der Oberflächen exakt zu erfassen. Ein großer Vorteil war die hohe Scangeschwindigkeit, die Fähigkeit des Focus Farbschattierungen genau zu erfassen und das berührungslose Messen.

Für jeden gescannten Punkt stellte der 3D-Laser Scandaten entlang der x-, y- und z-Achse zur Verfügung. Die Punktewolken bildeten die Basis für eine virtuelle Kopie des Gewölbes und die 3D-Modellierung der berühmten Fresken. Eine Arbeit mit sehr großer Detailtiefe, die zu erstaunlichem Ergebnis führte.

Das gesamte Projekt wurde aufwändig dokumentiert. Eine eigene Webseite zeigt, wie das wertvolle Fresko aus Millionen von Scanpunkten wieder zum Leben erwachte. Besucher werden heute in der Kirche in die Zeit um 1123 zurückversetzt und können in einer faszinierenden 3D Projektion in Bild und Ton nachvollziehen, wie das üppige Wandbild entstanden ist.

 

 

3D Punktewolke_ES_Captae_2014

 

Die 3D-Punktewolken des FARO Focus 3D bildeten die Basis für die spektakuläre Visualisierung der historischen Wandmalereien in der romanischen Kirche Sant Climent de Taüll, Spanien.  Abbildungen: CAPTAE/FARO

Decke Punktewolke_ES_Captae_2014

Jul
23
2015

Fußball-Kathedrale bleibt digital erhalten

Das neue Fußballstadion von San Mamés in Bilbao ist deutlich größer und vielleicht auch schöner als das alte. Dennoch ist für viele Fans der Vorgänger unvergessen: Der „Kathedrale“ wurde nach dem Abriss ein digitales Denkmal gesetzt.

Das alte Stadion des“ Athletic Club“ Bilbao galt wegen seiner intensiven Atmosphäre als legendär. Über 100 Jahre feierten und fieberten dort die treuen Anhänger mit ihrer Mannschaft. Um etwas von der Tradition und Stimmung auch für die Nachwelt zu erhalten, wurde die sogenannte „Kathedrale“ vor dem Abriss digital vermessen. Mit drei FARO Focus3D Laserscannern erfassten die Experten von Indissoluble Barcelona jedes noch so kleine Detail – vom Spielfeld über die Ehrenlogen und Umkleideräume bis zum markanten Mittelbogen und dem Löwen-Maskottchen des Clubs. Für den aktuell kleinsten portablen Laserscanner auf dem Markt kein Problem.

Er ist ideal für Innen- und Außenscans geeignet – selbst bei schlechten Lichtverhältnissen und auf engstem Raum.

 

Die Spezialisten von Captae überführten die Scans und Punktewolken in ein stimmungsvolles Video. 1.100 Millionen Messpunkte verarbeiteten sie zu einem beeindruckenden Dokument, welches einen virtuellen Rundgang durch das alte Stadion ermöglicht. Die Fans dürfen dabei einen Blick hinter die Kulissen werfen. Der digitale Rundgang führt aus der Spielerperspektive von der Umkleidekabine durch den Kabinengang direkt hinaus auf das Spielfeld. Auch aus der Vogelperspektive wurden Aufnahmen eingefangen. Diese zeigen die reizvolle urbane Lage am Stadtrand von Bilbao. Historische Bilder aus den Glanzzeiten und ein kurzer Blick auf den Neubau runden den Kurzfilm ab. Nicht nur für die Fans der „Los Leones“ ein gelungenes Beispiel, was mit moderner 3D Lasertechnik und versierten Spezialisten alles möglich ist.

 

Die ausführliche Dokumentation steht den Besucherinnen und Besuchern im neuen Ausstellungsbereich des Stadions zur Verfügung. Übrigens hat der Neubau bereits die Herzen der spanischen Fans erobert. Er wurde in seinem ersten Jahr zum „Stadion des Jahres“ gekürt.

 

 

 

Jul
16
2015

Brandursache mit 3D Laserscanner erforscht

Fast 2.200 Hektar Wald fielen bei Estacada in Oregon/USA einer Feuersbrunst zum Opfer. Ein FARO 3D Laserscanner half bei der Klärung der Brandursache.

Den 13. September 2014 werden die Einwohner bei Estacada wohl nicht so schnell vergessen: Im nahe gelegenen State Park war ein Feuer ausgebrochen und breitete sich in Windeseile aus. Ascheregen und Rauchwolken hielten die Menschen in der 16 Kilometer entfernten Stadt tagelang in Atem, knapp 30 Menschen mussten evakuiert und der Highway komplett gesperrt werden. Auf dem Höhepunkt der Feuersbrunst kämpften über 1.000 Feuerwehrleute gegen die Flammen. Der verheerende Brand ging als „36 Pit Fire“ in die Geschichte ein – benannt nach einem der stillgelegten Steinbrüche ganz in der Nähe.

 

Fast 2.200 Hektar Wald brannten bei Estacada/USA

Fast 2.200 Hektar Wald brannten bei Estacada/USA

 

Dem großen Feuer folgte die Spurensuche. Die Ermittler setzten dazu auf den Laserscanner FARO Focus3D. Das Gerät ist unbestechlich, führt Daten sekundenschnell und detailgetreu zusammen und sammelt selbst Fakten, die zunächst nicht relevant erscheinen. Dies gewährleistet eine umfassende und gründliche Untersuchung, so die Ermittler im Bezirk Clackamas. Mit dem mobilen Laserscanner erhielten die Spezialisten einen schnellen Überblick, wie sich das Feuer ausgebreitet hatte. Am Ende führte die Spur in eine verlassene Grube, in der wohl Hobbyschützen mit scharfer Munition geübt und so den Brand ausgelöst hatten.

Jul
09
2015

Planung und Bau im grünen Bereich

Wenn in Industrie und Gewerbe Erweiterungen anstehen und Prozesse optimiert werden, zählen vor allem exakte Planung sowie das Einhalten von Terminen und Budgets. Wertvolle Unterstützung bieten 3D-Laserscanner.

Wie selbst komplexe Bauvorhaben ohne Reibungsverluste umgesetzt werden können, zeigt ein aktuelles Beispiel aus Teesside, England. Ziel war die Optimierung und Erweiterung einer Biodiesel-Anlage in Seal Sands. Bereits vom ersten Planungsstadium an entschieden sich die Ingenieure von PX Engineering für den Einsatz des mobilen Hochleistungsscanners FARO Focus3D X 330.

ScanData PX Engineering

3D-Scan der Produktionsanlage für die Überprüfung mit dem 3D-Planungsmodell. Abbildung PX Engineering/FARO

Von der Konzeptentwicklung bis zur Aufnahme des gewerblichen Betriebs lag die Anlagenplanung in den Händen des etablierten Büros PX, das sich in über 20 Jahren als Spezialist für Anlagenplanung weltweit etabliert hat. Seit kurzem setzen die Ingenieure auf den FARO Scanner mit seinen extrem großen Reichweiten. Die umfassenden 3D-Scans zur Bestandsdokumentation wurden anschließend mithilfe der Autodesk Navisworks-Software mit dem ursprünglichen 3D-Planungsmodell von PX verglichen und geprüft. Dadurch erkannten die Fachplaner sofort unerwünschte Abweichungen und konnten diese aus dem Weg räumen.

 

Fehlerursachen können durch die unbestechlichen Scans korrekt bestimmt und beseitigt werden, Bauherr Greenenergy und die Ingenieure hatten in jeder Phase Planungssicherheit. Weitere Vorteile des digitalen 3D Scanners sind die Schnelligkeit und Präzision, mit der Daten erfasst werden. Bei Bestandsuntersuchungen oder Bausanierungen können beispielsweise mehrere Scans aus verschiedenen Positionen gemeinsam referenziert werden und liefern eine genaue und vermessbare Kopie selbst komplexer Objekte.

PX

Scans aus verschiedenen Positionen liefern aussagekräftige Punktewolken.
Abbildung: PX Engineering/FARO

 

Übrigens ist das Gebiet um Teesside Seal Sands in Yorkshire nicht nur ein bekanntes Industriegebiet. Das äußerst reizvolle Naturgebiet hat auch eine einmalige Tierwelt zu bieten, die sich beispielsweise beim Birdwatching ergründen lässt.

 

 

 

Jul
02
2015

Ein Stück Geschichte wird wieder lebendig gemacht

Amerikanische Forscher hauchen dem einzigen noch erhaltenen Militärtunnel in Ninety Six, South Carolina/USA neues Leben ein. Mit modernster 3D Lasertechnik wird der über 230 Jahre alte Tunnel jetzt präzise erfasst, vermessen und anschließend kartographisch dokumentiert.

Lange Zeit lag der Kosciuszko Tunnel unter Tage – verborgen vor den Augen der Besucher des Ninety Six National Historic Site. Und das, obwohl dem militärischen Tunnel während des amerikanischen Unabhängigkeitskrieges 1781 eine ganz besondere Rolle zugedacht war. Mit der Aushebung der Röhre unterhalb der britischen Befestigungsanlage Star Fort wollten die Amerikaner den ersten Schritt in Richtung Sieg über die britische Armee machen. Doch die britische Verstärkung vereitelte den Plan, die Befestigungsanlage unterirdisch zu sprengen.

Für Forscher ist der Militärtunnel ein wertvolles Relikt aus der amerikanischen Geschichte und soll deshalb der Nachwelt erhalten bleiben. Für die schwierige Erfassung des Tunnels in 3D ist der Laserscanner FARO Focus3D ein geradezu idealer Partner. Denn der mobile Laserscanner zeigt auch in dem schwer zugänglichen Gelände seine Qualitäten und ermöglicht eine präzise Erfassung der Gegebenheiten.
Doch nicht nur Experten sollen von diesen außergewöhnlichen Daten profitieren: Nach Abschluss der Arbeiten soll der Tunnel der Öffentlichkeit mittels eines 3D-Models zugänglich gemacht werden. Und das Beste: Interessierte können sich den spektakulären Tunnel im Modell von überall auf der Welt ansehen – ganz ohne Trip nach Amerika.

Jun
30
2015

Tödliche Gefahr auf der Landstraße

In Großbritannien passieren 60 Prozent aller tödlichen Verkehrsunfälle auf Landstraßen. Das soll sich ändern – ein Animationsfilm mit Daten aus dem 3D Laserscanner setzt auf Aufklärung.

Eine der Landstraßen, die mit dem FARO Focus3D X 330 für die Sicherheitskampagne des Britischen Verkehrsministeriums aufgenommen wurden.

Eine der Landstraßen, die mit dem FARO Focus3D X 330 für die Sicherheitskampagne des Britischen Verkehrsministeriums aufgenommen wurden.

Stellen Sie sich vor, Sie haben freie Fahrt auf der Landstraße. Sie beschleunigen und plötzlich kommt Ihnen in einer scharfen Linkskurve ein Traktor entgegen. Das Ausweichmanöver scheitert. Der Zusammenprall endet für einen der beiden Unfallgegner tödlich. Trauriger Alltag auf den Straßen in Großbritannien. Das soll nun anders werden: „Think!“ überschreibt das britische Verkehrsministerium eine breit angelegte Sicherheitskampagne unter dem Motto: Bremsen Sie vor – und nicht in der Kurve.

Ein Animationsfilm zeigt, was den Autofahrern üblicherweise verborgen bleibt: Ein Blick durch die Kurve, ehe es zum fatalen Zusammenstoß kommt. Inszeniert und bearbeitet wurden die Daten von ScanLAB Projects. Das Londoner 3D-Scan- und Visualisierungsunternehmen setzte bei dieser Aufgabe auf die Hochleistungsscanner von FARO. Aufgenommen wurden die wirklichkeitsnahen Bilder mit dem Laser Scanner Focus3D X 330. Dieses Gerät empfiehlt sich besonders für Außenaufnahmen und Reichweiten bis zu 330 Metern. Unter den Händen der Experten entstand ein erschreckend realitätsnaher Film, der einen exemplarischen Unfallhergang zeigt: 40 Sekunden Gänsehaut.

Was im Film locker inszeniert wirkt, ist das Ergebnis akribischer Vorbereitung. 30 Standorte prüften die Experten, ehe sie die geeigneten Landstriche für die schicksalhafte Fahrt zusammen hatten. Dabei zeigte der Focus3D X 330 seine ganze Stärke, sowohl bei der Aufnahme von weiten Landschaften als auch bei den Details, beispielsweise im Innern eines VW Golf oder Pubs.

Ausrichtung der Scans, um den Unfallwagen aufzunehmen.

Ausrichtung der Scans, um den Unfallwagen aufzunehmen.

Die Scandaten wurden in FARO Scene 5.2.5. vorbereitet und in Bentley Pointools v8i weiter verarbeitet. Die finalen Renderings übernahm „The Mill“, London. Weitere Projektbeteiligte, die zum Gelingen des Aufklärungsvideos unter der Federführung von ScanLAB Projects beitrugen, sind die Kreativagentur AMV und die Produktionsgesellschaft „We Folk“.

 

 

 

 

Jun
23
2015

Mitschnitt vom Webinar „Laserscanning für das Bauen im Bestand“

Für all diejenigen, die am 10. Juni 2015 nicht die Gelegenheit hatten, am Webinar „Laserscanning für das Bauen im Bestand“ im Rahmen der Keynotes 2016 teilzunehmen, bietet sich nun erneut die Chance. Ein Mitschnitt des Vortrages von Architekt Johannes Rechenbach, laser scanning architecture, zeigt, wie dank 3D Laserscanning selbst komplexe Gebäudestrukturen und Geometrien in einer frühen Planungsphase und unter laufendem Betrieb dokumentiert werden können. Er berichtet unter anderem von eigenen Scan-to-BIM Projekten und zeigt auf, wie auch Sie von diesem spannenden Verfahren profitieren können.

Sehen Sie sich hier den Webinar-Mitschnitt auf Youtube an.

Webinar Laserscanning für das Bauen im Bestand

Jun
18
2015

Ermittlungen in 3D

Am Tatort zählt jedes Detail. Damit keine Spuren verloren gehen, setzen Forensiker auf digitale Unterstützung, beispielsweise durch den mobilen Handlaserscanner FARO Freestyle 3D

Schon manch kniffliger Kriminalfall wurde durch „Kommissar Zufall“ gelöst. Wer sich lieber an detaillierten Fakten orientiert, dem bietet die moderne Laserscantechnologie wertvolle Schützenhilfe. Kriminaltechniker setzen bei der Fallanalyse gerne auf digitale Unterstützung. Besonders wenn es schnell gehen muss, viele Details zu erfassen sind oder der Tatort schwer zugänglich ist spielt der mobile 3D-HandscannerFARO Freestyle seine Stärke voll aus.

Bei der Spurensicherung wird vor allem Wert auf Präzision und Reproduzierbarkeit der Daten gelegt. Bislang forderte dies von den Forensikern eine zeitraubende Dokumentation in Wort und Bild. Diese mühsame Tatortsicherung gehört nun der Vergangenheit an. Mit mobilen Handscannern lassen sich direkt am Ort des Geschehens ganze Szenen aufnehmen. Die Informationen stehen späteren Untersuchungen maßstabsgetreu und in voller Detailtiefe zur Verfügung. Die Daten können ich Echtzeit auf dem Tablett-PC visualisiert, rekonstruiert und ausgetauscht werden. Ein weiterer Vorteil: Kriminalisten können bequem vom Schreibtisch aus beliebig oft an den Tatort zurückkehren und jedes noch so kleine Detail unter die Lupe nehmen. Ganz ohne Qualitätsverlust oder der Gefahr, Spuren zu verwischen.

Die Polizei in den USA setzt schon länger auf die detaillierte Datensammlung- und analyse mit 3D Laserscannern. Egal ob bei schweren Verkehrsunfällen oder bei Kapitalverbrechen. Denn: „ Ein Bild sagt mehr als tausend Worte“, ist Robert Pelton, the Altamonte Springs Police Department, von der neuen Technik überzeugt. Seine Behörde setz bereits auf die Unterstützung durch FARO Laserscanner Focus3D, die der mobile Handscanner nun ergänzt.

Zum Film

Jun
11
2015

Im digitalen Zeitgeist

Laserscan-Experte meets Medienprofis: FOCUS3D liefert Basismaterial für innovativen Musikclip

In der 3D Laserscantechnologie ist FARO Technologies einer der innovativen Taktgeber – in der jungen deutschen Musikbranche wird aktuell die Band „Sizarr“ als ganz heißer Tipp gehandelt. Die beiden hat nun das junge Kölner Unternehmen „Bildundtonfabrik bft“ zusammengebracht. Für das neue Album „Nurture“ der Indie-Post-Punk-Band „Sizarr“ produzierte die bft drei Musikvideos – eines davon ausschließlich mit Laserscandaten. Die Musik für den Song „Baggage Man“ wurde erst später unter das Filmmaterial gelegt.

 

Für dieses Experiment engagierten die Kölner Medienkünstler den ausgewiesenen Laserscan-Experten Dipl.-Ing. Johannes Rechenbach, Laser Scanning Architecture. Üblicherweise ist Rechenbach mit seinem Schwerpunkt 3D-Laserscanning in den Bereichen Bauen, Architektur und Dokumentation für Architektur und Industrie unterwegs. Das Video-Projekt gefiel ihm jedoch auf Anhieb. Zwei Drehtage war Johannes Rechenbach mit den mobilen Laserscannern FARO Focus3D im Einsatz. An den realen Sets liefen jeweils zwei Laserscanner parallel, um die Verschattungen gering zu halten und die Schauspieler nicht länger als nötig in der zum Scannen notwendigen „Starre“ zu belassen.

Die Scans der einzelnen Locations wurden anschließend von der bft für die Software Maya aufgearbeitet, die für 3D-Visualisierung und -Animation eingesetzt wird. Am Computer entstanden in aufwändiger Kleinstarbeit verschiedene Kamerafahrten, die die gescannten Szenen mit Leben füllen.

Insgesamt stehen nun sieben Szenen mit 80 Kamerafahrten. Das Ergebnis ist ein düster-melancholisches Musikvideo mit einer einzigartigen Gesamtstimmung. Die Kombination von Laser-Scandaten, Filmtechnik und Musik als spannender, sehens- und hörenswerter Musikclip mit künstlerischem Anspruch.

 

Reales Set und Video-Animation: die Bildundtonfabrik bft setzte bei der Herstellung eines Musikvideos für das Lied „Baggage Man“ der Band „Sizarr“ ausschließlich auf Laserscandaten. Letztere erstellte Dipl.-Ing. Johanne Rechenbach mit einem FARO Focus3D. Abbildungen: bft

 

 

 

 

 

Jun
03
2015

Unterirdischer Postzug im Museum der Zukunft

Das Britische Postmuseum dokumentiert mit Laserscannern das Tunnelsystem eines ehemaligen Londoner Postzuges. Moderne 3D-Technologien sollen im Museum ganz neue Besuchererlebnisse ermöglichen.

Von den späten 1920er Jahren bis ins Jahr 2003 verkehrten unter den Straßen Londons fahrerlose Postzüge, die Mail Rail. In ihrem Tunnelsystem entgingen sie den völlig überlasteten Straßen an der Oberfläche und transportierten Briefe, Pakete und Päckchen ohne Zeitverlust. An neun Sortierstationen wurden die Züge be- und entladen, die Gesamtstrecke zwischen Paddington Station im Westen und Whitechapel im Osten Londons betrug 10,5 Kilometer.

Wenn 2016 das Britische Postmuseum eröffnet, soll auch die Mail Rail für Besucherinnen und Besucher zugänglich gemacht werden. Für spätestens 2020 ist sogar geplant, Fahrten mit einem ehemaligen Postzug zu einem Bestandteil des Museumsrundgangs zu machen.

MailRail_03

Copyright: The British Postal Museum & Archive in partnership with ScanLAB Projects

Schon jetzt haben die Ausstellungsmacher damit begonnen, das unterirdische Postsystem mittels 3D-Laserscanning maßstabsgetreu zu erfassen. Das Londoner 3D-Scan- und Visualisierungsunternehmen ScanLAB Projects führte diese Aufgabe mit Hochleistungsscannern von FARO durch. Das so gesammelte Material soll nicht nur der Dokumentation und Archivierung dienen, sondern für neue Besuchererlebnisse im Museum nutzbar gemacht werden. Am Britischen Postmuseum experimentiert man derzeit mit animierten 3D-Rundgängen durch das gesamte Tunnelsystem, Augmented Reality-Apps für Smartphones oder Virtual Reality-Erlebnissen mittels Helmdisplay.

Für welche der vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten ihrer 3D-Daten sich die Ausstellungsmacher letztlich entscheiden, bleibt eine spannende Frage. Sicher ist: Die technischen Mittel sind vorhanden, um Kindern wie Erwachsenen die Funktionsweise des alten Londoner Postzuges eindrucksvoll zu vermitteln.

Copyright: The British Postal Museum & Archive in partnership with ScanLAB Projects

Copyright: The British Postal Museum & Archive in partnership with ScanLAB Projects

Ein Video über Mail Rail und Pläne zum Museum:

 

 

 



Der Laserscanner Blog

Alles rund um Laserscanning, 3D-Dokumentation und 3D-Messtechnik für Architekten und Bauingenieure

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